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Zypern und bei uns: Das wahre Bankenrettungspaket ist der Diebstahl am Sparer

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Während Zypern in unseren Medien i.d.R. im Zusammenhang mit „Blauhelmen„, von wegen letzte geteilte Hauptstadt Europas

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und „Sommerurlaub„, viele Briten und Russen, auftaucht, ist es augenblicklich der Schauplatz einer 
überfallartigen Teil-Enteignung der aller Sparer (http://derstandard.at/1363239334955/Zypern-Enteignung-alarmiert-Oekonomen).

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Das Bizarre an dieser Aktion, deren Rechtsstaatlichkeit andere beurteilen sollen, ist, dass man hier den privaten Sparer ebenso trifft, wie die unüberschaubare Zahl an russischen, britischen, …Schwarzgeldkonten.
Vergessen wir aber auch nicht die österreichischen (wir denken doch an die Briefkästen unserer Freunde Hochegger (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=33573) und Mensdorff-Pouilly (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=34289).

Inmitten sehenswerter Kulturschätze und atemberaubender Strände hält sich dort die Europäische Union
mitten in der Landeshauptstadt eine mit Sandsäcken befestigte Grenze und Geldwaschmaschinen ohne Zahl.

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Wenn nun die Sparer enteignet werden, um das Bankensystem zu retten, dann wird es diejenigen, die hier illegale Gelder bunkern, bei denen ohnehin ein gewisser Wertverlust während des Waschvorganges einkalkuliert ist (selten zahlen Hehler mehr als 50% des wahren Wertes von Diebsgut), wenig treffen, der private Sparer wird aber kalt enteignet

Nur, warum regen wir uns auf?

Was nun in Zypern auf einen Streich passiert, erleben wir schon sein Jahren:
Das wahre Bankenrettungspaket besteht darin, dass wir schon sein Jahren keinen Inflationsausgleich für unsere Ersparnisse bekommen, während europäische und US-amerikanische Zentralbanken dem Sektor das Geld praktisch gratis hineinschaufeln: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=52332

Nur scheint das nicht mehr zu genügen, jetzt gibt’s den zusätzlichen Haircut …
und wenn das nicht reicht, bleibt immer noch der Südamerikanische Weg der Hyperinflation (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=78404)

Wie wäre es eigentlich mit einer Abschöpfung jenseits der Durchschnittseinlage des privaten Bürgers gewesen,
oder hätte man dann all die netten grobschlächtigen Herrn mit ihren Barbiefreundinnen vergrämt?

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Lesenswerte Ergänzung: Urschitz in der Presse:
Die Rettung Zyperns bestätigt, dass es keine Anzeichen für intelligentes Leben in Europa gibt.“ Dieser Satz aus einem Kommentar der spanischen Zeitung „El País“ fasst den jüngsten Streich der Euro-Gruppe wohl am besten zusammen. Die Finanzminister der Eurozone haben am Wochenende jedenfalls die Aufgabenstellung „Finden Sie die dümmste, vertrauensschädigendste und marktfernste Variante, einem Schwarzgeldparadies im östlichen Mittelmeer ein paar Milliarden zuzuschieben“ mit Bravour gemeistert.
http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1377496/Gibt-es-intelligentes-Leben-in-der-Eurozone

Written by medicus58

18. März 2013 at 07:33

Wir haben aus dem Fall Südamerikas nichts gelernt

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Eigentlich handeln die Beiträge hier in der Kategorie „Reisen“ von Erlebnissen, die zum Teil Jahrzehnte zurück liegen. Das heutige Bild der Auslage einer Bank in Colonia (Uruguay) ist zwar auch schon 15 Jahre alt, führt uns aber geradewegs in die Gegenwart.
Heute ist die Inflationsrate in Uruguay mit ca. 8% relativ gering
(http://www.indexmundi.com/uruguay/inflation_rate_(consumer_prices).html) und lag selbst in den späten 90er jahren mit ca. 15% 1997 nicht allzu hoch, als ich dieses Bild schoss.
Die 21% Zinsen für eine Einlage von 360 Tagen, jedoch noch viel mehr die
18% für eine Einlage von nur 30 Tagen reflektieren die gerade überstandene ökonomische Talfahrt.

Uruguay war der erste Sozialstaat Südamerikas. Wie in vielen südamerikanischen  Ländern unterstütze die (mit tätiger Hilfe der USA eingesetzte) Militärregierung auch Uruguay die neoliberalen Wirtschaftsreformen der „Chicago Boys“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Chicago_Boys).

Die Folge waren der Ausverkauf an ausländische Investoren (einschließlich der Rücklagen der Sozialversicherung), die großflächige Verarmung des Mittelstandes und die Destruktion staatlicher Strukturen, von denen sich die meisten südam. Staaten Ende der 90er Jahre zwar kurzfristig aber nicht andauernd erholten. Uruguay stürzte gemeinsam mit seinem Nachbarn Argentinien 2002 wieder in die nächste Krise aus der es sich wie Argeninien nie wirklich erholt hatte.
All dies wurde von Europa nicht als Gegenbeweis der neoliberalen Ideologie gesehen, sonder als rein lokales Problem; spätestens seit 2008 sollten wir uns auch fragen, ob wir aus der Entwicklung Südamerikas in den letzten Jahrzehnten die richtigen Schlüsse ziehen sollten.

PS_ Ein Beitrag nicht nur aber auch für Bloggerfreund EP —

Written by medicus58

27. September 2012 at 17:55

Veröffentlicht in Finanzkrise, Reisen

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Warum setzt man meinem Gewinnstreben Grenzen und lässt die Pharma machen was sie will?

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Dass das primäre Ziel von Pharmafirmen der finanzielle Gewinn und nicht unser aller Gesundheit ist,
hat so wenig Neuigkeitswert wie die Erkenntnis, dass sich Fastfood Ketten nicht dem Kampf gegen den Hunger in der Welt verschrieben haben.
Auch dass Wissen, dass es sich bei Entwicklung und Vermarktung von Pharmaka um ein Milliardengeschäft mit großen Chancen aber auch – sollten nach Jahren schwere Nebenwirkungen nachgewiesen werden – nicht unbedenklichen finanziellen Risken handelt, darf vorausgesetzt werden.

Neue Einsichten in diesem Spiel verdanken wir nun der 1982 in Boston (USA) gegründeten Firma Genzyme (http://www.genzyme.com/),
die 2011 von Sanofi (http://en.sanofi.com/) aufgekauft wurde.

Genzyme ist eine typische Biotech-Firma,
die ihren Schwerpunkt auf die Entwicklung von biologisch produzierten Proteinen (u.a. Immunglobuline) setzt. Im Gegensatz zu den klassischen Medikamenten (z.B.: Azetylsalezylsäure wie in Aspirin®), bei denen es sich um chemisch einfachere „Chemikalien“ handelt, hat das Risiko von biologisch wirksamen Verunreinigungen während des Herstellungsprozesses von proteinbasierten Wirkstoffen (Viren) früher die „großen“ Pharmakonzerne eher abgeschreckt und sie haben die Entwicklung den kleinen start-ups überlassen. Schließlich ist es im Falle von drohenden Haftungen billiger ein kleines Unternehmen in Konkurs gehen zu lassen, als einen „Pharmariesen“ von der Bildfläche verschwinden zu lassen.
Diese kleinen Firmen agieren naturgemäß immer sehr aggressiv am Markt, da ihre Geldgeber eine entsprechende Rendite erwarten, wenn ein Produkt einmal die Marktreife erreicht hat, da ihnen der „lange Atem“ eines Großkonzerns fehlt.
Genzyme, als es noch eigenständig war und nur Nischenprodukte für seltene Stoffwechselerkrankungen bzw. ein Produkt für die Diagnostik des differenzierten Schilddrüsenkarzinoms auf dem Markt hatte, agierte ebenfalls in diesem Sinne. Da vor dem Verkauf an Sanofi nichts mehr in die Produktion investiert wurde, mussten unzählige Patientengespräche geführt werden, um zu erklären, weshalb Thyrogen® wegen technischer Probleme monatelang nicht mehr lieferbar war, für das noch massiv die Werbetrommel gerührt und die „Selbsthilfegruppen“ für Schilddrüsenkarzinompatienten instrumentalisiert wurden.
Doch auch unter dem Schutzmantel des großen Sanofi-Konzerns agiert man weiterhin ausschließlich nach kommerziellen Überlegungen.
Da man sich für seinen Antikörper Alemtuzumab (Mabcampath®), den man übrigens 2009 von Bayer gekauft hat und der ursprünglich für die Therapie einer auf die Standardtherapie nicht mehr ansprechenden chronisch lymphatischen Leukämie (B-CLL) zugelassen war, einen höheren Gewinn verspricht, wenn er sich bei an Multipler Sklerose (MS) erkrankten Patienten bewährt, hat die Firma bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA auf die erste Indikation verzichtet und will die beschränkten Ressourcen des Wirkstoffes ausschließlich auf die neue Indikation (unter der neuen Produktbezeichnung Lemtrada) konzentrieren.
Für die Uneingeweihten:
Medikamente haben einen Stoffnamen, der die Wirksubstanz charakterisiert und oft verschiedene Produktnamen unter denen der Stoff dann verkauft wird
Bei biologischen Wirkstoffen ist es im Gegensatz zu den klassischen Pharmaka nicht so einfach die Produktionsmengen der Substanzen zu erhöhen.
Neben der nicht beliebig steigerbaren Produktion des Wirkstoffes gibt es auch noch ein anderer viel banaleren Grund für Genzyme, die bisherige Indikation aufzugeben: Für eine Therapie der Multiplen Sklerose genügen im Vergleich zur Leukämietherapie so geringe Substanzmengen, dass man bei proportionaler Preisgestaltung in der neuen Indikation viel billiger als die Konkurrenz (Biogen Idec: Tysabri (natalizumab), Novartis: Gilenya (fingolimod)) wäre, d.h. sich eines möglichen Gewinns begeben würde, was die Aktionäre kaum freuen würde!
Zwar hätte man zwei verschiedene Produktnamen (Campath für die Leukämietherapie und Lemtrada für die Therapie der Multiplen Sklerose), jedoch handelt es sich um die gleiche Wirksubstanz und bei unterschiedlichen Preisen pro Substanzmenge wäre zu erwarten, dass die MS Patienten einfach mit Campath statt mit Lemtrada behandelt würden, so dass man dem einen Riegel vorschieben will.
Ähnliches hat es auch schon bei Medikamenten für eine andere „Volkserkrankung“, der Makuladegeneration, gegeben, so dass wir uns langsam gewöhnen müssen, dass „der Markt“ nicht nur über unsere Arbeitsplätze, Bankkonten, Pensionskassen, …etc. entscheidet, sondern eben auch über unsere Lebenserwartung bestimmt.

Wehleidigkeit ist da vielleicht weniger angebracht, wenn man sich einmal vor Augen führt, dass man mit dem Geld das reiche Gesellschaften wie die unsere für eine paar Monate Lebensverlängerung investieren, am anderen Ende dieser Welt ganze Landstriche vor dem Tod durch Unterernährung, Malaria, Lepra oder Tuberkulose (um nur einige billig behandelbare Todesursachen zu nennen) zu bewahren könnte.

Natürlich ist diese Gegenrechnung ebenso krank, wie das aufgezeigte Verhalten der Pharmaindustrie, nur kommt noch ein wesentlicher Aspekt dazu:
Während unsere Gesellschaften maßgeblich an der globalen Verbreitung eines ausschließlich auf Gewinnmaximierung basierenden Wirtschaftssystems beteiligt waren und dadurch auch einige persönliche Vorteile ziehen konnten, hattn andere Gesellschaften in diesem Spiel nichts mitzureden und auch bis heute keine Vorteile gehabt.

Wir könnten derartige Exzesse, wie das rücksichtslose Jonglieren mit der Zugänglichkeit zur medizinischen Versorgung, einmal zur Überlegung benützen, ob es wirklich unserer Weisheit letzter Schluß ist, alle unsere Lebensbereiche dem systemimmanenten Zwang zur Gewinnmaximierung auszuliefern, oder ob es nicht Sinn machen würde Regeln aufzustellen, die zwar Anreize belassen in das Gesundheitssystem zu investieren, den entnehmbaren Gewinne aber Grenzen setzen.
Bei ärztlichem Einkommen
(Deckelungen, Progression, Dienstrecht, …)
hat sich das „die Gesellschaft“ ja auch getraut, weshalb traut sie sich das nicht gegenüber Multinationalen Konzernen (oder Banken)?

Links:
http://relevant.at/wirtschaft/pr/701593/wirksames-leukaemie-medikament-kommerziellen-gruenden-vom-markt-genommen.story
http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/lymphome/article/819675/strategischen-gruenden-leukaemie-arznei-markt-genommen.html
http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/preistreiberei-der-pharmabranche-wie-man-ein-medikament-drastisch-verteuert-1.1444186
http://www.pmlive.com/pharma_news/sanofi_campath_alemtuzumab_eu_us_cancer_ms_419320
http://www.pharmatimes.com/Article/12-08-21/Sanofi_withdraws_Campath_in_US_and_EU.aspx

Written by medicus58

27. August 2012 at 17:23

Too big to fail and failed pigs

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Die Bilanzsumme der österreichischen Banken ist im vergangenen Jahr (2011) um 35,73 Milliarden oder 3,7 Prozent gestiegen und hat damit den Wert von 1.014,3 Mrd. Euro erreicht. Erstmals seit dem Beginn der Wirtschaftskrise im Jahr 2008 ist die Bilanzsumme der heimischen Geldinstitute damit wieder auf einen Wert von mehr als einer Billion Euro gestiegen. Der damalige Höchststand von 1.071 Milliarden Euro (September 2008) wurde jedoch noch nicht wieder erreicht. http://www.wirtschaftsblatt.at/aktuell/ueber-eine-billion-in-den-bilanzen-der-oesterreichischen-banken-512966/index.do

Die Gesundheitshausgaben Österreichs liegen etwas über 31 Milliarden Euro (die letzte aktuelle Zahl liegt für 2010 vor, da waren es 31,4 Mrd. Euro)http://www.statistik.at/web_de/statistiken/gesundheit/gesundheitsausgaben/index.html Von 2009 auf 2010 sind die Gesundheitsausgaben von 30,8 Mrd. Euro um 673 Mio. Euro auf 31,4 Mrd. Euro gestiegen – das entspricht einer Steigerung von 2,2%. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist zwischen 2009 und 2010 um 4,1% gestiegen. Durch das relativ starke Wirtschaftswachstum, bei geringerer Wachstumsrate der Gesundheitsausgaben, sinkt der Anteil der Gesundheitsausgaben am BIP von 11,2% für 2009 auf 11% für 2010. Betrachtet man die anteilsmäßige Entwicklung am BIP, so stiegen die Gesundheitsausgaben zwischen 1990 und 2010 von 8,4% auf 11% des BIP. WILL HEISSEN: Die Steigerungsraten lagen durchschnittlich zwischen 1990 und 2010 bei 5,2%/Jahr, in Relation zu unser aller Wertschöpfung (BIP) stiegen die Ausgaben in diesem Teitraum nur um 1,6%.

Fassen wir zusammen:
DER FINANZSEKTOR IN ÖSTERREICH WÄLZT 33 MAL MEHR GELD UM ALS DAS GESUNDHEITSSYSTEM UND WÄCHST TROTZ KRISE DEUTLICH SCHNELLER: TROTZDEM LASSEN WIR ES UNS GEFALLEN, DASS DAS FINANZLOCH DASS DIE „BANKENRETTUNG“ IN UNSERE BUDGETS GERISSEN HAT DURCH EINSPARUNGEN IM GESUNDHEITSSYSTEM UND NICHT DURCH EINE FINANZTRANSAKTIONSSTEUER HEREIN GEBRACHT WIRD.
WIR SIND EINFACH NUR BLÖD!

Link ÖBIG Vergleich: http://public-health.meduni-graz.at/archiv/artikel/Artikel%202010/2010_Oe%20im%20Internationalen%20Vergleich.pdf

Die Krise: was bisher geschah (Zusammenfassung aus www.sprechstunde.meinblog.at)

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Seit Ende 2010 folgt ein Schutzschirm auf den anderen:

Der Ausdruck Schirm (v. althochdt.: scirm Schutz) bezeichnet einen flächigen Gegenstand, der vor etwas schützt. Gegen unerwünschte Einflüsse der Außenwelt bilden Schirme i. d. R. keine komplette Hülle, sondern schützen bzgl. der Richtung(en), aus der die Beeinträchtigungen anstehen. http://de.wikipedia.org/wiki/Schirm

Wovor soll uns der Schirm den schützen, den unsere Politiker mit unserem Steuergeld aufgespannt haben?

Davor, dass nix passiert, wenn lokale Politiker Budgets schönen und sich Beamtenheere als Stimmvieh bezahlen? wenn lokale Politiker die Körperschaftssteuern drastisch senken, um die Konzernzentralen aus dem Rest Europas abzuwerben? wenn Banken Geld verschenken, damit sich ohne Wirtschaftleistung plötzlich  auf einer kleinen, eisigen Insel, alle eine Villa leisten können? wenn die Industrie ungebildete Sklaven importieren, um Druck auf das Lohnniveau auszuüben, und dann die anfallenden Zusatzkosten im Schulsystem auf alle verteilen? wenn Baukonzerne sich blöde verdienen, indem sie das Geld von Pensionsfonds dafür verwenden, Golfresorts in den Trockengebieten des Südens zu bauen?
Sie dürfen nun den einzelnen Sätzen geografische Bezugspunkte zuorden: Mitspielen dürfen alle mehr oder wenig europäische Länder!

Und wenn Sie Spass daran haben, fügen Sie Beispiele als Kommentar an …

Wenn es man auf Blogs auch Töne posten könnte, würden sie mich hier so laut schreien hören, dass Arthur Janov seine Freude hätte!

http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Urschrei

EU-Die Erfolgsstory und die Rache des Archivs 😉

Erinnern wir uns noch? Kritikern der europäischen Union, dieser fast ausschliesslich auf Freiheit von Kapital und Dienstleistung basierenden Struktur wurde bis vor kurzem noch erzählt, dass der wirtschaftliche Aufschwung mancher Armenhäuser Eropas doch Beweis genug für die Richtigkeit des Konzepts  wäre:

BEISPIEL IRLAND: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.03.2004, Nr. 76 / Seite 6 http://www.faz.net/s/RubC9401175958F4DE28E143E68888825F6/Doc~ED85EC375B1B8426DAC3CB9259949C808~ATpl~Ecommon~Scontent.html Als es 1973 der Europäischen Gemeinschaft beitrat, war es der ärmste Staat Europas. Heute gehört Irland zu den reichsten. Diese Aufholjagd nehmen sich viele der neuen EU-Mitglieder zum Vorbild.

Economic and Financial Report 2002/01 Economic and Financial Studies European Investment Bank http://www.eib.org/attachments/efs/efr_2002_v01_en.pdf The paper attempts to assess the major sources behind the exceptional Irish growth performance in the 1990s. Contrary to other Tigers, Ireland’s growth is due to efficiency gains, rather than capital deepening,

Gleiches haben wir über PORTUGAL das ehemalige „Armenhaus“ Europa gehört. DIe EU Erweiterung wurde schliesslich auch mit diesen guten Beispielen begründet.

WÄRE ES NICHT EINMAL AN DER ZEIT DIE FREIHEITSKÄMPFER DES TURBOKAPITALISMUS ZU FRAGEN, OB NACH DEM ABSTURZ DER EU  MUSTERSCHÜLER NICHT AUCH DAS REIN KAPITALISTISCHE KONZEPT DER EU SELBST ZU HINTERFRAGEN WÄRE?

Mit 2,4 Prozent ist die Inflation im Jänner 2011 auf den höchsten Wert seit Ausbruch der Finanzkrise

Der Bankenrechner der AK http://www.bankenrechner.at/ zeigt, dass – abgesehen von einem befristeten Lockangebot auf direktanlage.at und der türkischen Deniz Bank – die österr. Banken für täglich fällige Spateinlagen uns maximal 1,55% und minimal 0,062% geben.

Dass das durchgeht ist das wahre Bankenrettungspaket!

Artikel und Graphik auf: http://derstandard.at/1297819169478/Steuererhoehungen-treiben-die-Preise

ImMai 2011 stolpert Herr Strauss-Kahn über seinen Lümmel oder sonst was, aber: Was ist denn hier eigentlich die Frage?

Verschwörungstheorien in Wirtschaft und Politik, Männerhass und Männerfantasien, Häme und Empörung haben wir schon genug gelesen.

FAKT: Der Chef des Internationalen Währungsfonds und bis vor kurzem möglicher nächster franz. Präsidentschaftskandidat wird von einem Stubenmädchen eines New Yorker Hotels der Vergewaltigung bezichtigt, wird verhaftet und tritt heute zurück. http://de.wikipedia.org/wiki/Dominique_Strauss-Kahn

Abgesehen von strafrechtlichen und moralischen Überlegungen ist es meines Erachtens irrelevant, ob Strauss-Kahn nun die Tat begangen hat, oder ob er in eine Sex-Falle getappt ist.

Menschen – meist Männer – an der Macht rechtfertigen ihre hohen Gehälter und Annehmlichkeiten u.a. mit der hohen Verantwortung, die sie als „Weltenlenker“ tragen und dem übermenschlich hohen Grad an Besonnenheit und Beherrschung, der gefordert ist, wenn es um Milliarden Dollars, Euros oder Menschen geht.

Sie können nicht nachweisen, dass ihre Schulzeugnisse besser sind, i.d.Regel auch nicht, dass ihre eigene Arbeitsleistung den Umsatz einer Firma angehoben hat, dass sie was erfunden haben… etc. also bleibt, dass sie angeblich kühler, beherrschter, rationaler, einfach besser sind als wir, um dieses alles zu verdienen.

Und deshalb ist es egal, ob Herr Strauss-Kahn seinen Lümmel oder sein Hirn nicht im Griff hatte. Einerlei, ob er so unbeherrscht war, die älteste Falle der Welt zu übersehen oder so überheblich war zu glauben, mit einer raschen Triebbefriedigung davon zu kommen:
Der Gedanke, dass wir solchen Menschen weitreichende Entscheidungen in dieser Welt anvertrauen, ist unerträglich.

Im August 2011: Nun auch die Kreditwürdigkeit der USA herabgestuft

DIE LÖSUNG! wenn Standard&Poor’s nun auch die USA vom Bestranking  AAA auf AA+ herabgestuft hat: http://derstandard.at/1311802872937/Kreditwuerdigkeit-der-USA-herabgestuft dann ist das die Lösung aller unserer Finanzprobleme:
Alles ist relativ, so dass es völlig egal ist, ob die wesentlichen Volkswirtschaften der Welt gleich hoch oder gleich mies bewertet werden, denn nur „der Ein-Äugige ist König unter den Blinden„.
Wenn alle blind wurden, ist die Gleichheit wieder hergestellt und der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar ist endlich 1:1, so wie es ja zur Euroeinführung angestrebt wurde. Nix is mehr was wert, aber niemand fällt es mehr auf: Das nennt man Kapitalismus.

Krise – Politik ratlos?

Dies hört man dzt. Medien auf, Medien ab. Google liefert zu dem String allein in deutscher Sprache 1,01 Millionen Treffer: Erste Bank Chef Treichl im Mai: „Politiker zu blöd, zu feig“ http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/662226/Zu-bloed-zu-feig_Treichl-beschimpft-Politiker

Jetzt im SPIEGEL: Staatenlenker in der Schuldenkrise Machtlos, kraftlos, ratlos http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,778976,00.html

Gleichlautendes wording unseres Nationalbankchefs Ewald Novotny: „Von Europas Politikern forderte er, schneller und entschiedener gegenzusteuern.“ http://kurier.at/wirtschaft/4068033.php

WO LERNT MAN EINE SOLCHE PERFIDIE? Drei Jahrzehnte verlangt man den Rückzug der Poltik aus der Wirtschaft („Weniger Staat, mehr privat“), damit das freie Spiel der Marktkräfte endlich zu unser aller Wohlstand führen kann.

Nun, nachdem über diese Jahrzehnte die Schere zwischen Finanzprofiten und Lohneinkommen klafft, die öffentlichen Haushalte ausgetrocknet wurden, da die Gewinne nicht mehr dort versteuert werden, wo sie anfallen (Gruppenbesteuerung), Milliarden an Spielgeld frei wurden, da die Pensionskassen von der Umlagefinanzierung auf eine Kapitaldeckung umgestellt wurden, der Anteil der Realwirtschaft an den täglichen Finanztransaktionen schon längst verschwindend klein geworden ist, und jetzt ein paar geplatzte Blasen und Wirtschaftskrisen später, wo die Turbokapitalisten sich als „too big to fail“ darstellten, damit die Politik sie mit Milliarden von Steuergeldern herauskauft,

JETZT IST NICHT DIE FINANZWIRTSCHAFT SCHULD, SONDERN DIE POLITIK.

Wenn unseren politischen Freunde nur den Anflug von „Cojones“ hätten, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt genau das zu tun, was sie seit Jahrzehnten tun hätten sollen: den Casinokapitalismus der Finanzwirtschaft zu verbieten, damit die, deren Stimmen sie wirklich im Amt halten, nicht alles verlieren, wofür sie gearbeitet haben – gearbeitet, nicht „gespielt“ haben.

Kurzfristig konnte man auf ein Umdenken hoffen: Leerverkäufe verboten, doch nicht ganz …

Die deutscheBundesregierung hat es letztes Jahr schon enmal versucht.Jetzt haben vier EU-Staaten gerade einmal für 2 Wochen und nur für Banken und Versicherungen sogenannte „Leerverkäufe“ http://de.wikipedia.org/wiki/Leerverkauf verboten:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,779788,00.html

Ein äußerst zaghafter Versuch und noch dazu limitiert, also noch immer keine „cojones“: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=41816 aber die Hoffnung bleibt:
VERBOT DES CASINOKAPITALISMUS ABSEITS DER REALWIRTSCHAFT.
FINANZTRANSAKTIONSSTEUER ALS „STOSSDÄMPFER“ UNGEZÜGELTER FINANZSPEKULATION.
http://de.wikipedia.org/wiki/Finanztransaktionssteuer http://www.attac.org/

ANOTHER WORLD IS POSSIBLE

Menschen statt Banken

Erklärungen für die augenblickliche (seit 2008 andauernde) Wirtschaftskrise gibt es wie Sand am Meer und jeder findet die, die seine Vorurteile bestätigt.

Meine persönliche Erklärung ist einfach und geht auf den alten Marx zurück, auch wenn ich in so manchem seine Meinung nicht teile:

Kennzeichen des Kapitalismus ist der Mehrwert. http://de.wikipedia.org/wiki/Mehrwert_(Marxismus)

Wenn unsere Finanzwirtschaft die in der Realwirtschaft „erwirtschafteteten“ Werte zig-fach verliehen, versprochen, verspekuliert hat, dann ist der Fehlbetrag um ein zig-faches höher, als die Budgetdefizite der Staaten, die uns nun als Ursache des Problems verkauft werden.

Eine wesentliche Ursache der Krise war die massive Vermehrung des „Spielgeldes“ der spekulativen Finanzwirtschaft durch die künstlich niedrig gehaltenen Zinsen und die massive Überführung des ehemals gebundenen Kapitals im verstaatlichten Sektor (Monopole, Verstaatlichte Industrie und Infrastruktur, Umformung des Pensionssystem von Umlage- (=kein freies Geld) zum Kapitaldeckung (=freies Geld bis zum Pensionseintritt).

Wenn mit Eurorettungspaketen nun das Spielgeld erneut vermehrt wird, ist das im klassischen Fall Exorzismus mit dem Teufel.

Für eine Petition einer Lösung der Finanzkrise im Sinne der Menschen und nicht im Sinne des Finanzsektors:

http://www.avaaz.org/de/eu_people_vs_banks/

Oder einfach zum Weiterlesen was in Deutschland (beidseits !!! der politischen Mitte) diskutiert wurde und in Österreich offenbar niemand interessiert:
http://nicsbloghaus.org/2011/08/13/banken-und-menschen/

http://de.paperblog.com/banken-und-menschen-196312/http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Der-rechte-Abschied-von-der-Politik/story/22710602

http://therealstories.wordpress.com/2011/09/29/gregor-gysi-zum-esm-sie-wollen-ein-europa-der-banken-wir-wollen-ein-europa-der-menschen/

http://therealstories.wordpress.com/2011/09/30/frank-schaffler-efsf-verfassungsbruch/

http://therealstories.wordpress.com/2011/09/30/was-wissen-die-bundestagsabgeordneten-uber-den-efsf/

http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/

Ab Herbst geht’s immer mehr um die Ratingagenturen: RAT mal wer zum RATING kommt

PANIK, Moody’s stufte heute Bank Austria Mutter von A1 auf A2 runter.Am Dienstag hat sie das mit ganz Italien gleich um 3 (DREI !!!) STUFEN von Aa2 auf A2 herab.

http://derstandard.at/1317019425905/Von-A2-auf-A1-Moodys-stuft-UniCredit-Bank-Austria-herunter http://www.taz.de/!79348/

FRAGE: Dass Italien hoch verschuldet ist, dass die Bilanzierungen kreativ und die Regierung unter dem Potenzgenie Berlusconi nicht allzu vertrauenswürdig ist, das war doch wohl bekannt.

Welche Information kam den den Experten der Ratingargenturen so plötzlich zur Kenntnis, die ein MEHRSTUFIGES Herabstufen erzwang?

Ratingagenturen haben für die langfristigen Bewertungen ein bis zu 22 Abstufungen enthaltendes System. Wenn ich das in die naturwissenschaftliche (medizinische) Beurteilungstechnik umlege, dann würde das heissen, das ich bei der Morgenvisite einem Patienten versichere, dass er bester Gesundheit ist und bei der Abendvisite ihn plötzlich auf die Intensivstation verlege.

Nicht, dass das nicht vorkommt, aber dann habe ich hier ziemlich harte Parameter und nicht dieses Geschwafel:
Neben den ökonomischen sind auch die politischen Unsicherheiten ausschlaggebend für den Schritt. Diesen hatte Moody´s schon mit seinem negativen Ausblick angekündigt. Begründet wird die Entscheidung mit der Eintrübung der Konjunktur und der Stimmung unter den Investoren. Diese könnte nach Meinung von Moody´s den Zugang zum Anleihe-Markt erschweren.

http://de.wikipedia.org/wiki/Rating http://de.wikipedia.org/wiki/Ratingagentur http://www.boersennews.de/nachrichten/thema/moodys-stuft-italien-weiter-herab/386921

Ich versteh’ ja nix davon, aber mich beschleicht hier das Gefühl, dass hier mit ziemlich laschen Methoden, ziemlich harter Unfug getrieben wird, der uns alle ins ökonomische Grab bringt. Ein bißchen Mehr naturwissenschaftliches Denken in den Gesellschaftswissenschaften wäre dringlich erforderlich, nicht nur die Vorspiegelung mathematischer Genauigkeit durch wilde Buchstabensalate.

Und Österreichische Banker entpuppen sich als das was sie sind: Würden Sie diesem Mann Ihr Sparschwein anvertrauen?

Andreas Treichl (* 16. Juni 1952 in Wien) ist ein österreichischer Bankmanager aus der Familie Treichl. http://de.wikipedia.org/wiki/Andreas_Treichl

März 2011: Auftrieb nach dem Krisen-Beben Die Kurse der Aktien der österreichischen Banken-Blue-Chips zeigen wieder aufwärts: Analysten sind für die weitere Entwicklung der Papiere von Raiffeisen Bank International-Boss Herbert Stepic und Erste Group-Chef Andreas Treichl optimistisch. http://www.medianet.at/fileadmin/main/Newsletter/20110324/finance20110324.pdf

Mai 2011: Unsere Politiker sind zu blöd und zu feig http://derstandard.at/1304551930329/Treichl-Unsere-Politiker-sind-zu-bloed-und-zu-feig Das Geld aus der „Bankenrettung“ soll vorzeitig zurückgezahlt werden. http://derstandard.at/1271376554500/100-Millionen-Jungaktien-Erste-Group-wird-Staatshilfe-vor-2014-zurueckzahlen

Im Zuge der Jahreshauptversammlung wurden die Gehälter des Aufsichtsrates verdoppelt. Von 350.000 auf jetzt 700.000 Euro im Jahr. Treichls Jahresgehalt stieg lt. News bereits zwischen 2009 und 20010 um exakt 88% auf 2,97 Mio. Euro! http://www.news.at/articles/1120/34/297190/der-club-gagen-millionaere

29. September 2011: Die Erste Group hält trotz der anstehenden Kreditreform in Ungarn und der Schuldenkrise in Europa an ihrer Gewinnprognose fest. Es gebe keinen Anlass, daran zu rütteln, sagte Erste-Bank-Chef Andreas Treichl am Donnerstag am Rande einer Regulierungskonferenz in Wien. Das Institut hatte für das zweite Halbjahr ein anhaltend robustes Betriebsergebnis in Aussicht gestellt. http://relevant.at/wirtschaft/unternehmen/257298/erste-ruettelt-trotz-schuldenkrise-ungarn-nicht-prognose.story

10. Oktober 2011: Erste-Chef Andreas Treichl gab Montag eine Erklärung zu den Verlusten der Erste Group ab. Diese Einmalmaßnahmen führen dazu, dass aus dem geplanten Gewinn von 700 Millionen Euro ein Verlust von 700 bis 800 Millionen wird. Die angekündigte Rückzahlungen der „Bankenrettung wird um mind. ein Jahr verschoben. http://www.wirtschaftsblatt.at/home/boerse/bwien/live-bericht-andreas-treichls-erklaerung-491683/index.do

Treichl hält uns offenbar zu Recht für einen Haufen Idioten, denen man alles zumuten kann, auch jeden Widerspruch.

Würden Sie diesem Mann Ihr Sparschwein anvertrauen?

Kennen Sie eine Alternative?

RAFFEISEN, ist sie sie offenbar nicht!

Seit wann lehren sie denn an der WU die Beweisumkehr?

Gestern der Treichl: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=45167 heute der Stepic:  http://derstandard.at/1317020047796/Video-Interview-Einen-Run-auf-die-Banken-wird-es-nicht-geben#forumstart vielleicht schreckt morgen der Standard auch noch den BAWAG-Elsner von seiner Massage auf; die ganze Branche übt sich seit Monaten in einer neoliberalen Hirnwäsche der Extraklasse:
Der Staat ist Schuld, der Kapitalismus ist gut!

Zuerst das Geld der Sparer und Pensionsfonds verzocken, sich selbst enorme Gehälter genehmigen, weil man ja so eine große Verantwortung trägt, Staatsanleihen mit billigem Geld der EZB, völlig unreflektiert mit Gewinn an Staaten weiterreichen, von denen jeder wusste, dass sie ein Finanzproblem haben, um sich in den Buchwerten zu sonnen und sich noch höhere Boni zu genehmigen, dafür keine Eigenmittel haben, weil „ein Staat kann nicht zugrunde gehen“ und man sich als Bank to-big-to-fail gemacht hat.
Bricht das Ketten-Ver-Brief-Spiel („ich verkauf gut verpackt mein Risiko an den nächsten Trottel weiter“) zusammen, konnte man seine Miese an die Staaten weiterreichen

und dann dem Staat die Schuld geben!

Aber eigentllich haben sie ja Recht, die Bänker: der Staat ist schuldig, ihnen nicht schon längst einen Riegel vorgeschoben zu haben.

Aber warum hat er das nicht gemacht?

Weil man, so wie der Fremdkredit-Häuslbauer glaubte, mitschneiden zu können.

Blöd gelaufen, als Schmierensteher der Bankräuber wird man eher gefasst, als das man was von der Beute abbekommt.

Bei der Lohnrunde im Herbst wurde anfänglich hoch gepokert, das Sparpaket von 2012 war noch weit ….

5,5 oder auch nicht: Lohnrunde METALLER 5,5% ohne WENN & ABER

http://kurier.at/wirtschaft/4305466.php

nach 2 Lohnrunden sofort Streik in 200 Betrieben

VOLLSTREIK ab Montag, da Wirtschaft erst ab Donnerstag sprechen will

http://noe.orf.at/news/stories/2505403/

Leitl und Foglar intervenieren

http://www.wirtschaftsblatt.at/home/oesterreich/wirtschaftspolitik/machtwort-von-leitl-und-foglar-bringt-die-metaller-zurueck-an-den-tisch-492472/index.do

EINIGUNG AM MONTAG 4 UHR FRÜH, ALLE SIND ZUFRIEDEN
ÖGB-Präsident Erich Foglar ist mit dem Ergebnis zufrieden.  Auch Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl zeigt sich erfreut,  Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) begrüßt die Einigung ebenfalls: Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner begrüßt den erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen zum Metaller-Kollektivvertrag.

manche kriegen 5,3, oder 5,2, alle kriegen 4,2 wie viele Beschäftigte weniger kriegen ist noch nicht ganz klar

http://derstandard.at/1318726088561/Ab-November-Metaller-Einigung-bringt-bis-zu-53-Prozent http://derstandard.at/1318726109212/Metaller-Einigung-Der-Kluegere-zahlt-mehr http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20111018_OTS0076/mitterlehner-zu-metaller-abschluss-loesung-am-tisch-statt-auf-der-strasse

so wird Politk gemacht.

BIN ICH HIER DER EINZIGE DER SICH VERASCHT VORKOMMT?

 Immer mehr stehen vor einem Rätsel und raten mit:

Wer ist schuld an der Krise: was die Antworten über Sie aussagen

Wenn Sie sagen, die Märkte: -dann sind Sie ein Politiker, der es ganz praktisch gefunden hat, dass er in der Vergangenheit seine Wahlzuckerln mit der günstigen, weil angeblich mündelsicheren, Staatsanleihe finanzieren konnte

Wenn Sie sagen, die Banken: – dann sind Sie ein Häuslbauer, der nun seinem Ärger Luft macht, dass ihn sein Fremdwährungskritik in den Ruin führt

Wenn Sie sagen, die Griechen, dann übersehen Sie als Pisa-Verlierer, dass sich die Verschuldung in Relation zum BIP in Deutschland (Triple A) und  Griechenland um einen Faktor zwischen 2 und 3 unterscheidet, die Kreditkosten aber überproportional verhalten

Wenn Sie sagen, unser aller Geiz, – dann sind Sie ein Banker, der noch immer seine Boni an den 30% Rendit misst, die er selbst versprochen hat

Wenn Sie sagen, die amerikanische Immobilienkrise, -dann können Sie seit 3 Jahren nicht sinnerfassend lesen

Wenn Sie sagen, die Politiker, – dann sind Sie Teil der Finanzindustrie, die seit drei Jahrzehnten gut davon gelebt hat, dass die Politik ihr Hütchenspiel nicht unterbunden hat

Wenn Sie sagen, Brüssel, -dann sind Sie rechts- oder links-populistischer Politiker, der den Unterschied zwischen Brüsseler Spitzen und Brüsseler Kommission noch immer nicht geschnallt hat

Wenn Sie sagen, die Industrie, – dann tragen Sie sicher Jute chinesischer Hersteller und Birkenstock Schlappen aus Indonesien

Wenn Sie sagen, dass es die seit drei Jahrzehnten erfolgte Deregulierung, der Rückbau der staatlichen Kontrolle, die zusätzlichen Geldmittel, die durch Privatisierung von Volkseigentum und Pensions-, Sozial- sowie Gesundheitssystem in das Kapitalcasino geschwemmt wurden und das Ergebnis eines revolutionären Prozesses des Kapitals gegen die Arbeit war, der halt so langsam und mit soviel medialer Begleitung ablief, dass wir ihn einfach nicht begriffen haben …
dann würde ich Sie einladen auf diesem Blog mitzuschreiben …

Kann mir das irgendwer erklären?

Die Eurokrise begann angeblich, weil Griechenland rettungslos verschuldet ist. Will heissen, Griechenland hat seit Jahren Schulden in Höhe von knapp 100% des Bruttonationalbroduktes (BIP), in den letzten zwei Jahren stiegen die Schulden auf ca. 160% des BIP (siehe Graphik, Quelle Statista 2011).

Mit Stand 31.12.2010 lag dieser Wert bei anderen EU Staaten wie folgt:

Belgien           96,8% Bulgarien        16,2% Tschechien     38,5% Dänemark       43,6% Deutschland    83,2% Estland             6,6% Irland               96,2% Griechenland 142,8% Spanien           60,1% Frankreich       81,7% Italien             119,0% Zypern             60,8% Lettland            44,7% Litauen             38,2% Luxemburg       18,4% Ungarn             80,2% Malta                68,0% Nieder­lande     62,7% Österreich        72,3% Polen               55,0% Portugal           93,0% Rumänien        30,8% Slowenien        38,0% Slowakei          41,0% Finnland           48,4% Schweden        39,8% Großbritannien 80,0%

Wir wollen da gar nicht untersuchen, dass ein großer Teil der gestiegenen Staatsschuld eine direkte Folge der Schuldenübernahme der Finanzwirtschaft durch die öffentliche Hand war. Hier geht es um ein extremes Mißverhältnis zwischen vorgegebener Erklärung und den nackten Zahlen.

Die Staatsverschuldung der USA wird 2011 ebenfalls die 100% BIP Marke durchbrechen. (siehe Graphik)

Weshalb reden wir nur vom Euro und nicht vom Dollar? Der Euro wurde bei seiner Erfindung so positioniert, dass langfristig ein Kurs von Euro zu Dollar wie 1:1 herrschen soll. Heute ist der Eurokurs um 30% höher als der Dollarkurs, d.h. aus Sicht des Eurolandes sind die Schulden der US wertberichtigt höher, als die meisten der europäischen Problemstaaten.

WANN KORRIGIEREN DIE RATINGAGENTUREN DIE BONITÄT DER USA? Mehr als bisher! Noch bewertet Fitch die Kreditwürdigkeit der USA mit dem so genannten Tripple-A. Standard & Poor´s hatte dagegen bereits im Sommer die Konsequenzen aus dem seit Monaten anhaltenden erbitterten Haushaltsstreit gezogen und die Top-Note einkassiert. Die dritte große Ratingagentur Moody´s senkte den Ausblick Anfang August auf negativ, behielt aber das „AAA“ bislang bei. Eine weitere Abstufung drohen den USA von S&P und Moody´s trotz gescheiterten Verhandlungen zum Schuldenabbau erst einmal nicht. Beide Agenturen hatten erklärt, ihre Bewertung beizubehalten.

http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/streit-ueber-schuldenabbau-ratingagentur-verpasst-den-usa-einen-warnschuss_aid_688816.html

Im Rückblick stößt man auf eine Youtube Video von ATTAC aus 2008, das die Finanzkrise schon so schön auf den Punkt gebracht hat.

Ihr Bestes – Ihr Geld

http://youtu.be/AjUXxnVGICw
übrigens schon aus 2008 !!!! Aktuelleres auf: www.attac.at

Die Sache wird immer absurder: return of money geht vor return on money

Minus-Rendite bei Anleihen: Anleger schenken Deutschland Geld Der Staat verdient mit Schulden erstmals Geld. Anders als üblich musste er am Montag Investoren bei der Versteigerung von Anleihen nicht mit Zinsen locken, sondern erhält selbst eine Prämie. Beim Verkauf von Geldmarktpapieren mit einer Laufzeit von sechs Monaten nahm der Bund 3,9 Milliarden Euro ein. Die durchschnittliche Zins lag bei minus 0,0122 Prozent, teilte die mit dem Schuldenmanagement betraute Finanzagentur mit. http://derstandard.at/1325485914193/Minus-Rendite-bei-Anleihen-Anleger-schenken-Deutschland-Geld

und übrigens ist es Ihnen auch schon aufgefallen, dass man neuerdings nicht mehr von eienr FINANZMARKT-Krise sondern einer SCHULDEN-Krise spricht: Neusprech für: Den schwarzen Peter habt jetzt ihr! Die Finanzmärkte sind nicht Schuld daran!

http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=50379 http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=50235

 Und wenn garnix mehr geht, dann: Wetten auf Brot


Ich unterstütze eine Aktion von ATTAC!

Finanz-Wetten auf Nahrungsmittelpreise sind ein Skandal: Während Millionen unter Hunger und Armut leiden, machen Bankiers und Rohstofffonds enorme Gewinne mit dem Hochtreiben von Nahrungsmittelpreisen.

Jetzt Petition an EU-Parlamentarier unterzeichnen!

www.attac.at/nahrungsspekulation_stoppen

Unterzeichnen Sie jetzt die Petition an Markus Ferber. Der EU-Parlamentarier ist als Berichterstatter im Europaparlament zuständig für die Antwort des Parlaments auf die Vorschläge der Europäischen Kommission zur Einschränkung der Spekulation auf Nahrungsmittel.

Am 11. Jänner werden wir Markus Ferber unsere Petition übergeben. Ihre Unterschrift ist wichtig, damit nicht nur die Stimmen der Finanzindustrie zu hören sind.

und dann war da noch die Griechenlandkrise und die Irlandkrise und die Spanienkrise und die Portugalkrise und die Italienkrise und … war alles nicht vollständig, aber trotzdem gruselig, was so in den letzen 1,5 Jahren zusammenkam …

Die Bank meines Vertrauens, schwer zu verdauen

with one comment


Ich habe mich hier schon einmal darüber gewundert, also gewundert hat es mich nicht, weshalb wir seit vielen Monaten bei der Bank unseres Vertauens nur mehr Zinsen kriegen, die MASSIV unter der aktuellen Inflationsrate liegen.

http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=34766

Ein wesentlicher Kennwert, an dem sich der Zinsatz orientiert, ist der sogenannte EURIBORhttp://de.euribor-rates.eu/

Die Abkürzung Euribor steht für Euro Interbank Offered Rate. Euribor bezeichnet die durchschnittlichen Zinssätze, zu denen 57 europäische Banken einander Anleihen in Euro gewähren. Dabei gelten verschiedene Laufzeiten: von einer Woche bis 12 Monate. Die Euribor-Werte gelten als Basistarif (Gradmesser) für allerlei andere Zinsprodukte wie etwa Zinsswaps, Zins-Futures, Sparkonten und Hypotheken.

Im Oktober 2010 berichtete Focus, dass es in diesem Jahr mehrfach den Verdacht gegeben hätte, dass europäische Banken durch Absprachen dien Euribor in ihrem Interesse manipuliert hätten: http://www.focus.de/finanzen/finanz-news/eu-grossbanken-wegen-verdachts-auf-zinsmanipulation-durchsucht-_aid_676113.html

Heute zitiert Der Standard (http://derstandard.at/1328508086891/Internationale-Ermittlung-Hinweise-auf-Manipulation-bei-Zinssaetzen-verdichten-sich ) dass Wallstreet Journal, dass sich die Hinweise verdichteten, dass der LIBOR von mehreren Großbanken manipuliert worden wäre. http://online.wsj.com/article/SB10001424052970204059804577227452963906044.html
Der Libor ist die Abkürzung für die London Interbank Offered Rate.
Die vor einigen Wochen gestellte Frage, ob Sie Leuten wie Herrn Treichl oder Herrn Stepic Ihr Sparschwein anvertrauen würden (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=45167, http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=45301 ) lässt sich immer schwerer beantworten, denn die Unterschiede in der Branche scheinen vernachlässigbar.

Also wieder einmal eine Gelegenheit sich des netten Filmchens zu erfreuen: http://www.youtube.com/watch?v=Mi-Q7bXeWcU

Der Tag an dem die Bank gestürmt wurde – American Madness

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Ich könnte ja schon wieder einmal die Frage stellen, ob man mir wirtschaftliche Zusammenhänge erklären kann, so wie ich es kürzlich getan habe:
http://wp.me/p1kfuX-l1.

Der eben zu Ende gegangene EU-Gipfel böte sich an, aber nein …
im Inneren des Wahnsinns sind auch alle Erklärungen irgendwie absurd.

Getreu unserem Motto (gestohlen von Popper, ich weiß):
Es gibt drei Zugänge zur Welt: Religion-Wissenschaft und Kunst 
glauben wir dass uns manchmal die Kunst mehr über unsere Welt (in diesem Fall über die Finanzkrise) sagen kann, als die Wirtschaftswissenschaft.

In seinem 1932 heraus gekommenen Film American Madness
(http://www.imdb.de/title/tt0022626/) schildert Frank Capra (Buch: Robert Riskin) den „Vertrauensverlust“ der Banken untereinander, die aus Gerüchten resultierende Panik und (mein Lieblingssatz:) „dass der ihm persönlich bekannte Schuldner „Mr. Jones“ nicht Schuld an der Krise ist!

Den kompletten Plot (auf English) findet man auf:
http://www.imdb.com/title/tt0022626/plotsummary

Eine gute Kurzzusammenfassung mit einigen Schlüsselszenen hat YouTube:
http://www.youtube.com/watch?v=a6sCsF5fBCk

Written by medicus58

16. Februar 2012 at 12:47

Hurra, Mubarak ist weg! Wer hat da gesiegt?

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Um Mißverständnisse zu vermeiden:

Schon 1982 habe ich an der Uni in Cairo meine Gesprächstpartner verärgert, als ich ihnen vorhersagte, dass sich die weniger als ein Jahr zuvor installierte Mlitärdiktatur Mubaraks nicht halten würde.
Zwar habe ich mich um fast 29 Jahre, nicht aber in meiner Weltanschauung geirrt.
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=34235

Als am Tag nach Mubaraks absurder Fersehansprache doch die Nachricht von seinem Abflug aus der Hauptstadt kam, waren die Live-Bilder vom Tahrir-Platz gepaart mit der minutenlangen Sprechpause des Kommentators auf Al Jazeera (engl.) auch für mich von kaum überbietbarer Dramatik.

Also, auch ich weine dem Abgang der Gallionsfigur eines korrupten und diktatorischen Regimes keine Träne nach, nur hat Mubarak dieses Regime nicht geschaffen und ich bezweifle, dass es jetzt schon vorbei ist.

Ich hoffe aber, dass es nur intellektuelle Besserwisserei oder bourgeoise Erbsenzählerei ist, wenn mir folgende Gedanken kommen:

Mubarak war hoher Militär, jetzt hat das Milität die Macht.
Wer hat da gewonnen?

Mubarak war mit großem finanzielle Einsatz der USA ein Grant, dass der von seinem ermordeten Vorgänger Sadat vereinbarte Frieden mit Israel hält. Nutznießer des Geldregens aus den USA war vor allem das Militär, das offenbar nach vielen Kontakten mit Washington seinen eigenen Oberbefehlshaber gestürzt hat.
Was hat sich jetzt geändert?

Wir wissen dzt. nicht, ob die Ägyptische Revolution nicht ebenso enden wird,
wie die Rumänische

(Stichwort: Ceausescu; Filmtip: 12:08 östlich von Bukarest
http://www.filmtipps.at/films/1208.php)
oder die rezente Russische Revolution (Stichwort: von Gorbatschow zu Jelzin; von Parteibonzen zu Oligarchen).
Die nahe Vergangenheit zeigte oft zwei Verlaufsmuster sogenannter Revolutionen auf: Entweder gewinnt zum Schluss eine andere Gruppe als ursprünglich angenommen oder es wird nur der Kopf ausgetauscht, die korrupten Strukturen aber beibehalten.

Die Medien sind voll davon, dass das World Wide Web mit Facebook und Twitter die Kommunikationsgrundlage für die Revolution war und feiern dies als Zeichen der fortschreitenden Demokratisierung der Welt im Sinne westlicher Demokratien. Richtet sich das WWW scheinbar gegen westliche Interessen (Wikileaks), wurde wie in Ägypten versucht, seine Dienste gewaltsamm abzuschalten.
Vergleiche dazu:
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=34236
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=34236

Für Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey (CH) hat die Revolution in Ägypten gezeigt, dass «autoritäre und ungerechte Regierungsformen» keine Zukunft haben.
Mit biblischem Zorn und der Überzeugung auf der richtigen Seite zu stehen, werden nun die westlichen Konten Mubaraks eingefroren.
http://st.gallen.ch/news/detail.asp?ID=478226
Während Muarak für viele seiner politischen Aktionen zumindest formal das Recht des Ausnahmezustandes auf seiner Seite hatte, verabschieden sich sogenannte Rechtsstaaten – offenbar getragen von der Welle des gesunden Menschenverstandes – von allen Normen.
Was wissen schweizer Banken heute über ihren Kunden Mubarak, was sie nicht auch schon in den letzten Jahrzehnten wissen hätten können?
Wie wollen wir „dem Süden“ Rechtsstaatlichkeit beibringen, wenn wir uns selbst nicht daran halten?

Und für alle, die glauben, dass revolutionäre gesellschaftliche Umwälzungen so einfach gehen, sei Gil Scott-Heron zitiert:

The Revolution Will Not Be Televised …
http://www.youtube.com/watch?v=BS3QOtbW4m0

You will not be able to stay home, brother.
You will not be able to plug in, turn on and cop out.
You will not be able to lose yourself on skag and skip,
Skip out for beer during commercials,
Because the revolution will not be televised.

The revolution will not be televised.
The revolution will not be brought to you by Xerox
In 4 parts without commercial interruptions.
The revolution will not show you pictures of Nixon
blowing a bugle and leading a charge by John
Mitchell, General Abrams and Spiro Agnew to eat
hog maws confiscated from a Harlem sanctuary.
The revolution will not be televised.

The revolution will not be brought to you by the
Schaefer Award Theatre and will not star Natalie
Woods and Steve McQueen or Bullwinkle and Julia.
The revolution will not give your mouth sex appeal.
The revolution will not get rid of the nubs.
The revolution will not make you look five pounds
thinner, because the revolution will not be televised, Brother.

There will be no pictures of you and Willie May
pushing that shopping cart down the block on the dead run,
or trying to slide that color television into a stolen ambulance.
NBC will not be able predict the winner at 8:32
or report from 29 districts.
The revolution will not be televised.

There will be no pictures of pigs shooting down
brothers in the instant replay.
There will be no pictures of pigs shooting down
brothers in the instant replay.
There will be no pictures of Whitney Young being
run out of Harlem on a rail with a brand new process.
There will be no slow motion or still life of Roy
Wilkens strolling through Watts in a Red, Black and
Green liberation jumpsuit that he had been saving
For just the proper occasion.

Green Acres, The Beverly Hillbillies, and Hooterville
Junction will no longer be so damned relevant, and
women will not care if Dick finally gets down with
Jane on Search for Tomorrow because Black people
will be in the street looking for a brighter day.
The revolution will not be televised.

There will be no highlights on the eleven o’clock
news and no pictures of hairy armed women
liberationists and Jackie Onassis blowing her nose.
The theme song will not be written by Jim Webb,
Francis Scott Key, nor sung by Glen Campbell, Tom
Jones, Johnny Cash, Englebert Humperdink, or the Rare Earth.
The revolution will not be televised.

The revolution will not be right back after a message
bbout a white tornado, white lightning, or white people.
You will not have to worry about a dove in your
bedroom, a tiger in your tank, or the giant in your toilet bowl.
The revolution will not go better with Coke.
The revolution will not fight the germs that may cause bad breath.
The revolution will put you in the driver’s seat.

The revolution will not be televised, will not be televised,
will not be televised, will not be televised.
The revolution will be no re-run brothers;
The revolution will be live.

Written by medicus58

13. Februar 2011 at 10:31

Veröffentlicht in Allgemein

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