Sprechstunde

über alles was uns krank macht

(K)eine Wahlempfehlung oder die Wahl der Qual

with 11 comments


so-wahr

Da sich inzwischen jeder erdreistet dem angeblichen Souverän  eine Wahlempfehlung zu geben,
offenbar weil man dem mündigen Wähler sogar beim dritten Wahlgang noch immer keine eigene Entscheidung zutraut,
erlaubt sich auch Ihr Medicus seine unmaßgebliche Stimme zu erheben und Ihnen eine Entscheidungshilfe zu geben.

Also hoffen wir, dass diesmal wenigstens die „Sacklpicka“ ganze Arbeit geleistet haben und
wir den beiden Kandidaten und ihren Helfern weitere Selbstbeschädigungen ersparen.

Written by medicus58

27. November 2016 um 13:47

11 Antworten

Subscribe to comments with RSS.

  1. Ein wenig billige Satire, natürlich kann man auch das Getue mit Gott bei den Rechtsnationalen durchaus ironisch sehen.
    Aber den Alexander Bellen als Vertreter der neoliberalen Fraktion der EU-Kommission/EU-Rates zu sehen ist abgeschmackt überzogen.

    Es geht um den nächsten Bundespräsidenten von Österreich. Da dürfen Sie ruhig auch die persönlichkeiten vergleichen (vgl Stermann/Grissemann).
    Mit wem würden Sie den auf ein Bier gehen?

    So sieht das die SZ:
    Einer wie Alexander Van der Bellen, der nicht alles schlechtreden will, der erhalten, schützen, retten, der nicht vertreiben, austreten, abschieben will, der sieht in diesem Diskurs aus wie einer von gestern: einer, der das Spiel mit Häme und Angst nicht kann – und auch nicht können will.
    http://www.sueddeutsche.de/politik/oesterreich-wahlkampf-mit-miesen-methoden-in-oesterreich-1.3264640

    Sie sind doch ein kritischer Citoyen,oder?

    Robert Weisenheimer

    27. November 2016 at 21:03

    • Christine Kainz

      28. November 2016 at 03:25

    • Billig ist der Wahlkampf der beiden nicht, meine kleinen Fingerübungen am Rande des Internets allemal. Was Sie mir aber unterstellen (VdB = neolib EU Vertreter) sagt mehr über Ihre Assoziationen als über meine. Ich empfinde alle Kandidaten als problematisch, die sich der Hilfe irgendwelcher Mächte unterstellen. Mehr sollte die Karikatur nicht aussagen. Ich habe im ersten Wahlgang KEINEN der beiden gewählt und weiß als langjähriger Grünwähler, weshalb ich den VdB nun nicht mehr wähle. Auf ein Bier wäre ich übrigens gern mit Fidel Castro gegangen, falls Sie sich noch über etwas aufregen wollen.
      Wer am So auch immer gewählt wird, wird viel Bier benötigen, um das Vertrauen der anderen Hälfte der Wähler zu gewinnen; auch Dank derer, die noch mehr Klischees als ich bedienen.
      .

      medicus58

      29. November 2016 at 19:40

      • Gerne gestehe ich meine Assoziation von Strabag mit Haselsteiner – Anti-Öxit – „EU – Neoliberalismus“. Dass VdB sich aber der Hilfe dieser Macht „unterstellt“ ist allemal weiter hergeholt, als die von Hofer erwünschte Hilfe von Gott.
        Das ist ein unfairer Vergleich (billige Satire) und verliert dabei völlig aus den Augen, dass es hier auch um eine Persönlichkeitswahl geht.
        Geschenkt, dass sie lieber mit Fidel ein Bier trinken wollten als mit VdB. Aber mit Hofer ein Bier trinken? Soll das die Lösung sein? Dan würde ich mehr ihrer Verweise/Links auf bekannte Rechtsausleger verstehen

        Die Polarisierung der Gesellschaft ist weder durch sie noch durch mich auch nur irgendwie zu vermindern.

        Robert Weisenheimer

        29. November 2016 at 23:54

      • Mit Ihrem letzten Satz haben Sie recht. Mit Hofer plane ich kein Bier zu trinken und Ihr geschenktes Bier mit dem Maximo Lider wird leider auch nimmer gehen.
        Nur halte ich VdB für einen weitaus weniger Guten als Sie, was uns aber nicht das kommende Wochenende verderben sollte, so oder so.

        medicus58

        30. November 2016 at 00:08

  2. Vielleicht hat jemand Interesse:
    Garconniere in Dornbach:
    Die Wohnung ist eine 35m2 große, komplett möblierte Garconniere, bestehend aus Dusche/WC, begehbare Garderobe, Vorraum und geräumiges Wohn/Schlafzimmer mit Küchenzeile, Top-Zustand, und ist – wenn das jemand möchte – noch vor Weihnachten beziehbar, ansonsten ab Anfang Jänner 2017. Im Haus gibt es eine Waschküche, eine Sauna mit Dach-Terrasse, einen großen Hausgarten, und es liegt ein paar Schritte von der Straßenbahnstation Himmelmutterweg entfernt; 2.Liftstock, nette Hausgemeinschaft.

    Christine Kainz

    28. November 2016 at 14:39

  3. „Einer wie Alexander Van der Bellen, der nicht alles schlechtreden will, der erhalten, schützen, retten, der nicht vertreiben, austreten, abschieben will, der sieht in diesem Diskurs aus wie einer von gestern: einer, der das Spiel mit Häme und Angst nicht kann – und auch nicht können will.“

    Yep. Ich bin stolz darauf, zu den Gestrigen zu gehören, wenn das jetzt „out“ sein sollte.
    (keine Sorge, ich darf eh nicht wählen)

    Forscher

    28. November 2016 at 20:16

  4. 14 Antworten für Unentschlossene http://orf.at/wahl/beingpresident/stories/2368909/

    Christine Kainz

    3. Dezember 2016 at 17:28

  5. Christine Kainz

    5. Dezember 2016 at 08:12

  6. Zur Erinnerung:
    Wien heute Mo 23.5.2016 / 19.00 Uhr Tesarek – Häupl

    Tesarek: Trotzdem haben immerhin mehr als 2,2 Millionen den FPÖ-Kandidaten gewählt. Was sagt Ihnen das?

    Häupl: Natürlich stimmt mich das enorm nachdenklich, weil man sicher davon ausgehen kann, dass bei weitem nicht alle Hofer Wähler auch FPÖ Wähler sind, bei parlamentarischen Wahlen sowie nicht alle Van-der-Bellen Wähler Grünwähler sind. Aber das ändert nichts an der Tatsache, man hat sich dazu entschlossen, den deklarierten FPÖ Kandidaten zu wählen. Das ist ein Punkt, den man sich ganz ganz genau anschauen muss.

    Tesarek: Andreas Mölzer von der FPÖ
    Hat dazu gestern gesagt: „Wer Hofer diesmal gewählt hat, tut sich beim nächsten Man leichter, Strache zu wählen.“ Sehen Sie das auch so?

    Häupl (lächelt): Das ist eine Hoffnung, ich versteh schon, dass er versucht, zu vereinnahmen, alle Hofer Wähler nunmehr für die FPÖ – ist auch sein gutes Recht – wir werden versuchen , genau das Gegenteil zu tun, indem wir deutlich machen, dass sich einfach die Zeiten geändert haben. Wir haben eingeführt, etwa die bedarfsorientierte Mindestsicherung, wir haben eingeführt die Deutschkurse für Menschen die hierbleiben und entsprechend integriert werden wollen. Gegen das alles war die FPÖ.
    Das werden wir deutlicher machen müssen, als in der Vergangenheit.

    Tesarek: Sehen Sie jetzt bundespolitisch für Wien die FPÖ und die Grünen im Rückenwind?

    Häupl: Bundespolitisch sehe ich das nicht unbedingt, im Gegenteil, man muss sich mit dem auseinandersetzen was wir gerade gesprochen haben. In Wien hat Herr Hofer nicht einmal das FPÖ Potential der letzten Gemeinderatswahl ausgeschöpft. Das ist nicht gerade eine Story of excess . Ändert nichts an der Tatsache, dass wir diese inhaltliche demokratische Auseinandersetzung mit der Freiheitlichen Partei natürlich nach wie vor zu erfüllen haben.

    Tesarek: Das ist Punkt auf den ich zum Schluss auch noch kommen möchte und zwar das Wiener Ergebnis unterscheidet sich eklatant von Restösterreich, hier ist Van-der Bellen- wesentlich stärker. Worauf führen Sie das zurück?

    Häupl: Na ja, es wird viel von Spaltung jetzt gesprochen, ich halte das für einen ziemlich überzogenen Begriff. Es ist ja gar keine Frage, dass sich sehr sehr viele Unterschiede und Differenzierungen ergeben zwischen Stadt und Land. In Städten liegt VdB eindeutig besser am Land, andere sind z.B. zwischen Männern und Frauen, zwischen höheren Bildungsschichten und weniger hohen Bildungsschichten und das glaube ich ist das Wichtigste, die Einkommensunterschiede, die sind sehr groß und dort wo ein niedrigeres Durchschnittseinkommen, ein verfügbares Einkommen da ist, dort sind auch die Freiheitlichen besser. …. Und wir müssen deutlich machen, dass nicht die Freiheitliche Partei die ist, die den sozial Schwächeren, den Menschen mit einem niedrigeren Bildungsniveau helfen, sondern wir.

    Tesarek: Und wie wollen Sie das den Menschen klar machen?

    Häupl: In dem man es sagt, indem man redet und sich nicht immer ablenken lässt durch Themen von denen wir ohnehin wissen, dass sie wichtig sind, das ist ja gar keine Frage. Ja, mit Flüchtlingen umzugehen ist wichtig, aber es gibt andere wichtige Themen auch, wie Arbeitsmarkt, wie Bildung und viele andere Fragen.

    Tesarek: Danke für das Interview.

    Christine Kainz

    5. Dezember 2016 at 08:39


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: