Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Kleine(r) Mann/Frau was nun

with 15 comments


Ob man  nun an den Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbundes  denkt, Udo

der es seiner politischen Arbeitgeberin in jeder Hinsicht billiger gab, als sein gewerkschaftlich und parteipolitisch gestählter Vorgänger (http://www.krone.at/wien/spezialvertrag-fuer-neuen-kav-chef-udo-janssen-keine-abfertigung-story-421817),
oder eben seine Leider-doch-nicht-Ministerin, die Amtsführende Stadträtin für Gesundheit, Soziales und Generationen  die seit Anfang Juli (!) überraschend schmähstad nichts Bemerkenswertes auf ihrer Homepage mehr zu vermelden weiß,

Sonja

kaum jemand wird an den lesenswerten Roman Hans Falladas (http://www.deutschlandradiokultur.de/hans-fallada-kleiner-mann-was-nun-pinneberg-und-laemmchen.950.de.html?dram:article_id=357342) aus dem Jahre 1932 denken, am wenigsten die beiden „Totengräber der öffentlichen Gesundheitsversorgung“ der Wiener (=Copyright Wiener Ärztekammer).

Sollten Sie aber,
sollten die Wiener aber um zu erkennen,
wie es dem „kleinen Mann“ in der Wirtschaftskrise geht, so ganz ohne sozialen Netze ….

Unser Trachtenpärchen der KAV Privatisierung,

I had a Dream: KAV for Sale https://medicus58.wordpress.com/2014/02/11/i-had-a-dream-kav-for-sale ,
Wird der KAV privatisiert? Ein Indizienprozess bei dem wir baden gehen.
https://medicus58.wordpress.com/2015/05/26/wird-der-kav-privatisiert-ein-indizienprozess/

das im gleichgeschalteten Duett auch nach der Streikabstimmung noch immer über 90% der Ärzte für aus der Ärztekammer ferngelenktes Stimmvieh betrachten wollen (sehen kein Grund für einen Streik),  gehört weg, wenn man in Wien wieder ernsthaft über eine öffentliche Gesundheitsversorgung reden möchte.

Wenn unsere verehrte Patientenanwältin (Sigrid Pilz: Von Traumjobs kann man nie genug kriegen https://medicus58.wordpress.com/2012/11/23/sigrid-pilz-von-traumjobs-kann-man-nie-genug-kriegen/) dann systemkonform ebenfalls in der Ärztekammerwahl das einzige Problem sehen will (http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/chronik/art85950,1334038) trifft sie versehentlich den entscheidenden Punkt, in dem sie polemisiert: So viel Querelen und Krawall gibt es nur in Wien.

Ja, Sigi,
NUR in Wien versuchte man eine gesetzlich verlangte Arbeitsverkürzung ohne Leistungsreduktion mit weniger Personal zu bewerkstelligen, und das alles in Verhandlungen NACHDEM das einschlägige Gesetz bereits in Kraft getreten ist.

Auch wenn es unheimlich schwer werden wird der Öffentlichkeit zu erklären, dass wir KAV Ärzte letztendlich gegen unser Management auf die Straße gehen, ist das der Grund ,weshalb Wehsely und ihr Büttel Janßen (und Köck, und EHC, …. etc.) weg müssen.

 

Niemand kann sich seine Chefs aussuchen, auch nicht die Ärzte im KAV, aber die Bürgern dieser Stadt müssen sich fragen, ob Ihre Interessen, von diesen Politpoker-Spielern noch wahrgenommen werden. 

Spannende Tage ….

 

PS: Schreiben Sie mir mal, ob bei Ihnen auf Google bei der Suche nach „Janßen Udo“ auch die Karikatur dieser Website in der Kurzbiografie auftaucht. Ich glaube zwar, dass es sich hier nur um die berüchtigten „personalisierten Ergebnisse“ des Suchkraken handelt, aber schmunzeln musste ich doch (siehe ersten Screenshot).

Written by medicus58

27. August 2016 um 22:39

15 Antworten

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  1. Ja , die Fratze erscheint auch mir bei Google !

    Anonymous

    27. August 2016 at 23:00

    • Sagen Sie doch bitte auch den Patienten – deren Interessen zwar von allen Seiten gerne als Priorität bei allen Überlegungen vorgeschoben werden obwohl sich das in der gelebten Praxis eher nicht bewahrheitet – dass Alles das was die Ärzte sich wünschen nicht umsonst zu haben sein wird. Bei Wahlarzthonoraren zwischen 70 und 250 Euro pro Besuch, die evtl. die Vorstellungen über Wunscheinkommen beflügeln (auch wenn die Konsulation nur 10 Minuten dauert) und beim Wunsch nach 1. mehr Gehalt (trotz Teilzeit im Spital, denn am Nachmittag ruft oft die private Ordination) bei weniger Arbeitszeit 2. Entlastung durch zusätzliche Einstellungen fallen Kosten an. Wer soll diese stemmen ? Alle Steuerzahler ? Dann können wir auch gleich darüber diskutieren das gesamte System a la NHS umzustelllen. Oder der Patient durch höhere Krankenkassenprämien ? Letzteres wird es sein müssen. Nur warum drückt sich die Ärzteschaft nicht entsprechend klar aus. Furcht vor dem sog. „shitstorm“ der dann losbrechen könnte ? Stattdessen wird auf die Politik und den KAV eingeschlagen wahrscheinlich um diese so dazu zu bringen einfach mal ein paar Milliarden mehr an Subventionen lockerzumachen. Denn der Patient soll, so nehme ich an, besser garnichts davon merken, und auch keinen Zweifel über die angeblich „beste gesundheitliche Betreuung der Welt in Österreich“ hegen. Denn das würde das gesamte Lügengebäude an dem ALLE Parteien mitstricken (Kassen, Äerzte, Äerztekammer, KAV und Politik gleichermassen) wahrscheinlich um Einsturz bringen. Übrigens: warum und wieso die panische Angst vor einer Privatisierung ? Weil es dann mit den staatlich garantierten Pfründen zu Ende ginge ?

      Konrad

      27. August 2016 at 23:24

      • Also im Gegensatz zur Rathaus-Propaganda kenne ich niemand, der 30-50% mehr Gehalt bekommt.
        Panisch bin ich nicht, wenn der KAV privatisiert wird, aber googeln sie mal, wie die privatisierten Krankenhäuser in D funktionieren … da sollten Sie als Patient panisch werden ..

        medicus58

        28. August 2016 at 00:32

      • Bin Patient und panisch.
        Naja, nicht unbedingt panisch. Aber angfressen, frustriert und wütend. Bei Gedanken an die Zustände vermeide es, Oberbekleidung mit Kragen anzuziehen, weil die Platzgefahr einfach permament zu groß ist.

        Hansi

        28. August 2016 at 08:23

      • Schön formuliert. Die Frage ist aber, wie Sie es schon früher angesprochen haben, wie machen wir aus dieser Wut etwas Sinnvolles, wie zum Beispiel eine Trendwende in der Gesundheitspolitik. Nicht PR Lawinen zur Wählertäuschung sondern einen ehrlichen Kassensturz.

        medicus58

        28. August 2016 at 10:11

    • Hi, hi Danke – makes my day

      medicus58

      28. August 2016 at 00:28

    • Deto.
      Heißt das jetzt, wir gehören alle demselben Google-Phänotyp an?🙂

      Hansi

      28. August 2016 at 08:17

      • Nein, es heißt dass hoffentlich! dass mein Blogbeitrag über Herrn Generaldirektor am häufigsten gelesen und verlinkt wurde. Lufthoheit😉

        medicus58

        28. August 2016 at 10:14

  2. Ich übe mich zwar im WEG SEIN https://medicus58.wordpress.com/2016/07/26/damals-war-man-noch-einfach-mal-weg/ , komme aber nicht umhin, diesen Janßen-Beitrag zu kommentieren.
    Natürlich erscheint auch mir beim googlen, dieses von Ihnen so kreativ gestaltete Bild!!!
    Wer hat sich denn diesen Spaß erlaubt??? Wie ist das möglich???
    Und bei „mehr“ anklicken, kommt man auch noch an den Presse-Artikel über die Bewohnung zweier Sozialwohnungen…
    Sie bringen ja das ganze Internet durcheinander`! ;-)))
    Wenn ich Sie demnächst im Landl besuche, was hätten`s denn gerne für ein Jausenpaket?

    Christine Kainz

    28. August 2016 at 14:29

  3. … Same here: das wunderbar verfremdete Portrait erscheint auch im Ausland über ein „nicht .at-google“. Nebenbei bemerkt: Danke für die erfrischenden Beiträge zum Zustand des Wr. Systems. Und an alle Zweifler, ob das wirklich so schlimm ist: es ist eigentlich noch alles viel schlimmer…..

    Quacksalber

    28. August 2016 at 15:17

  4. Yep

    Ist Hinweis dass Ihre Seite viel besucht ist
    Congrats

    Fuge

    28. August 2016 at 21:16

  5. „Generaldirektor Udo Janßen verdient dem Vernehmen nach mehr als 24.000,- Euro monatlich. Janßen habe zwar seine Zuständigkeit für sämtliche Schlüsselbereiche im KAV an seine Vorstandskollegen delegiert, mit ihnen aber keine Zielvorgaben festgelegt.“ http://wien.orf.at/news/stories/2805580/

    Christine Kainz

    28. Oktober 2016 at 10:02


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