Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Kopfschmerzen

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Um den Facharbeitermangel auszugleichen braucht Deutschland und Österreich massive Zuwanderung hörte ich heute einen deutschen Experten sagen.

Andererseits sind auch nach Jahren viele Zugewanderter nicht am Arbeitsmarkt angekommen.

Wir brauchen mehr Mittel, um Zuwanderer zu qualifizieren, sagten deshalb andere Experten.

Wir haben einen massiven Fachärztemangel, da freute ich mich zu hören, dass ein zugewanderter Chirurg nostrifiziert hat, musste aber verwundert hören, dass er jetzt in der Geriatrie arbeiten will.

Noch nie hatten so viele einen Job wie heute, aber die Arbeitslosigkeit wird steigen, hören wir seit Jahren.

Andererseits werden gerade die höherqualifizierten Jobs durch Digitalisierung obsolet werden, während die manuellen Jobs durch Roboter erledigt werden, sagen Experten.

Ich gebe zu, ich krieg das alles nicht auf die Reihe:

Geht uns nun die Arbeit aus oder die Arbeiter?

Braucht eine der am höchsten entwickelten Gesellschaften der Ersten Welt Fachkräfte von außen, weil sie diese nicht mehr selbst hervor bringen (und halten) kann, da sie mit dem Konsum der Billigwaren aus der Zweiten und Dritten Welt voll ausgelastet ist?

Oder ist das eh alles egal und es geht um ganz was anderes?

Written by medicus58

12. Februar 2019 um 17:40

2 Antworten

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  1. Fangen wir mal mit den relativ einfachen Berufsbildern an: Pflegekräfte und Krankenschwestern. Man braucht da nicht nach Grossbrittanien und Deutschland zu schauen um festzustellen, dass der heimische Markt nicht genügend bereitsstellt. Die einen sagen: zu geringe Entlohnung, die Anderen „zu hohe Erwartungen“. In letzter Konsequenz will dann eh keiner die konsequent höhereb Pflegekosten und Gesundheistkosten zahlen – das soll der Staat bitte aus Steuergelder tun und die, das wissen wir ja fliessen quasi automatisch. Dass jeder Einzelne zum Schluss diese Kosten aif irgend eine Weise trägt wird gerne unterschlagen. Derzeit die Folge (aber auch schon in den 70er Jahren in Österreich der Fall): man importiert Arbeitswillige aus Osteuropa oder der 3. Welt. Schaun Sie sich doch mal im eigenen Spital um.

    Bei anderen Fachkräften ist es komplizierter. Fachkraft ist wer z.B. eine Lehrlingsausbildung hinter sich gebracht hat und „Geselle“ oder „Meister“ ist. Wie viele Syrer, Afghanen, Somalier sind darunter ? Es tendiert eher gegen Null. Also Einschulen. Das machen auch heimische Betriebe weil lokale Burschen Ausbildungsjahre als Lehrlinge in manchen Sparten nicht mehr so wahnsinnig „cool“ finden und sich erst gar nicht bewerben um in Steyr oder Vöcklabruck zu lernen. Dann eher was Cooles in Wien tun.

    Noch Schlimmer bei den technischen Berufen, die eine akademische Ausbildung verlangen und zum DI oder Dr. Ing o.ä. führen sollen. Zu wenige studieren MINT Fächer. Eher „was mit Medien oder so“ . Ganz grundlos ist das nicht, wo wir doch gerade dabei sind ein Teil unserer Schlüsselindustrien kaputt zu machen. Machen jetzt die Chinesen. Siehe Huawei oder ein chin. Eisenbahnhersteller oder eine chin. Fabrik, die ein Nuklearkraftwerk in GB baut etc etc. Wer will da noch diese Technologien studieren ? Das Auto und die Autoindustrie ist als nächstes dran. Viel davon selbst verschuldet. Ich höre gerade in Österreich oft: „wozu brauchen wir dreckige Industrie“ oder „Export brauchen wir nicht“ und „Import auch nicht“ und „nur was Regionales“. Wenns ums Essen gehrt, gehen die Wogen hoch, geht es um die Abwanderung der Industrie sieht man höchstens in Ackselzucken und „gut so, endlich sind wir die dreckige VOEST los“. Wenns aber keiner mehr studiert und sich alle danach drängen im Servicesektor unterzukommen, braucht man Fachkräfte aus dem Ausland um die Dinge, die noch verbleiben am Laufen zu halten. In den deutschen Fernsehnachrichten von heute wurde verkündet es würden 260 000 Fachkräfte fehlen und die würde man nur durch Zuwanderung finden. Nicht weil es nicht genug Arbeitslose, Arbeitssuchende oder sog. Hartz 4 Bezieher wie auch Migranten gäbe. Aber die Qualifikation, die man braucht haben diese fast durchgehend nicht. Weil wir keine aktive Einwanderungspolitik haben, die den tatsächlichen Bedürfnissen gerecht wird, sondern weil wir zunächst kein Problem damit haben, jeden, ohne Rücksicht auf Qualifikation aufnehmen – humanitäre Gründe gibt es sicherlich bei Vielen in ausreichendem Masse – um dann alle möglichen Klimmzüge machen diese in Jahren harter Ausbildung zu mehr zu machen als Strassenkehrer. Es kann nur in den seltensten Fällen gelingen.

    Und über den Arbeitsplatzverlust durch AI und Digitalisierung habe ich noch garnicht gesprochen. Da heisst es aber sehr oft von den wahrscheinlich Betroffenen: „das wollen wir nicht mehr in unserem Alter lernen“. Lieber Frühpension und Mindestsicherung. It will end in tears….

    Johannes

    12. Februar 2019 at 23:20

    • Weiß jetzt nicht ob Ihr Beitrag mehr Kritik oder mehr Zustimmung ist, kann ihm aber über weite Strecken zustimmen.

      medicus58

      13. Februar 2019 at 00:06


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