Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Girls‘ Camp cont.; ORF NÖ verliert die Geduld

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Ich habe hier kürzlich eine Medienübersicht über den Bootsunfall im Rahmen des Girls‘ Day des Bundesheeres (Das war der Girls’ Day beim Bundesheer, eine Materialiensammlung für alle, die sich ein Urteil bilden wollen) zusammengestellt, weil sich die Medien damals, 14 Tage nach dem Unfall seit dem zwei Teilnehmerinnen noch immer in intensivmedizinischer Behandlung stehen, offenbar nicht mehr über den wahren Unfallhergang zu interessieren schienen und die Informationen aus dem Bundesheer mehr als unbefriedigend waren: Im Nebel der Öffentlichkeitsarbeit oder die Grenze zwischen selektiver Information und Lüge Der Sprecher (@Bundesheerbauer) kritisierte mich postwendend, dass ich nicht alle Medienberichte und somit einseitig zitiert..

Nun stellt der ORF (!) NÖ ähnliche Fragen: Bootsunfall: Lage falsch eingeschätzt? Dem ORF liegen mehr als drei Wochen nach dem Unfall Aussagen, Unterlagen und Fotos vor, die vor allem die Rettungsaktion in einem neuen Licht erscheinen lassen. 10.11 Uhr: Sollte zu dieser Zeit nach den vermissten Frauen gesucht worden sein, wurden nicht alle Soldaten eingebunden 10.17 Uhr: Ein Soldat kniet in einem Boot, zwei weitere Soldaten stehen im Wasser. Anscheinend werden die beiden Frauen, die zum Zeitpunkt dieser Aufnahme unter dem Boot gefangen sind, weiterhin nicht vermisst

Auch die Theorie der Wellen durch ein vorbeifahrendes Frachtschiff, das eines von vier Booten im Verband umgekippt hätte, scheint nicht zu halten. Das Bundesheer verantwortet sich weiterhin, so wie unmittelbar nach dem Unfall damit, dass man „schnell“ bemerkt haben will, dass zwei Teilnehmerinnen gefehlt hätten. Ungeachtet eines eventuellen Fahrfehlers wird es davon abhängen, was das Bundesheer unter „schnell“ versteht. Auch der ORF NÖ spricht jetzt, wie bereits OE24 am 6.9. (Bundesheer-Boot: Frau erst nach 40 Minuten befreit) von 40 Minuten unter Wasser, während alle offiziellen Stellungnahmen und APA Abschreibeübungen in den ersten Wochen von 20 Minuten sprachen. Medizinisch ist das leider auch schon unerheblich, wie ich am Ende meiner Mediensammlung dargelegt hat, aber es wird immer unerträglicher, wie eine Einrichtung, die uns schützen sollte, in ihrer Medienarbeit vor allem sich selbst zu schützen scheint. Angesichts der offenkundig vorliegenden medialen Dokumentation der Ereignisse (Video, Fotos, Dutzende Einsatzkräfte), ist dies besonders kühn. Wenn man sich aber nun nur auf Einzelpersonen „abputzen“ wollte, würde das meine Meinung vom Bundesheer nachhaltig ändern: Am Mittwochabend meldete sich der Sprecher des Bundesheeres, Michael Bauer, noch einmal zu Wort und teilte nach Rücksprache mit einem Offizier, der sich auf einem der Boote befunden hatte, telefonisch mit: „Der Offizier hat mir versichert, dass noch auf der Donau eine Standeskontrolle durchgeführt worden ist.“ Hut ab, vor dem ORF NÖ (Gernot Rohrhofer und Werner Fetz), dass er sich der Angelegenheit angenommen hat.

Nun „wachen auch andere Medien aufHeeresboot-Drama: War alles ganz anders? O1 Morgenjournal  Bootsunglück: Warten auf Berichte

Written by medicus58

27. September 2018 um 07:59

Veröffentlicht in Allgemein

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