Sprechstunde

über alles was uns krank macht

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Es geht nicht darum wie wir uns Einsparungen in der Bildung sparen

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In der aktuellen Diskussion, wie das Unterrichtsministerium die offenbar fehlenden Millionen (heuer 75 Mill, nächstes Jahr 60 Mill)doch einsparen kann, häufen sich die Ratschläge.
Glaubte Heinisch-Hosek anfänglich noch mit dem guten alten neoliberalen Ruf nach mehr Kreativität der Betroffenendurchkommen zu können – schließlich klappte es doch schon seit drei Jahrzehnten, dem Steuerzahler der Rückbau des Sozialstaates schmackhaft zu machen – packen Leitl (WKÖ) und Moser (RH) die ebenso schon etwas abgelutschte Forderung nach Verwaltungsreformen aus. Während letzteres ja vielleicht wirklich Sinn machen würde, so nach dem Motto, wer den Lehrer anstellt, der möge ihn auch bezahlen, wird daraus kaum was werden, denn dann könnte man ja auch auf die Idee kommen, dass die

Krankenversicherungen für die Spitalsleistungen an ihren Versicherten zu 100% aufkommen sollen

die Verursacher von Umweltschäden diese auch begleichen müssen,

das Kerosin der Flugzeuge einer Mineralölsteuer zu unterwerfen wäre, 

die Shopping-Städte am Stadtrand auch die Infrastrukturkosten zahlen müssen, die sie selbst verursachen, …

Kurz das Verursacherprinzip auch für die Kommunen eingeführt werden könnte, wenn schon der einzelne Bürger sang- und klanglos seine Pension nur mehr vom eigenen Konto und abzüglich des Spekulationsgeschicks der Pensionsversicherungen ausgezahlt bekommt.

Also sehr unwahrscheinlich, dass das alles so passieren wird, aber in Zusammenhang mit den ebenfalls erforderlichen Einsparungen bei der Presseförderung verwies Prof. Josef Trappel, Leiter des FB Kommunikationswissenschaft, dem Leiter der Abteilung Medienpolitik und Medienökonomie an der Universität Salzburg darauf, dass
die öffentliche Hand 2013 203 Millionen Euro für Inserate ausgegeben hat.

Das heißt in unserem Zusammenhang, dass sich die Politik eigentlich nur entscheiden müsste auf die Jubelinserate zu verzichten, in denen sie uns – vorzugsweise von Wahlen – das mitzuteilen, was sie uns ohnehin – ohne Kosten für den Steuerzahler – aus allen Kanälen des Staatsrundfunks und in zahllosen Interviews mitzuteilen die Gelegenheit haben und kein Lehrer und keine Schulstunde muss eingespart – aber auch nicht sehr wahrscheinlich!

Statt dass man einfach auf die verdeckte Zeitungsbestechung, äh Inseratenverteilung, verzichtet, oder was der neueste Wahnwitzist, die Schulen gänzlich in den Einfluss der Spezialisten für die Regionalität statt Universitalität, eben die SPÖVP Landeshauptleute, zu geben, werden wir halt irgendwas dazwischen erleben – vielleicht auch PISA Tests erst in 10 Jahren wieder veranstalten, damit niemand auffällt, was aus der angeblichen Kulturnation Österreich geworden ist.

Links:
http://www.falter.at/falter/2014/04/15/wie-man-die-pressefoerderung-verzehnfachen-kann/

Als gäb’s kein Morgen und wär das Gestern nie passiert: Inserate eines Wr. Wohnbaustadtrats http://wp.me/p1kfuX-lC

Inserate: Unter Rot Grün wird alles anders? http://wp.me/p1kfuX-DG

Stoppt die Impertinenz: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=44479

Teflon Faymann:  http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=49948

Wo das Kanzleramt 2011 inserierte 
http://derstandard.at/1331780203138/Regierungswerbung-Krone-vor-Oesterreich-und-Heute-Wo-das-Kanzleramt-2011-inserierte

PS: Das Bild zeigt eine Schule weit hinten in Sikkim, Indien

Written by medicus58

22. April 2014 at 18:22

Inserate: Unter Rot Grün wird alles anders?

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Inserate Rot Grün
Fakten wie Kritik kann ziemlich ermüden
, wenn sich beide nicht ändern, ich weiß, aber wenn man den Eindruck hat, dass das Gegenüber dies in seine Überlegungen einbezieht, dann ist Schweigen problematisch.

Auf seinem Blog analysiert der geschätzte Michel Reimon die „Neue grüne Situation“ nach den bereits geschlagenen Wahlen dieses Jahres (
http://www.reimon.net/2013/05/22/die-neue-grune-situation/) und schwört seine Partei auf die kommenden Angriffe ein:
„Man wird uns mit zwei Themen besonders treffen wollen und vermutlich auch können:
a) Demokratieverständnis und
b) Sauberkeit“

Sein langer Text kann ganz einfach zusammengefasst werden:
Die Taten der Kritiker werden immer sehr kritisch betrachtet.
Selbstmitleid scheint mir hier unangebracht.

Völlig zu Recht haben die Grünen die Inseratenkampagnen der Stadt Wien (bevorzugt in der Gratispresse) immer kritisiert und kritisierten diese auch völlig zu Recht an den verschiedenen Bundesregierungen mit und ohne Inseratenkaiser Faymann.

Als ich (und andere) vor ca. drei Monaten eine erneute Inseratenwelle des Wiener Rathauses thematisierte, antwortete der Klubobmann der Grünen im Wiener Rathhaus und Mitglied des Bundesvorstandes David Ellensohn kurz und bündig:
Geklärt: Inserat ist von sp, nicht von Stadt Wien. Was SPÖ inseriert bestimmen nicht die grünen und umgekehrt. Ich hoffe das passt…

Nein, es passt mir nicht!

Ich erwarte aber bestenfalls erneut eine vergleichare Reaktion, aber der Ärger bleibt, dass sich schon wieder ein Inseratenwelle der Stadt Wien, nun mit zwei Leibthemen der Grünen (Radl und Mahü) die Gratiszeitungen ernährt (heute Österreich und Heute), 
Mit Steuer- und z.T. mit Sponsorengeldernn wird von den Vorzügen der Umgestaltung der Wiener Mariahilferstrasse schwadroniert , was weder Anrainer noch Geschäftsleute so sehen und ein 
Wettspiel der Zeitung HEUTE von der Stad Wien (ist anders) co-finanziert,
in der „das schönste Fahrradfoto gesucht“ und mit dem Hauptpreis eines PUCH e-bikes (2.599€) gewunken wird. 

In ÖSTERREICH radelt für diese Aktion (WIEN RAD JAHR 2013) „Harald Krassnitzer Kilometer für einen guten Zweck„. 
Mit dem verschämt klein gedruckten Hinweis, dass sich „Informationen zu den neuen StVO Regeln für Radfahrende“ auf www.fahradwien.at finden lassen, gibt man hier wenigstens vor, dass dieses Inserat einen Informationsgewinn für den Leser darstellt, während man diese Hemmungen im Preisausschreiben von HEUTE schon abgelegt hat.

Doch genau darum geht es: 
Dreiste Verarschung mit Steuergeld unter dem Deckmantel der Informationspflicht.

Kein Wunder, dass sich Rot und Schwarz um eine Regierungsbeteiligung der Grünen balgen, denn sie können leider sicher sein, dass sich nix ändern wird, außer dass der Grünwähler ein paar Hoffnungen verlieren wird.

Links:
Vassilakou untergräbt Glaubwürdigkeit der Grünen
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=81799 
Ich seh ROT für die GRÜNEN
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=74748
Als gäb’s kein Morgen und wär das Gestern nie passiert: I
nserate eines Wr. Wohnbaustadtrats
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=72841
Faymann und seine Spendierhosen
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=54502
Heute mache ich es mir leicht
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=55176
Teflon-Faymann
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=49948
Das Grüne Quadrat
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=47854
Stoppt die Impertinenz
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=44479
Haben die Grünen das notwendig?
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=32424

Written by medicus58

28. Mai 2013 at 16:15

Dossier lesen!

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Vor wenigen Tagen erschien eine von jungen Journalisten gemachte Website, die ich den Lesern meines Blogs ans Herz (und ans Hirn) legen möchte: 

DOSSIER http://www.dossier.at/

Impressum der Autoren:

Die Idee
Hinter der Idee, Dossier zu gründen, steht eine bittere Erkenntnis: Recherchen, die tief gehen, die Zeit brauchen, die Themen und Sachverhalte gründlich untersuchen, gibt es in Österreich nicht. So gut wie nicht. Die konzentrierte heimische Medienlandschaft samt ihrer besonderen Abhängigkeiten – von politischen Interessen und von Inseraten, von Anzeigenkunden aus der Privatwirtschaft und von den Geschäftsinteressen einzelner Verlage – verhindert in vielen Fällen, dass Journalisten jene Ressourcen bekommen, die sie für ihre Arbeit brauchen: Zeit, Geld und Unabhängigkeit.

Auf der Strecke bleiben Journalismus, Demokratie und Gesellschaft. Dossier versucht diese Lücke mit Investigativen und mit Datenjournalismus ein Stück weit zu schließen. Dossier greift Themen von öffentlichem Interesse auf, recherchiert diese umfassend und stellt sie unabhängig und übersichtlich dar.

Dossier ist eine unabhängige, nicht auf Gewinn gerichtete Website, die Investigativen und Datenjournalismus betreibt und fördert. Unsere Recherchen handeln von Korruption in Politik und Wirtschaft, von der Ausbeutung Schwächerer, vom Missbrauch durch Stärkere, vom Versagen Einzelner und ganzer Systeme.

An unsere Arbeit legen wir höchste journalistische wie ethische Standards: Wir streben danach, fair und offen zu sein – in der Recherche, in der Berichterstattung und bei öffentlichen Auftritten. Wir schulden unseren Lesern die Wahrheit. Sie müssen vertrauen können, nichts geringeres als diese auf Dossier zu bekommen.

Written by medicus58

19. Oktober 2012 at 16:20

Als gäb’s kein Morgen und wär das Gestern nie passiert: Inserate eines Wr. Wohnbaustadtrats

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Der unverschämte Umgang mit Steuergeldern bei dem unter Vorspiegelung von Informationspflicht durchsichtigste Eigenwerbung mittels bezahlter Zeitungsinserate erfolgt, kam in den letzten Monaten zunehmend ins öffentliche Bewußtsein und sollte noch Thema im aktuellen Untersuchugnsausschuss werden.

Auch in diesem Blog habe ich mehrfach auf diese Unsäglichkeit hingewiesen:

Faymanns Eigenwerbung als Wiener Wohnbaustadtrat
ist legendär: 
Faymann und seine Spendierhosen: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=54502
eine Praxis, die er als Kanzler fortsetzte: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=44479 
Übersicht in Standard Artikel: http://derstandard.at/1331780203138/Regierungswerbung-Krone-vor-Oesterreich-und-Heute-Wo-das-Kanzleramt-2011-inserierte
Teflon-Faymann: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=49948 

Selbstvertständlich kann es die ÖVP genauso unverschämt und für die Bewerbung von Vassilakous „Jahreskarten-Coup“ für die Wiener Linien wurden sogar zwei komplett iunterschiedliche Sujets in Druck gegeben, nur damit -je nach Verhandlungsergebnis- rasch das richtig Plakat in der Wiener U-Bahn affichiert werden kann …

Vor wenigen Wochen ärgerte ich mich über ein  (selbstverständlich mit Politikerbild) im Standard erschienenes Inserat mit BuMin Bures (natürlich auch aus de Wiener SPÖ), dem Wahlvolke verkündete, dass – ja dass- … das Thema is ja egal,  kann mich nicht erinnern, WEIL es ohnehin unwichtig war, es ging um Eigenwerbung auf Kosten der Steuerzahler.

Nur als ich den heutigen Standard zu Hand nahm und den nächsten Wiener Wohnbaustadtrat (Michael Ludwig) von einer bezahlten Anzeige herunterlächeln sah, ja da riss mir der Geduldsfaden, aber auch egal ….  Sie haben sich schon an diese Unverschämtheit gewöhnt und ich werde es halt auch noch schaffen …

Wenigstens wird für diesen Blödsinn nicht die staatliche -und aktuell stattlich erhöhte – Parteienförderung angetastet, sondern gleich das Steuergeld.

Was ich mir aber schon noch von der geplagten Seele reden möchte:
Wir leisten uns in diesem Staate einen öffentlich rechtlichen Rundfunk mit 9 Bundesländerintendanten, die nach ihrer handverlesenen Wahl durch die Landeshauptläute nur allzuwillig jede gewünschte Meinungsäußerung ins rechte oder linke Bild bringen und den gebührenzahlenden Zuschauern ins Wohnzimmer bringen.

Da unsere Spitzenpolitiker ohnehin einen vom System garantierten Zugang zur Öffentlichkeit haben, könnten sie uns all diese Weisheiten viel preiswerter und steuerschonender in den „Österreichbilder“, „ZIBs“, „Reports“ und ähnlichen Sendungen mitteilen …

Nachtrag vom 16.7.: http://oe1.orf.at/artikel/310138

Heute mache ich es mir leicht

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So einfach,
wie das Geld der Steuerzahler dafür zu verwenden, sich eine Öffentlichkeit zu kaufen, die man für seine Leistungen nicht erhalten würde,
so einfach ist es auf seinem Blog andere Texte abzuschreiben.
Da ich aber schon so oft über die unerträgliche Inseratenkampagne einiger Politiker geschrieben habe:
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=44479
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=49948
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=54502
erlaube ich mir auf den – jetzt wieder sehr aktuell gewordenen- Blogeintrag:
http://www.dietiwag.org/index.php?id=3830 vom 2.11.2011 (!!)
zu verweisen, der die Parallelen zwischen Faymann und Platter wunderschon dokumentiert hat.

Written by medicus58

29. März 2012 at 07:28

Veröffentlicht in Satanswinkel SKANDALTRACKER

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Stoppt die Impertinenz

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Dass die Gemeinde Wien seit Jahren Millionen an Steuergelder unter dem Deckmantel der Information für Eigenwerbung rauswirft, wurde hier schon mehrfach angeprangert: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=31858

Die an der Wahrheit vorbeischrammende Eigenwerbung der Wiener Gesundheitsstadträtin und des formal eigenständigen Wiener Krankenanstaltenverbundes wurde auch hier schon kritisiert: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=35008

Seit Wochen werden endlich die horrenden Ausgaben verschiedenster Ministerien in den Medien kritisiert. Peter Pilz adelt (nicht ganz korrekt aber auch nicht gänzlich falsch) den ehemaligen Stadtrat Faymann als Erfinder dieses Inseratenunwesen: Seinerzeit, als Wohnbaustadtrat in Wien, hat er die Inseratenkorruption erfunden. Sein erster Versuch galt dem Kurier. Der Stadtrat zahlte die neue Wohnungsbeilage und der Kurier lobte die schönen neuen Wohnungen. Die Beilage wurde noch von echten Journalisten verfasst – aber Faymann lernte, dass man erste Grenzen straflos überschreiten kann. Als Verkehrsminister machte Faymann den nächsten großen Schritt. Er begann, sich den Boulevard zu kaufen. Jetzt ging es schon um offene Geschäfte: Gefälligkeitsinserat gegen Gefälligkeitsgeschichte. Längst Gewohnheitstäter, glaubte er, im Bund könne ihm ebenso wenig passieren wie in Wien. Sein Instrument war die ÖBB, die er zu Gefälligkeitsinseraten an befreundete Zeitungen gezwungen hat.

http://www.peterpilz.at/ Eintrag 16.September

Nun sorgt ein Inserat Faymanns in seinem neuen Zentralorgan heute (Gratisblatt in der Wiener U-Bahn, das im Dunstkreis der Krone produziert wird) für Aufregung, wo er sich unter dem Deckmantel eines redaktionellen Beitrags gemeinsam mit dem Gesundheitsminister als „Stopper der 2-Klassen-Medizin“ abfeiert.

(siehe Bild, das ich aus der Online-Presse habe, da ich heute in der U-Bahn was anderes als  heute gelesen habe) http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/695348/Faymann-das-destruktive-Element

Impertinent ist das deshalb, weil sich der Bundeskanzler (auch im Abendjournalinterview) uneinsichtig zeigt, dass sowas einfach nicht tragbar ist und zweitens (und das ist nun meine ureigenste Überzeugung) dieses Inserat, weil inhaltlich deckungsgleich mit der Kampagne des Wiener Krankenanstaltenverbundes, nur eine mediale Entlastung des Rathhauses ist, um den organisierten Aufschrei der Bediensteten über die finanzielle Misere der Wiener Spitäler vergessen zu machen. siehe: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=43804

Das Operationsplanungssystem im KAV wird nach außen als großer Transparentmacher bejubelt, die damit arbeiten müssen, sind genervt von den vielen Bugs und Unzulänglichkeiten. Dass das nun Faymann als „seinen Sieg“ gegen die angebliche Bevorzugung von Klassepatienten feiert, kann kein Zufall sein, sondern zeigt, dass hier die PR Maschine des Wiener Rathhauses nun auch mit Bundesgeldern betrieben wird.

„Ohne die Partei wäre ich nichts“, hat einmal ein hoher SPÖler gesagt. Auch Werner weiß wem man Dankbarkeit schuldet. Da ist so ein kleiner Gefallen schon mal drinnen. Wir zahlen’s ja.

Written by medicus58

16. Februar 2012 at 18:52

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