Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Posts Tagged ‘Berater

Wünsche an den neuen KAV Generaldirektor (Teil 3: Drinnen und draußen)

leave a comment »


So viel Managementerfahrung hat bald einer, dass er weiß, dass man an der Spitze Informationen nur mehr sehr sehr gefiltert und gefärbt erhält.
Es sind ja keine Lügen, vielmehr selektive Auslassungen und etwas andere Gewichtungen, die die Inhalte erhalten, wenn sie mit persönlichem Interesse vorgebracht werden, nur gilt das für die eigenen Mitarbeiter in gleichem Ausmaß, wie für externe Berater.

Seit Jahren geben sich letztere im KAV die Klinke in die Hand und programmieren Software, instruieren Mitarbeiter und schließen sogar Verträge im Namen des KAV ab. All die Projekte hatten klingende Namen und füllten die Taschen der Berater mit klingender Münze für die ach so großen Einsparungen, die sie dem KAV eingebracht haben. Die meisten dieser Einsparung existieren aktuell aber nur in irgendwelchen Rechenmodellen:
War es 2020, 2030 oder erst 2050, wo sich die massive Neubautätigkeiten im Bereich der Pflegeheime amortisiert haben würden? Davor sind die jährlichen Kosten halt höher als davor.
Vereinheitlichte Softwareprogramme können natürlich ein Segen sein, nur summieren sich halt die Rechnungen für jede nachträgliche Anpassung, und die klinische Medizin ist ein sehr lebendiger Prozess, wo es immer wieder Neues einzupflegen und Altes zu entsorgen gibt.
Mag sein, dass die Massenlaborparameter nun billiger wurden, nur werden halt einige Spezialuntersuchungen deutlich teurer, diese waren aber nicht innerhalb des Sparziels.

Meine Erfahrungen mit all den externen Beratern war eine äußerst zwiespältige, zumal diese durch unsere Abteilungen und Labors wühlen durften, oft bessere Daten als wir selbst hatten und uns schließlich mitteilten, was unsere Dienstgeber denn von uns wollte und daraus gleich Anordnungen verkündeten, die man ja gerne in der Generaldirektion, oder im Lenkungsgremium oder wo auch immer rückbestätigen lassen könnte.
Verstehen Sie mich richtig, ich erfuhr von externen Firmen, was meine Dienstgeberin von mir will, und diese rechtfertigten ihre Anordnungen an mich, damit dass sie diese nur ihm Namen meiner Dienstgeberin an mich weitergab. Klar, man könnte in jedem Fall in der Generaldirektion nachfragen, ob das Gegenüber auch wirklich berechtigt wurde, jedes Datenmaterial einzusehen, aber schließlich fand das alles in einem klingenden Projekt statt, von dem man intern erfuhr wie viel Millionen schon eingespart wurden.

Wenn sich der KAV schon Dritter bedient, weil er seinen eigenen Mitarbeitern offenbar misstraut, dann scheint es mir nicht zu viel verlangt, dass entsprechenden Gespräche mit externen Beratern nur in Anwesenheit eines Vertreters der Dienstgeberin stattfinden, der genau über Inhalt und Ausmaß des Auftrags an die externe Firma Bescheid weiß.

Auch so eine Beraterfirma hat Interessen und diese müssen nicht immer ausschließlich zum Wohle des Klienten sein.

Written by medicus58

5. Juli 2017 at 16:37

Veröffentlicht in Gesundheitssystem

Tagged with , , , , ,

Ist 2030 schon vorbei, oder? Bemerkungen zum Wiener Spitalskonzept

with 7 comments


Am 22.6. verkündete der Kurier, dass Wien von Wehselys Spitalskonzept 2030 abrückt, da einige der vielen Transformationsprozesse begraben wurde.
Die FP schlug erneut in diese Kerbe und setzt auch noch Aktuelles drauf:
FP-Seidl: Spitalskonzept 2030 ist kläglich gescheitert – KAV ist nur mehr Passagier im kaputten Gesundheitssystem
Patientenanwältin Pilz schweigt weiter beharrlich und hält ihrem Arbeitgeber die Stange
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170623_OTS0126/fp-seidl-spitalskonzept-2030-ist-klaeglich-gescheitert-kav-ist-nur-mehr-passagier-im-kaputten-gesundheitssystem

Prompt schlug Nani Kauer (KAV Pressestelle KAV GD) via Presseaussendung zurück:
Das Wiener Spitalskonzept 2030 ist aufrecht
und verlangte, was seit Jahrhunderten eher von Kirchenkanzeln donnert:
Verunsicherung muss aufhören
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170623_OTS0196/kav-das-wiener-spitalskonzept-2030-ist-aufrecht-verunsicherung-muss-aufhoeren

Auf Orf.at wurde das alles noch etwas elaboriert: „Man bleibe beim Zentrumskonzept, jedoch gibt es noch bauliche Probleme

Fasst man die Grundprinzipien des Spitalskonzept zusammen,
das ja nicht erst seit 2016, wie in den Artikeln angeführt, sondern seit der SPÖ Klausur in Rust im Jahre 2011 existiert und inzwischen mehrfach umgeschrieben wurde

(Spitalskonzept 2030 und die „wehsentliche“ Wandlungen seiner Produktdeklaration) kann man einige Prinzipien ausmachen, die hier auch schon scharf kritisiert wurden:

  • Pärchenbildung: Kleinere Einheiten wurden (Kaiserin Elisabeth Spital) und werden geschlossen, so dass zum Schluss neben dem AKH noch drei Krankenhauspärchen übrig bleiben sollen.
    Im Gegensatz zu früher, sollte die Abteilungsstruktur der großen Standorte (Wilhelmine, Hietzing/Rosenhügel, KFJ, Rudolfstiftung, SMZ) nicht mehr alle wesentlichen „Organprobleme“ (Augen, Haut, Neuro, …) intramural versorgen.
    Nur mehr ein Krankenhauspärchen zusammen hätte alle Abteilungen vorgehalten, um diese Versorgung nachkommen zu können. Manche Therapien und Eingriffe sollen überhaupt nur mehr im AKH angeboten werden!
    Dazu wurden atemberaubender Schönsprech ( KAV: Superkalifragilistisch Expealigorisch) erfunden, um die verschiedenen Versorgungsformen zu definieren und etwas verwirklicht, das ich hier seit 2012 (!!) so bezeichne:
    Die Potemkinschen Spitäler
    https://medicus58.wordpress.com/2012/07/11/die-potemkinschen-spitaler 

    Reform=Stillschweigen zur Errichtung eines Potemkinschen Dorfes
    https://medicus58.wordpress.com/2016/07/26/sommerloch-reprisen-reformstillschweigen-zur-errichtung-eines-potemkinschen-dorfes/

    Nun gibt die Politik die Potemkinschen Spitäler langsam zu, schiebt aber Verantwortung auf Ärzte
    https://medicus58.wordpress.com/2013/03/21/nun-gibt-die-politik-die-potemkinschen-spitaler-langsam-zu-schiebt-aber-verantwortung-auf-arzte/
    Und wir wollen nicht darauf vergessen, dass die Teilfinanzierung des KH Nord auf diesem angeblich so neuen Ansatz beruht:
    Wehselys Coup: Wien lässt sich Demontage der öffentlichen Spitäler von der EU finanzieren! https://medicus58.wordpress.com/2016/01/15/wehselys-coup-wien-laesst-sich-demontage-der-oeffentlichen-spitaeler-von-der-eu-finanzieren/

    Mein wesentlicher Kritikpunkt am „Paarungskonzept“ war aber stets, dass auf die Notwendigkeit der Konsiltätigkeit vergessen wurde, also auf die Notwendigkeit, dass z.B.
    ein nicht transportabler Unfallpatient auch von einem Neurologen,
    ein Frühchen im Brutkasten auch von einem Augenarzt gesehen werden muss.
    Darauf zu setzen, dass sich im Bedarfsfall ein benötigter Facharzt aus dem Pärchenspital in ein Taxi setzt ist nicht nur absurd sondern auch sehr ineffizient und teuer! Außerdem vergibt er sich eine der wesentlichen ärztlichen Techniken, die Fall-basierte Kommunikation im am Gang oder im Speisesaal.

  • Zentrumsbildung: In jedem Sonderfach sollen „etwas komplexere Leistungen“ ausschließlich in „designierten Zentren“ erbracht werden. Hier geht man schon von dem längst kritisierten Ansatz aus, als würde eine Leistung in immer höherer Qualität erbracht, je häufiger sie durchgeführt wird; dass es sich hierbei eher um eine Glockenkurve handelt und dass durch die Überspezialisierung in einem niederschwelligen Gesundheitssystem (in zwei Schritten in die Fachambulanz) dort die Qualität der Grundversorgung sinken wird.
    Spezialisierung zur Qualitätsverbesserung ist out, im Spital gibt’s fachärztlichen Pannendienst 
    http://wp.me/p1kfuX-Pr
    Schwerpunktbildung ist das gesundheitspolitische Codewort für Einsparung https://medicus58.wordpress.com/2015/12/04/schwerpunktbildung-ist-das-gesundheitspolitische-codewort-fuer-einsparung/
    Auch hier wirkt sich die Nicht-Beachtung der Notwendigkeit fachärztlicher Konsile fatal aus, denn jedem Laien wird einleuchten, dass jede Spezialisierung zwangsläufig mit einer Verminderung allgmein-medizinischer Kompetenzen einhergehen wird (Ausnahmen sind vielleicht die Alles-könnenden Schreibtischtäter, die den Schmarrn entwickelt haben!). D.h. je höher die Spezialisierung je wichtiger wird die Kooperation mit anderen!
    Und wer nun einwendet, dass diese Kommunikation auch schriftlich (Konsiliarzettel) oder telefonisch erfolgen kann, hat nie im Spitalsalltag gearbeitet!
  • Notfallaufnahmen: Um die Facharztdienste während der Nachtstunden einzusparen, sollten Pufferstationen (NFA= überwiegend mit Allgemeinmedinzinern besetzt!) die akute Aufnahmen praktisch abgeklärt und „antherapiert“ erst am nächsten Morgen auf die Spezialabteilungen transferieren. Wie wir uns erinnern war das das Hauptargument in den vergangenen Gehaltsverhandlungen, um 382 Ärzteposten reduzieren zu können. So ein Konzept funktioniert seit Jahrzehnten im AKH, jedoch unter ganz anderen räumlichen, organisatorischen und personellen Voraussetzungen! Teil dieses Konzept (im KH Nord schon begonnen) wären vorgelagerte Ambulanzen (Mars) und Primärversorgungszentren, deren Errichtung aber extrem stotterte.
    Wehsely finanziert die Wiener Gebietskrankenkasse und keinen stört’s https://medicus58.wordpress.com/2015/02/27/wehselys-finanziert-die-wiener-gebietskrankenkasse-und-keinen-storts/
  • Interdisziplinäre Belegungen: Um scheinbar das „Gangbettenproblem“ mit Neuaufnahmen bei gleichzeitig unbelegten Spezialbetten lösen zu können, sollten Interdisziplinäre Bettenstationen eingerichtet werden, wo ein Pflegeteam ganz unterschiedliche Krankheitsbilder zu versorgen hätte, während die entsprechenden Fachärzte nur zur Visite auf der Station erscheinen würden. Das Bettenmanagement wurde in der Masterbetriebsorganisation der Pflege (!) überantwortet.
    Wozu hätten wir denn die Experten, wenn sie sich nicht immer was Neues einfallen ließen? https://medicus58.wordpress.com/2014/05/05/wozu-hatten-wir-denn-die-experten-wenn-sie-sich-nicht-immer-was-neues-einfallen-liesen-interdisziplinare-belegung/
    Masterplan: Wir sparen, koste es was es wolle https://medicus58.wordpress.com/2016/03/16/masterplan-wir-sparen-koste-es-was-es-wolle/
    Master BO – Die tickende Zeitbombe https://medicus58.wordpress.com/2017/01/27/master-bo-die-tickende-zeitbombe/

 

Letztlich kann man sich nur wünschen, dass der Papiertiger Spitalskonzept 2030 still und heimlich begraben wird und offen gelegt wird, welche „externe Experten“ dafür wie viel der 40 Millionen Steuergeld abkassiert haben.
Dazu kommt, dass aus ökonomischem Druck und fehlender Übersicht alles gleichzeitig und nichts wirklich richtig umzusetzen!
Die jetzt von den Medien realisierten „Verzögerungen im Transformationsprozess“ haben aber weniger medizinische als partei- und machtpolitische Gründe:

Eine seit Jahren frustrierte Belegschaft verweigert unter der tatkräftigen Unterstützung der „roten“ Personalvertretung im Schulterschluss mit dem „roten“ Bezirksvorstand die angeordnete Übersiedlung.
Dadurch werden die Räumlichkeiten nicht frei, die für den Ausbau der Notfallaufnahmen gebraucht würden.
Dort wo die Notfallaufnahmen bereits existieren, sind sie noch weit davon entfernt, die volle Pufferleistung für die klinischen Abteilungen zu erbringen.
Dort wo bereits Ärzteposten gestrichen wurden, ohne dass die organisatorischen Voraussetzungen funktionieren, müssen Abteilungen wochenweise ganz geschlossen werden.
Die Eröffnung des KH Nord hat sich so lange verzögert, dass schon allein dadurch die „Pärchenbildung“ in Transdanubien nicht funktioniert.
Standorte, die man eigentlich komplett schließen wollte, können nicht geschlossen werden, so dass man plötzlich wieder von einem Neuausbau spricht und en route bemerken musste, dass man alle Internisten abgesiedelt hat.
Und schließlich basierte das Konzept von Anfang auf massiven Bauleistungen, die sich im hoch verschuldeten Wien nun niemand leisten kann.
In den letzten Jahren wurde im KAV auch munter herumorganisiert (KAV: Rausgliedern, aber nun mal richtig? https://medicus58.wordpress.com/2016/10/22/kav-rausgliedern-aber-nun-mal-richtig/) und
schließlich sind auch Stadträtin und Generaldirektor längst verloren gegangen.
Die neue Stadträtin wird es schon von ihrer politischen Basis schwer haben, sich gegen die roten Personal- und Bezirksvertretungen zu stellen.

Ja, und unter den herrschenden Rahmenbedingungen und dem personellen Nachwuchsproblem, wird sich nur ein Ziel des Konzepts mit größter Sicherheit erreichen lassen,
die Personaleinsparungen, … einfach weil sich immer weniger Bewerber finden, um die in die Frühpension entweichenden +/-60-Jährigen ersetzen zu können.

 

 

 

 

 

Written by medicus58

25. Juni 2017 at 13:19

Der KAV beschäftigt die falschen Berater

with 2 comments


Aus Wahnhafte Auslastungsmaximierung aus Gunter Duecks schwarmdumm, in der an Hand einer vereinfachten „Warteschlangenformel“ dargelegt wird, dass für das Beispiel eines Kassenschalters eine Auslastung von 80% des dort arbeitenden Personals die höchste Effizienz und Kundenzufriedenheit ergibt und jede weitere Steigerung zur Dekompensation führen muss.

Sie verstehen das Ganze in seiner vollen Tragweite sicher noch viel besser, wenn wir uns die ganze Problematik noch einmal in einer Notfallambulanz in einer Klinik vorstellen. Früher war kaum etwas zu tun, und der Notarzt vom Dienst konnte in der Nacht meist noch etwas schlafen. Das war dem Krankenhausmanagement zu teuer, sie legten Notambulanzen verschiedener Krankenhäuser zusammen und konnten nun als Erfolg eine bessere Auslastung des Notarztes von 85 Prozent vorweisen. Diese Zahl fanden sie immer noch nicht sehr gut, aber schon viel besser als die früheren 80 Prozent.

Früher, bei 60 Prozent Auslastung, wartete im Schnitt nur ein weiterer Notfall, heute sind es knapp 5!

(es folgt die Beschreibung der Folgen, da Warteschlangen überproportionale Zusatzlast und interne Reibung verursachen, das Chaos nährt das Chaos)

Es gibt Berufe, die besser eine nur geringe Auslastung haben sollten. Die Feuerwehr darf nicht einmal 60 Prozent Auslastung haben, weil ja dann im Schnitt ein brennendes Haus auf die Feuerwehr warten muss, während eines gerade gelöscht wird. Die Armee sollte lieber eine Nullauslastung feiern.

Manager müssen zwar keine Menschen vor dem Verbluten oder aus brenneden Häusern retten. Dennoch ist der Vergleich des Managements mit der feuerwehr oder einer Eingreiftruppe nicht falsch. Denn wenn es heißt: „Chef, es brennt!“, dann sollte der Chef in Bereitschaft stehen und sofort helfen. Das kann er aber nicht, wenn er seine Zeit total verplant hat, weil dann für Notfälle keine Zeit mehr ist.

Und jetzt lassen wir uns das vor dem Hintergrund der Millionen, die der KAV an externe Berater wie EHC gezahlt hat, auf der Zunge zergehen.
Die Berater, die die geniale Idee der 12,5h Diensträder hatten, die doch effizienter wären als die 25h Diensträder, weil sich bei letzteren die Dienstgeberin die inkludierten 5 Stunden Ruhezeit der Ärzte erspart und diese (fast) unterbrechungsfrei arbeiten können .
Oder wir schauen uns die aus gleicher Feder stammenden Master-Betriebsorganisation an, die die Ärzte aus möglichst allen Entscheidungsprozessen (Belagsmanagement, Ambulanzabläufe, …) herausnehmen, um sie zu 100% in jenen Prozessen einsetzen zu können, die man rechtlich nicht „billigeren“ Arbeitskräften umhängen kann.

Gunter Dueck ist studierter Mathematiker und Betriebswirt, sein Buch kostet in Österreich 25,70€, eine Empfehlung.

Grafik aus: http://blog.kvd.de/2015/07/09/was-eine-schlange-an-der-supermarktkasse-mit-ihrem-persoenlichen-arbeitspensum-zu-tun-hat-2/, wo Sie auch die Kurzfassung des erwähnten Buchkapitels aus Gunter Duecks schwarmdumm (So blöd sind wir nur gemeinsam) nachlesen können

Written by medicus58

24. März 2017 at 17:46

Da glurrt einen doch der blanke Wahnwitz an

with one comment


Flowchart

Dass die Stadt Wien völlig überraschend Pleite ist, wissen Zeitungsleser seit langem, für die Stadtregierung und den Magistrat kam das aber offenbar etwas plötzlich. D
er Rechnungshof rechnet dem „Konzern Wien“ gerade vor, wie die Finanzschulden zwischen 2008 und 2012 von 1,46 Milliarden € auf 4,25 Milliarden angewachsen sind und kritisiert die Budget-Prognosen bis 2016 als unnachvollziehbar. Überdies bemängelt er das Fehlen tragfähigen Mittelfristplanung. Der Zeitraum zwischen 2012 und 2016 harrt noch einer Prüfung.
http://kurier.at/politik/inland/pruef-rohbericht-rechnungshof-zeigt-chaos-im-konzern-wien-auf/113.864.580

Wobei das alles nur die Spitze des Eisberges ist: Dazu kommen die ausgelagerten Schulden in den Firmen und Beteiligungen der Stadt. Die Verbindlichkeiten von Wiener Wohnen, Wien Kanal und dem Krankenanstaltenverbund gibt der RH mit 3,12 Milliarden Euro an – und geißelt die Intransparenz:
Vermögen und Schulden dieser Unternehmen „waren der Stadt Wien zuzurechnen, eine gesamthafte Darstellung fehlte im Rechnungsabschluss„.

Insgesamt leistet sich der „Konzern Wien 219 Teilbilanzen für drei Großunternehmungen (Wiener Wohnen, Wien Kanal, KAV) und 224 weitere Unternehmungen, was schwerlich als gänzlich ohne Absicht „passieren“ kann.
Der RH fand auch heraus, dass die Stadt Wien (ohne Gegenleistung) allein für dem Komplex Bank Austria zusätzlich noch (Stand 2012) mit 8,5 Milliarden Euro haftet.

Während das Land Kärnten aber wenigstens eine jährliche Provision für die Haftungen von der Hypo kassiert hat, verzichtet Wien überraschenderweise auf diese Einnahmequelle.

Egal, zu Jahresbeginn 2016 dämmerte es offenbar doch, dass was  passieren musste und man verkündete „die größte Verwaltungsreform der Geschichte“ und WiSta ward geboren: http://kurier.at/chronik/wien/wien-startet-groesste-verwaltungsreform-der-geschichte/194.075.741

Alle Prozesse sollen hinterfragt werden und alles soll für alle besser werden.

Auf der Ideenbörse des Magistrats tummeln sich so einschneidende Vorschläge, wie dass bei Sitzungen im Magistrat zukünftig Kaffee und Kekse eingespart werden sollen.

Auch die Abteilungsleiter des KAV erreichte vor Wochen eine Mail, die Presse berichtete, in der innerhalb einer Woche Vorschläge für eine 10%-ige Einsparung des gerade in den Zielvereinbarungen akzeptierten Budgets 2016 verlangt wurden.

Den vorläufigen Höhepunkt der hektischen Betriebsamkeit bot jedoch eine Mail, in der Anfang Juni ein neuer Prozess im KAV etabliert wurde:
Sollte eines der zum Teil schon sehr betagten Ultraschallgeräte ausfallen, wird ein einem mehrstufigen Verfahren geprüft, ob man das Ding überhaupt ersetzen muss. 

Kurz zusammengefasst soll das so gehen:

Fällt das Gerät aus, ist von den Ärzten ein mehrseitiges Formular auszufüllen,
in dem die Anzahl der täglichen Untersuchungen
(wäre eigentlich in einem modernen RIS auf Knopfdruck ablesbar, nur hat sowas der KAV halt nicht flächendeckend!),

die Regelbetriebszeit, Gerätebezeichnung, Schallkopfausstattung
(sollte das nicht aus der Inventarliste hervorgehen?,
haben Ärzte nichts anderes zu tun?,
wäre das laut aktuellem Master-Plan Aufgabe der Stationsassistentinen- schwestern, die für die täglichen Abläufe zuständig sind?
)

auszufüllen und eine mehrzeilige Fehlerbeschreibung anzugeben
(waren nicht einmal Ärzte für die PAtientenfehler und Techniker für die Gerätefehler zuständig?).

Danach geht der Prozess mit Unterschrift des Arztes UND Unterschrift des Abteilungsvorstand
(sonst haben die ja eh nix zu tun!)
an die Medizintechnik im Haus, die auch ein paar Blätter ausfüllen darf und sich vor dem weiteren Prcedere einmal bei der zentralen Medizintechnik zwecks Prüfung der Alternativen rückversichern muss.

Dann prüft die lokale Medizintechnik selbst weiter und suchen eine Alternative.
(dass, sollte wider Erwarten am Ende eine Beschaffung heraus kommen, inzwischen die angegebenen Untersuchungen nicht durchgeführt werden können und wer das den Patienten erklären soll, verschweigt das Flowchart)

Unklar bleibt, ob einbrauch ma net“ aus dem Munde der Medizintechnik eine valide Alternative ist, um den Prozess zu beenden. Wenn sich niemand traut, statt eines Ultraschalls zum Beispiel eine Diaphanoskopie zu empfehlen, dann muss die Kollegiale Führung,
wohlgemerkt alle, also neben dem Ärztlichen Direktor auch Pflegedirektion, Verwaltungsdirektor und Technischer Direktor den Reinvestantrag unterschreiben.

Dann wandert das Schriftstück in den Vorstandsbereich Health Care Management.
Der prüft und auch wenn dort keine Lösung zu finden war, wird das Schriftstück auch von dort unterschrieben, um es dann dem Generaldirektor Stellvertreter persönlich vorzulegen.

Natürlich hat auch der noch die Möglichkeit eine alternative Lösung zu finden und das ganze abzuwürgen. Gelingt ihm das nicht, dann unterschreibt er eine Beschaffung.
Ob die dann unter dem aktuellen Budgetrestriktionen erfolgt mag nicht nur ein Pessimist bezweifeln.

Wenn Sie bisher weitergelesen haben, dann haben Sie Kafkas Roman Der Prozess sicher schon dreimal gelesen. Ich habe es nur auf einmal gebracht.

Das scheint mir schon ein Glanzstück, wie das Zeitbudget des Personals effizient eingesetzt wird, um ein paar Ultraschallgeräte einzusparen.

Ähnliches gilt für Dutzende andere Projekte (Sound!), wo enorm viel Zeit von verschiedenen Personalgruppen damit verbracht wird Listen zu schreiben, nur weil der KAV kein vernünftiges Warenwirtschaftssystem zusammenbringt.

Ärzte schreiben im Nachtdienst Tätigkeitsprotokolle über ihre laufende Tätigkeit, um zu beweisen, dass sie mit der Routine voll ausgelastet sind (merken Sie die Perfidie dieses Catch 22?).

Wir verbringen Stunden, die uns von der Patientenbetreuung abgehen, um hochbezahlten, jedoch völlig uninformierten externen Beratern die Medizin zu erklären, nur damit sie uns letztendlich mitteilen, dass wir nicht managen können.

Das kann nicht die Realität sein, das ist ein Albtraum.

Kafka hätte heute seinen Roman wohl Das Prozess-Management  genannt.

„,Wie ein Hund!‘ sagte er, es war, als sollte die Scham ihn überleben.“

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/belletristik/kafkas-saetze-51-scham-bedeutet-hoffnung-1667164.html

Written by medicus58

14. Juni 2016 at 21:48

Reformierer im Gesundheitswesen: Wir haben’s begriffen, aber verarschen könnt’s euch selber

leave a comment »


Master

OK, wir haben’s begriffen, dass die Kassen leer sind und im Gesundheitssystem gespart werden muss.

Ob die Kassen auch deshalb leer sind, weil nicht alle, die vom reichsten Eck der Welt profitieren auch ihre Beiträge leisten (Steueroasen, Supranationale Bücherverkäufer und Kaffeebrauer, Spitzenbankster, …), interessiert ja offenbar niemanden; wir sind pleite, das ist klar.

Wir haben im OECD Vergleich zu viele Ärzte (auch wenn die, deren Fächer es ermöglichen, sich schon längst aus der öffentlichen Versorgung in Privatordinationen und privatgeführte Belegspitäler verzogen haben), wir haben zu viele Fachärzte (sagt der oberösterreichische Ärztekammerpräsident und Oberarzt einer Pathologie, deren Präparate am Weg nach Deutschland verloren gegangen sind, weil sie in Linz offenbar kein Pathologe befunden konnte oder wollte), wir haben zu viele Spitalsbetten (obwohl in den Wiener Spitälern regelmäßig Gangbetten aufgestellt werden), wir haben (angeblich) sanierte Krankenkassen, die die ambulant machbare Versorgung in die überlasteten Spitäler delegieren, um so eigene Kosten zu sparen, wir freuen uns über die angeblich raschere Unterbringung von pflegebedürftigen Patienten durch den Fond Soziales Wien (nur bestimmt halt der FSW, ab wann die Zeitnehmung beginnt), wir glauben unsere alten Mitbürger in den Pflegeheimen bestens versorgt (nur haben die keine Konsiliarärzte und kontaktieren bei allen Problemen (der Opa will wieder nach Hause, der Opa isst nicht, der Opa schlägt uns, der Opa ist leider gestürzt und hat sich die Hüfte gebrochen, …) die Angehörigen.

Die Liste könnte endlos fortgeführt werden und durch die gebetmühlenartige Wiederholung glauben wir alle der stetig wachsenden Riege von – mit Steuergeld gefütterten – Beraterriegen, die auch gleich ihre Lösungswerkzeuge der staunenden Politik verkaufen.

Auch wenn sich das Bundesministerium rühmt, dass
Mit der Einführung des Systems der „Leistungsorientierten Krankenanstaltenfinanzierung“ (LKF) im Jahr 1997 nach umfassenden Vorarbeiten ein System etabliert wurde,
das in der Lage ist, das Leistungsgeschehen in den österreichischen Krankenanstalten entsprechend abzubilden und als Grundlage für die Krankenanstaltenfinanzierung zu dienen
. (http://www.kaz.bmg.gv.at/fileadmin/user_upload/Publikationen/lkf-broschuere_bmg_2010_end.pdf) ist die Datenqualität in dem System völlig ungeeignet auch nur die einfachsten Analysen zu ermöglichen.

Aus eigener Erfahrung kann ich beweisen, dass die übermittelten Daten im zweistelligen Prozentbereich von den wahren Zahlen differieren.

Jahrelang wurden, zuerst von der Vinzenz-Gruppe, dann auch von den öffentlichen Häusern Optimierungsprogramme befragt, welche Diagnose denn das meiste Geld einbringen und entsprechend kodiert.
(Bonmot: früher es für eine Gyn. Abteilung lukrativer eine Diabetikerin zu behandeln, die so nebenher entbunden wird, als eine Entbindung an einer Diabetikerin durchzuführen).

Inzwischen realisieren Länder, die sich in einer 15a Vereinbarung zur Übermittlung von epidemiologischen Daten verpflichtet haben, dass das derartig missbrauchte System dazu ungeeignet ist und appelieren plötzlich an die Ärzte doch nur mehr „richtig“ zu codieren. Mühsam werden nun Selbstzahlerkataloge umkodiert um zu statistischen Daten zu kommen, nur leider hat halt jeder Betreiber und jedes Bundesland etwas andere Kataloge, …

Deshalb benötigen wir noch mehr EDV-Unterstützung, die (trotz unterschiedlicher Anbieter im KAV, im AKH und am Wienerberg) Ärzteschaft und Pflege so ausbremsen, dass die Effizienz im Schnitt um mind. 20% sinkt.

Jahrelang wurden appeliert die „Bettenbelegung“ zu maximieren und Abteilungen so lange gestrichen, bis es in einer Versorgungsregion – zumindest am Papier – nur mehr nahezu Vollbelegung gab, jetzt plötztlich ist die „Auslastung“ nicht mehr so wichtig und es werden Projekte ausgerollt, um die „Liegedauer“ zu reduzieren, bzw. überhaupt Tages- oder Wochenkliniken zu etablieren. Wiederum werden Maßnahmen empfohlen, Zahlen addiert, Birnen mit Äpfeln verglichen und wiederum negiert, dass jeder der aktuell in Mode gekommene Parameter von zig-anderen, oft unveränderbaren, in jedem Fall unterschiedlichen Parametern abhängt.

Das Medizinstudium und die Ärzteausbildung wird – seit ich mich erinnern kann – regelmäßig zum angeblich Besseren reformiert (und wie es sich mit der aktuellen Version gerade zeigt), ist letztendlich nur Spielball von Gesundheitspolitikern und Spitalsbetreibern, die sich keinen Deut um die Meinung deren interessieren, die seit Jahrzehnten auch noch wirklich mit und an Patienten arbeiten.

Noch hat es die Pflege und andere medizinische Berufe nicht begriffen, dass ihre scheinbare Aufwertung nichts anderes ist, als der Versuch die Lücken zu schliessen, die sich durch die Flucht der Ärzte aus dem System ergeben haben. Nur werden früher oder später auch diese Gruppen begreifen, dass sie nur verarscht werden und wir können schon wetten abschliessen, wer dann den Wählern eine Gesundheitsversorgung vorgaukeln wird.

Ich tippe auf die IT- Industrie und deren Fülle an Gesundheits-Apps und Expertensystem-basierten Online-Portalen ….

G’sund bleiben!

Written by medicus58

2. Dezember 2014 at 19:49

Dr. Ebner – Die „objektive“ Krake im Gesundheitssystem

leave a comment »


ebner

Wir haben uns hier schon mehrfach mit “ eine der ersten und innovativsten Adressen für Unternehmensberatung“ im Gesundheitswesen beschäftigt:
Ebner Hohenauer Consult EHC
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=53958
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=64132

Beim Ex-Arzt, ausgebildeten Psychotherapeuten Dr. Heinz Ebner laufen seit Jahren alle relevante Informationen des Gesundheitssystems verschiedenster Träger zusammen,
die selbst vor den täglich in der Praxis arbeitenden Mitarbeitern verborgen werden.
Auf Basis dieser Informationen rechnet man in seinem Büro so lange herum, bis genau das Projekt heraus kommt, das seine Auftraggeber gerne hören.
Wie gut das denen tut, sah man an der inzwischen insolventen Bad Gleichenberg Therapie und Thermen AG seines ehemaligen (?) Geschäftspartners Dr Köck.
Dieser sitzt inzwischen praktischerweise im „Aufsichtsrat des Wiener Krankenanstaltenverbundeshttp://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=53877.
Auf die diesbezügliche Synergien kommen wir noch.

Die Gesundheitspolitik, zum Beispiel Frau Gesundheitsstadträtin Wehsely, stört es nicht, dass alle Informationen des Wiener Krankenanstaltenverbundes zu Ebner Hohenauer Consult laufen, während die Stadträtin naturgemäß keinen nur annähernd so tiefen Einblick in die Zahlen anderer „Gesundheitsdienstanbieter“ hat, die dann von Ebner Hohenauer Consult beraten werden.

Wie wurde dereinst ein Beamter aus dem Finanzministerium zitiert, als sein damaliger Minister, ja das war der Grasser aus unserem Satanswinkerl (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=33552), mit der aus Steuergelder finanzierten Beraterflut befreundeter Agenturen begonnen hat:

Ein externer Berater schaut auf DEINE Uhr und sagt die dann wie spät es ist.

Dr. Ebner
 saß z.B. von Anfang an im Projektteam des Krankenhauses Nord und schreibt brav bei allen Diskussionen von Ärzten, Pflege und Verwaltung mit.
Sicher ganz praktisch noch dafür kassieren zu dürfen, dass man sich die Kenntnisse des Gesundheitssystems, die man selbst praktischerweise nicht am Krankenbett oder der Ambulanz erarbeiten musste, von denen erzählen lassen kann, die die Ochsentour gegangen sind.
Sicher nicht unpraktisch zu wissen, wo welche Investitionen anfallen werden und wie diese ausgeschrieben werden.

Als Ersteller der Regionalen Strukturpläne Gesundheit (RSG) sitzt er an den Schalthebeln die entscheiden,
ob in den nächsten Jahren Leistungen zu den privat geführten Spitälern verlagert werden,
ob dort oder da ein neues Großgerät gekauft werden und
ob hier oder dort Gangbetten stehen werden.
Als Herr über alle Informationen kann er sich natürlich von allen Auftraggebern, die eben nicht diese tiefe Systemeinsicht haben, erneut dafür bezahlen lassen, dass seine Berechnungen dies oder jenes ergeben, würde nicht die Unschuldsvermutung gelten.

Dann vergleicht man die Aufenthaltsdauer in Spital A mit dem Spital B und schon ist die Belegschaft mundtot gemacht;
dass in einem Spital A vielleicht nur das Kniegelenk von Freizeitsportlern endoskopiert wurde und im anderen komplexe Interventionen an multimorbiden Patienten stattfanden, das könnte vielleicht der Berater beweisen, nicht aber die in der täglichen Praxis stehen ….

Aber Merke:
Alle im System, insbesondere die Ärzte, sind natürlich korrupt, faul und nur auf den eigenen Vorteil bedacht.
Der Berater ist über jeden Verdacht erhaben.

In welche Geiselhaft sich die Politik dadurch begibt, indem sie einerseits die eigenen Mitarbeiter unter den Generalverdacht der Faulheit, Korruption und Verschlagenheit stellt, andererseits den krebsgeschwürartig sich ausbreitenden Beraternetzen bereitwillig alle Informationen hinkübelt, zeigt folgende kleine Begebenheit:

Da erarbeiten die Mitarbeiter eines Wiener Spitals (selbstverständlich während ihrer Dienstzeit und somit ohne Zusatzkosten für die Dienstgeberin) einen Projektplan aus.
Aus dem Aufsichtsrat des KAV kommt aber prompt vom „Experten“ Dr. Köck die Empfehlung, das Projekt von einem „externen Berater“ prüfen zu lassen.
Sofort liegt der Kostenvoranschlag von den ehemaligen Kollegen in der HCC für diese Beraterleistung vor: Schlappe 100.000 € ….

Aber in der öffentlichen Meinung sind es die Ärzte, die die Steuergelder im Spital verschwenden.

Aber eigentlich stimmt das ja wirklich,
es sind aber nicht die am Krankenbett sondern die, die sich rechtzeitig in die innovative Gesundheitsberatung vertschüsst haben,
nachdem sie sich von der Gesellschaft eine der teuersten Studienrichtungen zahlen haben lassen, weil diese glaubte, dass sie dadurch einen Arzt ausbilden würde, der sie dereinst behandelt würde …
LOL

Written by medicus58

19. Dezember 2012 at 20:27

Ein STOP BEAUFTRAGTER für WIEN muss her

with 23 comments


Dem regelmäßigen Leser sollte meine wachsende Abneigung gegen die allenthalben eingesetzten

BERATER (stop working start counselling) http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=56907

bekannt sein. Die rot-grüne Stadtregierung in Wien teilt diese Vorbehalte offenbar nicht:

Nach der Installation von VDB als UNIBEAUFTRAGTEN http://wien.gruene.at/alexandervanderbellen
nach Ernennung von Horst Tschaikner zum SCHULSCHWÄNZBEAUFTRAGTEN http://www.wien.gv.at/bildung-forschung/schulschwaenz-beauftragter.html
und der schon längst dringlich eingeforderten Installation von Martin Blum als RADFAHRBEAUFTRAGTEN http://www.wien.gv.at/verkehr-stadtentwicklung/radverkehrsbeauftragter.html
wurde nun das unstillbare Bedürfnis nach einer FUSSGÄNGERBEAUFTRAGTEN mit Petra Jens gestillt.(http://diepresse.com/home/panorama/wien/1304306/Wien_Fussgaengerbeauftragte-tritt-im-November-Dienst-an)

Ich weiß nicht, was mich mehr ärgert, dass das alles ein Ergebnis von Rot-Grün in Wien ist, oder dass das auch auf Martin Grafs Homepage kritisiert wird. (den Link suchen Sie sich bitte selbst, weil ich mache hier sicher keine Werbung für den)
Stoppt irgendjemand den Wahnsinn der Grünen in Wien? Die scheinen mit Gewalt den Beweis erbringen zu wollen, dass sie bisher nur die Partei waren, die den wenigsten Postenschacher betrieben haben, weil sie es nicht konnten und nicht weil es ihnen ideologisch widerstrebt.

Written by medicus58

8. November 2012 at 22:12

%d Bloggern gefällt das: