Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Gewerkschaft klagt Gewerkschaft, gut so …

leave a comment »


Shutdown

Wir haben uns hier schon öfters damit beschäftigt, wie wenig sich die Gewerkschaft der Wiener Gemeindebediensteten als Vertretung der angestellten Ärzte versteht.

Dem Wiener Gesundheitssystem droht der Kollaps
http://wp.me/p1kfuX-11T
Ärztearbeitszeiten oder die Welt des ÖGB http://wp.me/p1kfuX-Z7
Pflegeausbildung: Gewerkschaft kritisiert Ärztekammer http://wp.me/p1kfuX-11e
Da ist irgendwo der Hund drinnen, Herr Minister Hundstorfer! http://wp.me/p1kfuX-UX

Konsequenterweise entstand Asklepios, eine eigene Gewerkschaft für angestellte Ärzte (https://www.aerztegewerkschaft.at/ ).

Als die Wiener Gesundheitsstadtätin Wehsely ihr Dienstzeitmodell, das übrigens augenblicklich spektakulär crasht, gegen die angestellten Ärzte, gegen die Kurie der angestellten Ärzte in der Ärztekammer und natürlich auch gegen Asklepios  durchboxte, hatte sie nur die Gewerkschaft der Gemeindebediensteten auf ihrer Seite.
Scheinbar klar, dass der eine Konkurrenz-Gewerkschaft nicht ins Konzept passte und die frischgebackene HGII Gewerkschaftsvorsitzende Jonak  sich und die Fakten völlig ausblendete, als sie verkündete:
Fest steht jedenfalls, dass es sich bei diesem Privatverein (Asklepios, Anm.) um keine Ärztegewerkschaft handelt.“
Eigentlich sollte sie es besser wissen, dass schließlich auch der ÖGB von seiner Rechtsform ein Verein ist, aber was soll’s, die Konkurrenz musste madig gemacht werden.

Nun schlägt Asklepios zurück und klagt den ÖGB, als Mutter der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten auf Ehrenbeleidigung und Kreditschädigung.
http://diepresse.com/home/panorama/wien/4826310/Gesundheit_Aerztegewerkschaft-klagt-OGB-?

Ein allfälliger Prozess wird interessant, weil er vielleicht aufdeckt, auf welcher weichen Rechtsgrundlage so mancher scheinbar mächtiger Player sein politisches Spiel solange spielt bis er ernsthaft hinterfragt wird.

Eigentlich hätte es der ÖGB ja ohnehin schon wissen können, dass er nur dort mitreden darf, wo es den politisch Mächtigen passt.

Zur Jahrtausendwende demonstrierte Blau-Schwarz sehr eindrücklich, dass der Gewerkschaftsbund (nicht zuletzt, da er sich durch eigene Fehler sinnlos schächte (Konsum, Bawag, …) ganz einfach negiert werden kann.
Kanzler Gusenbauer, der Gewerkschafter aus dem Nationalrat verbannen wollte, konnten die „Kollegen“ los kriegen (http://www.profil.at/home/alfred-gusenbauer-spitzen-gewerkschafter-144642 ), aber nur weil er einer der ihren war.

Wären die „Berufsgewerkschafter“ nicht so sehr ihrem selbst referentiellen Traumland verhaftet und mit der eigenen Politkarriere befasst, würden sie erkennen, dass ihre wahre Bedrohung nicht in einer entstehenden Teilgewerkschaft liegt, sondern die Abwanderung der einzigen, die einer Gewerkschaft wirklich Macht gewähren können: Mitglieder, so lange diese sich wirksam vertreten fühlen und dafür auch auf die Straße gehen.

 

Written by medicus58

21. September 2015 um 22:40

Veröffentlicht in Gesundheitssystem

Tagged with , , , , ,

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: