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Ja warum wirkt der Lockdown nicht, ihr schlimmen Bürger?

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Am 21.Jänner 2021 publizierte Eurostat eine Reihe hochinteressanter Daten über die ersten drei Quartale des letzten Jahres.

Die interessanteste Grafik in dieser Statistik ist wohl die über die Entwicklung des Bruttonationalprodukts der EU.

Wie wir sehen, führte der erste Lockdown in der EU zu einem kurzfristigen massiven Einbruch des GDP mit einer überproportionalen Erholung im gesamten dritten Quartal. Wenn ich meine persönliche Wahrnehmung als Ersatz für das (noch) fehlende 4.Quartal einsetze, nämlich den seither unvermindert gebliebenen Berufsverkehr, dann liegt für mich nahe, dass viele Gründe, die augenblicklich für die geringe Wirksamkeit des x-ten Lockdowns angeführt werden (Disziplinlosigkeit, falsche Masken, Parties,…) weitgehend irrelevant sind.

Die ungestörte Produktivität (trotz immer wieder lahmgelegter Dienstleistungsbetriebe) kann ja nur durch die weitgehend ungestört weiterlaufenden Baustellen, Fließbänder, Logistikcenter und Fabrikshallen erklärt werden, wo (auch wieder nach meiner natürliche nicht flächendeckenden Wahrnehmung) Masken und Babyelefanten im Aussterben liegen.

Natürlich ist es Wahnwitz den Wintertourismus und die Beherbergungsbetriebe augenzwinkernd weiter zuzulassen. Aber ich frage mich, weshalb jede andere Erklärung für die hohen Infektionszahlen (bei geschlossenen Schulen) viel mehr Beachtung geschenkt wird, als der Industrieproduktion und der Bauwirtschaft.

Natürlich können wir nicht alle Fabriken und Baustellen schließen, aber dort auf systematische Tests zu setzen schiene mir sinnvoller als die Nasenbohrer in den Schulen, irreale Abstandsregeln und weiterer Lickdown derer, die ohnehin schon im Homeoffice arbeiten.

Kann es sein, dass aber der politische Druck so groß ist, schließlich würde ein Stilkstand einzelner Fabriken und Bazstellen viel mehr kosten als eine geschlossene Schule, dass wir lueber mit anderen Verirdnungen abgelenkt werden ?

Written by medicus58

25. Januar 2021 at 22:59

Too big to fail and failed pigs

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Die Bilanzsumme der österreichischen Banken ist im vergangenen Jahr (2011) um 35,73 Milliarden oder 3,7 Prozent gestiegen und hat damit den Wert von 1.014,3 Mrd. Euro erreicht. Erstmals seit dem Beginn der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 ist die Bilanzsumme der heimischen Geldinstitute damit wieder auf einen Wert von mehr als einer Billion Euro gestiegen. Der damalige Höchststand von 1.071 Milliarden Euro (September 2008) wurde jedoch noch nicht wieder erreicht. http://www.wirtschaftsblatt.at/aktuell/ueber-eine-billion-in-den-bilanzen-der-oesterreichischen-banken-512966/index.do

Die Gesundheitshausgaben Österreichs liegen etwas über 31 Milliarden Euro (die letzte aktuelle Zahl liegt für 2010 vor, da waren es 31,4 Mrd. Euro)http://www.statistik.at/web_de/statistiken/gesundheit/gesundheitsausgaben/index.html Von 2009 auf 2010 sind die Gesundheitsausgaben von 30,8 Mrd. Euro um 673 Mio. Euro auf 31,4 Mrd. Euro gestiegen – das entspricht einer Steigerung von 2,2%. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist zwischen 2009 und 2010 um 4,1% gestiegen. Durch das relativ starke Wirtschaftswachstum, bei geringerer Wachstumsrate der Gesundheitsausgaben, sinkt der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP von 11,2% für 2009 auf 11% für 2010. Betrachtet man die anteilsmäßige Entwicklung am BIP, so stiegen die Gesundheitsausgaben zwischen 1990 und 2010 von 8,4% auf 11% des BIP. WILL HEISSEN: Die Steigerungsraten lagen durchschnittlich zwischen 1990 und 2010 bei 5,2%/Jahr, in Relation zu unser aller Wertschöpfung (BIP) stiegen die Ausgaben in diesem Teitraum nur um 1,6%.

Fassen wir zusammen:
DER FINANZSEKTOR IN ÖSTERREICH WÄLZT 33 MAL MEHR GELD UM ALS DAS GESUNDHEITSSYSTEM UND WÄCHST TROTZ KRISE DEUTLICH SCHNELLER: TROTZDEM LASSEN WIR ES UNS GEFALLEN, DASS DAS FINANZLOCH DASS DIE „BANKENRETTUNG“ IN UNSERE BUDGETS GERISSEN HAT DURCH EINSPARUNGEN IM GESUNDHEITSSYSTEM UND NICHT DURCH EINE FINANZTRANSAKTIONSSTEUER HEREIN GEBRACHT WIRD.
WIR SIND EINFACH NUR BLÖD!

Link ÖBIG Vergleich: http://public-health.meduni-graz.at/archiv/artikel/Artikel%202010/2010_Oe%20im%20Internationalen%20Vergleich.pdf

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