Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Weshalb sich niemand mehr über einen RH Bericht zum KH Nord aufregt 

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Inzwischen regt ein RH Bericht über das KH Nord niemanden mehr auf. Die wenigen Zeitungskommentare meinten nur, dass die Vorwürfe ohnehin schon bekannt wären – als ob man sich über Vorwürfe und nicht die Beweisführung echauffieren sollte. 

Aus dem Rathaus kommt kaum Substantielles, als ob dort niemand mehr für irgendetwas Verantwortung tragen müsste, seit man die Stadträtin ausgetauscht hat, auch ihre Nachfolgerin austauschen will, den Parteivorsitzenden  in die Wüste geschickt hat und vereinzelte Stimmen warnen, eben diesen Nachfolger im Gemeinderat nicht zum Bürgermeister wählen zu wollen, wenn er, ja wenn er nicht spurt.

Ein Gemeinderat, der – ich wies schon wiederholt darauf hin – eigentlich das oberste Aufsichtsorgan des Wiener Krankenanstaltenverbundes wäre, regt sich nicht auf über das Führungsvakuum eines Konzerns, den er in eine Anstalt transformieren will, ohne noch klargestellt zu haben, was darunter zu verstehen ist.

Ein Gemeinderatvorsitzer der wenig mehr für Wien getan hat als das Donauinselfest zu erfinden, aber trotzdem nicht weichen will, um Platz zu machen für andere, die entweder in der Stadtregierung im Weg sind oder die Gewerkschaft auf den neuen Parteivorsitzenden eingeschworen haben, das ist nicht mehr als Futter für den Boulevard.

Wer soll sich denn betroffen fühlen für das Planungschaos einer Generaldirektion, deren Köpfe zuletzt häufiger gewechselt wurden als die Dienstkleider der Mitarbeiter.

Ja, der RH sah fehlende Ressourcen im KAV als wesentliche Ursache für Planungsfehler und Geldverluste beim Bau des KH Nord und das regt niemanden mehr auf, denn ab einer gewissen Größe des Systemversagens müsste man über das System an sich nachdenken – und das will man hierzulande besser nicht.

Skandale als Nervenkitzel für zwischendurch – jederzeit;

fundamentale Umwälzungen (früher nannte man sowas Revolution) – lieber nicht, wir spielen lieber nur die Reise nach Jerusalem. 

Nur werden die Sessel knapp für die Genossen.

Written by medicus58

10. Februar 2018 um 19:23

Veröffentlicht in Gesundheitssystem

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2 Antworten

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  1. Krankenhaus in Wartestellung http://orf.at/stories/2436612/2436504/

    Christine Kainz

    4. Mai 2018 at 09:54


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