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Lügt der Präsident?

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Konzept

17.02.2015 Quelle: Kurier, Sei

Stadt Wien spart 382 Spitalsärzte ein

Bei der Wiener Ärztekammer, die das KAV-Arbeitszeitpaket mitverhandelt hat, fühlt man sich hintergangen: „In den kursierenden Powerpoint-Folien des KAV wird ein Verhandlungsergebnis dargestellt, das es so nie gegeben hat“, sagt Präsident Thomas Szekeres. „Die Reduzierung des ärztlichen Personals ist in diesen Strukturen völlig illusorisch und es wurde dieser selbstverständlich auch nie zugestimmt“, stellt er klar.

Diesen Kuriertext zitiert die Wiener Ärztekammer auf ihrer Homepage (http://www2.aekwien.at/news_p.py?Page=1&id_news=8630 ) unkomgeltenmentiert, so dass wohl davon ausgegangen werden kann, dass das Zitat dadurch als autorisiert gelten kann.

Inzwischen kursieren die damals auch von Szekeres unterschriebene Vereinbarung mit Stadträtin Wehsely:

Punktation zur Umsetzung der Änderung des KA–AZG im KAV Wien
Auf Basis der Einigung vom 29. Jänner 2015 zwischen der Stadt Wien einerseits und der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten-Kunst, Medien, Sport, freie Berufe (GdG-KMSfB), der Ärztekammer für Wien, der Hauptgruppe II und dem Personalgruppenausschuss für ÄrztInnen andererseits wird Folgendes festgehalten:
D. Weitere Rahmenbedingungen
Durch das neue Arbeitszeitmodell ist es möglich, dass zwischen 20.00 Uhr und 8.00 Uhr weniger ärztliches Personal Dienste machen muss. Daher hat der KAV als Grundlage für diese Punktation auf Basis eines Rechenmodells eine geplante Nachtdienstreduktion von ungefähr 112 Nachtdiensträdern vorgelegt. Daraus ergibt sich nach den Planungen des KAV ein rechnerischer Abbau von 382 Vollzeitäquivalenten (bis 2018 unter den unten genannten Rahmenbedingungen).

Die Vertragspartner kommen überein, diese Punktation den jeweiligen Gremien zur Beschlussfassung vorzulegen. Wien am 18. Februar 2015
Thomas Szekeres e.h. ,
Präsident der Ärztekammer für Wien
Wolfgang Weismüller e.h.,
Vorsitzender des Personalgruppenausschusses für Ärztinnen und Ärzte
Angela Lueger e.h
Stv. Vorsitzende der Gewerkschaft der Gemeindebediensteten – Kmsfb
Susanne Jonak e.h
Stv. Vorsitzende der Hauptgruppe II
Sonja Wehsely e.h
Amtsführende Stadträtin für Gesundheit und Soziales
Sandra Frauenberger e.h
Amtsführende Stadträtin für Integration, Frauen, KonsumentInnenschutz und Personal

 

Entscheiden Sie selbst …..

5 Antworten

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  1. Man sollte das Papier komplett lesen und zitieren. Die Rahmenbedingungen unter denen Nachtdiensträder reduziert werden können sind klar aufgelistet. Selbstverständlich ist dies möglich, aber vorher sollte man die genau festgeschriebenen Punkte umsetzen.

    Thomas Szekeres

    1. März 2015 at 10:50

    • So entkräften Sie mE nicht, dass Sie und alle anderen Verhandlungspartner diesen Punkt medial so lange verschwiegen haben, bis die PPT leakte

      medicus58

      1. März 2015 at 10:59

      • Die PPT Präsentation ist unvollständig und falsch, da die klar vereinbarten Bedingungen für eine Nachtdienstreduktion dort unerwähnt bleiben! Medicus58 sie haben mit vielen ihrer Argumente Recht, aber die Bedingungen sind ganz klar niedergeschrieben worden. Bitte lesen sie nach.

        Thomas Szekeres

        1. März 2015 at 11:21

      • ÄK, HGII und PV hätten einfach die Vereinbarung veröffentlichen können und alles ware klar gewesen. Mit dem Verzicht auf Offenlegung und dem zögerlichen Herausrücken mit den Einzelheiren haben Sie diejenigen verraten, deren Interessen Sie satzungsgemäß zu vertreten hätten. Nicht zum erstenmal aber hoffentlich nicht mehr allzu oft.

        medicus58

        1. März 2015 at 11:30

    • Die Ärztekammer hat die Vereinbarung veröffentlicht. Die Verzögerung ergab sich aufgrund von nötigen Klarstellungen und der erfolgreichen Nachverhandlung bei der Berechnung der Feiertage für die Überstunden (plus 8 Mio.). An dem Passus bezgl. Bedingungen für Journaldiensteduktionen hat sich nicht ein Wort verändert. Nur so Nachtdienstreduktionen sind nicht möglich und dem haben wir auch nie zugestimmt. Es wurde niemand verraten! Ich stehe aber zu sinnvollen Strukturänderungen. Es ist nicht notwendig, dass jeder Patient zu jeder Tages und Nachtzeit irgendeine Abteilung aufsuchen darf und dort von einem Facharzt begutachtet werden muss. Ganz egal mit welchen Beschwerden.

      Thomas Szekeres

      1. März 2015 at 14:00


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