Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Wenn Du glaubst es geht nimmer, die Regierung unterbietet sich

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Erwartungsgemäß verlangen Branchenvertreter und einige verhaltensauffällige Landeshauptleute (Kaiser, Platter) Lockerungen, was trotz aktuell nur schwach steigenden Intensivbelegungen am Fuße einer Welle, die vermutlich (SA, US, UK) in 2 Monaten abgeebbt sein wird, klassischer Hasard mit einem weidwunden Gesundheitssystem ist. Ich glaube in der Wirtschaft wäre sowas grob fahrlässige Krida.

Erwartungsgemäß steigen mit Omicron die Infektionszahlen, weil sie das auch in allen vergleichbaten Ländern taten.

Glaubte man gestern noch, dass Kollege Mückstein auf der Seite der Vernunft wäre, als er in etwa das oben hier Geschriebene auch sagte, trat er heute zwischen Tür und Angel (neudeutsch doorstep) mit unserem Bundeskanzler hin und Verkündete ab Montag das Ende des Lockdowns für Ungeimpfte.

Nicht, dass sich bisher ernsthaft die Staatsmacht versichert hätte, dass ihre seit Wochen geltende Verordnung auch befolgt worden wäre (Demos), aber selbst ein Dutzend Expertenrunden hätten keinen närrischeren Zeitpunkt für diese Ankündigung finden können.

Nun sei man aber gemeinsam mit den staatlichen Krisenkoordinatoren der Gecko zu dem Schluss gekommen, dass das Gesundheitssystem trotz steigender Infektionszahlen nicht mehr unmittelbar bedroht sei.

Jetzt sind es plötzlich wieder die Intensivbetten, obwohl zB schon im Sommer im Wr. Gesundheitsverbund (vor Omikron) klar kommuniziert wurde, dass die offenen Stationen das Problem sein werden. Dort steigen die Zahlen, von potentiellen Problemen in der Pädiatrie wollen wir hier noch schweigen, die USA haben sie schon.

Alle bisherigen Daten deuten darauf hin, dass Omikron d. h. „milder“ verläuft, weil sich bei den meisten das Infektionsgeschehen in den Atemwegen hnd6 nicht im Lungengewebe (Alveolen) abspielen wird.

Mild heißt nicht der Sauerstoff ist für die meisten das Hauptproblem, aber trotzdem kann das Fieber und all das, was jeder schon mal als schweren grippalen Infekt oder Influenza durchgemacht hat, Menschen ziemlich belasten. Das alles in einer Situation, in der seit zwei Jahren den Menschen Särge und Covid medial eingetrommelt wurden, wie Pawlows Hunden die Magensekretion.

Nun zu verlangen, dass Ärzte schwer kranke Patienten nach Hause zu Essigpatscherln und Hühnersuppe schicken sollen, nur damit die Kitzlöcher dieses Landes ein paar Tage früher aufsperren dürfen und die dahinter stehenden Interessensgruppen mal wieder zeigen können, was man sich bei unserer Politik alles anschaffen kann, dafür gibt es Herr Mückstein schon sehr billig.

Erinnern wir uns bei der kommenden Wiener Ärztekammerwahl, wie sich der Königsmacher der Grünen Ärzte, auf Kosten des Gesundheitssystems instrumentalisieren lässt. Die Krone und einige konservative Medien haben sich ohnehin schon auf ihn eingeschossen, von dort ist ohnehin keine Unterstützung zu erwarten, vom Rest hat er sich aber spätestens ab heute auch keine mehr verdient.

Oder wie es einst André Heller formulierte, es muss einen Unterschied geben zwischen „am Strich gehen“ und „eine Linie haben“.

Written by medicus58

26. Januar 2022 um 14:19

Veröffentlicht in Gesundheitssystem

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