Sprechstunde

über alles was uns krank macht

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Inserate: Unter Rot Grün wird alles anders?

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Inserate Rot Grün
Fakten wie Kritik kann ziemlich ermüden
, wenn sich beide nicht ändern, ich weiß, aber wenn man den Eindruck hat, dass das Gegenüber dies in seine Überlegungen einbezieht, dann ist Schweigen problematisch.

Auf seinem Blog analysiert der geschätzte Michel Reimon die „Neue grüne Situation“ nach den bereits geschlagenen Wahlen dieses Jahres (
http://www.reimon.net/2013/05/22/die-neue-grune-situation/) und schwört seine Partei auf die kommenden Angriffe ein:
„Man wird uns mit zwei Themen besonders treffen wollen und vermutlich auch können:
a) Demokratieverständnis und
b) Sauberkeit“

Sein langer Text kann ganz einfach zusammengefasst werden:
Die Taten der Kritiker werden immer sehr kritisch betrachtet.
Selbstmitleid scheint mir hier unangebracht.

Völlig zu Recht haben die Grünen die Inseratenkampagnen der Stadt Wien (bevorzugt in der Gratispresse) immer kritisiert und kritisierten diese auch völlig zu Recht an den verschiedenen Bundesregierungen mit und ohne Inseratenkaiser Faymann.

Als ich (und andere) vor ca. drei Monaten eine erneute Inseratenwelle des Wiener Rathauses thematisierte, antwortete der Klubobmann der Grünen im Wiener Rathhaus und Mitglied des Bundesvorstandes David Ellensohn kurz und bündig:
Geklärt: Inserat ist von sp, nicht von Stadt Wien. Was SPÖ inseriert bestimmen nicht die grünen und umgekehrt. Ich hoffe das passt…

Nein, es passt mir nicht!

Ich erwarte aber bestenfalls erneut eine vergleichare Reaktion, aber der Ärger bleibt, dass sich schon wieder ein Inseratenwelle der Stadt Wien, nun mit zwei Leibthemen der Grünen (Radl und Mahü) die Gratiszeitungen ernährt (heute Österreich und Heute), 
Mit Steuer- und z.T. mit Sponsorengeldernn wird von den Vorzügen der Umgestaltung der Wiener Mariahilferstrasse schwadroniert , was weder Anrainer noch Geschäftsleute so sehen und ein 
Wettspiel der Zeitung HEUTE von der Stad Wien (ist anders) co-finanziert,
in der „das schönste Fahrradfoto gesucht“ und mit dem Hauptpreis eines PUCH e-bikes (2.599€) gewunken wird. 

In ÖSTERREICH radelt für diese Aktion (WIEN RAD JAHR 2013) „Harald Krassnitzer Kilometer für einen guten Zweck„. 
Mit dem verschämt klein gedruckten Hinweis, dass sich „Informationen zu den neuen StVO Regeln für Radfahrende“ auf www.fahradwien.at finden lassen, gibt man hier wenigstens vor, dass dieses Inserat einen Informationsgewinn für den Leser darstellt, während man diese Hemmungen im Preisausschreiben von HEUTE schon abgelegt hat.

Doch genau darum geht es: 
Dreiste Verarschung mit Steuergeld unter dem Deckmantel der Informationspflicht.

Kein Wunder, dass sich Rot und Schwarz um eine Regierungsbeteiligung der Grünen balgen, denn sie können leider sicher sein, dass sich nix ändern wird, außer dass der Grünwähler ein paar Hoffnungen verlieren wird.

Links:
Vassilakou untergräbt Glaubwürdigkeit der Grünen
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=81799 
Ich seh ROT für die GRÜNEN
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=74748
Als gäb’s kein Morgen und wär das Gestern nie passiert: I
nserate eines Wr. Wohnbaustadtrats
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=72841
Faymann und seine Spendierhosen
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=54502
Heute mache ich es mir leicht
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=55176
Teflon-Faymann
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=49948
Das Grüne Quadrat
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=47854
Stoppt die Impertinenz
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=44479
Haben die Grünen das notwendig?
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=32424

Written by medicus58

28. Mai 2013 at 16:15

Dossier lesen!

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Vor wenigen Tagen erschien eine von jungen Journalisten gemachte Website, die ich den Lesern meines Blogs ans Herz (und ans Hirn) legen möchte: 

DOSSIER http://www.dossier.at/

Impressum der Autoren:

Die Idee
Hinter der Idee, Dossier zu gründen, steht eine bittere Erkenntnis: Recherchen, die tief gehen, die Zeit brauchen, die Themen und Sachverhalte gründlich untersuchen, gibt es in Österreich nicht. So gut wie nicht. Die konzentrierte heimische Medienlandschaft samt ihrer besonderen Abhängigkeiten – von politischen Interessen und von Inseraten, von Anzeigenkunden aus der Privatwirtschaft und von den Geschäftsinteressen einzelner Verlage – verhindert in vielen Fällen, dass Journalisten jene Ressourcen bekommen, die sie für ihre Arbeit brauchen: Zeit, Geld und Unabhängigkeit.

Auf der Strecke bleiben Journalismus, Demokratie und Gesellschaft. Dossier versucht diese Lücke mit Investigativen und mit Datenjournalismus ein Stück weit zu schließen. Dossier greift Themen von öffentlichem Interesse auf, recherchiert diese umfassend und stellt sie unabhängig und übersichtlich dar.

Dossier ist eine unabhängige, nicht auf Gewinn gerichtete Website, die Investigativen und Datenjournalismus betreibt und fördert. Unsere Recherchen handeln von Korruption in Politik und Wirtschaft, von der Ausbeutung Schwächerer, vom Missbrauch durch Stärkere, vom Versagen Einzelner und ganzer Systeme.

An unsere Arbeit legen wir höchste journalistische wie ethische Standards: Wir streben danach, fair und offen zu sein – in der Recherche, in der Berichterstattung und bei öffentlichen Auftritten. Wir schulden unseren Lesern die Wahrheit. Sie müssen vertrauen können, nichts geringeres als diese auf Dossier zu bekommen.

Written by medicus58

19. Oktober 2012 at 16:20

Faymann und Baumgartner: Der Absprung ins Nichts

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Felix Baumgartners gestriger Sprung war ja an sich etwas völlig Unösterreichisches,
auch wenn ich erst kürzlich darauf hingewiesen habe,
wie sehr RED BULL nun schon das Image Österreichs im Ausland (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=77329) prägt. 

WIR SIND FELIX

würde die Bildzeitung schreiben, wenn wir eine hätten,
so bleibts halt bei dem nur noch Altphilologen, Historikern und dem Restadel bekannten

TU FELIX Austria ….

Egal. 

Wir erlebten innerhalb von zwei Tagen, zwei Österreicher beim Absprung.

Am Samstag sprang Werner Faymann auf seinem Parteitag ab und errang als einziger Kandidat für den Parteivorsitz 83%, so dass die Süddeutsche schloss:
Sieger sehen anders aus:
http://www.sueddeutsche.de/politik/spoe-straft-kanzler-ab-sieger-sehen-anders-aus-1.1495812

Am Sonntag, pünktlich zur Zeit-im-Bild sprang Felix Baumgartner aus der Stratosphäre,
kam zwar auch ins Trudeln,
landete aber unversehrt in der US-amerikanischen Steppe und
DIE WELT spricht von der Siegerpose, bei der Landung.
http://www.welt.de/newsticker/news3/article109833627/Furchtloser-Felix-schafft-Rekordsprung-vom-Rand-der-Stratosphaere.html

Oberflächlich betrachtet kommt es darauf an, 
wer springt und wohin er springt.
Bei näherer Betrachtung erkennt man aber, 
dass es ganz vordringlich auf die Vorbereitung und das Team ankommt.
Und dieses ist (pardon Herr Mateschitz, pardon Herr Baumgartner) im zweiten Fall ziemlich unösterreichisch.
http://www.redbullstratos.com/the-team/

Ostermayer: Faymanns Schatten

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Bereits 1997 (nicht 99 wie die Ausgabe im Faltershop) hat Samo Kobenter in seinem Buch Republik der Sekretäre (http://www.falter.at/web/shop/detail.php?id=1694&SESSID=638e55bbdbc551ad5db92302ccff94bd) auf die Seilschaften der Machthaber in Österreich darauf hingewiesen, dass man in unserem Lande am besten dadurch Karriere macht, dass man die „Drecksarbeit“ derer übernimmt, die im Scheinwerferlicht stehen:
Auszugsweise:
Kurt Bergmann Pressereferent der ÖVP Finanzminister Schmitz und Koren
Heinz Fischer Sekretär der SPÖ Parlamentsfraktion
Leopold Gratz Sekretär des Klubs der SPÖ Nationalrats- und Bundesratsabgeordnete
Josef Kalina Sekretär SPÖ Jugend
Thomas Klestil Sekretär unter ÖVP Außenminister Mock
Johannes Kunz Sekretär von SPÖ Bundeskanzler Bruno Kreisky
Ferdinand Lacina Sekretär von SPÖ Bundeskanzler Bruno Kreisky
Paul Andreas Mailath-Pokorny Sekretär vonSPÖ  Bundeskanzler Franz Vranizky
Hans Mahr Sekretär von SPÖ Bundeskanzler Bruno Kreisky
Peter Marboe Sekretär von ÖVP Bundeskanzler Klaus
Alois Mock Sekretär von ÖVP Bundeskanzler Klaus
Wilhelm Molterer Sekretär von ÖVP Landwirtschaftsminister Riegler
Wolfgang Schüssel Sekretär des Wirtschaftsbundes
Franz Vranitzky Sekretär von SPÖ Finanzminister Hannes Androsch
Peter Westenthaler Sekretär von FPÖ Susanne Riess, Norbert Gugerbauer & Jörg Haider
Gerhard Zeiler Sekretär von SPÖ Fred Sinowatz und Franz Vranitzky

„Pepi“ Ostermayer (http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Ostermayer) folgt in dieser Tradition dem Schatten seines Meisters Werner Faymann.

Als (seit 1987) Rechtsberater und -vertreter ab 1988 leitender Jurist der Mietervereinigung, deren Geschäftsführer Werner Faymann war. 1994 wurde er Angestellter des Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds ins Büro des amtsführenden Stadtrates für Wohnen, Wohnbau und Stadterneuerung, erraten das Büro Werner Faymann.
Ab Mai 2004 bis zu seinem Wechsel ins BMVIT im Jahre 2007 war er Geschäftsführer des wohnfonds_wien (früher: Wiener Bodenbereitstellungs- und Stadterneuerungsfonds).
Nur logisch, dass er als Kabinettchef ins BuMin für Verkehr, Innovation und Technologie wechselte, als sich sein Mentor 2007  erstmals aus den Tiefen der Wiener Landespolitik in die Höhen der Bundespolitik aufgeschwungen hat (oder von Bürgermeister Häupl dem Gusi (Bundeskanzler Gusenbauer) aufgedrängt hat, damit der Liebling der Kronenzeitung nicht an seinem Bürgermeistersessel sägen kann). Seit Dezember 2008 ist er Staatssekretär für Medien und Koordination im Bundeskanzleramt nachdem Werner Faymann Gusenbauer in diesem Amt nachfolgte.
Josef Ostermayer hat nämlich dieses Studium geschafft, das sich für den „Werner“ nur bis zur Eingangsprüfung ausgegangen ist.
Ob in Faymann wegen seiner Medienkompetenz an seine Seite holte, mag bezweifelt werden: http://www.youtube.com/watch?v=vs-x7-phRQc

Das alles ist ja im Prinzip nichts Anrüchiges nur kommen da halt immer wieder so kleine Nachrichtensplitter, die den Eindruck verstärken, dass Ostermayer für seinen Chef die Dinge tut, für die der so jovial gebärdende Stadtrat, Minister und Kanzler doch so gerne Auskunft erteilen würde, wenn , ja wenn er doch in einem Untersuchungsausschuss geladen würde, den er mit Hilfe anderer Domestiken gerade „abgedreht“ hat (http://wp.me/p1kfuX-rJ).
Ein Vierteljahrhundert macht Ostermayer nun schon dem Werner die Mauer und hat sich den Ehrentitel „Schattenmann aus Schattendorf“ (http://www.kleinezeitung.at/nachrichten/politik/portraet/2729971/schattenmann-schattendorf.story) redlich verdient,
ob er da immer so redlich vorgegangen ist, mag bezweifelt werden:

6.10.2011 Profil
Stimmen die bisherigen Zeugenaussagen einiger ÖBB-Manager, war es Ostermayer, der die Inseratendeals für Faymann abwickelte. Die Rede ist von erheblichem Druck und relativ deutlichen Drohungen. Er brauche „sieben Millionen für den Werner“, soll Ostermayer etwa zu Ex-ÖBB-Chef Martin Huber gesagt haben.
http://www.profil.at/articles/1139/560/308237/faymann-der-schattenmann
http://kurier.at/nachrichten/4507820-inserate-wehinger-belastet-ostermayer.php
Auf die konkrete Frage von Armin Wolf am 19.9.2011, ob er die „Millionen“ verlangt hat, schafft er fast 11 Minuten weder ein „Ja“ oder ein „Nein“
http://www.youtube.com/watch?v=_PF4J2az1Gw

10.8.2012 ZIB2
Stefan Wehinger, der ehemalige ÖBB-Vorstand, danach Westbahn-Chef beschuldift Staatssekretär Ostermayer, er habe ihm gedroht, wenn er nicht kooperiere, würde er seinen Vorstandsposten verlieren.
http://www.youtube.com/watch?v=8xfrehSvQkk

25.8.2012 Profil
Dr. Josef Ostermayer und Werner ­Faymann gaben unter Vorhalt der diesbezüglichen Ermittlungsergebnisse an, nichts davon gewusst zu haben, dass vom BMVIT in Auftrag gegebene Medieneinschaltungen an die Asfinag AG und die ÖBB-Holding weiterfakturiert worden seien, sie hätten diese Vorgangsweise bei Kenntnis auch keineswegs toleriert, da sie sie für unvertretbar hielten.“ Massive Zweifel an diesen Angaben von Faymann und Ostermayer waren laut Staatsanwaltschaft angebracht: „Dass sich diese Verantwortungen als Schutzbehauptungen darstellen, ergibt sich nicht nur aus der Vielzahl der gleich gelagerten Fälle, sondern auch aus Zeugenaussagen.“
http://www.profil.at/articles/1234/560/339721/werner-faymann-inseratenaffaere-wie-faymann-widersprueche

20.9.2012 Standard
Laut einem Zeugen gab es „Riesenstreit“ über die Inseratenschaltungen zwischen den Asfinag-Chefs einerseits und Werner Faymann und Josef Ostermayer andererseits

http://derstandard.at/1347493162830/Inserate-Zeugen-sprechen-von-Streit-zwischen-Asfinag-und-Faymann?ref=article

Da kann man nur hoffen, dass der der beiden, der das Studium der Rechte abgeschlossen hat, sich so weit abgesichert hat, dass er nicht für seinen Mentor als Opferlamm geschlachtet wird und letzlich ihn seine zutiefst österreichische Karriere als Dauersekretär.

Weitere Links zu den Inseraten Faymanns:
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=44479
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=49948
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=54502
http://derstandard.at/1331780203138/Regierungswerbung-Krone-vor-Oesterreich-und-Heute-Wo-das-Kanzleramt-2011-inserierte

Heute mache ich es mir leicht

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So einfach,
wie das Geld der Steuerzahler dafür zu verwenden, sich eine Öffentlichkeit zu kaufen, die man für seine Leistungen nicht erhalten würde,
so einfach ist es auf seinem Blog andere Texte abzuschreiben.
Da ich aber schon so oft über die unerträgliche Inseratenkampagne einiger Politiker geschrieben habe:
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=44479
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=49948
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=54502
erlaube ich mir auf den – jetzt wieder sehr aktuell gewordenen- Blogeintrag:
http://www.dietiwag.org/index.php?id=3830 vom 2.11.2011 (!!)
zu verweisen, der die Parallelen zwischen Faymann und Platter wunderschon dokumentiert hat.

Written by medicus58

29. März 2012 at 07:28

Veröffentlicht in Satanswinkel SKANDALTRACKER

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Let’s learn English with our Politicians:

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Legendär das „the world in Vorarlberg is too small“ unseres Ex-Minister Gorbach: http://www.krone.at/Oesterreich/Uebelsetzer-Preis_fuer_Gorbach-Uebelsetzer-Story-79345

Ein Heuler Maria Fekters Shortly without von Delayhttp://www.youtube.com/watch?v=V-0Av59JbO4 aber auch andere „figures„: http://www.youtube.com/watch?v=V77dHmx4Aes

Darabosch http://tvnewsroom.consilium.europa.eu/event/foreign-affairs-council-defence-march-2012/arrival-and-doorstep-at-darabos-part-2/

Strasser (Originalvideo von Sunday Times gelöscht) http://www.news.at/articles/1111/8/291957_s1/ernst-strasser-o-toene-aufdecker-videos-nachlesen

Spindelegger http://www.youtube.com/watch?v=Ub1MLvqVYdQ

Faymann http://www.youtube.com/watch?v=S_zoOmyaF6M

Fischler „clearlyhttp://www.youtube.com/watch?v=OuQQLiFU4RQcomplex and higher uphttp://www.youtube.com/watch?v=KWp53dniJMQ

Sommelier Mr. Nikolaus Berlakovich.mov http://www.youtube.com/watch?v=3dOhsV7zhCw

Wie die Presse schon vor einiger Zeit demonstrierte, reihen sich unsere Politiker würdig ein, in den internationalen Chor bzw. We are all sitting in one boat: http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/537528/Sitting-in-one-boat_Politiker-sprechen-Englisch?gal=537528
Bildnachweis: Education Publishing House http://www.kid-talk.vn/home/us_en-website-thieu-nhi.html

Faymann und seine Spendierhosen

with one comment



Spindelegger
reagiert auf die ihm um die Ohren fliegenden ÖVP Skandale mit dem Ruf nach einem Verhaltenskodex für seine ParteigenossInnen.

Vermutlich wird das genau die selben No-Na-Net Formulierungen enthalten, wie der existierende
PAK (PolitikAnstaltsKodex) des BürgerInnenforums 2020:

1) Politikerinnen und Politiker sollen gesetzestreu, respektvoll, verantwortungsbewusst, nachhaltig und vor allem im Sinne der Bürgerinnen und Bürger agieren!
2) Zum Zeitpunkt der Mandatsübernahme sind Vermögen und Funktionen offenzulegen!
3) Die in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union festgeschriebenen Werte sind maßgebend für das politische Verhalten!
4) Eigene Leitlinien zur Einhaltung des PAK – PolitikAnstandsKodex sind zu entwickeln und zu befolgen!
5) Politikerinnen und Politiker dürfen mit ihren Entscheidungen nicht auf direkte oder indirekte finanzielle Nutzen oder Belohnung abzielen!
6) Die politischen Entscheidungen sind zu begründen und hinsichtlich des Einflusses von Interessen zu reflektieren!
7) Geschenkannahmen sind zu unterlassen und Spenden sind offenzulegen!
8) Der Umgang mit öffentlichen Mitteln muss bedacht und verantwortungsbewusst erfolgen!
9) Ein Advisory Committee soll die Politikerinnen und Politiker bei der Einhaltung des PAK – PolitikAnstandsKodex unterstützen!
10) Die Interessen der Bürgerinnen und Bürger müssen nachvollziehbar über den Eigeninteressen stehen!
http://www.europa2020.at/admin/photos/flyer/flyer_21_2811.pdf
Ein schlichtes: Edel sei der Politiker, hilfreich und gut, wäre kürzer …
und in der Praxis ebenso wenig hilfreich wie die 12 Gebote.

Dass man Politiker daran erinnern muss, sich an Gesetze zu halten, ist ebenso absurd, wie die Frage der US Immigration, ob man
Mitglied einer Terrororganisation oder Nazi ist ….

Vermutlich wäre Faymann auch der Meinung, dass seine extensive Investition von Steuergeld, ich berichtete schon mehrfach darüber:
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=49948
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=44479
auch innerhalb dieses Ehrencodex gedeckt gewesen wäre, da es ja zu unser aller Besten geschah.
In einem aktuellen Standard Artikel http://derstandard.at/1331780176704/Korruption-Aus-dem-Album-der-Unschuldsvermutung werden folgende Summen kolportiert.

Von den Werbeeinschaltungen (des Kanzleramtes) im zweiten Halbjahr 2011 profitierten insbesondere die Boulevardmedien. An erster Stelle die
Kronen Zeitung, die sich über Aufträge im Gesamtwert von 450.000 Euro freuen konnte, gefolgt von der Gratiszeitung
Heute, die knapp 280.000 Euro an Aufträgen lukrierte, bei
Österreich langten immerhin noch Buchungen im Wert von 250.000 Euro ein.

Was lernen wir daraus?

Zukünftige Codices sollten um eine folgende Zeile erweitert werden:

Politiker sollten beantworten, welche anderen Beweggründe ihren Schritt in die Politik rechtfertigten, außer

Ich will Posten an meine Freunde vergeben.
Ich möchte Steuergelder unter befreundeten Medien aufteilen.
Ich will an Privatisierungen, Auslagerungen Umwidmungen und Staatsaufträgen über Kriegsspielzeug mitschneiden.
Ich will die Verbindungen knüpfen, die ich nach meinem Rückzug aus der Politik in klingende Münze verwandeln kannn
Ich will befreundeten Firmen staatliche Aufträge zuschanzen und
Ich wollte irgendwann die Welt retten …

Bildnachweis Codex Hammurapi Wikipedia

Written by medicus58

20. März 2012 at 18:26

Hallo, wir sind auch noch da

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Bei Durchsicht der aktuellen Medien hat man den Eindruck, dass unsere aktuellen und ehemaligen Regierungsparteien derartig im Strudel der Ereignisse des parlamentarischen Untersuchungsausschusses versinken, dass dieses Land eher von Schlagzeilen, als von einer Regierung regiert wird.

Diese scheint nach dem großen Sparpaket auf Tauchstation.
Hoffentlich ist sie damit beschäftigt all den erhobenen Vorwürfen nachzugehen, um dieses Land wieder zu regieren  und nicht nur zu verteilen.

Written by medicus58

16. März 2012 at 09:33

Wer Aufklärung sagt, der muss auch C sagen

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und damit hatte ich nun einige Tage Probleme.

Die für den flüchtigen Leser scheinbar logische Fortsetzung dieses Alphabets der Linken, Ché Guevara, passt ja gar nicht.

Trotz bestimmter Parallelen (zur Erinnerung er war auch Arzt 😉
http://de.wikipedia.org/wiki/Che_Guevara)
und einer durchaus bei mir vorhandenen Affinität zu manchen seiner Aussagen, war sein Denken letztendlich der maoistischen Richtung des Kommunismus zuzurechnen und hatte nur sehr wenig von dem hier abgefeierten anarchistischen Denken
Also Ché kommt vielleicht irgendwann ins Herrgottswinkerl aber hat hier keinen Platz.

Aus diesem Dilemma hilft uns aber Claus – 

Claus Pandi, 
seit 2009 der Leiter des Innenpolitik-Ressorts von Österreichs größtem Kleinformat und „Aushängeschild des Blattes“.

Musterbeispiel der Österreichischen Verhaberung, Überheblichkeit und intellektueller Flachwurzelei:

„Den Bundeskanzler (Faymann) kenne ich schon seit zwanzig Jahren“

„In der Politik sind heutzutage solche Flaschen unterwegs, dass wir als Journalisten einfach wichtiger geworden sind.“

Interviewer: Faymann ist also Ihr Freund. Und dann gibt es noch Ihre Ehefrau Angelika Feigl, die seine Pressesprecherin ist. Wie ist das, gibt’s Ehekrach, wenn Sie nicht gut berichten?
http://www.dasbiber.at/content/claus-pandi%3A-%2526quot%3Bden-bundeskanzler-kenne-ich-schon-seit-zwanzig-jahren%2526quot%3B

Wie ein Abflussrohr: offen nach beiden Seiten, 
begleitete Pandi auch HC Strache auf dessen umstrittener Israelreise und machte gleich ein Filmchen für seinen Videoblog daraus.
http://medienkritikwien.wordpress.com/tag/claus-pandi/

Julia Ortner fasste das sehr gut zusammen:
 Kleiner Mann, ganz groß, Der Krone-Redakteur Claus Pándi führt die Politiker des Landes vor – weil sie seine Macht genauso überschätzen wie er selbst
http://www.falter.at/web/print/detail.php?id=1325

In diesem Geiste twittert der Innenpolitische Experte des österreichsichen Leitmediums auch.

Gestern fasste er die aus seinem Blickwinkel innenpolitisch bedeutsamen Inhalte des Tages wie folgt zusammen (Bild):

Amon endlich berühmt. Karl schimpft Kopf. Kopf gibt Kampusch die Schuld. Pilz altersdüster. Langsam mag ich den #U-Ausschuss

Quot erat demonstrandum …

Jetzt ist mir schon klar, dass man mit den schnell mal dahin getwitterten Wortfetzen nicht eine Enzyklopädie publiziert, aber
schenkelklopfender Schmäh, gepaart mit inhaltlichem Desinteresse,
oberflächlich Kritisches im Verein mit einlullender Belanglosigkeit,
 
ist so sehr das Markenzeichen unserer verbreitungsstärksten Zeitung, dass sie als warnendes Gegenbeispiel für all das steht, wofür hier geworben werden soll:

Eine aufgeklärte Öffentlichkeit

Written by medicus58

14. März 2012 at 09:09

Stoppt die Impertinenz

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Dass die Gemeinde Wien seit Jahren Millionen an Steuergelder unter dem Deckmantel der Information für Eigenwerbung rauswirft, wurde hier schon mehrfach angeprangert: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=31858

Die an der Wahrheit vorbeischrammende Eigenwerbung der Wiener Gesundheitsstadträtin und des formal eigenständigen Wiener Krankenanstaltenverbundes wurde auch hier schon kritisiert: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=35008

Seit Wochen werden endlich die horrenden Ausgaben verschiedenster Ministerien in den Medien kritisiert. Peter Pilz adelt (nicht ganz korrekt aber auch nicht gänzlich falsch) den ehemaligen Stadtrat Faymann als Erfinder dieses Inseratenunwesen: Seinerzeit, als Wohnbaustadtrat in Wien, hat er die Inseratenkorruption erfunden. Sein erster Versuch galt dem Kurier. Der Stadtrat zahlte die neue Wohnungsbeilage und der Kurier lobte die schönen neuen Wohnungen. Die Beilage wurde noch von echten Journalisten verfasst – aber Faymann lernte, dass man erste Grenzen straflos überschreiten kann. Als Verkehrsminister machte Faymann den nächsten großen Schritt. Er begann, sich den Boulevard zu kaufen. Jetzt ging es schon um offene Geschäfte: Gefälligkeitsinserat gegen Gefälligkeitsgeschichte. Längst Gewohnheitstäter, glaubte er, im Bund könne ihm ebenso wenig passieren wie in Wien. Sein Instrument war die ÖBB, die er zu Gefälligkeitsinseraten an befreundete Zeitungen gezwungen hat.

http://www.peterpilz.at/ Eintrag 16.September

Nun sorgt ein Inserat Faymanns in seinem neuen Zentralorgan heute (Gratisblatt in der Wiener U-Bahn, das im Dunstkreis der Krone produziert wird) für Aufregung, wo er sich unter dem Deckmantel eines redaktionellen Beitrags gemeinsam mit dem Gesundheitsminister als „Stopper der 2-Klassen-Medizin“ abfeiert.

(siehe Bild, das ich aus der Online-Presse habe, da ich heute in der U-Bahn was anderes als  heute gelesen habe) http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/695348/Faymann-das-destruktive-Element

Impertinent ist das deshalb, weil sich der Bundeskanzler (auch im Abendjournalinterview) uneinsichtig zeigt, dass sowas einfach nicht tragbar ist und zweitens (und das ist nun meine ureigenste Überzeugung) dieses Inserat, weil inhaltlich deckungsgleich mit der Kampagne des Wiener Krankenanstaltenverbundes, nur eine mediale Entlastung des Rathhauses ist, um den organisierten Aufschrei der Bediensteten über die finanzielle Misere der Wiener Spitäler vergessen zu machen. siehe: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=43804

Das Operationsplanungssystem im KAV wird nach außen als großer Transparentmacher bejubelt, die damit arbeiten müssen, sind genervt von den vielen Bugs und Unzulänglichkeiten. Dass das nun Faymann als „seinen Sieg“ gegen die angebliche Bevorzugung von Klassepatienten feiert, kann kein Zufall sein, sondern zeigt, dass hier die PR Maschine des Wiener Rathhauses nun auch mit Bundesgeldern betrieben wird.

„Ohne die Partei wäre ich nichts“, hat einmal ein hoher SPÖler gesagt. Auch Werner weiß wem man Dankbarkeit schuldet. Da ist so ein kleiner Gefallen schon mal drinnen. Wir zahlen’s ja.

Written by medicus58

16. Februar 2012 at 18:52

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