Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Aus aktuellem Anlass

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der lächerlichen Wortspenden so macher Politiker zum Thema Ordinationsöffnungszeiten und Spitalsambulanzen

Bürgermeister Michael Häupl kann sich für niedergelassene Ärzte eine Verpflichtung zu Wochenend-Diensten durchaus vorstellen.
Die WGKK spricht von Gruppenpraxen und Primärversorgungszentren.
Volksanwalt Günther Kräuter will die kindermedizinische Versorgung amtswegig prüfen.
GM Sabine Oberhauser will verstärktes Augenmerk auf die Kapazitätsprobleme an Wiener Kinderambulanzen legen.

empfiehlt es sich – so noch nicht gemacht – den Artikel in der Wiener Zeitung des Vorjahres zu Gemüte zu führen, über Bismarck- und Beveridge-Modelle der Gesundheitsversorgung zu geben und zu hinterfragen, weshalb die Finanzierung aus einer Hand niemandem in diesem Land gelingt:
http://www.wienerzeitung.at/meinungen/gastkommentare/767358_Steuersubventionierte-Wahlarzt-Ordinationen.html

Written by medicus58

10. Februar 2016 um 06:17

5 Antworten

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  1. das sollte doch bitte nicht nur auf Kinderambulanzen beschränkt werden. Ich hab mal samstagvormittag 4 Stunden, also die maximale Wartezeit, im AKH gewartet wegen heftiger Rückenschmerzen (in meiner Arbeitszeit). Wurde nicht untersucht, sondern mit 2 Packungen Schmerzmitteln abgespeist, die meine Hausärztin 2 Tage später beide als unnötig befand, und mich zur Kassen-Physiotherapie überwies, die ebenfalls unnötig bzw. wirkungslos blieb, weil viel zu kurze Massage/Therapieeinheiten.

    Forscher

    10. Februar 2016 at 16:54

    • Hat auch nix mit den Kinderambulanzen zu tun. So lange es nicht eine Finanzierung aus einer Hand gibt, wird der Patient nie dort behandelt werden, wo es am besten und günstigsten ist. Lumbago ist nix, was primär ins Zentralkrankenhaus gehört. Meist handelt es sich um muskuläre Verspannungen die nicht mit ein paar passiven Therapien gelöst werden können.

      medicus58

      10. Februar 2016 at 20:33

      • Meine gingen mit Bouldern und besserer Matratze weg.

        Forscher

        10. Februar 2016 at 22:31

  2. 1. es gelingt im 10. Bezirk nicht, viele frei werdenden Allgemeinpraxen zu besetzen; mit der Androhung von Wochenenddiensten wird das nicht besser werden.
    2. es gelingt in den Spitälern nicht, alle Diensträder zu besetzen, gleichzeitig gibt ein Drittel der Spitalsärzte in der aktuellen Umfrage an, unbezahlt Überstunden zu leisten (dies ist seit Jahrzehnten bekannt und habe ich in meiner Spitalszeit 1978 bis 86 genauso erlebt) solange diese Misere nicht fair und nachhaltig gelöst wird, werden die Wartezeiten für Patienten noch das geringere Problem sein im Vergleich zur Frage, ob die medizinische Versorgung in Zukunft noch in der erforderlichen Qualität (!) erbracht werden kann.
    3. die sogenannte Zweiklassenmedizin ist nicht das politisch moralische Problem, als das es gerne dargestellt wird. Vielmehr darf bezweifelt werden, daß die Behandlung durch einen Wahlarzt per se jene mit der besseren Qualität ist. Kassenärzte sind sehr wohl fachlich kompetent und persönlich bereit, den Versorgungsauftrag in der notwendigen Ernsthaftigkeit zu gewährleisten und tun das jeden Tag aufs Neue. Eine Verbesserung der Rahmenbedingungen ist möglich und erwünscht.
    4. die Politik ignoriert seit Jahren die Wege zur Problemlösung und schafft mit jeder Entscheidung neue Probleme. Dies geht einher mit einer Verweigerung der Wertschätzung gegenüber Ärzten und ihrer engagierten Tätigkeit.
    5. Wartezeiten (um auf diese Fragestellung nochmals einzugehen) sind nicht zu vermeiden, aber durch bestmögliche organisatorische Maßnahmen und persönliches Engagement zu verkürzen. Die Expertise der handelnden Ärzte ist vorhanden, die Ressourcen an unbegrenzter Belastbarkeit aber nicht.

    Dr. Helmut Hirsch

    10. Februar 2016 at 17:28


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