Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Was einem wirklich wichtig ist liest man am besten vom Zettel ab. #w1112

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#NOT

Written by medicus58

11. Dezember 2021 at 14:06

Veröffentlicht in Was im Alltag so alles nervt

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Wie schaffen wir denn die Impfpflicht wieder ab?

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Als 3x Geimpfter stellt sich die Frage für mich augenblicklich nicht, aber die Politik sollte sie sich stellen.

Wie es derzeit aussieht ist weder mit einer Ausrottung des Coronavirus zu rechnen, noch dass mit der dritten Impfung ein längerer Schutz zu erwarten ist.

Da die Pandemie nicht dort besiegt werden wird, wo man sich vielleicht einen vierteljährlichen Schutz leisten kann, sondern dort wo die Evolution neuer Varianten stattfindet, ist wohl mit kontinuierlichem Nachschub von Fluchtmutationen zu rechnen.

Zu welcher Impfung verpflichten wir denn in Zukunft?

Wenn wir Glück haben und es kommt zu extrem ansteckenden, aber klinisch milden Mutationen (Omicron versucht das möglicherweise), dann haben wir in einigen Monaten einen zusätzlichen Schnupfen. D.h. das Virus bleibt, aber das Kosten/Nutzen Verhältnis rechtfertigt die Impfung mit all ihren Kollateralschäden nicht mehr.

Stellt sich Omicron als gefährlicher heraus und entzieht sich den jetzt registrierten Impfungen, können wir uns den gültigen Impfnachweis im Februar schießen. Aktuell geht man in UK davon aus, dass Omicron noch heuer mind. 50% aller Infektionen verursachen wird.

Der Gesellschaft drohen dann Proteste mit verkehrten Vorzeichen.

Eine Impfpflicht war vor einem halben Jahr sicher einfacher zu argumentieren, (wirksamer gegen Delta) als jetzt und wenig scheint dafür zu sprechen, dass sich dieser Trend nicht noch bis zum Februar verstärken wird.

Selbst 3x mRNA (über andere Impfen schweigen wir) wird gegen Omicron nicht sehr gut wirken aber es ist besser als nichts. Kaum wer verspricht noch ernsthaft bei einer Durchimpfung von 90% bei uns das Ende der Pandemie, wenn die Evolution im Rest der Welt herumprobieren kann. Mit Strafen Menschen zu einer Impfung zu zwingen, die ihnen den weder Masken noch Distancing erspart ist gesellschaftspolitisches Harakiri.

D. h. es schiene mir sinnvoller und vielleicht politisch auch verträglicher eine Impfpflicht auf Zeit zu beschließen.

Keiner weiß wirklich welche Varianten an Viren, Impfungen und Medikamente in den nächsten zwei, drei Jahren kommen. Uns werden die Reevaluierungen nicht erspart bleiben, also in jedem Fall auch nicht eine Reevaluierung der Impfpflicht.

Written by medicus58

9. Dezember 2021 at 19:24

Veröffentlicht in Gesundheitssystem

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Fragen wir mal, was wir vom Staat noch erwarten können.

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Erschüttert und erzürnt berichten Medien immer wieder über Reichsbürger oder andere Mitbürger, die sich außerhalb des Staats sehen.

Seit Kindesbeinen lehrt man uns, dass der Staat sein Gewaltmonopol u.a. auch deshalb hält, weil der Staat uns schützt.

Aktuelle Entscheide (der ersten Instanz) unserer Justiz offenbaren aber eine sehr befremdliche Sicht:

Ischgl hat alles richtig gemacht, und folgerichtig wurde auch eine Privatklage eines Infizierten abgelehnt, weil das Epidemiegesetz zwar die Allgemeinheit nicht aber den einzelnen schützt.

Eine Amtshaftungsklage nach dem Mord an einem  Amtleiter argumentiert das Gericht, dass Zivil- und Fremdenpolizeigesetz auf die öffentliche Sicherheit der Allgemeinheit abzielen aber nicht dazu da sind den einzelnen zu schützen.

Mag schon sein, dass ich als Arzt die Fein- und Schönheit der Jurisprudenz ebensowenig verstehe, wie die Juristen die Ärztliche Kunst, aber wenn wir so behandeln würden wie die urteilen, würden wir die Volksgesundheit erhalten indem wir die Menschen draufgehen lassen.

Aber hoppla, wenn ich an manche (politische) Entscheidungen in der Pandemiebekämpfung denke…

Vergleiche Peter Kolba:

https://twitter.com/KolbaPeter/status/1468287391593074693?

Written by medicus58

8. Dezember 2021 at 10:15

Ich versuch Euch ja zu verstehen, liebe Demonstranten

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Gegen die Art wie in den meisten Ländern Covid-19 vulgo Corona politisch bekämpft wird, fielen mir sehr viele Gründe ein zu demonstrieren.

Zu viel Widersprüchliches und Halbwahres wurde von oben verbreitet, Verbote und Strafen wurden angedroht und Standards in Wissenschaft, Politik und medialer Berichterstattung missachtet, so dass man sich mehr als Untertan und Stimmvieh statt als Bürger und Volk fühlen musste.

Nur sorry, was da heute durch Wien demonstrierte war doch auch ein Krampusumzug von Perchten und Esoterikern, Berufsrandalierern und Mir-san-mir Theoretikern, die weniger Gemeinsamkeiten hatten als alle bisher bekannten Varianten des Virus.

Weihrauch und Walhalla, Naturburschen und Neonazis, Rabiat-Darwinisten und Raufbolde marschieren für ganz Unterschiedliches mitten am Ring. Unter unter normalen Umständen würden sie sich wohl weigern den selben Gehsteig zu benutzen.

Es gibt kein Virus, gegen das geimpft werden muss und die Spitäler sind nur wegen der Impfschäden überfüllt, wie sinngemäß Frau Kollegin Berlakowitsch kreischt. Ob sich dieser Denke die Klangschalen-Hare-Krischna-Trommelfraktion vollinhaltlich anschließen würde mag bezweifelt werden, weil dort wohl eher die Meinung vorherrscht, dass ein TCM Tee schon ganz anderes bekämpft hat, als so einen stacheligen Virus.

Jesus war 0 G stand auf einem Plakat und auf Twitter wird gekreuzigt und gestorben zusammengezählt und das ergab dann doch 2G. Die Ex-Vizebürgermeisterin liebt bereits vor Demobeginn Wien und dankt den Kämpfern gegen den Antisemitismus.

Das wirklich Tragische an der Pandemie ist, dass zu viele sie nur verwenden um ihre eigene Agenda durchzubringen und hier wie da wenig Interesse zeigen sie zu bekämpfen.

Das Gute und Dumme an der Sache ist nur, dass so oder so die meisten von uns diese Pandemie überleben werden und dann mit den geschaffenen Fakten leben müssen:

mit den Verstorbenen, den nicht völlig Geheilten, den Budgetlöchern, den Gewinnern und Verlierern.

Ich bezweifle jedich auf das Schärfste, dass die heute in Wien aufmarschierten Gruppen, dann weiter Seite an Seite brüllen werden.

Written by medicus58

4. Dezember 2021 at 22:32

Die Reise nach Jerusalem oder das Kurze Ende der Neuen Volkspartei

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Als in die politischen und biologischen Jahre gekommener Österreicher glaubt man ohnehin nicht mehr an sehr viel, aber auch das hat das Opus Kurz einem erfolgreich genommen.

Seit Wolfgang Schüssel sich nach einer verloren gegangenen Nationalratswahl zum Kanzler gemacht hat, beschäftigen sich Medien und Gerichte mit der Art und Weise wie unter Führung der ÖVP der Verfassungsbogen auf das äußerste überspannt wurde.

Natürlich haben die Schwarzen kein Patent auf Bereicherung, Postenschacher, Korruption und Freunderlwirtschaft; kaum haben es die Grünen an den Trog geschafft, fanden sich auch in ibren Reihen gerichtlich bekannte Schwarze Schafe. Von den roten und blauen Skandalen der letzten Jahrzehnte ganz zu schweigen, aber was sich die Familie geleistet hat sticht allein dadurch hervor, dass da nicht nur die Amtsinhaber sondern inzwischen auch die Ämter nachhaltig beschädigt wurden.

Ex-Ex-Kanzler Kurz, der den Papamonat nun auf unbestimmte Zeit verlängert, liebte ja die Reise zu seinem politischen Intimfreund Netanjahu, so dass nicht verwundert, dass er die Reise nach Jerusalem der österreichischen Innenpolitik hinterlassen. Die Art und Weise wie wir seit Monaten nun den oder die zum Bundeskanzler(in) machen, die grad noch einen Sitz ergattern kann:

KURZ-LÖGER-BIERLEIN-KURZ-SCHALLENBERG-NEHAMMER

lässt sich kaum noch durch Willenskundgebungen der Wähler legitimieren. Das wirkt in der Politik wie Wurmmittel in der Pandemie.

Wir haben in Österreich inzwischen italienische Verhältnisse ohne das dort herrschende Schönwetter.

Es wäre ja vielleicht alles ganz lustig und trüge zur politischen Bildung bei, was alles möglich ist, wenn es da nicht noch ein paar klitzekleine Problemchen, wie Pandemie, Arbeitslosigkeit, Inflation, Klima, Bildung,…. gäbe.

Auch ein Bundespräsident, der inzwischen im Akkord neue Minister und Kanzler vereidigt und ihnen damit formal das Vertrauen ausspricht, verlor inzwischen jede Glaubwürdigkeit. Ihm nimmt doch niemand mehr ab, dass er mit seinen Beschwichtigungsreden kaum mehr als den Anschein von rechtsstaatlicher Normalität aufrecht erhalten will, um seine Ex-Parteikollegen im Amt zu halten.

Gewählten und auf diesen Staat vereidigte Amtsträger, die scharenweise die Lust an ihren Ämter verlieren wenn ihr Leithammel abgetreten wurde, sollten ebenso wie ihre Mutterpartei nie mehr wieder von Werten labern dürfen, ohne dass ihnen Gelächter entgegen schallt. Das wäre die Neue Normalität, die dieser Staat dringend benötigen würde.

Written by medicus58

3. Dezember 2021 at 18:08

Von den Schrauben der Pandemiebekämpfung

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Bemerkenswert wieviele Experten über relativ wenig so oft und so viel zu sagen wissen.

Gegen Infektionen mit SarsCov2 kann man prinzipiell fünf Dinge in zwei Dimensionen  tun, die aber alle nie 100%-ig erreichbar sein werden:

Schrauben:

Kontaktbeschränkung (=Alleinsein), Aerosolbeschränkung (=Masken, Lüften), Immunisierung (=Impfung, Durchseuchung), Therapie (= aktuell subopti), Contactracing

Dimensionen:

Lokal – Weltweit

Da keine der Interventionsmöglichkeiten jeh zu annähernd 100% erreichbar sind, weder wird eine Impfpflicht alle erreichen noch, können wir uns in einer globalisierten Welt komplett distanzieren, oder hat uns Contactracing zu sinnhaften Konsequenzen (Schule ist/ist nicht Treiber, Virus fährt Auto, Familie ist Infektionsherd) für die Pandemiebekämpfung verholfen, wurde sinnlos heiße Luft produziert, in dem zahllose Experten ihre Kritik und Empfehlung immer nur auf eine der Schrauben konzentrierten und ihre Lösungen nur für ein lokales Publikum formulierten. Gut für zahllose TV Diskussionen, 10 Minuten Ruhm, sinnlos in der Sache.

Das Spiel können wir endlos fortsetzen, anagitieren, ausgrenzen, Schuld zuweisen und Scheiterhaufen für jede abweichende Meinung errichten. Zu viele verfolgten eine Agenda, die ganz etwas anderes im Sinne hatte, als die Bekämpfung der Pandemie.

Ohne dass ich es bedauere, aber es wird leichter sein die Türkisen zu stürzen als zur epidemiologischen Normalität zurück zu kommen.

Es wäre Zeit zu erkennen, dass nur eine über viele Monate aufrechtzuerhaltene Kombination der Maßnahmen sinnvoll ist, also keine Durchhalteparolen, jetzt einmal noch impfen und alles wird gut, sondern die unbequeme Wahrheit, dass der Musterschüler von gestern (Israel, Island,..) bald wieder der Problembär sein wird, weil es sich hier um eine Weltmeistetschaft und nicht die Regionalliga handelt.

Wenigstens einmal hatte die WHO 100%-ig recht, eine wesentliche Dimension, die in unserer ego-zentrierten Diskussion völlig fehlt, ist das Schraubendrehen auf globaler Ebene, um finanziell und logistisch insbesondere afrikanische Länder in ihrer Pandemiebekämpfung zu unterstützen (mit Impfstoff, Nadeln, Masken,…).

B1.1.529 sollte als hier endlich zum Umdenken führen, während sich in unserem kleinen Dorf noch versprengte Zero-Covidianer, Kinderdurchseuchungswarner und Verschwörungstheoretiker ins gegenüberliegende Bein verbeissen.

Sorry, wie es derzeit aussieht sollten wir uns für viele Monate auf eine an die lokale Situation abgestimmte Kombination aller Maßnahmen (Kontaktreduktion plus Maske plus Impfung plus Therapie) und auf die weltweite Situation abgestimmte Kooperation außerhalb unseres Schrebergartens einstellen.

Die Erstimpfung eines Gesundheitsdienstkeisters in Botswana hilft vermutlich unseren Kindern auf lange Sicht mehr als die Durchimpfung im Döblinger Kindergarten.

Written by medicus58

26. November 2021 at 10:11

Warum inzwischen immer irgendwer recht hat

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Die vier Hexen

Was auch immer in det Covid-19 Pandemie noch passiert, irgend ein Experte hat es vorausgesagt.

Was heutzutage als wissenschaftlich gilt, verdient seinen Namen nicht, weil inzwischen für jede Meinung unx auch ihr Gegenteil eine Zitat eines namhaften Experten zu finden ist.

Das ist nicht primär Schuld der Wissenschaft, sie lebt von der Synthese aus verschiedenen Standpunkten, es ist Schuld derer, die mitten im Diskurs sich das herauspicken, was ihnen grad passt.

Das finden eines Drosten-Zitats, das sich als richtig herausgestellt hat, beweist weder dessen Expertise, noch das Unwissen der anderen. Wer dauernt warnt, hat meistens recht, wer immer das Ende der Pandemie verkündet, wird am Ende recht behalten haben . Mitten drinn, hilft beides nix.

Written by medicus58

21. November 2021 at 21:49

Veröffentlicht in Allgemein

Zentralmatura 2021: Charakterisieren Sie den Wissenschaftsminister mit einem Bild

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news.orf.at 20.11.2021

Written by medicus58

20. November 2021 at 10:48

Lesenswerter Artikel: Sehenden Auges in die Corona-Misere: Das Protokoll des Scheiterns ?

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Detailierte Recherche im Standard vom 20.12.21 über die Väter (Mütter gab es nicht) des kollektiven Versagens der tückisch-grünen Regierung in der Pandemiebekämpfung.

Written by medicus58

20. November 2021 at 09:40

Distance learning

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Written by medicus58

19. November 2021 at 17:39

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