Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Auch von Sigrid Pilz kann man einmal genug haben

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Gestern war es dann so weit, die unter rot-grün installierte, sogenannte Patientenanwältin Sigrid Pilz soll von Ex-Gerichtspräsident Gerhard Jelinek  abgelöst werden. Warum man sie damals installiert hat (Sigrid Pilz: Von Traumjobs kann man nie genug kriegen) bleibt ebenso im Dunkeln, wie der Grund für ihre Ablöse. Bei diesem Job nimmt man sich nicht einmal die Mühe von Patient*innenanwälten zu sprechen, denn es ist ohnehin allen klar, dass es hier sicher um viel, auch viel Geld, aber nicht um das Wohl der Patienten geht (Wessen Anwalt ist denn ein Patientenanwalt?), sondern um ein Mittel politische Interessen aus dem Munde eines Mietmaules formuliert zu bekommen.

Wenn es (2014!) darum gegangen wäre etwa den Wildwuchs privater Medizinuniversitäten mit eingeschränkten Möglichkeiten zur praktischen Ausbildung einzudämmen (Bitte setzten Sie sich durch Frau Pilz), schwiegen Pilz und ihr niederösterreichisches Pendant Bachinger vielsagend um ihre Besteller nicht in Bedrängnis zu bringen (Salzamt: Patientenombundsperson).

Diesem Blog wird Frau Pilz abgehen, denn sie garantierte seit ihrer ersten Erwähnung hier 2011 (GRÜN IN WIEN: „Wes Brot ich ess, des Lied ich sing“ ) zu verlässlichen Clicks geführt:

Dr. Sigrid Pilz http://de.wikipedia.org/wiki/Sigrid_Pilz  war lautstarke Kritikerin der Wiener Gesundheitspolitik und hat den „Lainzer Pflegeskandal“ und den „Psychiatrie Skandal“ lautstark in die Medien getragen.
Und was fällt ihr jetzt zur Rotstiftpolitik der Wiener Stadtregierung ein, an der zwar nicht sie persönlich, jedoch ihre Partei beteiligt ist: Es muss im Interesse aller PatientInnen im Gesundheitswesen sein, dass die Kosten der Wiener Spitäler nicht weiter ausufern. Damit wir auch zukünftig ein sozial gerechtes, hervorragendes Angebot garantieren können, müssen wir heute mit den notwendigen Reformen beginnen.
Aufwachen Sigrid,
da geht’s nicht mehr ums Ausufern, wir sprechen von einem MINUS zum Vorbudget! Also plötzlich haben wir eh ein hervorragendes Angebot, warum sie früher so oft „Alarm schlagen“ musste, bleibt unklar.

Übrigens habe ich das hier vor über 11 Jahren so geschrieben.

Written by medicus58

21. Juni 2022 um 07:19

Veröffentlicht in Gesundheitssystem

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5 Antworten

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  1. Ich finde, grad die Pilz hat sich in den letzten Jahren wirklich gesteigert und ich finde es schade, sie als meine Patientenvertreterin zu verlieren.
    Weil was Besseres findet sich selten – oder?

    Hansi Hochreiter

    21. Juni 2022 at 20:45

    • Weil sie was erreicht hat? Sie hat auf die gebissen, die der Politik im Weg waren und zum Rest geschwiegen.

      medicus58

      21. Juni 2022 at 20:57

      • Naja .- sie ist zumindest in den letzten Jahren stark gegen die Esoterikfraktion in der Ärzteschaft hergezogen und hat es nicht als Interessenskonfikt gesehen, viele einzelne Patienten weit über das, was anderswo als Spitalsanwalt gelebt wird, zu unterstützen.
        Du kannst bei uns mit noch so vielen Patienten-, Bürger- oder sonstwie-Anwälten auffahren: wenn die Landespolitik nit will, geht gar nix. Denk an die EET, wo wir seit einem guten Jahrzehnt immer noch keine brauchbare Lösung haben. Und dazu haben sowohl Pilz als auch Bachinger schon vor Jahren klar Position bezogen.
        https://www.expertisenetze.at/Themen_NL/NewsletterCatalog_EN.htm

        Es ist auch immer eine Frage, womit man vergleicht.
        Nimmt man als Vergleich den Median der Vordenker, wie sie sich in Gastein, Schladming, auf Almen und in Schlössern mit ihren Meinungen präsentieren, dann würde ich ihr eher ein herausragendes sehr gut geben.

        Anonymous

        21. Juni 2022 at 21:54

      • Na, dann ist sie ja im ORF Stiftungsrat bestens aufgehoben, um sich für die Menschheit aufzuopfern.

        medicus58

        21. Juni 2022 at 22:01

  2. Die Frage ist nur, ob sie im Stiftungsrat auch 12 753 Euro monatlich verdient

    inter123netzzo

    11. Juli 2022 at 00:09


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