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Und wieder ein Jahr mit Covid-19 auf Reisen

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Vor nicht ganz einem Jahr verstieg ich mich hier zu einem Reisen am Ende der Pandemie, my ass.

Ich gebe ja zu, auch dazwischen etwas auf Achse gewesen zu sein, nur hätte ich mir damals kaum vorgestellt, wie Reisen in Europa 2022 ablaufen würde.

Grüner Pass

Auch wenn er in der Theorie von vielen Ländern noch angesprochen wird, interessiert den niemand mehr seit seine Gültigkeit mehr behördlicher Willkür als immunologischen Wissens folgt.

Einreiseformulare EU dPFL

Zwar verlangen bzw verlangten einige Länder die elektronische Voranmeldung, hochtrabend EUdPFL genannt, weder bei der Einreise noch sonst wo findet sich jemand, der diesen Wisch kontrolliert. Die Sinngaftigkeit des The European Digital Passenger Locator Form kämpft mit Loriots Jodeldiplom um die hintersten Plätze. Auch lokale Zugänge einzelner Länder dienen ausschließlich der Beschäftigung vor dem Abflug.

Masken

Ja, es gibt sie, ja sie werden getragen, drinnen wie draußen, nur scheinen die Trageweisen als Nasenblitzer, Bartschoner, Beisskorb und Kinnschoner überhand zu nehmen. Vermutlich gelten sie in erster Linie als Quersubvention für die Gastro, da sie dort ganz legal fallen, bei Gästen und am späteren Abend auch bei Kellnern.

Was sich sonst noch geändert hat?

Nix. Der elektronische Boardingpass stimmt weiterhin nicht mit dem wahren Abflugterminal überein. Die Preise stiegen weiterhin. Flughäfen sind wie eh und jeh ein Quell stetiger Verwirrung: So oft können sie dort gar nicht angekommen sein, dass sie sich nicht über immer längere Wege, Baustellen, Provisorien und Überraschungen wundern. Und wer im Frühjahr den Unkenrufen der Branche glaubt, dass noch immer viel weniger los ist als früher, der wird sich über ausgebuchte Museumsslots wundern, die einen in die Hände maßlos überteuerter Guided Tours zwingen. Von den Massen am Petersplatz mal ganz abgesehen.

Skip the Line, das fiese Versprechen mit seinem bezahlten VIP Status an all den wartenden Trotteln vor so ziemlich jeder halbwegs berühmten Sehenswürdigkeit vorbei ziehen zu können, führt zu einem gewaltigen Loch im Budget und früher oder später zur Frage, wer sich da mit wem arrangiert hat.

Die hochgezogen Augenbrauen des Kellners im halb leeren Bistro, wenn man verschämt nicht schon vor Monaten ein Bittgesuch für ein Plätzchen eingereicht zu haben.

Vielleicht sind es noch die verordneten Mindestabstände in vielen Locations, die die Slots beschränkt haben, aber overtourism rules, again.

Written by medicus58

23. April 2022 um 17:06

Veröffentlicht in Reisen

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