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Widerstand hilft vielleicht doch

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pfeiferl

Wenn die Verantwortlichen etwas was von ihren Beratern gelernt haben, dann dass sich nahezu alles einfach aussitzen lässt.
Die „Donnerstags-Demos“ gegen die Blau-Schwarze Regierung wurden einfach zur Politfolklore, indem sie scheinbar negiert und zugelassen wurden.

Keinen Menschen scheint der Widerspruch mehr zu stören, dass die Grünen den Sieg ihres unabhängigen Kandidaten als Waffe gegen die eigenen Kritiker anwenden.

Was in Wien auch immer an Skandalen passiert, die PR-Walze der Stadt macht es scheinbar ungeschehen.
Berichtete am 12.12. eine Zeitung, dass ein Kind mit Blinddarmdurchbruch im Donauspital 7 stunden auf die Operation warten musste
(http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/Bub-in-Lebensgefahr-7-Stunden-auf-OP-gewartet/261925232) wurden  wenige Tage später die Medien mit einer medizinischen Erfolgsstory, über einen Badeunfall im letzten Sommer (!!!) gefüttert
(http://wien.orf.at/news/stories/2815331/).

In dem Sommer übrigens, in dem die KAV Ärzte entgegen aller Drohungen erstmals gegen die laufenden Personaleinsparungen streikten und jetzt wohl nur die wenigstens sagen könnten, welche der damaligen Forderungen erfüllt, welche der Personalstreichungen nun endgültig weg wären.

Das alles kann einen schon in die innere Immigration treiben.
Jeden Widerstand aufgeben lassen und sich als gefügiges Schaf zum Schafott treiben lassen.

Aber, wir wollen doch zum Jahreswechsel optimistisch bleiben.
Nicht jeder Widerstand war zwecklos.

Gegen die in Wehselys Spitalskonzept vorgesehene Elimination der augenärztlichen Versorgung in ganz Transdanubien, leistete eine Donaustädterin Widerstand und sammelte Unterschriften. Ende November schien es noch so, als ob auch diese Initiative ausgesessen werden würde (https://kurier.at/chronik/wien/16-000-unterschriften-gegen-verlegung-der-augenklinik/233.322.157).

Noch im November dampfwalzte der Wr. SPÖ Gemeinderat Kurt Wagner jeden Widerstand in bewährt subtiler und sachlicher Weise nieder: „Spitalskonzept 2030 wird wunderbar und leiwand sein“
(http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20161125_OTS0164/wr-gemeinderat-kurt-wagner-spoe-sieben-hochwertige-standorte-spitalskonzept-2030-wird-wunderbar-und-leiwand-sein),
nun hat sich aber die Initiative durchgesetzt und es gilt als beschlossen, dass das Donauspital eine Augenärztliche Ambulanz behalten wird. Über die Beibehaltung eines fachärztlichen Nachtdienstes, der für viele andere Abteilungen (Unfall, Neonatologie, …) die Konsile sicher stellt, ist man plötzlich auch wieder gesprächsbereit.

Natürlich kann man einwenden, dass das Spitalskonzept mit dem KH Nord Desaster ohnehin schon längst zu Grabe getragen wurde und man somit leicht Detailerfolge erzielen kann, aber, da sie das aus der Stadt Wien ode KAV Pressestelle nicht erfahren können, sei es hier vermerkt:

Widerstand gegen die Demontage des Wiener Gsundheitssystems ist möglich und erfolgreich.

 

 

Written by medicus58

29. Dezember 2016 at 13:36

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