Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Sicherheit ist viel wert, weil sie sonst viel kostet

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Der mitteleuropäische Wohlfahrststaat zeichnet sich nicht nur durch die viel gelästerten sozialen Netze aus, sondern durch ein hohes Maß an innerer Sicherheit. In vielen schwedischen Stadt der 70er Jahre erntete man ungläubiges Erstaunen, wenn man darauf hingewiesen hat, dass eine Autotüre zu versperren und die Wohnungstüre zu verriegeln ist.

Naturgemäß hat die sogenannte Globalisierung auch zu einer größeren Mobilität der Kriminalität geführt, so dass sich auch eine mit sich selbst in Frieden lebende Bevölkerung nicht sicher sein, dass sie nicht durch die kriminelle Energie „anderer“ gefährdet ist, jedoch geht es mir hier eher darum, um einmal das Bewußtsein zu schärfen, wie viel Geld man sich erspart, wenn die innere Sicherheit nicht gewaltsam durch stromführende Zäune, Selbstschussanlagen und bewaffnete Security aufrecht erhalten werden muss, sondern praktisch als Mehrwert einer sozial stabilen Gesellschaft mitgeliefert wird.

Das Bild zeigt eine Luxuswohnanlage nahe des kultigen Hafenviertels in Capetown, Südafrika; immerhin eine der sichersten Städte dieses Landes!
Die Drähte im oberen Bereich erinnern nicht zufällig an Straflager und KZs, denn auch diese hier führen Strom!

Der sehenswerte Film „La Zona“ aus 2006/7 (Trailer: http://www.imdb.com/video/imdb/vi31195929/) zeigt uns diese Zukunft exemplarisch an Hand einer an die Slums grenzenden Luxuswohnsiedlung : (http://www.imdb.com/title/tt1039652/)

Aber auch die Realität zeigt uns, wie sehr der Grundkonsens friedlichen Zusammenlebens in unseren Breiten durch die Wirtschaftskrise der schon gefährdet ist, bzw. wie jene reagieren, die nun nicht ganz zu Unrecht das Gefühl bekommen für eine Krise zahlen zu müssen, die sie nicht verursacht haben:

Bei einer Online-Umfrage der spanischen Zeitung El Mundo (http://www.elmundo.es/elmundo/debate/2012/08/4926/prevotaciones4926.html) behälts sich schon die Mehrheit der über 20.0000 „Abstimmer“ das Recht vor, einen Supermarkt zu bestehlen, nachdem dies der sozialistische Bürgermeister von Marinaleda gemeinsam mit der Gewerkschaft vorgeführt hat.
http://globalinformations.wordpress.com/tag/burgermeister-juan-manuel-sanchez-gordillo/
http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/andalusien-wie-kommunist-sanchez-gordillo-das-dorf-marinaleda-fuehrt-a-830033.html
http://uhupardo.wordpress.com/2012/08/07/protest-im-supermarkt-wenn-man-das-volk-enteignet-mussen-wir-die-enteigner-enteignen/

Es kommt billiger ein sozial gerechtes Gesellschaftssystem anzustreben, als die ungerecht Behandelten auszusperren.

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Written by medicus58

10. August 2012 um 17:46

Veröffentlicht in Allgemein

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