Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Wissenschaft ohne Evidenz ist jetzt was gerade?

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Dass die binäre Pandemiebekämpfung der tückisch-grünen Bundesregierung, also die   Shut down Shut up Taktik, uns bei 2/3 Geimpfter 2021 höhere Panik als im letzten Jahr ohne Impfung und ohne damals (nach den veröffentlichten Zahlen) nennenswerter Hintergrundimmunität bringt, ist schon ein schlagender Beweis dafür, dass das alles nicht ganz opti lief.

Etwas weniger Evidenz haben oder verlangen wir für das was sonst noch so an Heilslehren herumschwirrt:

Kickln für alle: Jeder weiß es besser

Krisenbewältigung im 21.Jahrhundert: Jeder weiß was der andere tun muss

Wie der Grüne Covid Pass zum Altpapier gemacht wird

Über die Grundlagen, des auf manchen (a) sozialen Kanälen fast herbeigesehnten Lockdowns für alle, habe ich mir schon vor fast einem Jahr (Erbsünde Lockdown oder das Werk Gottes und Kurz’ens Beitrag) Gedanken gemacht, denen nichts hinzuzufügen ist und nur der damalige Bundeskanzler gehört rausgestrichen.

Da uns die Erfahrung lehrte, dass nur der erste Lockdown wirkte, weil die erste Welle in Österreich eigentlich keine war und er auch die konsequente Kontaktbeschränkung am Arbeitsplatz der Baustellen umfasste, darf bezweifelt werden, dass der vom Bundeskanzler Stv. gegen seinen Gesundheitsminister ausgerufene landesweite Lockdown für Ungeimpfte viel bewirken wird. Evidenz haben wir dafür keine, nur den Glauben.

Ja warum wirkt der Lockdown nicht, ihr schlimmen Bürger?

Eine lokale Pandemiebekämpfung, erinnern Sie sich noch an die Pläne und Ampeln, Kommissionen und Fleckerlteppiche, die ist trotz wissenschaftlicher Evidenz grad wieder von einem ungewählten Bundeskanzler beendet worden. Gary Glitter hätte dazu gesagt: I’m the leader of the Gang, und scheiß auf die Verfassung.

Zeit endlich auf Experten zu hören, die nach den Haslauerschen Watschen nun zurück schlugen?

Die 30%-ige Kontaktbeschränkung, die modellbasiert gefordert wird, ist eine Binsenweisheit der Infektiologie, 100% wär besser, aber dann gilt das Haslauersche Diktum.

Die zweite Forderung des Testing-Testing-Testing wurde ja seit Beginn sehr zur Freude der beteiligten Firmen massiv durchgeführt. Ob mit dem Geld am Konto der Gesundheitsberufe in den letzten zwei Jahren nicht einige weniger gekündigt hätten und manche Ressourcen noch vorhanden wären, lassen wir mal unhinterfragt. Aber wo bleibt die Evidenz, dass das und das Kontaktracing einen modifizierenden Effekt auf das pandemische Geschehen hatte? Als es im Sommer 20 und 21 kaum positive Tests gab, hätten die Tracer ja genug Zeit gehabt, die dann ab Oktober steigenden Zahlen zu dämpfen. Aber außer Reiserückkehrerbashing gab es 20 nix und 21 noch weniger.

Jeder kennt inzwischen jemanden, den die Behörde nie, zu spät oder unsinnig angerufen hat. BTW fließen auch hier Millionen hinein, so dass man sich etwas Evidenz wünschen dürfte, nicht?

AG Teste waren rasch aber relativ insensitiv, PCR Teste sind sensitiv aber es dauert zu lange, bis man seinen Status erfährt. Dieser ist dann für alle 3G, 2,5G und 2G plus Etiketten zu spät.

Wären Sie im Supermarkt über ein Ablaufdatum in der Art Gestern war es noch mit größter Wahrscheinlichkeit gut zufrieden?

Liest man bei der AGES nach, nährt das die Zweifel:

12.11.21 Derzeit nehmen die Cluster-Analysen mindestens zwei Wochen nach Beendigung der untersuchten Kalenderwoche in Anspruch.

Mit anderen Worten, die Kontaktpersknen sind entweder noch oder schon wieder gesund, oder haben längst im Spital eingecheckt.

Fassen wir also zusammen:

Totale Kontaktvermeidung ist das einzige Mittel, das gegen Ansteckung hilft, dazu brauchen wir keine Experten.

Lockdowns bringen was, wenn sie alle Lebensbereiche umfassen, nur ist das in der Praxis halt nicht so einfach: Intensivpfleger im Homeoffice?

Die dzt. Impfungen schützen relativ kurz das Individuum und werden das Spiel nicht verändern.

Ungezieltes Testen bindet Kräfte und hat selbst bei niedriger Inzidenz nicht gezeigt, dass es etwas bringt.

Die Gängelung der Bevölkerung ohne klare Evidenz führt zu einer Spaltung in Inquisitoren und Teufelsanbetern. Beides ist kontraproduktiv.

Wenn die nach zahllosen Medienauftritten nun gekränkten Virologen, Immunulogen, Infektiologen, Modellierer und Rot Kreuz Lobbyisten noch ernst genommen werden wollen, sollten sie die Evidenz (und allf. ökonomische Befangenheit) ihrer Empfehlungen offen legen, wie in jeder ordentlichen wissenschaftlichen Meinungsäußerung.

Und angesichts der vielen Unterschriften auf dem Papier fällt mir noch etwas anderes auf: I. d. R. sind Arbeiten mit sehr vielen Co-Autoren immer hinterfragbar, so dass jedes gute Journal inzwischen verlangt, den Beitrag aller Co-Autoren anzugeben. Wäre für so Unterstützungslisten auch zu überlegen.

Lösungsvorschläge:

Testen und forcierte Impfaufforderung auf Risikogruppen beschränken, dort aber konsequent.

Da uns Covid-19 noch Jahre nicht verlassen wird, brauchen wir ein (schwedisches?) Konzept, das über Jahre funktioniert und finanzierbar ist.

Nach Jahrzehnten an Schulversuchen im Gesundheitssystem ist dieses (extra und intramural) resilient zu gestalten, wenn Grippewellen einmal nicht nach 2 Monaten vorbei sind. Das auch all den aufgeregten Journalisten ins Stammbuch geschrieben, die zwar jeden Winter über Gangbetten schrieben, aber sonst nicht um die politische Durchlöcherung der gesundheitlichen Versorgung recherchierten.

Und akut wird es halt zu, wie die Politik zu sagen pflegt, unschönen Bildern kommen, wenn man zu lange ein Problem durchzutauchen versucht.

Written by medicus58

14. November 2021 um 13:41

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