Sprechstunde

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Pflegeausbildung: Gewerkschaft kritisiert Ärztekammer

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Zuerst mein Forumkommentar im Standard über die Rolle der ÄK bei diesem Gesetzesvorhaben:

Spät aber doch wacht die Gewerkschaft auf und schlägt reflexartig auf den Falschen. Der Anteil der Ärztekammer an der Pflegeausbildung NEU war nachweislich auf die Abwehr von Übergriffen auf ärztlichen Befugnisse beschränkt. Diese „Aufwertung“ und „Pseudo-Akademisierung“ kam von Seiten der Pflege (z.B. Frau Frohner vom Pflegeverband) und wurde lange Zeit ohne Wissen der Ärzte vom BuMin mittels Gesundheit Österreich (vormals ÖBIG) ausgetüftelt. Wie schon bei den MTDG spielte man da auf dem Klavier eingebildeter Benachteiligungen, um letztendlich ein Downsizing zu erreichen: Früher bestand ein Team aus vielen berufsorientiert Qualifizierten, bald soll es eine Akademikerin und viele Hilfskräfte geben. IMHO ein Rückschritt zur Kostenminimierung.

Nun ein Zitat aus dem Artikel von Herrn Zellhofer, dass das fachliche Unverständnis unserer Gewerkschafter im Spitalsbereich offenbart:

Das werde vor allem bei Entlassungen aus dem Krankenhaus deutlich: Dazu brauche es keinen Arzt, sondern die Vernetzung zwischen Spital und Nachbetreuung. 

Das ist übrigens auch Kernstück des KAV Masterplans, nur erklärt uns keiner weshalb eine in Pflege ausgebildete Person und nicht der Arzt darüber entscheiden kann ob und unter welchen Rahmenbedingungen (-therapien) ein Patient entlassungsfähig ist. Man möge einfach einmal die Ausbildung beider Berufsgruppen vergleichen und dann ernsthaft entscheiden, ob es Sinn macht, einen Arzt (zB) die Infusionen umhängen zu lassen, damit eine Pflegeperson (zB) über das Ende der i.v. Antibiotikatherapie entscheiden kann ….

Und nun der Originalartikel zum Nachlesen: http://wp.me/p4acdm-Dp

Written by medicus58

18. August 2015 um 07:00

Veröffentlicht in Gesundheitssystem

7 Antworten

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  1. Wie ist es möglich, dass Pfleger und Pflegerinnen so grausam sein können?

    http://tvthek.orf.at/profile/ZIB-2/1211/ZIB-2/13891402/Pflegemissbrauch-in-Niederoesterreich/13895625

    http://noe.orf.at/news/stories/2803840/

    https://www.hausderbarmherzigkeit.at/standorte/pflegeheim-clementinum/kontakt-und-anfahrt/

    Sadismus https://de.wikipedia.org/wiki/Sadismus

    https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article111444217/Wie-es-zu-Aggression-und-Angriffslust-kommt.html

    https://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment

    https://de.wikipedia.org/wiki/Stanford-Prison-Experiment

    Erlebnisse aus dem Pflegebereich:

    Fall 1:

    Zumindest in einem Wiener Krankenhaus der „Vinzenz-Gruppe“ werden auf der “Geriatrie“ 4 Patientinnen (4-Bett-Zimmer) mit ein und demselben Waschlappen – AUS KOSTENGRÜNDEN – gewaschen… Ich nehme nicht an, dass die „Einmalhandschuhe“ im Zuge der Waschung gewechselt werden…

    Fall 2:

    In einem anderen Wiener Krankenhaus, ersucht eine ältere Patientin, der es sehr schlecht geht (Krebs), von einem bestimmten Pfleger nicht gewaschen zu werden, weil der immer anzügliche Bemerkungen macht, welche ihr sehr unangenehm sind.

    Dazu ist zu sagen, dass das Pflegepersonal wohl dazu angehalten ist, den Patienten mit einer gewissen „Heiterkeit“ zu begegnen. Nur hat das nicht jeder intus. Der eine kanns, der andere nicht.

    Der Wunsch der älteren Patientin wird zwar erfüllt, aber der abgelehnte Pfleger macht sich am Gang und sogar noch in einem anderen Krankenzimmer lauthals darüber „lustig“ und hänselt seinen Kollegen, der diese Aufgabe der Waschung nun übernimmt.

    Leider hat dieser auch nichts Besseres zu tun, als der alten Frau an den Kopf zu werfen „Wie der Schelm denkt, so ist er“…. Und das bei einer Krebserkrankten!

    Fall 3:

    Eine junge Frau soll nach einer OP von einem Pfleger gewaschen werden, der nicht viel älter ist, als sie selbst. Der jungen Frau ist dies sehr unangenehm und sie bittet darum, von einer Schwester gewaschen zu werden.
    Der Pfleger ist darüber sehr konsterniert und versteht die Welt nicht mehr.

    Auf das natürliche Schamgefühl eines Menschen kann in einem Krankenhaus wohl leider keine Rücksicht genommen werden…

    Fall 4:

    Eine junge Patientin hat Besuch eines Mannes und einer Frau. Ein Pfleger kommt ins Krankenzimmer, bringt etwas und sagt in Richtung der jungen Frau: „Ah, ist der Papa zu Besuch“.

    Der „Papa“ weist den Pfleger zurecht: „Ich bin der Ehemann und wenn Sie über die Familienverhältnisse nicht Bescheid wissen, sollten sie sich einen Kommentar sparen“…

    Christine Kainz

    19. Oktober 2016 at 21:05

  2. Eine erste Reaktion auf meinen Bericht:
    Annemarie Kramser
    (Donnerstag, 20 Oktober 2016 10:41)
    Sehr geehrte Frau Kainz,
    ich bin von der Vinzenz Gruppe und betroffen über den Vorwurf, den Sie in Ihren „Erlebnissen aus dem Pflegebereich“ erheben. Es ist uns wichtig, dem nachzugehen, Klärung herbeizuführen und sicher zu stellen, dass die Menschen, die sich uns in der Geriatrie anvertrauen, liebevoll und mit bester Qualität betreut werden. Würden Sie sich bitte mit mir in Verbindung setzen? Sie erreichen mich unter annemarie.kramser@vinzenzgruppe.at

    Christine Kainz

    20. Oktober 2016 at 10:57

  3. Stellungnahme der Pressesprecherin eines Krankenhauses der Vinzenz-Gruppe zu „Erlebnisse aus dem Pflegebereich, Fall 1″:
    „Sehr geehrte Frau Kainz,

    nachdem wir leider persönlich den Vorwurf nicht klären konnten, möchten wir nun schriftlich zu Ihrem Eintrag auf Ihrer Website (Fall 1) folgendes klarstellen:

    Wir können ausschließen, dass aufgrund von Sparmaßnahmen in unserem Haus die von Ihnen beschriebenen Handlungen an Patientinnen und Patienten durchgeführt werden. Ein wertschätzender, achtender Umgang mit unseren Patientinnen und Patienten ist uns ein großes Anliegen und steht im Mittelpunkt unseres pflegerischen Verständnisses und der Wertehaltung unseres Hauses. Ebenso ist die Einhaltung von hygienischen Vorgaben selbstverständlich in der täglichen pflegerischen Arbeit.

    Um unsere Patienten nicht weiter zu verunsichern, ersuchen wir Sie dringend, wie mit Frau Kramser besprochen, unsere Stellungnahme auf Ihrer Website öffentlich zu machen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    ….
    Leiterin Kommunikation

    ….“

    Da ich in meinem Bericht das bestimmte Krankenhaus der Vinzenz-Gruppe absichtlich nicht namentlich genannt habe, will ich es auch jetzt nicht nennen und auch nicht den Namen der Leiterin der dortigen Kommunikation, die mir diese Stellungnahme schickte.
    Allzu leicht käme man dadurch auf den Namen des Krankenhauses und verunsichert soll ja wirklich niemand werden.

    Frau Kramser, auf die in der Stellungnahme Bezug genommen wird, ist im Zentralbereich Kommunikation der gesamten Vinzenz-Gruppe.

    Christine Kainz

    20. Oktober 2016 at 17:53

  4. Fall 5:

    Zumindest in einem der Krankenzimmer bekamen die Patientinnen täglich 1 Flasche Mineralwasser. Plötzlich hieß es, dass es ein solches nur mehr für Privatpatienten gibt.

    Fall 6:

    Eine stationäre Patientin soll zur Koloskopie (Darmspiegelung) und die Krankenschwester reicht ihr noch am Zimmer, das hinten offene Untersuchungshemd. Die Patientin hat jedoch keinen Bademantel den sie darüber anziehen könnte. Vom Krankenhaus kann so einer auch nicht zur Verfügung gestellt werden (früher war dies aber möglich). Da es schon EILIG ist, zur Untersuchung zu kommen, hat die Krankenschwester die glorreiche Idee, das Hemd hinten mit Büroklammern zu fixieren, was natürlich nicht hält und so geht die Krankenschwester hinter der Patientin, hält mit der Hand das Hemd zu und amüsiert sich dabei königlich – wohl eine willkommene Abwechslung. Die Patientin hingegen hat gänzlich andere Gefühle…

    SO geht es also den langen Gang entlang und in den WARTEBEREICH hinein, wo einige externe Personen in Zivilkleidung sitzen und ein Fenster geöffnet ist. Die Patientin wird an eine Wand gestellt – sie wird ja gleich drankommen.

    Und so steht diese Patientin, im hinten offenen Spitalshemd, im Wartebereich, bei offenem Fenster,
    1 STUNDE und 10 Minuten!!! Pfleger gehen wiederholt vorbei, Krankenschwestern gehen wiederholt vorbei – BETRIEBSBLIND!

    Die Krankenschwester, die sie hergebracht hat, holt sie auch wieder aufs Zimmer zurück. Der Untersuchungstermin habe sich leider verschoben. Unterkühlt versucht die Patientin sich im Bett aufzuwärmen, bis sie neuerlich geholt wird.

    Nun besteht die Patientin aber lautstark auf wenigstens einem Leintuch, mit dem sie ihren Körper verhüllen kann. Die Krankenschwester: „Wie soll das gehen?“ und ist dann verblüfft, wie man mittels eines Leintuches tatsächlich den gesamten Körper verhüllen kann…

    Fortsetzung folgt.

    Christine Kainz

    23. Oktober 2016 at 20:00

  5. Fall 7:

    Freilich gibt es für all diese Fälle auch eine Art Ombudsfrau, die tagsüber wichtig hin- und herlaufend zu sehen ist, die jedoch nie die Zeit für ein Gespräch mit den betroffenen Patienten findet, obwohl diese bei der Aufnahme von ihr mit vielen schönen Worten begrüßt und ermuntert werden, sich bei Schwierigkeiten an sie zu wenden.

    In einem Fall ist bekannt, dass eine Patientin am Tag der Entlassung, mit Sack und Pack bereits am Gang stehend, von der Ombudsfrau gefragt wurde, was sie ihr denn sagen wollte…

    Fortsetzung folgt.

    Christine Kainz

    24. Oktober 2016 at 02:37

  6. Fall 8:

    In einem Wiener Unfallkrankenhaus wird ein Patient von einem Pfleger per Krankensessel zur Venenuntersuchung gefahren. Am Gang, vor dem Untersuchungsraum warten schon einige externe Personen, wie an deren Straßenkleidung zu erkennen ist.

    Es wird gewartet – es wird lange gewartet. Da erscheint ein Arzt und es spielt sich ab. Nämlich, die Krankenschwester, die eigentlich im Untersuchungsraum sein sollte und die den Arzt verständigen hätte sollen, dass Patienten da sind, hat das nicht gemacht, weil sie im Nebenraum bei der Kollegin auf ein Tratscherl war.

    Nun kann sie sich vom Arzt allerhand anhören und sagen lassen. Der Patient bekommt das live geboten, weil er als Stationärer sofort aufgerufen wurde. Die Krankenschwester ist eine äußerst Freche und gibt dem Arzt unverschämte Antworten. In ihrem Zorn schleudert sie die Krankenakte des Patienten auf den ca. 2 Meter entfernten Schreibtisch. Der Patient fragt sich, wo er da hingeraten ist und muss sich trotz heftigster Rückenschmerzen bücken und seine Bandagen von beiden Beinen selbst entfernen, was aber Aufgabe der Krankenschwester gewesen wäre.

    Dass diese Schwester gepierct war und große Löcher in den Ohrläppchen (Ohrschmuck-Tunnel) aufwies, sei nicht nur nebenbei erwähnt sondern ganz besonders. Ich finde das hat im Pflegebereich nichts verloren, genauso wie tätowierte Pfleger. Vielleicht bin ich da altmodisch, aber ich finde es unseriös und unhygienisch.

    Christine Kainz

    25. Oktober 2016 at 02:37


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