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Geschichte und Lockdowns wiederholen sich mit unterschiedlichen Vorzeichen

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Link HP Neuwirth

Ob Marx nun Die Geschichte wiederholt sich immer zweimal – das erste Mal als Tragödie, das zweite Mal als Farce gesagt hat oder

Hegel bemerkt irgendwo, dass alle großen weltgeschichtlichen Tatsachen und Personen sich sozusagen zweimal ereignen.
Er hat vergessen hinzuzufügen: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.

Ist für uns jetzt einerlei, Fakt ist jedoch, dass es sich bei der ersten und der zweiten Welle der Pandemie andersrum verhalten hat.

Wir fingen im Frühjahr mit der Farce an und erleben nun eine Tragödie:

Als es um den 30.März knapp 10.000 aktiv Infizierte (Gesamtzahl der positiv Getesteten minus Gesundeten minus Verstorbene) gab,

Ging der gesamte aktuelle Dienst des ORF in Wechselquarantäne,

waren die Straßen leer,

Schlugen sich viele ohne rechtliche Absicherung mit Homeoffice und Homeschooling herum

Applaudierten alle

Starben Menschen in Altersheimen

Würden ganze Krankenhausstation trotz negativen PCRs in Quarantäne geschickt.

Jetzt am 30. November, kurz nach dem Höhepunkt mit fast 80.000 aktiv Infizierten

Kehrte lächelnd wie immer Nadja Bernhard nach durchgemachte Covid-19 Erkrankung in das ZIB Studio zurück

Staut es auf österreichischen Straßen fast wie immer

Schlagen sich viele ohne rechtliche Absicherung mit Homeoffice und Homeschooling herum

Applaudierten der Bundespräsident

Sterben Menschen in Altersheimen

Dürfen symptomlose Ärzte und Pflege trotz positivem aber niedrig-titrigen PCR weiterarbeiten.

Written by medicus58

30. November 2020 at 18:10

Ärztekammer beweist: Marx hatte Recht, „Arbeit ist unangenehm“

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Mehr als die Hälfte der bei einer IMAS-Umfrage teilgenommenen Spitalsärzte empfinde die Arbeit im Krankenhaus als „unangenehm“.

Die Ärzte meckern über die Arbeitszeit, behaupten überlastet zu sein und schleimen, dass sie 42 Prozent nicht mit der Lebensrettung, sondern mit Administration und anderen nicht-ärztlichen Tätigkeiten verbringen, und das 47 Stunden pro Woche.

Der Dauer ÖÄK-VP und –KOAÄ Harald Mayer sprach von einem „Hilfeschrei von hoch qualifizierten Ärzten“, nachdem er seit wievielen Jahren die angestellten Ärzte vertritt?

Völlig ungeniert verabschiedet die Burgenländische Landesregierung ein Gesetz, von dem der Kurier am 16.10. titelt: Landesbedienstetengesetz könnte Gehalt schmälern und so jungeÄrzte abschrecken

Die Krone setzte nach: Im Südburgenland hat es für drei von fünf ausgeschriebenen Kassenstellen keine Bewerber gegeben.

Die Kleine Zeitung berichtet, dass fünf renitenten Hausärzten aus der Region Schladming-Haus-Ramsau gegen ein geplantes Gesundheitszentrum am Dach des Schladminger Schwimmbads protestieren.

Wiener Zeitung und Österreich berichten über einen „massiven Notstand“ in der Neonatologie und in den Geburtenstationen in Wiens Spitälern, aber der KAV antwortete, dass die Versorgung in beiden Bereichen gesichert sei. Herausforderungen gebe es aber in der Neonatologie des AKH, wo die Meldung her kam und zwar von Peter HussleinLeiters der Uniklinik für Frauenheilkunde am Wr. AKH.

Liest man das alles, könnte man doch die Spitalsärzte verstehen, dass ihre Arbeitsbedingungen nicht so völlig supi wären, wenn dann nicht postwendend der IMAS Senior Research Direktor Paul Eiselsberg seine eigene Studie in den Mistkübel entsorgen würde:
Die Studie war, da von den 25.000 Spitalsärzten nur 3570 teilgenommen hätten, „nicht repräsentativ“.

Solange die Ärztekammer unsere Beiträge für solche Wursteln verwendet, ist sichergestellt, dass sich genau gar nix ändern wird, was möglicherweise die Position der meisten Beteiligten sichert.

Wär auch verwunderlich, wenn grad die Ärztekammer Vater Marx beweisen wollte. Dabei ist es doch sehr einfach, fragen Sie mal Ihren Spitalsarzt, auch das ist nicht statistisch signifikant, aber erleuchtender als die Geldverschwendungsaktionen unserer Kammer.

Written by medicus58

18. Oktober 2019 at 07:12

Veröffentlicht in Gesundheitssystem

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Wer A sagt, muss auch Bakunin sagen

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Archetyp des linken Revolutionärs, unbeherrscht, kompromisslos, vazierend durch die Revolutionen der Zeit, letztendlich in der Praxis gescheitert, aber einer der wichtigsten Theoretiker des Anarchismus. http://de.wikipedia.org/wiki/Michail_Alexandrowitsch_Bakunin

Der Spross eines kleinen Adelsgeschlechts durchlief eine militärische Laufbahn, desertierte, scheiterte als Mathematiklehrer, begann Philosophie zu studieren und war an allen revolutionären Schauplätzen der Jahre 1840-49 zu finden bis er verhaften und shcliesslich nach Sibierien verbannt wurde. Auf seiner Flucht über Japan und die USA gelangte er nach Europa, übersetzte das Kommunistisches Manifest ins Russische um sich schliesslich mit Marx zu überwerfen, da er ihm den Weg des Sozialismus in die nächste Diktatur prophezeihte. Marx betrieb schliesslich Bakunins Ausschluss aus der Internationale.
Man mag darüber philosophieren, wie sich der Marxismus entwickelt hätte, hätte er sich nicht schon zu diesem Zeitpunkt seiner Kritiker entledigt.

Zitate: „Diejenigen, die immer nur das Mögliche fordern, erreichen gar nichts. Diejenigen, die aber das Unmögliche fordern, erreichen wenigstens das Mögliche.“ erinnert doch ein bißchen an Che Guevaras: „Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche.“

„Nur dann bin ich wahrhaft frei, wenn alle Menschen, die mich umgeben, Männer und Frauen, ebenso frei sind wie ich. Die Freiheit der anderen, weit entfernt davon, eine Beschränkung oder die Verneinung meiner Freiheit zu sein, ist im Gegenteil ihre notwendige Voraussetzung und Bejahung.“

„Ich werde so lange ein unmöglicher Mensch sein, wie diejenigen, die heute möglich sind, dies bleiben werden.“

So wird die menschliche Vernunft, das einzige Organ, das wir besitzen, um die Wahrheit zu erkennen, durch ihre Verwandlung in göttliche Vernunft unverständlich für uns und erscheint dem Gläubigen zwangsläufig als Offenbarung des Absurden. So äußert sich die Ehrfurcht vor dem Himmel in der Verachtung für die Erde und die Verehrung der Gottheit in der Herabwürdigung der Menschheit. Die menschliche Liebe, dieses unermessliche Band natürlicher Solidarität, das alle Individuen, alle Völker umspannt und die Freiheit und das Glück jedes einzelnen von der Freiheit und dem Glück aller anderen abhängig macht und die Menschen, allen Unterschieden der Rasse und Hautfarbe zum Trotz, früher oder später zu einer brüderlichen Gemeinschaft verbinden muß – diese Liebe wird, wenn sie sich in Liebe zu Gott und religiöse Nächstenliebe verwandelt, alsbald zu einer Geißel der Menschheit: Alles Blut, das seit Anbeginn der Geschichte im Namen der Religion vergossen wurde, die Millionen Menschen, die dem höchsten Ruhm der Götter geopfert wurden, legen davon Zeugnis ab…“ (Föderalismus, Sozialismus, Antitheologismus)

Im Hinblick auf die aktuelle politische Situation ist vor allem Bakunins Liebe zum Föderalismus als Gegenpol zur staatlichen Autorität interessant …. man muss ihm aber zugute halten, dass er Pröll und Häupl nicht kennen konnte … 😉

 

 

„Wenn Gott existiert, ist der Mensch ein Sklave; der Mensch kann und soll aber frei sein: folglich existiert Gott nicht. Ich fordere jeden heraus, diesem Kreis zu entgehen, und nun mag man wählen.“ (Gott und der Staat)

Diese Unlogik hat was Bestechendes .., sorry, but I like it.

 

„Seien wir Sozialisten, aber werden wir nie Herdenvölker. Suchen wir die Gerechtigkeit, die ganze politische, ökonomische und soziale Gerechtigkeit nur auf dem Wege der Freiheit. Es kann nichts Lebendiges und Menschliches außerhalb der Freiheit geben, und ein Sozialismus, der sie aus seiner Mitte verstößt oder der sie nicht als das einzige schöpferische Prinzip und als Grundlage akzeptiert, würde uns ganz direkt zu Sklaverei und Bestialität zurückführen.“ Brief an „La Démocratie“

Written by medicus58

19. Februar 2012 at 17:57

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