Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Geld oder Leben oder fordern tun wir …

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Irgendwie hat man vor Wahlen das verstärkte Gefühl, immer wieder das Gleiche zu hören. Das Bild zeigt übrigens ein Plakat vom Maifest im Prater 2013 (!).

Weder ist die medizinische Versorgung seither besser geworden (Faymann II war noch bis zum 9.5.2016 im Amt) noch sind die Mieten sind seither gefallen (der damalige Wohnbaustadtrat ist heute Bürgermeister).

Da stellen die sogenannten Interessenvertretungen keine Ausnahme dar, da wird vor Wahlen forsch gefordert, was nachher eh nie kommen wird, weil die Gründe unverändert blieben, weshalb es vor der Wahl nicht kam und das was kam angeblich alternativlos war.

Letzte Woche hat die Ärztekammer so eine Liste (nach meiner medialen Beobachtung) weitgehend reaktionslos verkündet:

Erhöhung der Gesundheitsausgaben auf 12 Prozent des BIP (derzeit auf 10,3% gesunken).
Aufstockung des Spitalspersonals, mehr Freiberuflichkeit,+ 1.300 neue Kassenstellen für Einzel- und Gruppenpraxen, Hausapotheken.
Schutz vor privaten Investoren
(dort wo es lukrativ ist sind die längst drinnen, am Rest haben die wohl kaum Interesse)
eher keine Verdoppelung der Studienplätze wie Mikl-Leitner/Kurz in Aussicht stellten (als ob irgendjemand das ernst genommen hat), …

Die Apothekerkammer schloss sich dem sogleich an, will aber die Hausapotheken der Landärzte dann aber doch weniger… aber mehr Geld im System natürlich schon.

Dazu passt, dass in dieser Woche auch gleich die MedUni Wien gemeinsam mit der Ärztekammer „Mehr Klima- und Gesundheitsschutz“ verlangten. No na net, was die Pippi aus Schweden kann, können wir natürlich auch.

Ich bin überzeugt, dass sich danach alle zufrieden zurück gelehnt und das wohlige Gefühl ausgekostet haben, endlich wieder einmal für was Gutes eingetreten zu sein, und noch dazu völlig risikolos, weil ändern tut sich nix (siehe Plakat aus 2013).

Keines der genannten Themen kann für sich in Anspruch nehmen, nicht seit Jahrzehnten als wichtig und allgemein bekannt gegolten zu haben., also muss es Gründe gegeben haben, weshalb man sie nicht aufgegriffen und zumindest teilweise gelöst hat. Das Aufzeigen, Alarm schlagen, Fordern ist zu einer ärgerlichen Kategorie verkommen, wenn die Themen uralt und die Anläufe unverändert sind.

Wer es da ehrlich meint, der muss auch schon sagen,
wer daran schuld war, dass da nix weiter gegangen ist,
wo man einsparen will, um sich das Geforderte leisten zu können,
was man selbst bisher getan hat, um zu einer Lösung zu kommen.

Ich fordere übrigens ab sofort täglich 100 Klicks/Tag auf diesem Blog …

Written by medicus58

15. September 2019 um 17:11

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