Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Why something completely cheesy, Mr Cheese?

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Cleese

Heute bringt der ORF 
(http://derstandard.at/1363709442978/TV-Programm-fuer-Montag-29-April) kurz vor der Geisterstunde und natürlich nicht in der englischen Originalfassung, einen Geniestreich der frühen 80er jahre: 
Monty Pythons’ Sinn des Lebens (http://www.imdb.com/title/tt0085959)

Auch wenn dieser Film, aus mir unerfindlichen Gründen, für John Marwood Cleese (vormals Cheese http://de.wikipedia.org/wiki/John_Cleese) nicht zu den Höhepunkten des gemeinsamen Schaffens zählt, erinnert er mich daran, wie traurig es mich seit etwa zweieinhalb Jahren macht, einen der intelligentesten und geistreichsten Künstler jeden Abend im Werbe-TV für ein ödes Online-Wettbüro halbgare Witzchen radebrechen zu hören.
(http://derstandard.at/1282978795403/William-Hill-startet-mit-John-Cleese-als-Traegerrakete)

Der studierte Jurist, Gastprofessor, Kurzzeitrektor, der neben seiner in unzählichen Wiederholungen und Neuausgaben vorliegenden Zusammenarbeit mit den Monty Pythons auch noch Schauspieler und Autor einer unsterblichen TV-Serie (Fawlty Towers), einer kaum kaputt zu wiederholenden Filmkomödie (Ein Fisch namens Wanda) war, der als Sachbuchautor und Managementberater erfolgreich war, will diejenigen von uns, die das Werberahmenprogramm nicht zur Nahrungsaufnahme oder Gegenteiligem nützen, zum Abgezockt-werden verführen.

Er selbst gab ja auch freimütig zu, dass ihn seine Ehen und deren Scheidungen, die letzte kostete 13,5 Millionen €, zur Weiterarbeit zwingen:
How to Finance a Divorce
(http://www.sueddeutsche.de/leben/vip-klick-john-cleese-zweiter-fruehling-mit-1.3735)  

Trotzdem macht es mich ungemein traurig, 
ein Idol meiner Jugend in letztklassig gemachten Werbefilmchen zu sehen. 
Vielleicht mag Cleese aber „The meaning of life“ auch deshalb nicht, weil er sich in seinem Leben eben NICHT an die zu tiefst filosofische Antwort gehalten hat, mir hilft sie seit 30 Jahren jedesmal wieder, wenn ich 
zuerst die VHS Casette und nun die DVD in das Abspielgerät geschoben habe.
Vielleicht hätte ich auch die Blueray Version des Films kaufen sollen, um John und mir das alles zu ersparen ….

Lady Presenter: Well, that’s the end of the film. Now, here’s the meaning of life. [She is handed a gold-wrapped booklet.]
Lady Presenter: Thank you, Brigitte.
[She clears her throat, then unwraps and examines the gilt booklet.]
Lady Presenter: 
Well, it’s nothing very special. 
Try to be nice to people, avoid eating fat, read a good book every now and then, get some walking in, and try and live together in peace and harmony with people of all creeds and nations. 
And, finally, here are some completely gratuitous pictures of penises to annoy the censors and to hopefully spark some sort of controversy, which it seems is the only way these days to get the jaded, video-sated public off their fucking arses and back in the sodding cinema. 
Family entertainment? Bollocks. 
What they want is filth: people doing things to each other with chainsaws during tupperware parties, babysitters being stabbed with knitting needles by gay presidential candidates, vigilante groups strangling chickens, armed bands of theatre critics exterminating mutant goats. Where’s the fun in pictures? 
Oh, well, there we are. 
Here’s the theme music. Goodnight.
http://en.wikiquote.org/wiki/Monty_Python’s_The_Meaning_of_Life
Link: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Sinn_des_Lebens_(Film)

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