Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Wussten wir über das neue Coronavirus wirklich so wenig, dass wir das den Regierungen durchgehen lassen müssten?

with one comment


Die Spitäler stehen leer, das Chaos blieb aus, wer warum woran verstorben ist wissen wir noch nicht so genau (und werden es bei den längst Bestatteten auch nie mehr rausfinden), aber die Wirtschaftsforscher übernehmen nun die Rolle der Virologen und Informatiker und jazzen sich mit immer schlimmeren Prognosen in die Headlines.

Ob wir schon in der schlimmsten Wirtschaftskrise seit wann auch immer sind, wissen wir nicht, dass wir eine Rekordarbeitslosigkeit haben, ganze Wirtschaftszweige an die finanziellen Versprechungen der jeweiligen Regierungen gehängt haben und dass wir mit Millionen Rachenabstrichen auch gleich die bürgerlichen Rechte zusammen gestrichen haben, wird vom Glanz der scheinbaren Retter überstrahlt.

Vereinzelten Kritikern wirft man dann vor, dass wir über dieses neue Virus eben zu wenig gewusst haben und in der Krise gehandelt und nicht diskutiert werden muss.

In Paraphrase des Kaiser Wilhelm II. kannten wir wieder mal keine Parteien mehr, nur noch Viren.

Sowas ist für autoritäre Gesinnungen natürlich immer eine win-win Situation (oder für den Movie Enthusiasten ein Wag the virus), denn zu Beginn einer Krise ist angeblich keine Zeit für Widerspruch, danach kann man ja leicht reden, weil jetzt wisse man es natürlich besser als vorher.

Deshalb, und als Denkhilfe vor der zweiten Covid Welle, ein paar Erinnerungen:

Wie wird Covid ablaufen?

Anfang März, als die ersten Fälle bei uns bekannt wurden, hatte China bereits etwas über zwei Monate Erfahrung mit der Krankheit und hat nach ca. 2,5 Monaten ein drastische Abflauen der Neuerkrankungen berichtet. Wir sperren Mitte Mai den Ikea wieder auf… rechnen Sie nach, ab wann das unserer Regierung klar gewesen sein musste und was da noch für Statements kamen.

Wen trifft Covid am stärksten?

Praktisch in allen Ländern sind dies mit und ohne allfälliger Vorerkrankungen, die ältesten Menschen. Dass das auch bei uns so war und unsere Schutzmaßnahmen suboptimal waren, habe ich bereits des öfteren thematisiert.

Welche Berufsgruppe ist die gefährdetste?

Die Medien empörte sich über die Toten unter chinesischen Ärzten und in der Pflege, weil die nicht genügend Schutzausrüstung hatten, verabsäumten aber rechtzeitige Beschaffungsvorgänge bei uns einzuleiten.

Jeder wird einen Toten kennen

Erklärte uns Kanzler Kurz. Er warnte vor Hunderttausend Toten, als längst genügend Daten vorlagen, die auch ohne Berücksichtigung einer Dunkelziffer an Infizierten (die das Sterberisiko immer nur weiter nach unten schiebt), eine im Vergleich zur saisonalen Influenza „nur“ um einen einstelligen Faktor erhöhte Sterblichkeit erwarten ließ.

Welche Maßnahmen wirken?

Dass eine Distanzierung die Wahrscheinlichkeit einer Tröpfcheninfektion reduziert, ist der Infektiologie stets bekannt gewesen. Weshalb kleinen Gastwirtschaften der „über die Gasse Verkauf“, Änderungsschneidern die Annahme kleiner Näharbeiten, ja alle Geschäften mit traditionell geringem Publikumsverkehr zugesperrt wurden, um sie zu Bittstellern der Regierung zu machen, die sich mit versiegendem Steuergeld Wählerstimmen erkauft, während die Bevölkerung gezwungen wird sich über Amerzon und Co zu versorgen, um sicher zu stellen, dass noch weniger Verbrauchssteuern im Lande bleiben.

Man bewirbt Coronatrojaner fürs Handy, ohne jeden Beweis, dass das irgendwo in der Welt hilfreich gewesen wäre. Man beruft Zivildiener als billige Arbeitskräfte ein, während die Arbeitslosenzahlen durch die Decke schießen.

Mir fielen noch Dutzende Argumente ein, dass von einer Reihe von Regierungsmaßnahmen schon längst klar war, dass sie unnotwendig oder in der Sache nicht hilfreich, oft sogar katastrophal schädlich sein werden.

Trotzdem schwimmt diese Regierung auf einer Welle der Begeisterung, sollten die Umfragen stimmen, die an den Hurra Patriotismus erinnert, der damals Kaiser Wilhelm entgegen schwappte. Wobei dieser bekanntlich auch einige Jahre später ins Exil geflüchtet ist. In seinem Fall waren es letztlich die Niederlande, bei Kurz wird es wohl Brüssel sein müssen.

Sollte sich das neue Coronavirus nicht ein Beispiel an seinem Verwandten SARS CoV dem Ersten, besser bekannt als Vogelgrippe, nehmen, dann werden wir bald die nächste Welle erleben und dazu einen Tipp:

Negieren Sie die Angstmacher, die Ihnen erklären, man müsse Ihnen ein Strafmandat aufbrummen, weil Sie einsam auf einer Parkbank Kaffee trinken, Kammerwahlen aussetzen, weil das Ihrer Gesundheit dient, bürgerliche Freiheiten aussetzen, weil das von irgendwelchen IT Nerds als alternativlos dargestellt wird.

Diese Typen waren auch in der Geschichte für Ihre Gesundheit immer gefährlicher als die Gefahr vor der sie Sie zu schützen vorgeben.

Wenigstens das wussten wir auch schon vor SARS CoV2 ganz genau.

Written by medicus58

24. April 2020 um 10:18

Veröffentlicht in Gesundheitssystem

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Eine Antwort

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  1. Made my day

    doc141

    24. April 2020 at 12:09


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