Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Die Stadt Wien will nur das Beste für Patienten

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schreibt heute www.heute.at.
Das klingt doch ganz anders als hier im Mai, als ich die Wiener Gesundheitspolitik als „planlose Planwirtschaft“ (http://wp.me/p1kfuX-jr ) charakterisierte.
Liest man aber den Artikel weiter erfährt man, dass
das gesamte Wilhelminenspital bis 2024 völlig neu gebaut werden soll.

Nicht nur, dass man davon im lautstark verkündeten Wiener Spitalskonzept 2030 nichts erfahren hat, sondern der Neubau schließt auch die 2003 (!) um 15 Millionen € errichtete Spitalsküche, die im Frühjahr eröffnete Herzstation und die aktuell eröffnete Palliativstation ein. Na wenn schon, denn schon …. es geschieht ja nur zum Besten der Patienten!
Dass andererseits Millionen € in den Reinvestitions- und Sachaufwandbudgets fehlen interressiert ja niemand.

Aber, der heute-Bericht verschweigt, dass das ja alles System hat:

Im Kaiserin Elisabeth Spital, dessen Schließung im Vorjahr im Rahmen des Wiener Spitalskonzeptes 2030 verkündet wurde, aber schon seit vielen Jahren in Diskussion stand, wurden erst 2003 mit großem Getöse und für 12,2 Millionen Euro ein OP-Trakt errichtet, den man sich gegen Jahresende schenken kann:
Am 27. Juni 2003 eröffnete Stadträtin Prim. Dr. Pittermann in Anwesenheit hochkarätiger Prominenz aus dem Krankenanstaltenverbund und der Gemeindepolitik offiziell das neue OP-Gebäude, das Platz für drei hochmoderne OP-Säle sowie einen Aufwachraum mit 4 Plätzen und eine Zentralsterilisation bietet. Ein verglaster Gang verbindet 3 der 5 Bettenpavillons mit dem OP-Neubau.
http://www.wienkav.at/kav/kes/texte_anzeigen.asp?id=2042

Neben dem Donauspital wird augenblicklich das 1982 eröffnete Geriatriezentrum nicht, wie noch 2008 berichtet (http://www.krone.at/Wien/Geriatriezentrum_Donaustadt_wird_voellig_umgebaut-Senioren_zittern-Story-116374) umgebaut
sondern nach 30 Jahren großteils abgerissen und neugebaut, auch wenn im Siegerprojekt erklärt wird, dass „das Objekt zu jung zum Abriss“ wäre (http://www.vasko-partner.at/news/media/pdf/185.pdf).
Das Bild läßt aber wohl etwas anderes vermuten, oder?


„Bis zum Ende der laufenden Legislaturperiode im Jahr 2015 investiert die Stadt Wien rund 1,8 Milliarden Euro in den Gesundheits- und Pflegebereich“ frohlockt http://www.wien.gv.at/gesundheit-soziales/investitionen-gesundheit.html noch immer. Das Datum dieser Meldung ist unklar, aber offenkundig vor 2011 ins Netz gestellt …
wenn der Link nimmer funktioniert, weil das doch jemand gelesen hat, habe ich sicherheitshalber ein PDF angefertigt 😉

Ehrlicher wäre es zuzugeben, dass man mit diesem Geld Bauunternehmen, Medizintechnikunternehmen, etc. fördert NICHT den Gesundheits- und Pflegebereich.

Relativ junge Gebäude abzureissen, frisch eröffnete Stationen dem Erdboden gleich zu machen und daneben diplomiertes Pflegepersonal gegen Abteilungshelferinnen zu ersetzen, Ausbildungsplätze für Ärzte einzusparen, das sind keine Investitionen, die Patienten spüren, das ist
Planlose Planlosigkeit

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