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Million Dollar Renminbi

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Als Nanking die größte Stadt der Welt war, waren London und Paris mehr oder weniger Dörfer und an der Stelle von New York lagerte fallweise ein Indianerstamm. Während der Ming-Dynastie erwirtschaftet Nanking  31 % des globalen BIP, während der Anteil der US-Wirtschaft am globalen BIP dzt. nur 25% ausmacht.
Seit dem späten 17. Jahrhundert hatte die „westliche Zivilisation“ begonnen ihre Vorrangstellung in Welt zu zementieren. Ein aktueller Artikel auf Business Insider (http://www.businessinsider.com/four-obvious-signs-of-asias-rise-over-the-west-2012-4)  gibt vier Gründe an, weshalb sich das Zentrum der globalen Wirtschaft wieder zurück bewegen wird.

1) Hong Kong übertrifft seit 2009 New York an Börsenneuzugängen und 2010 wurde in Hong Kong doppelt so viel an Neuemissionen verdient wie im Big Apple.

2) Laut der Financial Times Bankier Intelligence Unit erhält die Finanzwirtschaft Singapurs mehr ausländische Investitionen als New York, London, Frankfurt und die Schweiz zusammen.

3) Laut einer neuen Studie der Inter-American Dialogue ist China zum weltweit führenden Investor aufstrebender Märkte, insbesondere in Lateinamerika, geworden und hat die Weltbank und den IWF überflügelt.

4) Den Aufstieg von einer Handels- zu einer Anlagewährung hat der chinesische Renminbi lat FAZ (http://www.faz.net/aktuell/finanzen/chinas-renminbi-auf-dem-weg-zur-neuen-weltwaehrung-11652458.html)  bereits vollzogen. Die Analysten von Allianz Global Investors prognostizieren auch bereits eine Rolle als dritte Weltreservewährung neben Dollar und Euro.

Written by medicus58

3. April 2012 at 20:16

Too big to fail and failed pigs

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Die Bilanzsumme der österreichischen Banken ist im vergangenen Jahr (2011) um 35,73 Milliarden oder 3,7 Prozent gestiegen und hat damit den Wert von 1.014,3 Mrd. Euro erreicht. Erstmals seit dem Beginn der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 ist die Bilanzsumme der heimischen Geldinstitute damit wieder auf einen Wert von mehr als einer Billion Euro gestiegen. Der damalige Höchststand von 1.071 Milliarden Euro (September 2008) wurde jedoch noch nicht wieder erreicht. http://www.wirtschaftsblatt.at/aktuell/ueber-eine-billion-in-den-bilanzen-der-oesterreichischen-banken-512966/index.do

Die Gesundheitshausgaben Österreichs liegen etwas über 31 Milliarden Euro (die letzte aktuelle Zahl liegt für 2010 vor, da waren es 31,4 Mrd. Euro)http://www.statistik.at/web_de/statistiken/gesundheit/gesundheitsausgaben/index.html Von 2009 auf 2010 sind die Gesundheitsausgaben von 30,8 Mrd. Euro um 673 Mio. Euro auf 31,4 Mrd. Euro gestiegen – das entspricht einer Steigerung von 2,2%. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist zwischen 2009 und 2010 um 4,1% gestiegen. Durch das relativ starke Wirtschaftswachstum, bei geringerer Wachstumsrate der Gesundheitsausgaben, sinkt der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP von 11,2% für 2009 auf 11% für 2010. Betrachtet man die anteilsmäßige Entwicklung am BIP, so stiegen die Gesundheitsausgaben zwischen 1990 und 2010 von 8,4% auf 11% des BIP. WILL HEISSEN: Die Steigerungsraten lagen durchschnittlich zwischen 1990 und 2010 bei 5,2%/Jahr, in Relation zu unser aller Wertschöpfung (BIP) stiegen die Ausgaben in diesem Teitraum nur um 1,6%.

Fassen wir zusammen:
DER FINANZSEKTOR IN ÖSTERREICH WÄLZT 33 MAL MEHR GELD UM ALS DAS GESUNDHEITSSYSTEM UND WÄCHST TROTZ KRISE DEUTLICH SCHNELLER: TROTZDEM LASSEN WIR ES UNS GEFALLEN, DASS DAS FINANZLOCH DASS DIE „BANKENRETTUNG“ IN UNSERE BUDGETS GERISSEN HAT DURCH EINSPARUNGEN IM GESUNDHEITSSYSTEM UND NICHT DURCH EINE FINANZTRANSAKTIONSSTEUER HEREIN GEBRACHT WIRD.
WIR SIND EINFACH NUR BLÖD!

Link ÖBIG Vergleich: http://public-health.meduni-graz.at/archiv/artikel/Artikel%202010/2010_Oe%20im%20Internationalen%20Vergleich.pdf

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