Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Diebe in Iguazu – eine Reisewarnung

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Vor Beginn der Reisesaison häufen sie sich, die Warnungen vor den Gefahren in der Ferne.

Wie Urlauber zu Opfern wurden und wie Sie sich schützen können.
Diebe stahlen Hotelgast Geld, Schmuck – und Waffe

Auflage-steigernd werden wir so heftig davor gewarnt, was die Bösen dieser Welt mit den armen Touris so anstellen, dass man beinahe glauben könnte, die Warner wollen einfach, dass wir unsere Euros lieber in Euroland lassen,
als sie zu den Devisen-geilen Ausländern bringen.
Ja, wenn da nicht auch solche Schlagzeilen wären:
So beklauen Räuberbanden Berliner und Touristen

Halten Sie mich für einen Lügner, aber in all den hier im Blog schon erwähnten Destinationen (und noch ein paar Dutzend mehr) wurde ich als Tourist (egal ob als Tramper oder Kongresstourist) noch nie bestohlen.
Also fast.
Also bis auf ein einziges Mal,
und davon soll heute die Rede sein.

Es ist über zwei Jahrzehnte her und es passierte im fernen Brasilien, für wahr keines der all zu sicheren Reiseländer. Geschah mir wohl recht.

Es passierte aber nicht (was viel wahrscheinlicher gewesen wäre) in der Bonde im Stadtteil Santa Teresa von Rio, nein, dort warnten mich nur die Einheimischen davor, dass man in der Straßenbahn immer bestohlen wird.
Aber fürchten Sie sich nicht, seit 2011 verkehrt die Tram ohnehin nicht mehr.

Es passierte auch nicht in der Altstadt von Salvador de Bahia, vor der andere Reiseblogs warnen und was nach Einbruch der Dunkelheit wirklich ein etwas härteres Pflaster war.

Es passierte bei den Wasserfällen von Iguazú und es waren wirklich unverschämte RäuberInnen, die einen durch ihr liebliches Aussehen ablenkten und dann blitzschnell mit Teilen meiner Fotoausrüstung das Weite suchten.
Geistesgegenwärtig gelang es mir aber den feigen Überfall zu dokumentieren – und das möchte ich heute mit Ihnen teilen.

Das Foto zu Beginn des Beitrags zeigt einen der niedlichen Nasenbären, der an den verschlossenen Taschen meiner Fototasche schnüffelte während ich die zu Tale stürzenden Wassermassen fotografieren wollte.
Ach wie süß dachte ich mir, als ich eines der Tiere zu meinen Füssen wahrnahm und drückte gleich einmal ab.

Meine emotionale Ablenkung ausnützend grabschte sich nahezu gleichzeitig ein anderes Bandenmitglied den lose in einem anderen Fach liegenden Objektivdeckel meines Olympus 135 mm Objektivs.
Ich hatte die Kamera ja ohnehin noch in der Hand und drückte ab, nur bekam ich deshalb das vorwitzige Vieh nicht mehr zu fassen.

Sie sehen, die Warnungen vor den Dieben in der Fremde kommen nicht von ungefähr. Diese hinterhältigen Kreaturen warten nur darauf uns Touristen zu bestehlen!

Wenn Sie mich nun nach dem Ausgang der Geschichte fragen, nein, ich musste meine Fotos nicht der Polizei zur Fahndung übergeben (was bei einem Dia-Film) auch gar nicht so leicht gewesen wäre.
Der Dieb verlor nach einigen Metern das Interesse an seiner Beute und ich fand den Objektivdeckel im Unterholz.

Ja, und wenn Sie sich weiter gruseln wollen, dann empfehle ich Ihnen dieses köstliche Fundstück aus dem Netz:
Wie der Nasenbär zu einem der gefährlichsten Tiere in Europa wurde

Written by medicus58

9. Juni 2018 um 12:37

Veröffentlicht in Reisen

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Eine Antwort

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  1. Köstlich! 😉
    „Sagt der Gefängnispfarrer bei der Entlassung seines langjährigen Schützlings: „Ich würde ihnen ja gern draußen helfen!“
    „Sie stellen sich das zu einfach vor, Hochwürden, Taschendiebstahl will gelernt sein!““

    Christine Kainz

    9. Juni 2018 at 13:26


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