Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Es mangelt nicht nur an Ärzten, es mangelt auch an Ehrlichkeit und Verstand

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Aktuell geistern wieder Studien über die Wohnort -nahe Versorgung herum, die atemlos verkünden, dass die Mehrheit der Bevölkerung sich so was wünscht, no na ned.

2015 bezweifelte ich fälschlicherweise, dass sich das P.T. Publikum noch länger gefallen lassen wird
Wie lange glaubt Ihr noch, dass das hineingeht? http://wp.me/p1kfuX-13d
die spinnen, die Ärzte: Mehr Geld für weniger Arbeitszeit http://wp.me/p1kfuX-SY
Nichts spricht dafür, dass das Spiel nicht noch länger durch geht.

Nachdem das Mantra „Wir haben genug Ärzte“ immer weniger einem Fakten-check stand hält, wird nun die Geschichte vom Verteilungsproblem erzählt, beliebte Versionen sind,
wir haben genug Ärzte, aber zu viele bleiben im Spital;
wir haben zu viele Fachärzte und zu wenig Allgemeinmediziner; oder
mehr Primärversorgunszentren, mehr Rufbereitschaft, mehr Telemedizin, mehr Künstliche Intelligenz, …
Warum der Ärztemangel keiner ist

Während die Arbeitsplätze all jener, die immer neue Narrative ersinnen, gesichert sind, wird die Situation immer prekärer, und zwar überall,
am Land und in den Stadt:
Auf dem Land stehen immer mehr Ordinationen leer.
In den Wiener Gemeindespitälern fehlen mindestens 300 Fachärzte.

Mit vollen Händen wird das Geld den Experten und Beratern nach geworfen, die pflichtschuldig personalarme Lösungen für personalintensive Dienstleistungen ersinnen. Krankenhäuser werden mit Tatarata eröffnet, denen das Personal fehlt.

Erstmals haben sich heuer mehr als 16.000 Bewerber für den MED-AT-H Aufnahmetest angemeldet, um einen der 1680 Studienplätze zu ergattern und investieren davor Unsummen für Paukerkurse und Online-Lehrmaterialien. Auch hier hat sich im Gesundheitssystem ein Geschäftszweig etabliert, der genug Geld abwirft, aber nichts zum Kerngeschäft beiträgt, nämlich Kranken eine richtige Diagnose und eine adäquate Therapie zu kommen zu lassen.

Neben all den in den früheren Beiträgen diskutierten Problemen und Lösungen für unser Gesundheitssystem kann man auch hier vieles auf einen ganz einfachen Nenner bringen:
Zu viele verdienen daran, zu wenige arbeiten dafür.

Vergleiche auch:
November 2014: USA: Ist Ihre Arzt korrupt, muss nicht immer die Pharmaindustrie dahinter stehenhttp://wp.me/p1kfuX-S5
Juni 2014: Die Lösung für den Ärztemangel: Wir brauchen einfach keine mehrhttp://wp.me/p1kfuX-Oi
April 2013: Wann schläft der Spitalsarzt? http://wp.me/p1kfuX-Cr
März 2013: Die Diskussion über Ärztemangel nervt http://wp.me/p1kfuX-Bv
sicher http://wp.me/p1kfuX-yq
Juni 2012: Der typische Arzt ist ein Hausarzt mit Kassenverträgen und reich http://wp.me/p1kfuX-jY
Februar 2012: Gott in Weisshttp://wp.me/p1kfuX-9j

Written by medicus58

15. Juni 2019 um 18:26

Veröffentlicht in Allgemein

Eine Antwort

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  1. … und auch wenn alle 16.000 zum Studium zugelassen werden, wird es nichts am Ärztemangel ändern, da die FA-Ausbildung so dermaßen unattraktiv in Ö ist, dass sowieso alle, die mobil sind, auswandern.

    Anonymous

    18. Juni 2019 at 21:20


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