Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Smart City Seestadt Aspern , der Smart steht aber am Gehsteig

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seestadt

Was schon in der Mahü nervte (WYSIWYG Nicht auf der Mahü http://wp.me/p1kfuX-S2), die enorme Diskrepanz zwischen geschönten Medienberichten der Rathauskorrespondenz und der eigenen Wahrnehmung, scheint auch für das größte Jubelprojekt Wiens, die Seestadt in Aspern, zu gelten.

Wien 3420 Aspern Development AG und die Projektleitung Seestadt Aspern sprachen jahrelang von einer Smart-City, bei der modernste Planungsideen u.a. einen autofreien Stadtteil ermöglichen sollen. Dafür wurden auch 380 Millionen Euro investiert, um gleich zu Beginn der Baustelle einen U-Bahnanschluss zu ermöglichen (http://diepresse.com/home/panorama/wien/1383802/Wiener-U2-faehrt-ab-5-Oktober-bis-zur-Seestadt-Aspern).

Inzwischen haben schon einige Medien das Projekt entzaubert

Aspern: Strafzettel-Flut für Seestadt-Pioniere Das Vorzeigeprojekt hat seine Schattenseiten. Parkplatznot bringt die ersten Bewohner in die Bredouille.
http://kurier.at/chronik/wien/aspern-strafzettel-flut-fuer-seestadt-pioniere/116.768.434

Seestadt: Wenig smartes Parkplatzproblem
http://www.news.at/a/seestadt-parkplatz-problem

und Videoblogs (https://youtu.be/_JZe9qQjba4) und Fotos zeigen m.E. aber nur einen Teil des Problems.

Der Grüne Immobilienexperte Christoph Chorherr und der Standardjournalist Robert Misik vermeiden in ihrem Video tunlichst die horizontale Kamerahaltung, um vollmundig von der Wiedergeburt einer Statdarchitektur Wiens sprechen zu können (http://derstandard.at/2000015218325/Wiedergeburt-der-Stadtarchitektur-Wiens-neue-Stadtteile) ohne den Verkehrssalat zeigen zu müssen.

Ein eigener Ausflug (an einem Sonntag!!) war extrem bedrückend. Obwohl erst ein Bruchteil der Seestadt besiedelt ist, ist alles verparkt und die Gehwege zwischen den Wohnblöcken sind eng und, ebenso wie die Mahü, komplett mit grauem Stein, Asphalt oder dichtem Schotter versiegelt. Mag sein, dass sich unter den herrschenden finanziellen Rahmenbedingungen nicht mehr ausging. Es kann sich halt nicht jeder einen Porsche leisten, manchmal ist es halt nur ein Smart, nur wenn der dann illegal am Gehsteig parken muss, weil die Einwohner nur so ihre Einkäufe nach Hause bringen konnten, soll uns niemand einreden, dass das besonders smart wäre.

Die Sicht des Rathauses:

https://youtu.be/khvmsvU9OvA

Und das fand ich vor:

http://youtu.be/gi0nwHVQiy4

PS: Das Foto zu Beginn des Beitrags soll nur wiedereinmal zeigen, dass nicht nur der Rathausmann sondern auch ich ein paar digitale Tricks der Schönfärberei beherrsche (Vergleiche auch: Blaenau Ffestiniog und die Digitalisierung http://wp.me/p1kfuX-KX)

Written by medicus58

5. Juni 2015 um 07:40

Veröffentlicht in Was im Alltag so alles nervt

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