Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Schilder in Schilda: Neues von der Mahü

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Auch wenn uns Stadträtin und Bezirksvorsteher, beide in grün, seit einer woche über alle Kanäle ausrichten, dass ein NEIN zu Ihrem Jahrhundertprojekt (Fuzo Mahü) einem ökologischen Hochverrat gleichkommt, wird dadurch nur eine Nebelwand errichtet, um der Kernfrage auszuweichen:
 
Wenn die Fußgängerzone Mariahilferstraße schon so ein wichtiges Projekt ist, dass jeder Einwand als „Raunzertum„, „Autofetischismus„, „Veränderungsanst“ oder überhaupt als „Unwissenheit“ abgetan wird, weshalb ist das Projekt so fahrlässig schlampig angegangen worden und was sagt das über die politische Kompetenz der Wiener Grünen in anderen Projekten, deren Langzeiteffekte noch nicht absehbar sind?

Konkret habe ich schon vor einer Woche unter Maria, hilf: Ein Augenschein auf der Mahü (http://wp.me/p1kfuX-FB) auf Einiges hingewiesen. Im laufenden Betrieb stellt sich nun heraus, dass an der Ecke Mahü/Schottenfeldgasse ein besonders gefährlicher Schildbürgerstreich geglückt ist, der sich gegen die Zielgruppe Vassilakous richtet: Die Radfahrer

MaHü
Das Teilstück der Mariahilferstraße zwischen Schottenfeld- und Zieglergasse ist für Autos nur stadteinwärts befahrbar (siehe Bilder im Album), Radfahrer dürfen es in beiden Richtungen befahren.
Die Schottenfeldgasse ist wie vor der Umstellung eine Einbahn Richtung Mariahilferstrasse, im Gegensatz zu früher, wo sowohl eine Durchfahr auf die Webgasse als auch ein beidseitiges Abbiegen in die Mahü erlaubt war, gebieten nun ein Gebotspfeil stadteinwärts in die Mahü zu fahren.

Jetzt kommts: Radfahrer, die stadtauswärts die Mahü heraufkommen, DÜRFEN gegen die Fahrtrichtung in die Schottenfeldgasse einbiegen und finden dort einen vor einer Woche neu aufgepinselten Radweg vor. Dass sie dabei entweder durch die Begegnungszone vor dem C&A fahren müssen oder mit den zwangsweise linksabbiegenden Autofahrern aus der Schottenfeldgasse kollidieren ist nicht das wahre Problem.

Schaut gut aus, is es aber nicht

Das sieht der Radfahrer, der statauswärts die Mahü fahrend nach rechts in die Schottenfeldgasse einbiegt: Einfahrtsverbot ausgenommen Radfahrer und ein frisch gestrichener Radweg. Das dicke Ende kommt nach wenigen Metern!

Schottenfeld Mahü

Alt und Neu

Das Foto zeigt deutlich die alten Parkraummrkierungenund die neue weiße Linie des vor einer Woche „geschaffenen“ Radwegs, auch wenn er nur wenige Meter lang ist …

Schottenfeld alt und neu
Schon nach ca. 40m hört der frisch gepinselte Radweg abrupt vor einer Ausfahrt auf und die Radler stehen plötzlich MITTEN AUF EINER EINBAHNSTRASSE GEGEN DIE FAHRTRICHTUNG. 

Schottenfeld Ende Radweg
Es kommt noch schlimmer. Etwa an dieser Stelle verengt sich die Fahrbahn durch eine Baustelle (links) und Betonschwellen (rechts). An dieser Stelle ist kein Platz für Auto UND Rad insbesondere wenn sie sich aufeinander zubewegen.
Die meisten Radler weichen nun illegalerweise auf den Gehsteig aus, der dort durch die Betonschwellen ebenfals eng ist und kreuzen die Ausgänge von drei Geschäftslokalen.

Fassen wir zusammen: Das geniale Verkehrskonzept lockt Radfahrer legal gegen die Einbahn , nur um sie dann mitten auf der Straße gegen die Fahrrichtung „verhungern“ zu lassen. 
Wenn es nicht eine stillschweigende Trendwende in der grünen Verkehrspolitik ist, dann ist es reine Fahrlässigkeit.

Written by medicus58

26. August 2013 um 07:37

5 Antworten

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  1. Hat dies auf Politprimat rebloggt und kommentierte:
    Ein nettes Fundstück zur Mariahilferstraße neu!
    Dank an“Sprechstunde“

    Politprimat

    27. August 2013 at 14:35

  2. Diese Lösung findet man an sehr vielen Stellen in Wien. Radwege gegen Einbahnen werden schon seit Jahren nicht mehr markiert, weil sie die Radfahrer dazu zwingen, in der gefährlichen „Dooring-Zone“ zu fahren und den gesetzlichen Mindestabstand zu parkenden Autos zu missachten. Unfälle sind durch diese Lösung keine bekannt. Warum auch? Auto- und Radfahrer sehen sich bei der Begegnung in die Augen und können einander wunderbar ausweichen. Radfahrer am Gehsteig gehen natürlich gar nicht.

    rokory

    15. November 2013 at 16:12

    • Habe ich da die StVO missverstanden?

      medicus58

      15. November 2013 at 18:46

      • Was hat das mit StVO zu tun? Radfahren gegen die Einbahn kann erlaubt werden mit und ohne Radverkehrsanlage.

        rokory

        15. November 2013 at 19:27

  3. Biegen Sie einmal aus der Apollogasse in die als EINBAHN geführte Schottenfeldgasse ohne dass Sie einen entgegenkommenden Fahradfahrer erwarten. Dass auf der Mahü die Einfahrt der Radfahrer gegen die Einbahn erlaubt wurde, ist im weiteren Straßenenverlauf nicht ersichtlich. Das IST eine große Gefahr für beide, Rad- und KFZ-Lenker.

    medicus58

    15. November 2013 at 20:22


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