Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Meet SPÖs First Couple

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Sie, die Juristin Sonja Wehsely, tauscht gerade mit beinharter Konsequenz die Führung des Wiener Gesundheitswesens gegen einen eingeschworenen Kreis der Gesundheitsmarktprivatisierer aus

Wer macht da den Köck zum Gärtner?  http://wp.me/p1kfuX-cs
Nach dem Köck auch den Bock zum Gärtner … http://wp.me/p1kfuX-cy
Dr. Ebner – Die „objektive“ Krake im Gesundheitssystem  http://wp.me/p1kfuX-xw
Warum ordiniert der Generaldirektor wieder? http://wp.me/p1kfuX-Jg

und ist gemeinsam mit Oberösterreichs Landeshauptmann der landespolitische Arm der letzten sogenannten Gesundheitsreform.

Ihr Lebenspartner, der Volkswirt Andreas Schieder, für den 6 Jahre im Finanzministerium nicht ausreichten um die aktuell jeweils klaffenden und negierten Budgetlöcher nur einigermaßen erklären zu können, ist der neue Klubchef der SPÖ im Nationalrat.

Beide gestählt im Schönsprech alter roter Tugenden unterwerfen ihr tägliches Handeln weniger den alten sozialdemokratischen Idealen als kühler Wiener Politpragmatik.

In Reden im Wiener Krankenanstaltenverbundes droht Wehsely völlig unverblümt, dass nur eine Stimme für Häupl eine Arbeitsplatzgarantie für die 30.000 Mitarbeiter wäre und nur sie das Bollwerk gegen die Privatisierung des Gesundheitssystems wäre. Gleichzeitig fließen aber Unsummen in Externe Berater, von Accenture bis Ernst & Young, zu deren Kunden die größten privaten Player im Gesundheitsmarkt zählen, und die eignen Mitarbeiter bleiben ungehört, oder werden eliminiert. Mag sein, dass da auch einige unbewegliche Betonierer drunter sind, aber zumindest kennen sie den Betrieb besser als die eloquenten Beratertypen, die eben noch die Gewinnmaximierung eines Pharmakonzerns im Auge hatten.
Wie sehr die neuen Freunde ihr denken schon beeinflussen sieht man, wenn die angebliche Kämpferin für die Armen und Mittellosen vom KAV plötzlich steigende Einnahmen durch Privatversicherte fordert:
PPP: Plötzlicher Paradigmenwechsel zu Privatpatienten? http://wp.me/p1kfuX-qo

Auch Schieder liebt die klassischen Floskeln und macht dies so überzeugend, dass er immer wieder zum linken Flügel der SPÖ gezählt wird.
Trotzdem oder eben wegen seiner geschmeidigen Ehrgeizigkeit fiel er neben der lautstark dahin werkenden „konservativen Schottermitzi“  nicht gerade durch linke Töne auf und war auch wenig medienpräsent, als er gemeinsam mit Pröll junior die von der schwarzen Reichshälfte dringlich verlangte und seither uns alle viele Milliarden kostenden Notverstaatlichung der Kärntner Hypo abwickelte. Mit seinem parlamentarischen Gegenüber Reinhold Lopatka hat er auch 2010 konsensual das „Loipersdorfer Sparpaket 2010“ geschnürt ohne den strammen Konservativen zu sehr zu fordern.

SPÖs First Couple, bezieht sich somit nicht darauf, dass es hier ausnahmsweise zwei Sozen auch privat miteinander versuchen (womit nicht die zwischen 31.8.01 und 5.4.03 eingetragene Schieder & Wehsely OHG gemeint ist), dazu ist gerade die Wiener SPÖ viel zu stark verhabert als dass das noch einer Punzierung wert wäre, nein,
mit Wehsely und Schieder stehen uns zwei ausschließlich in und durch die Partei „etwas gewordene“ Pragmatiker neuer Generation gegenüber, deren sozialdemokratisches Restvokabular in erster Linie ihrem eigenen Ehrgeiz dient und die vom Rest der Welt gerade einmal so viel wissen wollen, wie es notwendig ist die erforderlichen Kreuzerln zu kriegen, damit ihre Karriere weitergeht.

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