Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Miles Never Smiles

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An Miles Davis und seine Bedeutung für die Entwicklung des Jazz im 20.Jahrhundert haben sich schon Berufenere abgearbeitet.
http://de.wikipedia.org/wiki/Miles_Davis

Alleine mit seinen 8 in die Grammy Hall of Fame aufgenommen Alben (Birth of the Cool, Bitches Brew, In a Silent Way, Kind of Blue, Miles Ahead, Milestones, Porgy and Bess, Sketches of Spain) ließen sich nahezu alle Entwicklungen des Jazz seit den 50er Jahren erklären und dokumentieren.

Bitches Brew  faszinierte mich vom ersten Anhören, auch wenn es auch gut dazu taugte die Gäste jeder Party aus der Wohnung zu kriegen. 
Ein bißchen verfolgte ich dann noch die Entwicklung von Electric Jazz, Rock Jazz oder Fusion, wie man es auch immer nennen wollte, dann war Davis für mich auch der Grund meine Beschäftigung mit Jazz.für 15 Jahre ruhen zu lassen. Decoy war in meinen Ohren Kommerz und da wollte ich dann schon „the real thing“. 
Was der Trompeter und Sänger Louis Armstrong  ( http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=33569 ) begonnen hatte, hörte für mit einem anderen Trompeter auf. Ich war selbst etwas verwundert, daß beide so viel Platz in meinem Plattenschrank einnahmen, weil sie doch ziemlich gegensätzliche Zugänge zu diesem Instrument zu haben schienen. 

Hier die volle Lebensfreude, Saft und Vibrato, verschliffene Ansätze die in den typischen und präzise gesetzten high notes endeten, inmitten einer All Stars Truppe.
Dort der traurige, einsame Ton, der sich über den scheinbar unabhängig entwickelnden Klangteppich wechselnder Mitspieler erhob, die fast chirurgische Behandlung einer Melodie, die punktgenauen, vibratofreien Töne, …
Viele Jahre später (konkret im Kommentar zur Doku The Miles Davis Story) wurde mir jedoch eine Parallele klar, die ich übersehen hatte. Auch Davis war eigentlich ein Trompeter, der mit seinem Instrument sang.

Bemerkenswert auch, dass Davis, dessen Abneigung gegen jede Anbiederung (nicht zuletzt an den Weißen Mann) legendär war, im Gegensatz zu anderen nie, Satchmo ob dessen scheinbarer Anbiederung an das weiße Showbiz kritisierte.

Legendär auch seine Antwort auf die Journalistenfrage, ob es denn stimme, dass er Kritiker hasse. Nach kurzem Nachdenken schüttelte er den Kopf und meinte, Nein, ich habe in meinem Leben zu viel gehasst, es ist kein Hass mehr übrig.

WALKING
http://www.youtube.com/watch?v=cTfBpKzu6XA

SUMMERTIME
http://www.youtube.com/watch?v=N090STPx-2M 

BITCHES BREW
http://www.youtube.com/watch?v=dc7qiosq4m4

 

Written by medicus58

15. Februar 2012 um 11:17

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