Sprechstunde

über alles was uns krank macht

Kein Grund zur Aufregung NotLügenPolitik

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Nach der Wiener Wahl wussten wir plötzlich, dass die Stadt Wien ein großes Budgetloch hat, dass sich – wenig überraschend – auch im Gesundheits- und Sozialbudget niederschlägt. Wie im Bund (Vergleiche Eintrag LÜGEN http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=33251) wird gebetsmühlenartig behauptet, dass all die Einsparungen „ohne Qualitätseinschränkungen in der Patientenversorgung“ erbracht werden können. Im Dezember teilte nun die Generaldirektion des Krankenanstaltenverbundes ihren Häusern mit, dass im Bereich des Sachaufwands 2 Prozent und im Personalbereich 1 Prozent einzusparen ist. Wo die Gelder konkret abgezogen werden, haben die Häuser eigenständig bis zum 24.1. per Excel-Sheet mitzuteilen. In diesem Zusammenhang weist der Präsident der Ärztekammer Walter Dorner darauf hin, dass das Personal in den Wiener Spitälern schon derzeit „hart am Limit“ arbeite. Eine weitere Reduktion im Personalbereich hätte „weitreichende negative Folgen für die stationäre Betreuung der Patienten in der Bundeshauptstadt“. http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110119_OTS0018/aerztekammer-kritisiert-rotstift-politik-im-wiener-kav 
Für Aussenstehende sei noch erklärend hinzugefügt, dass diese ad hoc Einsparungen abzüglich von KAV Budgets gehen, DIE SEIT JAHREN GERADE DEN LAUFENDEN BEDARF, NICHT ABER DRINGEND ERFORDERLICHE REINVESTITIONEN ABDECKEN.
Die Reinvestbudgets rangieren so bei 3-1% des Anlagevermögens, das heißt eine Bestandwahrung ist nur unter der Annahme einer LEBENSDAUER DER MEDIZINISCHEN GERÄTSCHAFTEN VON ÜBER 100 JAHREN möglich. Dies war auch schon so, als Marhold als Generaldirektors antrat!

Während damals allen klar war, dass das laufende Budget nicht für die volle Periode ausreichen wird, hat Marhold das vor der Presse abgestritten. 27.1.2005 STANDARD: Wie will der Manager die Finanzen des KAV in den Griff bekommen? Die Rücklagen von gut 300 Millionen Euro waren 2004 aufgebraucht. Marhold: Wir brauchen rasch einen Überblick über die Controlling-Daten und machen den Jahresabschluss 2004 bis Mai 2005 und wir werden in dieser Zeit unsere Investitionsvorhaben festlegen. Dann sehen wir, wie das Unternehmen steht. Mehr zu sagen, wäre derzeit unseriös. STANDARD: Sie wollen Ende 2005 erst verhandeln? Der jetzige Vertrag, wonach die Stadt Wien den KAV jährlich mit zwei Milliarden finanziert, läuft Ende des Jahres aus. Marhold: Auf Basis Jahresabschluss 2004 wird im Laufe des Jahres 2005 über ein Abkommen ab 2006 verhandelt. http://derstandard.at/1926649  Dies alles, nachdem bereits im Februar 2004 die wahre Finanzsituation des KAV bekannt war: „Nicht 60 sondern rd. 112 Mio. Euro beträgt der voraussichtliche Abgang für 2004 bei den Wiener Spitälern“, verlautet der Budgetsprecher der Wiener Grünen Martin Margulies als Reaktion zur Diskussion um die Wiener Spitalsfinanzierung. http://derstandard.at/1571288  
Und wie reagiert Marhold 2011: „Mehr Effizienz ist zumutbar
Mehr Wahrheit auch, Herr Generaldirektor!
„Für Klientelpolitik ohne Blick auf den Kontostand hat die Bevölkerung kein Verständnis“, reagierte KAV-Generaldirektor Dr. Wilhelm Marhold am Mittwoch auf vollkommen substanzlose Rufe aus der Ärztekammer für Wien. Anders als die Ärztekammer darstellt, wird der KAV 2011 nicht weniger als 2010 für die Betreuung der PatientInnen ausgeben, sondern tatsächlich mehr. http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20110119_OTS0056/kav-marhold-mehr-effizienz-ist-zumutbar  30.000 KAV Mitarbeiter lachen wie die Hühner, wenn diplomierte Krankenschwestern gegen angelernte Pflegehelferinnen getauscht werden, per Weisung offene Stellen monatelang nicht nachbesetzt werden dürfen Rechnungen so lange geschoben werden, dass Lieferfirmen dies bei Angeboten an den KAV bereits einrechnen.. Dass den Kommunen in der Wirtschaftskrise das (Steuer)Geld fehlt, ist klar und kurzfristig nicht änderbar, aber Schnellschussbudgets mit unqualifizierten Gegenangriffen verteidigen zu wollen, nur um noch ein paar Minuten dem Wahlvolk vorzuspielen, dass KEIN GRUND ZUR AUFREGUNG BESTEHT, ist NLP. N ot L ügen P olitik http://de.wikipedia.org/wiki/Neurolinguistische_Programmierung

Written by medicus58

4. März 2011 um 12:08

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