Sprechstunde

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JubelGrüne: Grüne Ärztinnen und Ärzte werden leicht einmal rot dabei…

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rotgruen

Bei der letzten Gemeinderatssitzung ist es zwar den Wiener Grünen nicht gelungen, in letzter Minute die den Wählern versprochene Wahlrechtsreform doch noch durchzuboxen, weil ihnen Berlusconi auf grantig (Copyright http://derstandard.at/2000013551944/EinBerlusconi-auf-grantig?_slide=1), vulgo Michael Häupl nicht nur längst die Schneid sondern zuletzt auch einen Abgeordneten abgekauft hat, aber nicht einmal das hat das grüne Grüppchen gehindert, den Roten die Mauer zu machen, um Wehselys Besoldungsschema, das mit überwältigender Mehrheit von den Betroffenen abgelehnt wurde, durchzuwinken.

(Wer glaubte, Ärzte wären nur wehleidig, möge sich Demokratieverständnis der Wiener SPÖ im Gemeinde… http://wp.me/p1kfuX-W0

Wer glaubt, dass Ihnen das nur passiert ist, der irrt!

Dass die grüne Patientenanwältin seit Beginn die Politik der Rathausmehrheit, der sie schließlich ihren Posten verdankt, bejubelt, wurde hier schon einmal dokumentiert: Sigrid Pilz: Von Traumjobs kann man nie genug kriegen http://wp.me/p1kfuX-wh 

Das Eindampfen der Wiener Spitalslandschaft (Spitalskonzept 2030 und die „wehsentliche“ Wandlungen seiner Produktdeklaration http://wp.me/p1kfuX-K9) wurde gleich nachdem das projekt von Stadrätin Wesehly verkündet wurde, von Pilz hochgejubelt:

Seit ca. 6 Monaten wird Wien Rot-Grün regiert. Mit dem von Rot-Grün gemeinsam ausverhandelten „Spitalskonzept 2030“ wurde ein erster großer Schritt zu einem zukunftsfähigen und qualitativ hochwertigen Wiener Spitalswesen gesetzt.
http://gruenmed.at/downloads/Gesundheitsbulletin_06-2011.pdf

Pflichtbesessen hat sie in den kommenden Jahren und natürlich auch im Jänner 2015 wiederholt das Bild der „geldgierigen Ärzte“ bedient, um die Ablehnung des neuen Besoldungsschemas zu erklären:
Es gehe ihnen nicht nur um einen Ausgleich für die niedrigere Arbeitszeit – sie wollten noch höhere Gehälter herausholen.
http://wien.orf.at/news/stories/2690307/

Aber auch die Grünen Ärztinnen und Ärzte verlauteten ganz unkritisch in ihrem Februar-Newsletter „Kritische Medizin„:
Wir Grünen Ärztinnen und Ärzte begrüßen die aktuell seitens der Wiener Landesregierung gegenüber den MitarbeiterInnen des KAV zugestandenen Schritte hin zu einem völlig neuen System ärztlicher Arbeit.
http://gruenmed.at/downloads/Newsletter_kritische_Medizin/Newsletter%20Kritische%20Medizin%20Februar%202015.pdf

und weiter:

JA, es ist ein Abkommen, dass modernere und zeitgemäße Arbeitsbedingungen erlaubt. JA, es ist sehr viel wert, endlich zu einer 40-Stunden-Woche für ÄrztInnen zu kommen. JA, mit der geplanten Besoldungsreform werden Ungerechtigkeiten beseitigt und ein Lohnzuwachs erzielt.
http://gruenmed.at/downloads/Newsletter_kritische_Medizin/Newsletter%20Kritische%20Medizin%20Februar%202015_Nr.2.pdf

Selbst nach der Ablehnung der Betroffenen, wird im März-Newsletter das Paket im Gegensatz zum Anspruch einer kritischen Medizin weiterhin sehr unkritisch gesehen:

das Ergebnis der Verhandlungen ist durchgefallen. Trotzdem wir die Verhandlungsergebnisse als insgesamt akzeptabel beurteilt haben, boten die Formulierungen des nun abgelehnten Paketes genügend Raum, letztlich trotz aller Beteuerungen, es als reines Sparpaket zu missbrauchen.
http://gruenmed.at/downloads/Newsletter_kritische_Medizin/Newsletter%20Kritische%20Medizin%20M%C3%A4rz%202015.pdf

und während vor der Abstimmung im Gemeinderat unabhängige Medien das Protokoll der nachverhandelten Vereinbarung sehr kritisch analysierte
Ärzte-Gehaltsschema: Zwischen „Flickwerk“ und „tollem Paket“ http://derstandard.at/2000013564130/Zwischen-Flickwerk-und-tollem-Paket 

jubelten die Grünen Ärztinnen und Ärzte in einer Eilmeldung

Die Stadt Wien hat zugestimmt die beabsichtigte Personalreduktion nur bei vorausgehenden Entlastungsmaßnahmen des Spitalssektors einzuleiten.

Die Grünen Ärztinnen und Ärzte werden hier ihrer Kontrollfunktion im Sinne der Kollegenschaft vehement nachkommen!

http://gruenmed.at/downloads/Newsletter_kritische_Medizin/EILMELDUNG%20Kritische%20Medizin%20M%C3%A4rz%202015.docx

Die Wiener Grünen wurden ihrer Steigbügelfunktion für Stadträtin Wehsely nie untreu. Selbst wenn man ihnen die Mandatare abkauft, ermöglichen sie mit ihren Stimmen, dass das Rathaus weiterhin den Willen von 87,44 Prozent der angestellten Ärzte des Wiener Krankenanstaltenverbundes missachtet.

Auch wenn vermutlich die Jüngeren den Begriff der Jubelperser nicht mehr kennen (http://de.wikipedia.org/wiki/Jubelperser), kann man ihnen leicht erklären, wenn man darauf hinweist, was den JubelGrünen so kennzeichnet.

Der Vorsitzende der Grünen Ärztinnen und Ärzte Dr. Franz Mayrhofer, ist übrigens Gründer der Gemeinschaftspraxis in Mariahilf, die mit stattlichen Förderungen, in eines der beiden neuen Primärversorgungszentren umgebaut wird (Wehsely finanziert die Wiener Gebietskrankenkasse und keinen stört’s http://wp.me/p1kfuX-Un). Selbstverständlich gilt die Unschuldsvermutung.

Written by medicus58

30. März 2015 um 17:18

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