Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Was bringt uns eher um, das Virus oder die Impfung?

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Wenn Sie hier nach der spekulativen Überschrift nun Wasser für die Mühlen der Impfverweigerer erwarten, muss ich Sie enttäuschen. Ich bin der festen Überzeugung, dass weder das Virus noch die Impfung sondern unsere Art der Pandemie-Bekämpfung die meisten Opfer abverlangen wird.

Gerade d. h. soll aber hier den in den Medien laufenden Geschichten über Todesfälle nach oder durch Impfungen nachgegangen werden. Spoiler ahead: angesichts der bereits Millionen geimpfter weltweit (Bloomberg counted up the 18,9 Mill. shots administered in 39 countries and 58 U.S. states and territories) handelt es sich um Einzelfälle. Da noch nie in so kurzer Zeit so viele (noch) gesunde Menschen mit einem frisch auf den Markt gebrachten Medikament behandelt wurden wie jetzt, müssen wir damit rechnen, dass es zum zufälligen Zusammentreffen von Impfungen und spontan auftretenden Erkrankungen kommt. Wie die Gesundheitsbehörden diesen Fällen nachgehen wird einen wesentlichen Einfluss auf die Akzeptanz der Impfungen haben. Bedenklich stimmt, dass wir von den meisten der hier aufgeführten Fälle zuerst von Boulevard-Medien erfahren während sich zahllose Qualitätsmedien mit den Fake News (Krankenschwester aus Alabama) beschäftigen. Die offizielle Behandlung der m.E. noch unklarsten Fälle (Dr. Gregory Michael, 56; Sonia Acevedo, 41) lässt zu wünschen über, auch wenn man zugeben muss, dass beide sehr rezent sind. Verstehen Sie diesen Blogbeitrag somit als Versuch Gschicht’l von medizinisch abzuklärenden Fällen zu differenzieren. Statnews, nicht gerade ein Massenmedium weist darauf hin, dass von zwei der in den Zulassungsstudien aufgefallen Erkrankungen in den USA auch vor der Impfung täglich (!) 110 Fälle von spontaner Gesichtslähmung und 274 Fälle mit einem Guillain-Barré Syndrom auftreten. Trotzdem ist jede Impfung ein Interaktion mit dem Immunsystem und wird in seltenen Fällen zu Nebenwirkungen führen (Übersicht z.B. Infovac.ch). Schwere und fatale Nebenwirkungen liegen bei den meisten Impfungen im Bereich von etwa 1:1000.000, jedoch sollten auch noch nie so schnell Millionen Menschen geimpft werden.

Todesfälle während der Zulassungsstudien
Auch wenn es vielen schwer fällt zu akzeptieren, dass Menschen auch im Rahmen großer Studien sterben, ist das an sich nichts Ungewöhnliches.

In den FDA Zulassungsstudien des Pfizer BionTech Impfstoffes (Comirnaty) werden 6 Todesfälle erwähnt. 2 betrafen die Impfgruppe (3d nach einem Herzstillstand 62d nach Impfung, „wegen Arteriosclerose“ 3d nach der I. Impfung) 4 die Kontrollgruppe (ein Herzinfarkt, eine Hirnblutung, zwei aus unbekannter Ursache).

Laut den der FDA vorgelegten Unterlagen zum Moderna Impfstoff mRNA 1273 sind die Zahlen etwas verwirrend, da sie sich in der Studie 301 etwas unterscheiden, ob man das Nov 11 Dataset (EUA submission (interim efficacy analysis) oder das Dataset Nov 25 (primary efficacy analysis) heranzieht und ob man sich auf Tod als Ursache des Studienabbruchs (Verum:Control Nov 11 3:4, Nov 25 4:6) oder Tod innerhalb der Studie (Verum:Control Nov 11 3:2, Nov 25 2:3) bezieht.
Hält man sich an die Tabelle 26, die sich wieder auf eine Auswertung bis zum 3. Dezember (!) bezieht, finden sich in der Impfgruppe 6 Todesfälle (Herzkreislaufstillstand, Selbstmord, Schädeltrauma, Herzinfarkt, Multiorganversagen, nicht näher (NOS) spezifizierte Todesursache) und 7 Todesfälle in der Plazebogruppe (Dermatitis bullosa, 2x Herzinfarkt, Darmperforation, Kreislaufstillstand, Covid-19, nicht näher (NOS) spezifizierte Todesursache).

In der einen Zulassungsstudie (Lancet), die der FDA für eine Zulassung des AstraZeneca Impfstoffes eingereicht wurden, finden sich 3 verstorbene Probanden in der Kontrollgruppe und einer in der Gruppe, die fanden sich ChAdOx1 (AZD1222) erhielten. Todesursachen waren ein Verkehrsunfall, ein stumpfes Trauma, ein Mord und eine Pilzpneumonie.
In den Unterlagen, die den britischen Behörden (MHRA) vorgelegt wurden, werden 6 Sterbefälle berichtet. In der Verumgruppe verstarben 2 Probanden (ein HIV+ Proband 64 Tage nach der Impfung an einer Pneumocystis-Pneumonie, ein Proband 86 d nach Impfung an metastasiertem Ovarialkarzinom) und 4 Probanden in der Kontrollgruppe (an (nach COVID-19 pneumonia,, Schädelhirn-Trauma und Mord).

Keiner der Fälle werden aktuell ursächlich auf die Impfung zurückgeführt.

Bei den nachfolgenden Fällen muss bedacht werden, dass mengenmäßig in den USA und Europa dzt. i.e.L. der Pfizer Biontech Impfstoff verwendet wurde, so dass sich naturgemäß die Meldungen auf diesen Impfstoff beziehen.

Allergischer Schock nach Impfung
Am 9. Dezember wurde aus UK (Telegraph) über zwei schwere allergische Reaktionen auf den Pfizer-BionTech Impfstoff bei NHS Mitarbeitern berichtet, die aber glimpflich ausgingen. Kurz danach gab es auch einen vergleichbaren Fall in Alaska. Bis zum 19.Dezember befasste sich die FDA mit insgesamt 5 Fällen im Zusammenhang mit dem Pfizer Biontech Impfstoff, wobei der möglicherweise ausschlaggebende Inhaltstoff (PEG) auch im Moderna Impfstoff verwendet wird..

Die Krankenschwester aus Alabama
Soziale Medien berichteten ab 15. Dezember aufgeregt von einer Krankenschwester, die 8-10h nach der ersten Impfung mit dem Pfizer Biontech Impfstoff verstorben wäre. Reuters Fact Check vom 18.Dezember und ein Update vom 4.Jänner 2021 stellten klar, dass Tiffany Dover unmittelbar nach der Impfung – wie schon früher – eine vasovagale Synkope hatte, sich aber bis jetzt bester Gesundheit erfreut. Die BBC „zerlegt“ diesen und andere Fakes genüsslich.

75-jährige und 88-jährige Israelis:
Am 28.Dezember 2020 berichtete die Jerusalem Post von einem Mann, der 2h nach der Impfung mit dem Pfizer Biontech Impfstoff einem Herzinfarkt erlegen ist. Am 30.Dezember berichtete die JP von einem kurz nach der Impfung verstorbenen 88-Jährigen mit Vorerkrankungen. Ein Zusammenhang mit der Impfung soll nicht bestehen.

91-Jähriger Person aus der Schweiz:
Swissmedic berichtete am 30. Dezember 2020 von einer 91-jährigen Person aus Luzern mit mehreren Vorerkrankungen, der kurz nach der Verabreichung des Pfizer- Biontech Impfstoffes verstarb (Reuters). Die Gesundheitsbehörde sah keinen kausalen Zusammenhang.

Dr. Gregory Michael, 56:
Der Gynäkologe aus Miami verstarb am 3. Jänner 2020 trotz intensiver Behandlung an einer Hirnblutung, nachdem er am 18. Dezember mit dem Pfizer-Impfstoff geimpft wurde. Laut Facebook-Eintrag seiner Gattin kam es 3 Tage danach zu einem kompletten und therapierefraktären Verlust der Blutplättchen (ITP). (Daily Mail, Miami Herald) Eine endgültige Beurteilung des Falles liegt noch nicht vor. Von all den mir bekannten Fällen, ist in diesem Fall nach den bisher vorliegenden Informationen ein Kausalzusammenhang am wahrscheinlichsten.

Sonia Acevedo, 41:
Ab 4. Jänner berichteten mehrere Medien (Dailymail) von einer portugiesischen Krankenhausangestellten, die 48h nach der Impfung mit dem Pfizer Biontech Impfstoff aus völliger Gesundheit verstarb (Portugal Resident). Das Ergebnis der Autopsie und eine endgültige Beurteilung des Falles liegt noch nicht vor.

Norwegisches Altersheim:

Am 5. Jänner berichtet die Norwegische Gesundheitsbehörde erstmals von Todesfällen in Altersheimen nach der Impfung mit dem Pfizer Biontech Impfstoff. Bis 8.Jänner hätten sich insgesamt 7 Todesfälle wenige Tage nach der Impfung ereignet. Es wird darauf hingewiesen, dass sich in norwegischen Altersheimen durchschnittlich zu 400 Sterbefällen/Woche ereignen und dass die Studien , auf denen die vorübergehende Zulassung des Impfstoffs basiert, keine Personen über 85 Jahre einschlossen. Daher wisse man wenig darüber, wie sich Nebenwirkungen auf die Betagten auswirken und d.h. verfolgt die Behörde die Entwicklung genau.
Der Medical Director der Norwegian Medicines Agency Steiner Madsen wird mit einem Statement zitiert “Wir müssen erst herausfinden, ob die Impfung die Todesursache war oder es sich um einen Zufall handelt.“ Eine endgültige Beurteilung des Falles liegt noch nicht vor,

Update 15.1.: BMJ Norway investigates 23 death in frail elderly patients after vaccination

In den bisher untersuchten 13 Fällen in hoch betagten Patienten kann augenblicklich nicht ausgeschlossen werden dass akute Nebenwirkunge wie Fieber, Übelkeit und Durchfall zum Tod beigetragen haben was möglicherweise eine Änderung in der Impfstrategie sehr schwacher alter Menschen führen könnte.

Deutschland 15.1.:
German specialists probing 10 deaths of people vaccinated against Covid-19

Written by medicus58

9. Januar 2021 um 11:12

Veröffentlicht in Gesundheitssystem

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