Sprechstunde

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Zypern und bei uns: Das wahre Bankenrettungspaket ist der Diebstahl am Sparer

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Während Zypern in unseren Medien i.d.R. im Zusammenhang mit „Blauhelmen„, von wegen letzte geteilte Hauptstadt Europas

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und „Sommerurlaub„, viele Briten und Russen, auftaucht, ist es augenblicklich der Schauplatz einer 
überfallartigen Teil-Enteignung der aller Sparer (http://derstandard.at/1363239334955/Zypern-Enteignung-alarmiert-Oekonomen).

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Das Bizarre an dieser Aktion, deren Rechtsstaatlichkeit andere beurteilen sollen, ist, dass man hier den privaten Sparer ebenso trifft, wie die unüberschaubare Zahl an russischen, britischen, …Schwarzgeldkonten.
Vergessen wir aber auch nicht die österreichischen (wir denken doch an die Briefkästen unserer Freunde Hochegger (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=33573) und Mensdorff-Pouilly (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=34289).

Inmitten sehenswerter Kulturschätze und atemberaubender Strände hält sich dort die Europäische Union
mitten in der Landeshauptstadt eine mit Sandsäcken befestigte Grenze und Geldwaschmaschinen ohne Zahl.

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Wenn nun die Sparer enteignet werden, um das Bankensystem zu retten, dann wird es diejenigen, die hier illegale Gelder bunkern, bei denen ohnehin ein gewisser Wertverlust während des Waschvorganges einkalkuliert ist (selten zahlen Hehler mehr als 50% des wahren Wertes von Diebsgut), wenig treffen, der private Sparer wird aber kalt enteignet

Nur, warum regen wir uns auf?

Was nun in Zypern auf einen Streich passiert, erleben wir schon sein Jahren:
Das wahre Bankenrettungspaket besteht darin, dass wir schon sein Jahren keinen Inflationsausgleich für unsere Ersparnisse bekommen, während europäische und US-amerikanische Zentralbanken dem Sektor das Geld praktisch gratis hineinschaufeln: http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=52332

Nur scheint das nicht mehr zu genügen, jetzt gibt’s den zusätzlichen Haircut …
und wenn das nicht reicht, bleibt immer noch der Südamerikanische Weg der Hyperinflation (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=78404)

Wie wäre es eigentlich mit einer Abschöpfung jenseits der Durchschnittseinlage des privaten Bürgers gewesen,
oder hätte man dann all die netten grobschlächtigen Herrn mit ihren Barbiefreundinnen vergrämt?

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Lesenswerte Ergänzung: Urschitz in der Presse:
Die Rettung Zyperns bestätigt, dass es keine Anzeichen für intelligentes Leben in Europa gibt.“ Dieser Satz aus einem Kommentar der spanischen Zeitung „El País“ fasst den jüngsten Streich der Euro-Gruppe wohl am besten zusammen. Die Finanzminister der Eurozone haben am Wochenende jedenfalls die Aufgabenstellung „Finden Sie die dümmste, vertrauensschädigendste und marktfernste Variante, einem Schwarzgeldparadies im östlichen Mittelmeer ein paar Milliarden zuzuschieben“ mit Bravour gemeistert.
http://diepresse.com/home/wirtschaft/eurokrise/1377496/Gibt-es-intelligentes-Leben-in-der-Eurozone

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Written by medicus58

18. März 2013 um 07:33

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