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Lindsay Anderson: Never Apologise

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Wenn man mich um meinen Lieblingsregisseur fragt, dann verstummen viele, wenn ich Lindsay Anderson antworte.

Heute kennen noch einige seinen Films Britannia Hospital aus 1982,

manche können sich auch noch an Malcom McDowell in der anarchistischen Schulkommödie IF (1968) erinnern.

Ich verfiel Anderson, nachdem ich seinen O Lucky Man (1973) gesehen habe, dessen schonungslose Analyse der Gegenwart bis heute funktioniert.
http://en.wikipedia.org/wiki/O_Lucky_Man!

Aber warum Lieblingsregisseur?
Gab es da nicht für die Entwicklung des Mediums relevantere?

Ja, aber wie der im Dokumentarfilm geschulter Anderson (gemeinsam mit dem damals noch unbekannten Miroslav Ondříček) eine Botschaft in zwingende Bilder verwandelt, das begeistert mich jedes mal wieder.

Natürlich ist es auch sein unterkühlter Zynismus, als er auf die Frage was er vom (damaligen) britischen Filmwunder halte, antwortete:

Entweder bin ich verrückt, oder alle anderen.

http://en.wikipedia.org/wiki/Lindsay_Anderson

Laut Malcolm McDowell hätte Anderson einmal auf die Frage, welche Inschrift er sich für seinen Grabstein wünschen würde gemeint:

Surrounded by idiots.

Vieles, was diesen hoch intelligenten Künstler ausmacht, findet sich in Lucky Man – A Portrait of Lindsay Anderson:

Eine absolute Perle ist aber ein von Anderson selbst gestaltetes TV Porträt, in dem der Dokumentarfilmer ziemlich schonungslos aber mit viel satirischem Witz seine eigenen Werke ausleuchtet:

Lindsay Anderson : Is That All There Is? (1992)
Award winning director Lindsay Anderson (If…, O Lucky Man!) subverts the mockumentary genre and presents to the audience a detailed and humored account of what it truly means to be Lindsay Anderson in his daily routine, meeting with artists, actors and regular people, discussing what’s going on in the world at the time. And, of course, there’s plenty of time for him to discuss some of his passions: movies and theatre, remembering of his time as a former film critic and stage director.
Broadcast : 17th September 1994 Channel : BBC2

Auch seine ersten eigenen Regiearbeiten haben den Weg auf Youtube gefunden
O Dreamland aus 1953 :

ja, und warum heißt der Beitrag so, Never Apologise?
Das erklärt Malcol Mc Dowel einen ganzen Auftritt lang

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Written by medicus58

15. Februar 2012 um 10:25

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