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Haben Lügen KURZe Beine oder fährt Corona Auto

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Manchmal frage ich mich, von welchen Daten Bundeskanzler Kurz und seine tückisch-grüne Kamoftruope sprechen, wenn mal „ein Drittel“ mal „schon über die Hälfte“ der positiv auf SARS COV2 Getesteten dieses aus dem Ausland eingeschleppt hätten.

Die Grafik der AGES (Stand 13.8.) gibt das nicht her und bei der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit ist niemand anderer Gesellschafter als die Republik Österreich.

Auch wenn man sich die Ergebnisse der dortigen Clusteranalysen im Detail ansieht, haben wir aktuell naturgemäß viel weniger eingeschleppte Fälle als zu Beginn der Pandemie.

Wie schon zuletzt hier geschrieben, muss es einen Zusammenhang geben, dass Länder mit wenigen Fällen einen höheren Anteil von draußen bekommen als jene, in denen die Fallzahlen höher sind, nur sollte man schon ein wenig bei der Wahrheit bleiben, oder keine Aufträge mehr an die AGES geben.

Written by medicus58

18. August 2020 at 17:56

Nackt sind sie, die Schreibtischtäter in den Thinktanks des Gesundheitsministeriums

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Für die Uneingeweihten: Das Gesundheitsministerien hat seit vielen Jahren Thinktanks geschaffen, die uns seit Jahren erklären, wie Medizin zu gehen hat.

Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH (AGES) ist eine Gesellschaft im Eigentum der Republik Österreich (Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus). Die Gesellschaft wurde im Jahr 2002 aufgrund des Gesundheits- und Ernährungssicherheitsgesetzes (BGBl. I Nr. 63/2002)[3] errichtet. Ihre Aufgaben liegen in den Bereichen Ernährungs- und Lebensmittelsicherheit, Gesundheit von Menschen und Tieren, Arzneimittelaufsicht und Strahlenschutz.

Bei einer Pressekonferenz präsentierten Franz Allerberger, Leiter des Bereichs Humanmedizin der AGES und Gesundheitsminister Anschober eine Studie der AGES, die angeblich zeigte, dass eine SARS-Cov2-Infizierte bereits am 5.2. die Krankheit aus der Schweiz in das unschuldige Ischgl gebracht hätte. Am Nachmittag ruderte man schon zurück:
„Hier dürfte bei Eingabe in oder Übernahme aus dem EMS-System ein Eingabefehler passiert sein, es bleibt in diesem Fall beim Datum 5.3.“, so das Ministerium. Anschober: ”Ich habe die Autoren der Dokumentation beauftragt, den Hintergrund dieses Fehlers lückenlos aufzuklären.

Nachdem ganz Tirol sich auf die Schultern klopfte, vermeldete die Ages aber dass ihren Daten zufolge die erste Erkrankung sehr wohl bereits im Februar auftrat – und zwar am 8.2. bei einer dritten Person, einer Tirolerin.

Auf der Homepage des Ministeriums kam es auch am Donnerstag zu einem plötzlichen Sprung bei der Gesamtzahl der durchgeführten Tests von rund 60.000 auf 90.000 binnen eines Tages.

Schon 1973 wurde das Österreichische Bundesinstitut für Gesundheitswesen (ÖBIG) gegründet, dass 2006 in der Gesundheit Österreich GmbH aufgegangen ist, eine Gruppe von Thinktanks, die seit Jahren der am Tropf der politischen Aufträge hängt und uns seit Jahren erklärt, dass wir zu viele Spitalsbetten, Intensivbetten und viel zu viele stationäre Leistungen haben und das in seinen ÖSG gießt (Reformierer im Gesundheitswesen: Wir haben’s begriffen, aber verarschen könnt’s euch selber).

Heute stellt Herwig Ostermann, Geschäftsführer der Gesundheit Österreich GmbH seine Prognose vor, dass zwar bis Freitag kommender Woche von aktuell 11.000 auf rund 14.000 wachsen wird, davon 800 bis 1.200 hospitalisiert werden müssen, aber „unter 300“ Personen, die intensivmedizinische Behandlung benötigen werden. Gesundheitsminister Anschober folgt auch hier „seinen Experten“ und wähnt sich „kommenden Woche auf der relativ sicheren Seite“.

Ich würde ja gerne falsifiziert werden aber auch ohne komplexe Prognosemodelle (Coronavirus: Künstliche Intelligenz vs. Menschenverstand) halte ich diese Prognose für sehr gewagt.

Warum?

Erstens wissen wir, dass Intensiv-pflichtige COVID-19 Patienten im Schnitt drei Wochen auf der Intensivstation verbringen, d.h. viele Patienten, so sie nicht versterben, die in den letzten zwei Wochen aufgenommen wurden, werden mit großer Wahrscheinlichkeit noch kommenden Freitag dort liegen.

Am 28.3. hatten wir 135 Intensivpatienten, aktuell (4.3.) haben wir 245, also um 110 Intensivpatienten mehr.
Glauben Sie, dass wir in den nächsten 7 Tagen nur noch 54 zusätzlich Intensivpatienten bekommen?

Schießen wir etwas über diese Zahl hinaus, wäre das angesichts der vorhanden Kapazitäten auch noch kein Armageddon, nur kommt es da sehr darauf an, wie die Patienten über ganz Österreich verteilt werden.

Wir wissen ja noch immer nicht, wie das alles berechnet wird, aber das sind offenbar die Prognosedaten:


Wir werden uns hier in einer Woche wieder sehen. Bis dahin empfehle ich die Lektüre COVID19 – Testen, Testen, Testen heißt Daten, Daten, Daten! und würde die dortige Conclusio: die Regierung, die offenbar planlos agiert, macht mir Angst! um die angeblichen Experten, mit denen sich das Gesundheitsministerium umgeben hat, erweitern.

Written by medicus58

2. April 2020 at 23:47

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