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ÖBB, Jetzt kommt Bewegung rein, aber anders als Sie denken

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ÖBB

Waren das noch Zeiten!
Man ging auf den Westbahnhof, kaufte ein Interrail-Ticket und Europa lag einem zu Füssen, oder man ging zur Ökista und flog dorthin, wo es eben gerade ein Aktionsticket gab, einmal brachte mich das für ein Monat Brasilien statt nach Peru.

Jetzt wollte ich viel weniger, exakt eigentich nur ein Bahnticket von Wien nach Prag und retour.

Auf oebb.at fand ich geeignete Verbindungen, freute mich über ein wirklich günstiges SparschieneEuropa  Angebot, so dass ich mir den kleinen Luxus eines 1.Klasse Tickets leisten wollte. Da sich die Geschäftsbedingungen nicht aufbauten, klickte ich sie ungelesen als gelesen an und tippte Name und Kreditkartendaten ein. Nach einer kurzen Überprüfung der Bestellung schickte ich meine Reisewünsche hoffnungsfroh ins WWW, nur um kurz darauf informiert zu werden, dass das Angebot nicht mehr gültig wäre.

Man bot mir an ein anderes Angebot zu erklicken, ob sich das auf Hin- oder Rückfahrt, die Zugsklasse oder die Sitzplatzreservierung betraf blieb im Dunkeln, oder den Kundendienst anzurufen.

Ich probierte in der Folge mehrere Züge, mehrere Klassen und mehrere Sitzplatzwünsche permutativ durch, um schließlich aufden verhängnisvollen Gedanken zu verfallen, zuerst einmal nur die Hinfahrt zu buchen.

Siehe da, das klappte problemlos und ich druckte mein Ticket aus, ohne über die damit verbundene Warnung zu erschrecken, dass ich durch den Ausdruck jeden Versuch auf einen Zweitausdruck verwirkt habe.

Danach versuchte ich die Rückreise von Prag nach Wien zu buchen, was bis zu dem Punkt klappte, bis man mich aufforderte auch eine Hinfahrt zu buchen.

Geh, bitte ….

Mit zunehmender Verzweiflung wählte ich die Nummer des ÖBB Kundendienst und schilderte einer freundlichen männlichen Stimme mein Problem. Kurz darauf tutete es nur mehr aus dem Hörer und die Verbindung war abgebrochen.
Ein neuer Versuch, freundliche weibliche Stimme, tutut…
Mein dritter Versuch, ich konnte mein Anliegen erneut vorbringen, die freundliche männliche, wenn auch eine andere als vorher, Stimme gab mir den Tipp doch einfach auch online die Rückfahrt zu buchen …

Durchatmen

„Geht nicht, denn „er“ will dann, dass ich auch noch eine Hinfahr buche, die ich aber ja schon habe!“

Kurzes Nachdenken gefolgt von einem „Warten Sie bitte“ und einer Signation-Schleife.

Schließlich landete ich bei einem anderen Herrn, der mir anbot bei ihm das Ticket telefonisch zu bestellen, was nach Austausch von Namen, Adresse, Telefonnummer zu einer Kundennummer führte.

Nach Mitteilung der Kreditkarte, deren Ablaufdatums und Bejahung dass ich den geforderten Betrag auch abbuchen lassen will, versprach man mir eine SMS mit der ich dann an einem ÖBB Bahnhof mein Ticket abholen durfte.

Irgendwie hat die Chris Lohner schon Recht: Mein bescheidener Wunsch nach einem Retourticket in die Goldene Stadt hat mich für locker 45 Minuten – alles zusammengerechnet – beschäftigt, einen Server zum Glühen gebracht und ich lernte 5 ÖBB Bedienstete und kennen:

So kommt Bewegung rein

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Written by medicus58

7. November 2013 um 20:30

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