Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Gottes Lohn und Teufels Beitrag

with 6 comments


Wie bei uns so auch beim deutschen Bruder spielen kirchennahe Krankenhausträger eine wesentliche Rolle im Gesundheitssystem.

Allein von den Katholen werden in Deutschland 400 Kliniken betrieben, wo 200.000 Beschäftigte 3.5 Millionen stationäre und 5 Millionen ambulante Patienten versorgen.

In 201 evangelischen Krankenhäusern versorgen 93.000 Beschäftigte über 2 Millionen stationäre und 3,5 Millionen ambulante Beschäftigte.

Die Gehälter liegen unter denen nicht konfessioneller Häuser und werden nicht mit der „Ärztegewerkschaft“ Marburger Bund verhandelt.

Mich würde mal ein Vergleich der Lohnniveaus zwischen konfessionellen und nicht konfessionellen Trägern in Österreich interessieren, vielleicht erklärt sich dann, weshalb die Gesundheitspolitik auch bei uns viele Leistungen (Geburten, Chirurgie,…) in die konfessionellen verschiebt.

Weshalb die Gesundheitspolitik (nicht zuletzt in Wien) es aber zulässt, dass teure und nicht lukrative Leistungen in den öffentlichen Bereich zurück verschoben werden, ist dann – zumindest ökonomisch – nicht mehr verständlich.

Written by medicus58

10. September 2019 um 23:03

6 Antworten

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  1. Zwar ist korrekt, dass geringe Unterschiede in den konfessionellen KH in D zu den Tarifverträgen der öffentlichen bestehen, die Unterschiede sind aber gering und in Dem Bereich wie etwa zwischen Unikliniken und städtischen KH auch zu finden. Zb für Anfänger ca 100€ brutto /Monat Unterschied 4.400 vs 4500 brutto / Monat x 12) Dafür ist der Druck auch meist nicht so hoch wie bei privaten Trägern, und die Ausbildung besser. Und der Marburger Bund verhandelt auch diese Tarifverträge, die dann halt AVR heißen.

    Anonymous

    11. September 2019 at 16:28

    • Verstehe ich das richtig? Druck bei konfessionellen ist geringer, Ausbildung besser? Kenne ich änders.

      medicus58

      11. September 2019 at 17:44

  2. Die konfessionellen Häuser sind (nicht zuletzt in Wien) unterfinanziert. Wie sollen teure Leistungen angeboten werden, wenn das Budget gedeckelt ist? Es ist klar, dass konfessionelle Häuser teure High-end Leistungen auslagern und sich auf wenige High-end Leistungen spezialisieren MÜSSEN.

    Bernd B.

    15. September 2019 at 14:58

    • Da aber viele der ausgelagerten Leistungen im LKF System nicht punkterelevant sind, kann man es auch so sehen: Konfessionelle Häuser picken sich die Rosinen raus und zahlen ihre Angestellten schlecht.

      medicus58

      15. September 2019 at 16:28

      • Entweder Rosinen rauspicken oder Minus machen, wie der KAV. Das Problem ist nur, dass das Minus bei den Konfessionellen nicht ausgeglichen wird.
        Aber das ist ja alles bekannt.

        Danke für Ihre interessanten gesundheitspolitischen Beiträge.

        Bernd B.

        16. September 2019 at 15:33

      • Und dass das Rosinenpicken zum Teil auch das Minus des KAV erklärt?

        medicus58

        16. September 2019 at 17:26


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