Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Martin Graf – eine Premiere unter den Unschuldsvermutungen

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Bislang hat es so mancher Spitzenrepräsentant unseres Staates bzw. unserer Wirtschaft, die Grenzen verschwimmen, hier ins Satanswinkerl geschafft, ein Nationalratspräsident, also die nach dem Bundespräsidenten (formal) zweitmächtigste Autorität dieses Landes, war noch nicht darunter.

Martin Graf, bringt in seiner  Vita aber alle Voraussetzungen mit, unseren Dreckwinkel hier auf- oder sollte ich besser sagen abzuwerten?

Warum, nur weil er politisch eine andere Meinung vertritt?
Kaum, denn dann würde der Winkel hier platzen; nein, weil mir nach dem gestrigen Bericht in der Sendung „Report“ endgültig das speiben kam. Verstehen Sie mich richtig, wie bei allen anderen Bewohnern dieses Winkels hat die Unschuldsvermutung so lange zu gelten, bis es zu einer rechtskräftigen Verurteilung kommt, das gebietet völlig zu Recht der Rechtsstaat, nur dauert dies in Österreich eben sehr, sehr lange, weil das alles sehr sehr gründlich untersucht werden muss, soll sein. Ich bin natürlich auch nicht so naiv zu glauben, dass eine konzertante Berichterstattung im „Report“ und in der „ZIB2“ gegen einen Politiker nur erfolgen kann, wenn maßgebliche Entscheidungsträger diese Person zum Abschuss freigegeben haben (cui bono), aber wenn sich um eine Person eine derartige Fülle an Unschuldsvermutungen rankt, dann hat er sich sein Plätzchen hier verdient:
Über seinen Werdegang orientiert die Parlamentshomepage: http://www.parlament.gv.at/WWER/PAD_02834/index.shtml
über seine Nebenbeschäftigungen: http://www.meineabgeordneten.at/Abgeordnete/Martin.Graf) über seine Meinungen, die er auch gerne auf einem der (lt. Blogverzeichnis.at) beliebtesten Polit-Blogs Österreichs  (www.unzensuriert.at) kundtut, kann man sich aus erster Hand auf seiner eigene HP (http://www.martin-graf.at/) informieren, von der auch der Screenshot „Wo ist das Gold“, wir kommen noch darauf, stammt.

Über alle anderen Besonderheiten der Person informieren seit Jahren die Medien:
Jurist Dr. Martin Graf ist Mitglied der als rechtsextrem eingestuften Burschenschaft „Olympia“, zu der u.a. auch Norbert Burger (http://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Burger_(Politiker) ) gehört.
1987 war Graf Saalordner bei einem Auftritt des deutschen Neonazis Reinhold Oberlercher an der Wiener Universität: http://www.profil.at/articles/0840/560/221244/graf-saalschutz-neonazi-jetzt-fp-kandidat-nationalratspraesidium
1997 nennt er die heutigen Staatsgrenzen Deutschlands „willkürlich gezogen; das deutsche Volkstum muss sich frei in Europa entfalten können.“ http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-8721790.html

2003-2006 ließ er als Geschäftsführer der Austrian Research Centers bevorzugte er befreundete Burschenschaftern bei der Jobvergabe (http://diepresse.com/home/politik/innenpolitik/418950/Alter-Herr-macht-blaue-Karriere-? http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/oesterreich/459871_Dritter-Praesident-sorgt-erneut-fuer-Aufregung.html , 2009 wurde seine Immunität aufgehoben, da die Staatsanwaltschaft wegen fahrlässiger Krida ermittelt. Graf lt. Profil: „Wenn Sie in ein feindliches Umfeld kommen, brauchen Sie vertrauenswürdige Menschen, die Ihnen helfen“

2005 als der britische Holocaust Leugner David Irving vor einem Vortrag vor der Burschenschaft „Olympia“ verhaftet und nach dem NS-Verbotsgesetz verurteilt wurde verteitigte Graf sich und seine Burschenschaft wie folgt: „Niemand von uns hat Irving eingeladen. Das ist ja witzig. Man unterstellt uns, dass wir ausländerfeindlich seien, und dann sollen wir einen Ausländer einladen? Ich weiß nicht, was Irving vor unserer Bude wollte, die Gumpendorfer Straße ist lang, vielleicht wollte er woanders hin.“ http://www.profil.at/articles/0923/560/243718/der-oesterreicher-die-seiten-nationalratspraesidenten-graf

2009 bezeichnet er Ariel Muzicant, den damaligen Präs. Der Israelitischen Kultusgemeinde als ‚Ziehvater des antifaschistischen Linksterrorismushttp://www.gruene.at/uploads/media/martin-graf.pdf
In einem Profilinterview meinte er: „Er halte auch nichts vom so genannten „antifaschistischen Grundkonsens“. http://www.profil.at/articles/0923/560/243718/der-oesterreicher-die-seiten-nationalratspraesidenten-graf

2009 wird auch bekannt, dass Mitarbeiter von Grafs Parlamentsbüro beim rechtsextremen Aufruhr Versand T-Shirts mit entsprechenden Aufdrucken bestellt haben, Graf stellt sich nibelungentreu vor seine Leute. http://www.youtube.com/watch?v=gfPCmx08Cek
http://bernhardkraut.wordpress.com/2010/01/07/martin-graf-ratsel-wann-ist-es-nicht-%C2%BBnazidreck%C2%AB/
http://www.oe24.at/oesterreich/politik/Hat-Grazer-FPOe-Mann-auch-bei-Aufruhr-bestellt/462466

Das Profil vom 10.6.2009 beschrieb auch eigenartige Informationsflüsse zwischen Nationalratspräsidium und einer Neonazi-Homepage: Auf offiziellem Briefpapier des Nationalratspräsidiums werben Mitarbeiter Grafs ungeniert um Mitglieder für die Freiheitliche Wirtschaftsplattform. Und der Grüne Karl Öllinger wundert sich über einen seltsamen Informationsfluss: Einer der ehemaligen Mitarbeiter Grafs, der beim Aufruhr-Versand bestellt hatte, klagte Öllinger wegen übler Nach­rede, vergangene Woche wurde das Auslieferungsbegehren des Wiener Landesgerichts an das ­Präsidium des Nationalrats zugestellt. Es landete in Kopie prompt auf der Neonazi-Homepage „Alpen-Donau-Info“.

Im Jänner 2012 fiel eine eine bestimmte Wortwahl auf: Zitat von (http://www.kellernazisinderfpoe.at/): „Auf der von Mitarbeitern des 3. Nationalratspräsidenten Dr. Martin Graf (FPÖ) verantworteten Homepage unzensuriert.at wurde am 6. Jänner 2012 ein Text unter dem Titel „ Böhmische Stadt Rothau hat mit Zigeunerzuzug zu kämpfen “ veröffentlicht. Darin werden der „massive Zuzug“ von „Zigeunern“ in die tschechische Kleinstadt und die „sozialen Spannungen“, die damit verbunden seien, beklagt. Bezeichnend ist, auf wen sich die Graf- Mitarbeiter beziehen: Bei der angegebenen Quelle handelt es sich um die tschechische Neonazigruppe Arbeiterpartei der sozialen Gerechtigkeit (DSSS).

Im 27.Jänner 2012 fand der WKR Ball (http://de.wikipedia.org/wiki/Wiener_Korporations-Ball) in der Hofburg am Int. Holocaust Gedenktag statt. Graf verteidigte die Veranstaltung (http://www.youtube.com/watch?v=gEjz2iPuku4) und der ORF glaubte noch, dass das Veranstaltungszentrum der Hofburg zukünftig den Ball nicht mehr akzeptieren wird, während Graf bereits wusste, dass man sich trotzdem nächstes Jahr hier, eben unter einem anderen Namen, treffen wird, wie eine undercover Recherche des Falters zeigte (http://de.scribd.com/doc/80128896/Falter-undercover-beim-WKR-Ball-Eine-Nacht-unter-aufrechten-Demokraten).

Auch wenn es auf dem Blog um ganz etwas anderes geht, symptomatisch ist das „wo ist das Gold“auf Grafs eigener Homepage schon: Am 22.Mai 2012 bringt der Report folgenden Bericht: „Politiker müssen Vorbild sein“, sagt Martin Graf, dritter Präsident des Nationalrats und FPÖ-Spitzenpolitiker, zur aktuellen Debatte über Sauberkeit in der Politik. Doch seine eigenen Geschäfte dürften diesem hohen Anspruch kaum genügen. Eine 90 Jahre alte Dame aus Wien erhebt schwere Vorwürfe gegen ihn. Vor Jahren hat sie dem Spitzenpolitiker und Juristen die Verwaltung ihres ganzen Vermögens anvertraut, doch nach einer Reihe seltsamer Geschäfte ist sie von Präsident Graf schwer enttäuscht.
http://tvthek.orf.at/programs/1310-Report/episodes/4070267-Report/4070273-Martin-Grafs-Geschaefte

oder wenn der Link verschwindet auf YouTube: http://www.youtube.com/watch?v=zyRG9-83MYU

Am 28. Oktober 2008 wurde Mag. Dr. Martin Graf mit 109 von 156 gültigen Stimmen des Österr. Nationalrates gewählt, so dass für ihn eine ganz besondere Unschuldsvermutung zu gelten hat, da wohl kaum fast 70% unserer Volksvertreter einen rechtsextremen Anwalt wählen würden, der einer alten Dame ihr Geld abknöpft, wenn ihnen schon die Zweifel eines österreichischen Nationalratspräsidenten am „antifaschistischen Konsens“ kein Kopfzerbrechen machten.

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Written by medicus58

23. Mai 2012 um 13:06

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