Sprechstunde

über alles was uns krank macht

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Weihnacht in Wien, wie w1812, w1212, w0612,…

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Selten hat man als Normalsterblicher die Gelegenheit in einem Stanley Kubrick Film mitzuspielen.

Grad jetzt (16:00) auf der Mahü kommt man dem jedoch beklemmend nahe.

Menschenmengen wälzen sich die Begegnungszone hinunter, die einen stehen Schlange um sich Sneakers über die Schweißfüsse zu stülpen um vielleicht auch mal Gesundheitsministet zu werden, die andern brüllen unter Österreichischer und Israelischer (!) Flagge Unverständliches; ob für oder gegen Impfung und Holocaust ist durch das Geknattere eines Polizeihubschraubers aus dem Dunkel der Dezembernacht nicht zu unterscheiden. Letztlich auch einerlei.

Mag sein, dass der Hubschrauber zu einer Miss Saigon Aufführung ins Raimundtheater fliegt, die grad wieder (oder auch nicht?) für Dreimal-Geimpfte und Getestete Grenzüberschreiter stattfindet.

Space Odyssey 1968, Saigon im Mai 1975, Full Metal Jacket 1987, Wien im Dezember 2012.

Der Plot wird immer enger: Scheint in Kubricks Film aus 1968 die Menschheit in einer Farb- und Klangorgie in ihrem Untergang ihre eigene Wiedergeburt zu erleben, beginnt 75 in Saigon der Untergang der westlichen Führungsmacht.

Auch wenn es sich in Kubricks Full Metal Jacket um den Vietnamkrieg handelt, spielt ein Großteil des Films nur im Ausbildungslager und selbst für die Kampfszenen ließ der Meister nur Londoner Fabrikshallen zerschießen und setzte keinen Fuß nach Südostasien. Dad Thema bleibt groß, der Radius wird enger.

Und was hat das alles mit heute auf der Mahü zu tun?

Zwar brechen bei uns auch reihenweise Regierungen zusammen, aber keinen kümmert es mehr, es sterben Menschen, aber nicht die Menschheit und bedeutend wenige als sonst wo in der Welt, aber ist Chaos.

Nichts Lebensbedrohliches, zumindest für die meisten, aber Geschrei, Hubschrauber, Blaulicht, ungeimpfte Polizei winkt ungeimpfte Demonstranten durch, damit sie sich noch Sneakers kaufen können.

Ja, Lichtermeer wird’s auch geben, so wie damals gegen Holocaustleugner, jetzt halt gegen Coronaleugner und für mich und all die anderen im Gesundheitssystem.

Und dann singen die einen vorm Thalia wieder von Jesus, der für uns starb, ehe wir noch seine Geburt hinter uns gebracht hat, gegenüber predigt der kleine Dicke auch von Jesus, mehrsprachig, und auch vor dem Footlocker steht eine Schlange, die fast so lang ist wie die vor Snipes.

Roll,… and Action

Schade, dass ich ihnen den Soundtrack nicht bieten kann

Written by medicus58

18. Dezember 2021 at 17:52

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Was einem wirklich wichtig ist liest man am besten vom Zettel ab. #w1112

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#NOT

Written by medicus58

11. Dezember 2021 at 14:06

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Fragen wir mal, was wir vom Staat noch erwarten können.

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Erschüttert und erzürnt berichten Medien immer wieder über Reichsbürger oder andere Mitbürger, die sich außerhalb des Staats sehen.

Seit Kindesbeinen lehrt man uns, dass der Staat sein Gewaltmonopol u.a. auch deshalb hält, weil der Staat uns schützt.

Aktuelle Entscheide (der ersten Instanz) unserer Justiz offenbaren aber eine sehr befremdliche Sicht:

Ischgl hat alles richtig gemacht, und folgerichtig wurde auch eine Privatklage eines Infizierten abgelehnt, weil das Epidemiegesetz zwar die Allgemeinheit nicht aber den einzelnen schützt.

Eine Amtshaftungsklage nach dem Mord an einem  Amtleiter argumentiert das Gericht, dass Zivil- und Fremdenpolizeigesetz auf die öffentliche Sicherheit der Allgemeinheit abzielen aber nicht dazu da sind den einzelnen zu schützen.

Mag schon sein, dass ich als Arzt die Fein- und Schönheit der Jurisprudenz ebensowenig verstehe, wie die Juristen die Ärztliche Kunst, aber wenn wir so behandeln würden wie die urteilen, würden wir die Volksgesundheit erhalten indem wir die Menschen draufgehen lassen.

Aber hoppla, wenn ich an manche (politische) Entscheidungen in der Pandemiebekämpfung denke…

Vergleiche Peter Kolba:

https://twitter.com/KolbaPeter/status/1468287391593074693?

Written by medicus58

8. Dezember 2021 at 10:15

Ich versuch Euch ja zu verstehen, liebe Demonstranten

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Gegen die Art wie in den meisten Ländern Covid-19 vulgo Corona politisch bekämpft wird, fielen mir sehr viele Gründe ein zu demonstrieren.

Zu viel Widersprüchliches und Halbwahres wurde von oben verbreitet, Verbote und Strafen wurden angedroht und Standards in Wissenschaft, Politik und medialer Berichterstattung missachtet, so dass man sich mehr als Untertan und Stimmvieh statt als Bürger und Volk fühlen musste.

Nur sorry, was da heute durch Wien demonstrierte war doch auch ein Krampusumzug von Perchten und Esoterikern, Berufsrandalierern und Mir-san-mir Theoretikern, die weniger Gemeinsamkeiten hatten als alle bisher bekannten Varianten des Virus.

Weihrauch und Walhalla, Naturburschen und Neonazis, Rabiat-Darwinisten und Raufbolde marschieren für ganz Unterschiedliches mitten am Ring. Unter unter normalen Umständen würden sie sich wohl weigern den selben Gehsteig zu benutzen.

Es gibt kein Virus, gegen das geimpft werden muss und die Spitäler sind nur wegen der Impfschäden überfüllt, wie sinngemäß Frau Kollegin Berlakowitsch kreischt. Ob sich dieser Denke die Klangschalen-Hare-Krischna-Trommelfraktion vollinhaltlich anschließen würde mag bezweifelt werden, weil dort wohl eher die Meinung vorherrscht, dass ein TCM Tee schon ganz anderes bekämpft hat, als so einen stacheligen Virus.

Jesus war 0 G stand auf einem Plakat und auf Twitter wird gekreuzigt und gestorben zusammengezählt und das ergab dann doch 2G. Die Ex-Vizebürgermeisterin liebt bereits vor Demobeginn Wien und dankt den Kämpfern gegen den Antisemitismus.

Das wirklich Tragische an der Pandemie ist, dass zu viele sie nur verwenden um ihre eigene Agenda durchzubringen und hier wie da wenig Interesse zeigen sie zu bekämpfen.

Das Gute und Dumme an der Sache ist nur, dass so oder so die meisten von uns diese Pandemie überleben werden und dann mit den geschaffenen Fakten leben müssen:

mit den Verstorbenen, den nicht völlig Geheilten, den Budgetlöchern, den Gewinnern und Verlierern.

Ich bezweifle jedich auf das Schärfste, dass die heute in Wien aufmarschierten Gruppen, dann weiter Seite an Seite brüllen werden.

Written by medicus58

4. Dezember 2021 at 22:32

Zentralmatura 2021: Charakterisieren Sie den Wissenschaftsminister mit einem Bild

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news.orf.at 20.11.2021

Written by medicus58

20. November 2021 at 10:48

Distance learning

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Written by medicus58

19. November 2021 at 17:39

Pandemie Bingo: Vokabel, um alles und das Gegenteil zu plausibilisieren

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Die Schützengräben sind besetzt und die Bullen und Bären, die Verharmloser und Endzeitpropheten sowie Wissenschafter und Googler beschießen sich mit Worthülsen. Um Sie aufzumunitionieren hier ein paar Geschoße:

Durchseuchung: grad hoch im Kurs im Zusammenhang mit „unseren Kindern,“ unseren Alten“,… und von beiden Seiten eingesetzt, weil von mittelalterlicher Kraft. Man wirft es entweder den Verharmlosern vor oder denen, die prinzipiell richtig, darauf hinweisen, dass über die Luft verbreitete Infektionen letztlich jeden treffen können und werden, wenn sie nicht gänzlich ausgerottet werden. D. h. das Geschoß brandmarkt auch jeden als Verharmloser.

Experte: Jeder hat einen, jeder kennt einen und nach Bedarf fördert Google für jede Meinung einen zutage.

Studie: allein zum Suchbegriff Covid findet Pubmed 200.000 Einträge und dabei handelt es sich fast ausschließlich um die wissenschaftlich hochwertigeren Publikationen. Irgendeine in vitro Studie, zB, dass man Viren auch durch Antiwurmmittel „ersticken“ kann, findet sich wohl für jeden Blödsinn.

Long Covid: für die Warner scheinbar besser verwendbar als für Verharmloser und wissenschaftlich gesichert, lässt sich der Begriff durch seine inflationäre Verwendung und seine naturgemäß nicht so einfach an einem Parameter wie dem Blutdruck festzumachende Diagnose sowohl dazu verwenden unser aller Ende zu prophezeien als auch Betroffene lächerlich zu machen.

Betroffene, Kinder, Alte,.. : Dritte vor seine Argumente zu spannen lässt jede Aussage altruistisch erscheinen. Kirchen leben seit Jahrtausenden davon. Jedes Gegenargument lässt sich als gegen so die paternalistisch Geschützten umlenken.

Wirtschaft: drei Jahrzehnte kapitalistisch-neoliberaler Gehirnwäsche führten dazu, dass inzwischen jede Diskussion über die Maßnahmen zur Gesundheitserhaltung zur Warnung vor einer Erkrankung der Wirtschaft führt. Das Mantra Geht’s der Wirtschaft gut, geht’s uns allen gut wird sehr selten von hinten nach vorne gelesen.

Als ich gestern (allein aber geimpft, getestet und hungrig) in einem Beisl mein Surschnitzerl mampfte, lauschte ich notgedrungen einem Gespräch am Nebentisch, mutmaßlich unter Lehrern aus der nahen HTL. Beinahe hätte ich schamerfüllt meine universitäre Lehrbefugnis rüberreichen willen, so virtuos wurde das Covid Bingo dort gespielt.

Written by medicus58

19. November 2021 at 08:21

Besser kann man die Dominanz des Geldes im Kapitalismus nicht darstellen, als die Presse

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Ob sich die Presse der Doppelbödigkeit ihrer Werbung bewusst war, oder einfach mal Klartext im Sinne ihrer Sponsoren reden wollte?

Written by medicus58

14. November 2021 at 11:09

Veröffentlicht in Was im Alltag so alles nervt

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Das pandemische Versagen der Verantwortlichen erschließt sich aus jedem Detail

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Ehe ich versuche die Überschrift zu beweisen, möge man mir eine Präambel verzeihen, um nicht von den allzu treuen Befehlsempfängern wieder als „Besserwisser“ gebrandmarkt zu werden.

Mein Interesse an der Infektiologie (zugegeben nicht primär der Virologie) erstreckt sich über Jahrzehnte und war auch damals mein publikatorischer Schwerpunkt, ehe mich mein weiterer medizinischer Weg in eine andere Richtung führte. Ich war also (Gott-sei-Dank) nie Teil der zahlreichen Krisenstäbe, die in endlosen Sitzungen Krisenpläne für das Eintreffen der großen Katastrophe zusammenbastelten, im wohligen Bewusstsein, dass diese ohnehin nie gebraucht würden. Mein weiterer Berufsweg brachte mich aber in Kontakt mit mehreren nationalen und einer internationalen Einrichtung, die viel Papier produzierten, um sich gegen einen andere Katastrophen zu wappnen. So viel sei verraten, um die letzten Reste meiner Anonymität nicht zu verlieren, es handelte sich um das A in der Dreifaltigkeit der A-B-C-Bedrohung. Wenn ich nun in der weiteren Folge das Potemkinsche Dorf der behördlichen Krisenvorbereitung kritisiere, dann basiert das auf meiner tiefen Überzeugung, dass wir nicht nur in der COVID Pandemie erschreckend unvorbereitet und dilettantisch agieren, sondern dass sich das auch bei jeder anderen Krise so abspielen wird, für die zahlreiche Krisenpläne in den Schubladen unserer Verwaltung schlummern.

Auf die Widersprüchlichkeiten zwischen behördlicher Ankündigung bezüglich der Gültigkeit der Covid Impfung (12 > 9 Monate) und der App zum Grünen Pass habe ich bereits kürzlich hingewiesen (Wie der Grüne Covid Pass zum Altpapier gemacht wird). Heute darf ich jedenfalls berichten, dass meine App weiterhin grün leuchtet und mich in die Nachtgastronomie einlädt, ja nicht einmal darauf Hinweist, dass die drei Wochen Übergangszeit begonnen haben. Ob das so ist, weil die Verordnung noch fehlt, oder niemand die App umprogrammiert, oder die EU weiterhin von 12 Monaten Gültigkeit ihres QR-Codes ausgeht, ist eigentlich belanglos.

Als nicht mehr der Jüngsten einer, hat sich Ihr Medicus also pflichtschuldig einen Wien Impft Termin für den Booster, vulgo in einfacher Sprache Dritten Stich, vereinbart und wie auf der Homepage empfohlen, dort auch gleich die Einverständniserklärung heruntergeladen, um die sicher nicht unbeträchtliche logistische Herausforderung einer Impfstraße nicht über Gebühr zu entlasten. Beim Ausfüllen des Dokuments (Versionsdatum 3.9.2021) stolpert man aber über den Bereich „Von der Impfstelle auszufüllen“ der ausschließlich die Felder 1. und 2. Dosis enthält. Ein aktuelleres Dokument bietet die Homepage nicht an.
Da macht es sich halt bezahlt auch noch an der Nabelschnur der Alma mater zu hängen, denn für die Impfaktion im AKH wird auch die Version des Formulars vom 21.10.2021 mitgeschickt, wo zwar nicht mehr nach rezenten weiteren Impfungen gefragt wird, aber dafür nach den Reaktionen nach der Grundimmunisierung und die Impfstelle nun auch 3.Dosen oder off-label vermerken kann.
Dass die flächendeckenden PCRTestungen von Wien gurgelt durch ihre lange Turn-around-Zeit (Wien gurgelt, aber wozu?) und logistischen Probleme (Wien gurgelt, grad nicht) hinterfragt werden können, ist hier schon diskutiert worden.

Das Millionengrab Corona-App (Der grüne Pass und die Deppen App: Die Digitalisierung analoger Schwächen) haben wir schon längst verdrängt und ich kenne nur noch wenige, die gebannt auf Pressekonferenzen warten, um sich zu informieren. Und dass zwar alle jetzt irgendwie Gesundheitsdaten der Forschung zur Verfügung stellen wollen, wir aber noch immer nicht so genau wissen, wer von den positiv Getesteten wie schwer erkrankt und wie die Hintergrundimmunität unseres Landes aussieht, sei nur noch kurz nachgeschoben.

Häme ist jedoch fehl am Platz.

Es gibt sie, die Pandemien, AKW-, EDV und Umwelt- Katastrophen. Es wird den urplötzlich von allen mit wohligem Gruseln diskutierten Black out geben und von fast 10 Jahren konnten Sie auf diesem Blog schon ein Zitat von Prof. Zeilinger (Zeichen an der Wand) lesen: Das Ereignis, dass diese Welt seiner Meinung nach am nachhaltigsten verändern wird, alle Telefone zum verstummen bringen wird, alle Supermärkte leeren und alles zusammenbrechen lassen wird, ist ein Absturz aller Computer (ausgelöst durch einen elektromagnetischen Puls).

Es spricht nichts dafür, dass wir durch eine zu Tode verschlankte, verpolitisierte, nur noch auf mediale und politische Verträglichkeit ausgerichtete Verwaltungsbürokratie für diese Szenarien besser vorbereitet wurden als auf den dritten Stich.

Nur wenn zwei Jahre nach den ersten Fällen von Sars Cov2 in Wuhan wir es nicht einmal schaffen die richtigen Formulate auf die Homepage zu stellen, dann mag ich mir gar nicht ausmalen, was sonst hinter den Kulissen alles nicht funktioniert.

Krisenbewältigung im 21.Jahrhundert: Jeder weiß was der andere tun muss

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Von der Klimakrise zur Migrationskrise zur Covid Pandemie kristallisiert sich ein absurdes Konstanzverhalten heraus, das den Eindruck engagierter Problemlösung erweckt, aber wenig mehr bewirkt als den Aktivisten selbst ein gutes Gefühl zu geben auf der richtigen Seite zu stehen.

Wenn Weterfrosch @marcuswadsak twittert: Wenn die Zusagen aller Staaten zum Klimaschutz bis 2030 umgesetzt  werden, klettert die Erderwärmung Forschern zufolge bis zum Ende des Jahrhunderts immer noch auf etwa 2,4 Grad. Das ist zuviel

werden ihm wohl wenige widersprechen, aber da für das Problem ohnehin schon eine prinzipielle Akzeptanz besteht, wären wohl Lösungen jenseits des Veganismus und des E-biken gefragt, zu denen sich die Kassandras bekennen.

Schön, dass uns die Gretas dieser Welt immer erklären, dass die Politik was tun soll, nur solange sie nicht konkret sagen was und was sie dazu beitragen wollen, ist das so hilfreich, wie Appelle an die Menschlichkeit oder die Impfwilligkeit.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass viele von uns die Zustände im Mittelmeer, an der polnisch-weißrussischen Grenze oder in Flüchtlingslagern völlig egal sind, und Appelle an die Menschlichkeit prasseln seit Jahren auf uns herein, die jeweils ein paar Dutzend Menschen doch bitte aufzunehmen. Zahlreiche NGOs stellen dann kostenlosen Rechtsbeistand, die Übernahme der finanziellen Verantwortung für die Integration von Menschen, die bereits hohe Schutzgelder kriminellen Organisationen gezahlt haben, bietet aber keiner an.

Und auch in der Pandemie sehen wir das Muster, dass mit steigendem medialen Aufwand gewarnt, verhetzt und verbürokratisiert wird, ohne Lösungen auf Basis realistischer Szenarios anzudenken.

Natürlich wäre ein höherer Immunisierungsgrad hilfreich, nur haben auch Länder mit einer höheren Durchimpfungsrate als Österreich das Ende der Pandemie etwas vorzeitig ausgerufen.

Die Immunität nach durchgemachter Erkrankung hält kürzer als die Impfung, d. h. egal ob Durchseuchung oder Impfung das stachelige Ding bleibt uns.

Weiter auf Impfverweigerer medial hinzudreschen wird somit wenig bringen. Religionen und Kirchen mögen mit dem ewigen Versprechen, dass alles gut würde, wenn endlich alle einmal folgen würden, Jahrtausende überleben.

Von rationaler Politik erwarte ich mir Konzepte für den Ist-Zustand nicht moralische Appelle derjenigen, die glauben als Geimpfte alles getan zu haben, um ins Paradies eingehen zu dürfen.

Natürlich ist es bequemer sich über die echten und vermeintlichen Covidioten, Klimasünder und Nationalisten zu echauffieren, als sich mit der Tatsache anzufreunden, dass Krisen nicht bewältigt werden, weil jeder das beigetragen hat, was er eh gerne gemacht hat und glaubt, dass es jetzt für ihn keiner weiteren Einschränkungen mehr bedarf.

Mein Flughafentaxler zuletzt: Die Maske können’S abnehmen, ich bin eh geimpft.

Der grüne Bobo unterm Heizschwammerl: ich brauch kein Auto, ich bestell mir eh alles bei Amazon und Gurkerl.at.

Der Pfarrgemeinderat, der sich über den zum christlichen Glauben konvertierten Afghanen freut.

Alle sind sich sicher auf der richtigen Seite zu stehen und verlangen zu dürfen, dass sich nun für den Rest des Problems die anderen kümmern müssen.

Ergänzend sollten wur nun alle noch eine Online-Petition ausfüllen…

Written by medicus58

10. November 2021 at 16:39

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