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SarsCov2 macht blind, kann aber auch zu mehr Weitsicht führen

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Seit einem dreiviertel Jahr dominiert ein Virus und die erratischen Versuche der Politik es „zu besiegen“ unsere Medien.

Versuche dieses Problem im Verhältnis zu anderen zu sehen, werden inzwischen schärfer geahndet, als vergleichende Religionskritik.

Wer darauf hinweist, dass für viele Gruppen die Erkrankung wirklich einer schweren Grippe vergleichbar ist, der wird durch steigende Todeszahlen mundtot gemacht. Dazu ein paar Gedanken.

Jeden Tag bringen uns die Hauptnachrichten erschaudernd die Zahl der mit und an Covid-19 Verstorbenen ins Wohnzimmer. Aktuell lt. Dashboard sind das in Österreich 5127 von insgesamt über 83.000 Todesfällen in diesem Jahr.

Dass Peru eines der von der Pandemie am stärksten betroffenen Länder der Welt ist, haben Sie sicher aus unseren Nachrichten gehört. Haben Sie aber in der ZIB oder in Ihrer Zeitung erfahren, dass unabhängig von der Pandemie, in Peru seit Jahresbeginn über 5000 Mädchen und Frauen vermisst werden? (Link)

Seit Beginn der Pandemie werden wir fast täglich darüber informiert, dass in den USA das Pandemiegeschehen außer Kontrolle wäre. Hat uns aber jemals ein betroffener Moderator mitgeteilt, dass in San Francisco 2020 mehr Menschen an einer Heroin Überdosis starben als an Covid-19?

 A record 621 people died of drug overdoses in San Francisco so far this year, a staggering number that far outpaces the 173 deaths from COVID-19 the city has seen thus far. (Link).

Ob die Pandemie schicksalhaft über uns kam, oder durch menschliches Versagen ist bis heute unklar. Bei den beiden genannten und zahllosen weiteren Beispielen handelt es sich aber eindeutig um menschliches Versagen und deshalb um prinzipiell vermeidbare Todesfälle über die es keinen politischen Diskurs mehr gibt.

Wir sollten uns nicht länger blenden lassen, dass es lösbare politische, wirtschaftliche aber auch medizinische Probleme gibt, die mindestens ebenso groß, oft sogar größer sind, als die Pandemie, die unser Denken (medial) beherrscht.

Wenn wir darüber während der Weihnachtsfeiertage und im kommenden Lockdown mal ernsthaft nachdenken und politische Lösungsansätze verlangen, dann hätte uns das Virus zwar blind, aber letztendlich sehr weitsichtig gemacht.

Dann hätten die Kollateralschäden der Pandemie Bekämpfung vielleicht mehr Sinn als nur den Wintertourismus während der Semesterferien zu ermöglichen, denn das wird wohl ebenso schief gehen, wie das vorweihnachtliche Verordnungswirrwarr.

Written by medicus58

20. Dezember 2020 at 10:31

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