Sprechstunde

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Dr. Ebner – Die „objektive“ Krake im Gesundheitssystem

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ebner

Wir haben uns hier schon mehrfach mit “ eine der ersten und innovativsten Adressen für Unternehmensberatung“ im Gesundheitswesen beschäftigt:
Ebner Hohenauer Consult EHC
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=53958
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=64132

Beim Ex-Arzt, ausgebildeten Psychotherapeuten Dr. Heinz Ebner laufen seit Jahren alle relevante Informationen des Gesundheitssystems verschiedenster Träger zusammen,
die selbst vor den täglich in der Praxis arbeitenden Mitarbeitern verborgen werden.
Auf Basis dieser Informationen rechnet man in seinem Büro so lange herum, bis genau das Projekt heraus kommt, das seine Auftraggeber gerne hören.
Wie gut das denen tut, sah man an der inzwischen insolventen Bad Gleichenberg Therapie und Thermen AG seines ehemaligen (?) Geschäftspartners Dr Köck.
Dieser sitzt inzwischen praktischerweise im „Aufsichtsrat des Wiener Krankenanstaltenverbundeshttp://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=53877.
Auf die diesbezügliche Synergien kommen wir noch.

Die Gesundheitspolitik, zum Beispiel Frau Gesundheitsstadträtin Wehsely, stört es nicht, dass alle Informationen des Wiener Krankenanstaltenverbundes zu Ebner Hohenauer Consult laufen, während die Stadträtin naturgemäß keinen nur annähernd so tiefen Einblick in die Zahlen anderer „Gesundheitsdienstanbieter“ hat, die dann von Ebner Hohenauer Consult beraten werden.

Wie wurde dereinst ein Beamter aus dem Finanzministerium zitiert, als sein damaliger Minister, ja das war der Grasser aus unserem Satanswinkerl (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=33552), mit der aus Steuergelder finanzierten Beraterflut befreundeter Agenturen begonnen hat:

Ein externer Berater schaut auf DEINE Uhr und sagt die dann wie spät es ist.

Dr. Ebner
 saß z.B. von Anfang an im Projektteam des Krankenhauses Nord und schreibt brav bei allen Diskussionen von Ärzten, Pflege und Verwaltung mit.
Sicher ganz praktisch noch dafür kassieren zu dürfen, dass man sich die Kenntnisse des Gesundheitssystems, die man selbst praktischerweise nicht am Krankenbett oder der Ambulanz erarbeiten musste, von denen erzählen lassen kann, die die Ochsentour gegangen sind.
Sicher nicht unpraktisch zu wissen, wo welche Investitionen anfallen werden und wie diese ausgeschrieben werden.

Als Ersteller der Regionalen Strukturpläne Gesundheit (RSG) sitzt er an den Schalthebeln die entscheiden,
ob in den nächsten Jahren Leistungen zu den privat geführten Spitälern verlagert werden,
ob dort oder da ein neues Großgerät gekauft werden und
ob hier oder dort Gangbetten stehen werden.
Als Herr über alle Informationen kann er sich natürlich von allen Auftraggebern, die eben nicht diese tiefe Systemeinsicht haben, erneut dafür bezahlen lassen, dass seine Berechnungen dies oder jenes ergeben, würde nicht die Unschuldsvermutung gelten.

Dann vergleicht man die Aufenthaltsdauer in Spital A mit dem Spital B und schon ist die Belegschaft mundtot gemacht;
dass in einem Spital A vielleicht nur das Kniegelenk von Freizeitsportlern endoskopiert wurde und im anderen komplexe Interventionen an multimorbiden Patienten stattfanden, das könnte vielleicht der Berater beweisen, nicht aber die in der täglichen Praxis stehen ….

Aber Merke:
Alle im System, insbesondere die Ärzte, sind natürlich korrupt, faul und nur auf den eigenen Vorteil bedacht.
Der Berater ist über jeden Verdacht erhaben.

In welche Geiselhaft sich die Politik dadurch begibt, indem sie einerseits die eigenen Mitarbeiter unter den Generalverdacht der Faulheit, Korruption und Verschlagenheit stellt, andererseits den krebsgeschwürartig sich ausbreitenden Beraternetzen bereitwillig alle Informationen hinkübelt, zeigt folgende kleine Begebenheit:

Da erarbeiten die Mitarbeiter eines Wiener Spitals (selbstverständlich während ihrer Dienstzeit und somit ohne Zusatzkosten für die Dienstgeberin) einen Projektplan aus.
Aus dem Aufsichtsrat des KAV kommt aber prompt vom „Experten“ Dr. Köck die Empfehlung, das Projekt von einem „externen Berater“ prüfen zu lassen.
Sofort liegt der Kostenvoranschlag von den ehemaligen Kollegen in der HCC für diese Beraterleistung vor: Schlappe 100.000 € ….

Aber in der öffentlichen Meinung sind es die Ärzte, die die Steuergelder im Spital verschwenden.

Aber eigentlich stimmt das ja wirklich,
es sind aber nicht die am Krankenbett sondern die, die sich rechtzeitig in die innovative Gesundheitsberatung vertschüsst haben,
nachdem sie sich von der Gesellschaft eine der teuersten Studienrichtungen zahlen haben lassen, weil diese glaubte, dass sie dadurch einen Arzt ausbilden würde, der sie dereinst behandelt würde …
LOL

Written by medicus58

19. Dezember 2012 um 20:27

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