Archiv für die Kategorie ‘Psychopathologie der Medizin’
Jolly Jolie
In den letzten Jahren haben sich nur so manche Klatschreporter die Frage gestellt, ob Angelina Jolie trotz Schwangerschaften und Gewichtsreduktion ihre sekundären Geschlechtsmerkmale ohne Hilfe der plastischen Chirurgie in einer derartig ansprechenden Form halten konnte: http://news.makemeheal.com/celebrity-plastic-surgery/angelina-jolie-breast-implants/280
Nun hat sie sich als Trägerin eines mutierten BRCA1 Gens prophylaktisch das Brustparenchym entfernen lassen und wurde sie zum Testimonial für … ja was eigentlich?
Geht alle zum Gentest?
Auch berühmte Menschen kriegen Brustkrebs?
Ich mach’s und rede darüber?
Jedenfalls hat der ORF gestern in allen TV Nachrrichten das Thema rauf und runter georgelt, Experten geladen und wieder viele “aufgeklärte PatientInnen” geschaffen.
Aber nicht nur der ORF, die ganze Welt drehte sich um, … also eigentlich umgekehrt, nicht die Welt drehte sich um die Brüste …
Morgen geht’s dann wieder um den Prozess wegen billiger Silikonimplantate: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/brustimplantate-aus-billig-silikon-haft-fuer-pip-gruender-gefordert-a-899850.html
Bei so viel Aufklärung brauchen wir sicher bald eine HELP Sendung zum Thema …
Huch, Menschenversuche an Ossis …
Der nächste Skandal: Der aktuelle Spiegel berichtet, dass westliche Pharmakonzerne in mehr als 50 DDR-Kliniken über 600 Medikamentenstudien in Auftrag gegeben hat (http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/west-pharmakonzerne-betrieben-menschenversuche-in-der-ddr-a-899306.html) und schließt mit der Bemerkung, dass der Verband Forschender Arzneimittelhersteller “bisher keine Verdachtsmomente, dass irgendetwas faul gewesen wäre” sieht.
Eine Skandalüberschrift „West-Pharmafirmen betrieben Menschenversuche in der DDR“, nur leider 24 Jahre zu spät.
Irgendwie kotzt mich (siehe http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=92622) unsere nachhinkende Aufarbeitung der Vergangenheit zunehmend an, weil sie sich mutig gibt ohne es zu sein.
Wo werden denn heute die gesetzlich vorgeschriebenen Versuchsreihen durchgeführt?
Indien: Kinder als Versuchskaninchen :Tragödie in einer bekannten indischen Klinik: Bei medizinischen Testreihen sind 49 Babys ums Leben gekommen. Die Auftraggeber waren westliche Pharmafirmen. http://www.sueddeutsche.de/panorama/indischer-pharma-skandal-kinder-als-versuchskaninchen-1.704679
Nigeria: Pfizer wegen Versuchen an Kindern verklagt: Das afrikanische Land Nigeria fordert sieben Milliarden Dollar Schadenersatz: Der weltgrößte Pharmakonzern soll Mitte der 90er-Jahre ein nicht zugelassenes Medikament an Kindern getestet haben – von denen mehrere starben. http://www.welt.de/wirtschaft/article921876/Pfizer-wegen-Versuchen-an-Kindern-verklagt.html
Provoziert der Ruf nach immer mehr „Forschung“ an immer mehr Subgruppen (Kinder, Jugendliche, Senioren, Männer, Frauen, …) nicht gerade die Fülle an Studien, für die sich kaum genügend Probanden finden lassen?
Ist es nicht nur natürlich, dass börsennotierte Unternehmen diese Studien in den Niedrigpreis-Regionen der Welt durchführen, um die dadurch evidenzbasierten Produkte in den Hochpreis-Regionen absetzen zu dürfen?
Wäre es nicht auch ergiebiger, die Verbindung zu einem anderen uns gerade schockierenden Skandal herzustellen: Fabrikeinsturz in Bangladesch: Zahl der Toten steigt auf über 1000 http://www.spiegel.de/panorama/fabrikeinsturz-in-bangladesch-zahl-der-toten-steigt-auf-ueber-1000-a-899008.html
Im Gegensatz zum Nobelpreisträger Mohammed Yunus sehen wir hier nicht das „Scheitern einer Nation“ sondern die Entlarvung unserer Illusion einer schrankenlosen Globalisierung, die in Wahrheit nur überleben kann, solange sie ihre Kosten in die Zweite und Dritte Welt auslagert, in der andere Gesetze gelten. Damit entspricht sie der neoliberalen Illusion, dass Konkurrenz nicht zum Monopolismus führt. Letztendlich sind diese scheinbaren Erungenschaften des letzten Jahrhunderts nichts anderes als der Kolonialismus früherer Jahrhunderte in neuem Gewand, nur eben um einen Deut weiterentwickelt: Die Gewinne werden weder in der Ersten noch Zweiten noch Dritten Welt versteuert sondern praktischerweise offshore.
Schließlich läuft eben alles wieder auf’s Geld hinaus. Wenn nach immer mehr Forschung geschrien wird, sollte auch bedacht werden, dass wir uns auch diesen Aspekt unseres gesellschaftlichen Lebens nur mehr leisten können, wenn wir nicht so genau schauen, wie er erbracht wird. Das wird auch ein „Fair-Trade-Zeichen“ für die wissenschaftliche Forschung nicht ändern, sollte das einmal kommen. Auch auf dem Billig-T-Shirt der großen Modeketten, die in Bangladesh nähen lassen, prangen diverse derartiger „Zertifikate“.
Gesundheit ist Pflicht
Wir wollen nun nicht der WHO Definition folgen,
die “Gesundheit” als eh alles, also körperliches, seelisches, soziales und was-weis-ich-noch-alles Wohlbefinden definiert
(Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity.)
sondern einmal überlegen, wie sehr wir heute wieder Dr. med. Wilhelm Diwok folgen, der in seinem Buch “Gesundheit ist Pflicht – Ein Wegweiser für gesunde Lebensgestaltung“ das Gesunderhalten des eigenen Körpers bereits 1940 zur idividuellen Pflicht erklärt hat.
Erstmals hörte ich den Begriff aus dem Munde des Herrn Karl (http://www.liesing.at/8e/herrkarl.htm).
Natürlich macht es Sinn, sich so zu verhalten, dass man seinen Körper durch adäquate Behandlung so weit “gebrauchsfähig” hält, dass einem das “Weiterleben” selbst nicht allzu beschwerlich fällt, jedoch steckte in diesem Konzept damals, in den unseeligen “1000 Jahren”, noch etwas ganz anderes:
Dies wurde in der deutschen Ärztezeitung 1996 (http://www.aerzteblatt.de/archiv/3607/Der-Arzt-im-Nationalsozialismus-Der-Weg-zum-Nuernberger-Aerzteprozess-und-die-Folgerungen-daraus) aufden Punkt gebracht:
Der Arzt als Werkzeug des Staates
“Gesundheit ist Pflicht!” Dies stand im Einklang mit dem von der Gesundheitsführung verlangten Leistungsfanatismus, war jedoch ein Verrat an dem ärztlichen Grundwert “salus aegroti suprema lex”. Das System wurde während des Krieges mit Hilfe der Vertrauensärzte, der Betriebsärzte und der Aufhebung der freien Arztwahl für Werktätige in rüstungswichtigen Betrieben perfektioniert. Dem Arzt als “Gesundheitsführer” oblag die Überprüfung der Leistungsfähigkeit und der “biologischen Tauglichkeit“, die Leistungssteigerung durch Gesundheitsaufklärung und Ansporn zur sportlichen Leibeserziehung, aber auch die Einsparung von Krankengeldern und Renten durch möglichst langen Einsatz von leistungseingeschränkten Kranken in entsprechenden Verwendungen.
Und wer steht heute hinter den medialen und rechlichen Gesundheits- und Screeningkampagnen? Es sind dies nur selten humanistisch bewegte oder gar ärztliche Kreise, es sind meist wieder wirtschaftliche Erwägungen.
Die Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft (http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialversicherungsanstalt_der_gewerblichen_Wirtschaft ) war dann auch die erste Gruppierung, die seit Jänner 2012 mit dem Vorsorgeprogramm „Selbständig Gesund“ das Erreichen von Gesundheitszielen nit der Reduktion von Selbstbehalten belohnt.
Nochmals, natürlich macht es auch aus ärztlicher Sicht Sinn, uns alle zu einem Verhalten zu motivieren, dass unser Leben weniger beschwerlich macht und uns bis ins hohe Alter selbstständig leben läßt.
Wenn sich das aber in eine Gesundheitsdiktatur entwickelt, die abweichendes Verhalten bestraft und die allfällig erzielbare Gesundheitssteigerung nur zur Gewinnmaximierung im Produktionsprozess einsetzt, dann sollte den Anfängen gewehrt werden.
Alkohol-, Nikotinmißbrauch, Übergewicht, fehlende körperliche Fitness, ..etc. stellen selbstverständlich kein medizinisch wünschenswertesVerhalten dar;
dass in vielen Fällen dieses Verhalten aber nur eine Ventilfunktion gegen gesellschaftliche Mißstände (z.B.: Druck am Arbeitsplatz) darstellt wird in dieser Diskussion ausgeblendet.
Dabei hat sicher auch geholfen, dass die Universitätsklinik für Arbeitsmedizin in Wien sang- und klanglos abgeschafft wurde.
Ein möglichst hoher Grad an individueller Gesundheit ist anzustreben, jedoch nicht primär um ein Maximum an ökonomischer Ausbeutbarkeit zu ermöglichen sondern primär für ein Maximum an individuellem Wohlbefinden.
Gesundheit sollte somit ein Wunsch und keine Pflicht sein.
Bildnachweis: http://www.booklooker.de/B%FCcher/Dr-med-Wilhelm-Diwok+Gesundheit-ist-Pflicht/id/A019bElA01ZZd
Google macht Kunstfehler
Während heute die Salzburger Nachrichten davon berichten, dass immer mehr Patienten bei Dr. Google Rat suchen (http://www.salzburg.com/nachrichten/gesundheit/sn/artikel/zu-risiken-und-krankheiten-fragen-sie-drgoogle-54899/)
und das Handelsblatt (http://www.handelsblatt.com/unternehmen/digitale-revolution-der-wirtschaft/medizin-apps-zu-risiken-und-krankheiten-fragen-sie-dr-google/8065660.html) und CIO (http://www.cio.de/news/wirtschaftsnachrichten/2912374/) zum Teil wortident ins selbe mediale Horn stossen,
offenbart Dr. Google selbst einige Lücken.
Wie unser Screenshot zeigt, wird auf der Gesundheitsseite auch ein Link zur Rhein-Neckar-Zeitung geboten, der so gar nichts mit Gesundheit zu tun hat,
unter dem Titel Im vierten Jahr gemächlich durch das Krebsbachtal
(http://www.rnz.de/HP_Kraichgau/00_20130415052033_103619114_Im_vierten_Jahr_gemaechlich_durch_das_Krebsbac.php) wird dort die Werbetrommel für eine Touristenbahn getrommelt. Mit Gesundheitsthemen hat das alles nix zu tun.
Es liegt also der Verdacht nahe, dass der Google Alogrithmus den Begriff “Krebs” gelesen hat und den Links flugs in die falsche Kategorie gestellt hat, also einen klassischen Kunstfehler begangen hat.
Der gesundheitliche Schaden für den Internetuser wird sich in diesem Fall wohl in Grenzen halten, tief blicken in die Logik unsere Online-Gurus lässt der Fall jedoch allemal.
Der Liebe Gott macht einen wieder gesund. Warum macht er einen dann überhaupt krankt?
Dies ist hier weder der Ort noch das Format um die komplexen Wechselwirkungen zwischen religiösem Glauben und Krankheit erschöpfend zu analysieren. Ich bin aber über eine Jubelmeldung der kathpress über einen österr. Psychiater und Opus Dei Mitglied mit eigenem Wikipedia Eintrag (http://de.wikipedia.org/wiki/Raphael_M._Bonelli) gestolpert, die ich hier zumindest „verewigt“ wissen wollte.
Religion schützt die seelische Gesundheit und kann auch von der Medizin als wichtige Ressource des Menschen angesehen werden. Das hat der Wiener Gehirnforscher Raphael M. Bonelli mit Kollegen der Duke University in einem gross angelegten Studienvergleich dargelegt, der demnächst im “Journal of Religious Health” publiziert wird.
http://kipa-apic.ch/index.php?pw=&na=0,0,0,0,d&ki=241805
Auch wenn die Meldung vom 1. April stammt, handelt es sich dabei offenbar um keinen Scherz.
Bonelli zeigte sich “überwältigt” von dem für wissenschaftliche Verhältnisse “sehr eindeutigen Ergebnis”: Je nach Krankheitsgruppen seien die Hinweise auf eine Schutzfunktion durch Religiosität teils äusserst stark, allen voran bei Sucht, Depression und Suizid, doch auch bei Demenz waren die Resultate vielversprechend. Religion sei somit durchaus ein mit Alter oder Geschlecht vergleichbarer psychiatrischer Parameter, so der Wiener Forscher: “Wäre Religion ein Medikament, kann man sagen, es wäre mit Sicherheit zugelassen.”
Natürlich könnte man nun mit Leichtigkeit all die Fälle religiösen Wahns anführen, die zu Selbstverstümmelung, Selbstmord und Massenmord führten, nur um mit einiger Berechtigung den Vorwurf zu ernten, dass all dies auch von explizit a-religiösen Menschen begangen wurde, oder dass es sich hierbei eben nicht „um den wahren Glauben“ gehandelt hätte.
Wie sehr der Glaube an sich, auch ohne religiösen Hintergrund, eine Placebowirkung (http://de.wikipedia.org/wiki/Placebo) auslöst, ja selbst die enttäuschte Hoffnung eine Nocebowirkung (http://de.wikipedia.org/wiki/Nocebo-Effekt) zeitigt, hat aber zuerst die Naturwissenschaft gezeigt, nicht etwa religiöse Propheten ….
Wenn nun ultraorthodoxe Kreise ihren – per definitionem nicht widerlegbaren und somit nicht naturwissenschaftlichen Glauben – ein naturwissenschaftliches Mäntelchen überziehen, dann ist dieses Intelligent Design (http://de.wikipedia.org/wiki/Intelligent_Design) mehr als durchsichtig.
Trotz meiner ausgesprochen agnostischen Grundposition, maße ich mir als naturwissenschaftlich denkender Mensch in Ermangelung einer aussagekräftigen Versuchsanordnung nicht an, die positiven und negativen Folgen des Glaubens an einen „persönlichen Gott“ buchhalterisch abzuschätzen (meiner persönlichen Empfindung behalte ich ausnahmsweise mal für mich), aber in gewisser Weise ist Herr Kollege Bonellis Wunschtraum einer Religion als Medikament ohnehin schon Wirklichkeit.
Die verfassungsmäßige Privilegien ihrer Gewinnspannen haben die Verteilerorganisation von Medikamenten, also die Apotheken (http://diepresse.com/home/gesundheit/1270753/Gesundheit_VfGH-kippt-Apothekenregelung), ebenso wie die Verteilerorganisationen staatlich anerkannter Religionen, auch wenn nur gegen letztere aktuell unterschreiben kann (http://www.kirchen-privilegien.at/unterschreiben/).
Eine weitere Parallele ist die überzufällig häufige Verwendung verschiedener christlicher Heiliger im Apothekennamen, obwohl andere Berufe (z.B. Bäcker oder Bergleute mehr Schutzheilige aufweisen können als die Pillendreher (http://www.heiligenlexikon.de/Patronate/Patronate-Berufe.htm). Trotzdem wäre für eine allfällige Apothekenpflicht für die christliche Religion namentlich schon vorgebaut.
Schau, da vögelt Opa und Oma im Museum
Das Naturhistorischen Museum fettet sein klammes Budget durch einen programmierten Publikumsrenner auf:
NHM-Generaldirektor Univ. Prof. Dr. Christian Köberl meint: „Nach dem großen Erfolg der “KÖRPERWELTEN der Tiere” von 2010/11 wird auch diese Ausstellung das Naturhistorische Museum erneut ins Zentrum des Wiener Publikumsinteresses stellen.“ Plastinator Hagen drapiert plastinierte Leichen in (anatomisch) unnatürlichen Darstellungen und peppt, dem Zwang der Reizsteigerung olgend, seine seit 1996 bestehende Wandershow nunmehr auch mit kopulierenden Körpern auf: Von Hagens zeigt Tote beim Sex http://www.welt.de/videos/wissen_original/article3687402/Von-Hagens-zeigt-Tote-beim-Sex.html Körperwelten “Sex-Leichen”: Wer waren die beiden Exponate und woran litten sie? http://www.shortnews.de/id/763534/koerperwelten-sex-leichen-wer-waren-die-beiden-exponate-und-woran-litten-sie
Nun mag der Leser seinem “Medicus“, der noch nach der ur-alten Studienordnung viele Wochen in anatomischen und pathologischen Seziersälen verbrachte glauben, dass ihn die Sache an sich nicht schockiert.
Von den unzähligen Anekdoten mit den Toten im Seziersaal habe ich natürlich auch einige erlebt. und meinen Künsten versehentlich zerschnittene Gelenkskapseln und Gefäße mit Nagellack zu “flicken” verdankte nicht nur ich im Sezierkurs eine bessere Benotung beim Abschlusstestat…
Darum geht es auch nicht.
Auch die Zurschaustellung von menschlichen Präparaten, Mumien, Leichenteilen, Fotos von Verbrechensopfern, selbst wenn sie häufig den Voyeurismus des Publikums bedient, spielt meines Erachtens in einer anderen Liga.
Das Perverse (http://de.wikipedia.org/wiki/Perversion) an diesen Machwerken ist die “Verdrehung” der menschlichen Körper in Aktionen, die ihrem realen Sein nicht entsprechen:
Das sterbende Lungenkarzinom vögelt nicht, es hustet, blutet, erstickt … Das Perverse ist die “Umkehrung” normaler anatomischer Verhältnisse:
Muskelt flattern nicht “gebetsfahnenartig” um den Körper herum …
Selbstverständlich haben die verwendeten Menschen rechtlich bindend ihrer Nachverwendung zugestimmt; die Zeiten, wo Hagen sich den Vorwürfen stellen musste, er würde die Körper zum Tode verurteilter Chinesen plastinieren sind vorbei.
Das Geschwätz, das er über seine 2volksbildnerische” oder “künstlerische” Absichten absondert mag man getrost vergessen. Dass ein Österreichisches Bundesmuseum die Bühne für diese Schau abgibt halte ich für diskussionswürdig.
All denen, die behaupten, ihr Besuch würde nur ihr anatomisches Interesse zeigen, sei das Josephinum in Wien ans Herz gelegt:
Kaiser Josephs II. war begeistert von den anatomischen Wachsmodellen im „Reale Museo di Fisica e Storia Naturale” („La Specola“) in Florenz und bestellte für die Weiterbildung seiner Ärzte und Geburtshelfer anatomischen und geburtshilflichen Wachsmodellen, die von 1784 bis 1788 in Florenz hergestellt wurden. http://www.josephinum.meduniwien.ac.at/josephinum/museum-im-josephinum/
Das wirklich sehenswerte Josephinum können Sie übrigens für ca. ein Drittel des Eintrittspreises sehen, den ihnen Hagen und das Naturhistorische Museum abknöpft ….
Der Eier-legende-Woll-Milch-Primarius

Weiterbildung ist heute unumgänglich, darüber soll auch gar nicht gemosert werden, aber hier geht es um etwas anderes:
Was ich hier kritisiere ist die Selbstverständlichkeit mit der im Österreichischen Gesundheitssystem davon ausgegangen wird,
dass ein Leitender Arzt (Abteilung-, Institutsleiter) neben seiner Letztverantwortung für den medizinischen Erfolg seiner Truppe, also je nach Fach Ärzte, Pflege, medizinisch-technische Dienste, Sekretariat, …etc., auch die Arbeit der Verwaltung, der Technik und oft auch der Gesundheitsbehörden zu übernehmen hat.
Dass er so nebenher auch für die studentische und ärztliche Ausbildung verantwortlich ist, versteht sich ja von selbst.
In der Kursbeschreibung des KAV-Managementkurses liest sich das so:
“Uns geht es darum, unsere Führungskräfte in ihren wirtschaftlichen Skills zu stärken und ihnen dafür möglichst viele Instrumente zur Verfügung zu stellen.
Das beginnt beim effizienten Mitteleinsatz, geht über Controlling bis hin zu Benchmarking und Personalmanagement”, skizziert Wilhelm Marhold, Generaldirektor des Wiener Krankenanstaltenverbundes, die wichtigsten Ziele des neuen Lehrgangs. http://www.wienkav.at/kav/ZeigeAktuell.asp?ID=21242
Dass ihm selbst andauernd “Aufpasser” vor die Nase gesetzt werden, die dzt. gerade wieder einmal ausgetauscht werden,
d.h. der ehemalige Gen.Dir.Stv. Koblmüller (http://medicus58.wordpress.com/2012/11/21/bombenstimmung-im-kav/) wird durch ZWEI Wunderwuzzis (wie man hört ist einer aus Deutschland und einer zufällig aus einem dem Rathaus nicht ganz fernen Weltkonzern …) ersetzt, ist nebensächlich.
Aus leidvoller, jahrzehntelanger Erfahrung möchte ich folgende zwei Fragen in den digitalen Raum stellen:
Weshalb bläht man den Verwaltungs- (Berater-, Zertifizierer-, Qualitätssicherungs-)Apparat in der Medizin immer mehr auf, wenn er nicht die in vorderster Front Arbeitenden unterstützt, sondern ohne uns eigentlich nur sagt, was wir zusätzlich tun müssen?
Glaubt denn irgendwer, dass die Ressourcen des einzelnen unendlich sind, oder nimmt man billigend in Kauf, dass der Arzt, der sich in immer größerem Ausmaß mit dem Ausfüllen von Anfragen der Gesundheitsbehörden, stundenlangen Diskussionen mit indolenten EDV Abteilungen, dem Auffinden von Fehlern in der Leistungsstatistik beschäftigt, dadurch in seinen Kernaufgaben, nämlich dem Diagnostizieren und Behandeln von Kranken besser wird?
Völlig zu Recht wird immer mehr über die Überlastung von Ärzten in Ausbildung durch berufsfremde Tätigkeiten diskutiert,
dass sich dieser Missbrauch der Kernfähigkeiten eines Arztes auch in der weiteren Berufslaufbahn fortsetzt, hat noch nicht den Weg in die allgemeine Diskussion gefunden.
PS: In Österreich meint man mit PRIMARIUS den CHEFARZT, in Deutschland versteht man unter dem PRIMARIUS den PPRIMÄRTUMOR.
Letztere Definition wird in Österreich nur von den Oberärzten und der Gesundheitspolitik – allerdings unausgesprochen – verwendet …
Inflationierung der Wissenschaft: Vom Plagiat über die Meduni OÖ zu gesellschaftlichen Seilschaften
Über all die politisch relevanten Dissertations-Plagiate der Guttenbergs, Chatzimarkakis, Schavans und den Nicht-ausreichenden- Plagiator Gio Hahn wurde schon genug geschrieben.
Das Plagiatoren-Ranking Schummelte Schavan so wie Guttenberg? Welcher Plagiatsjäger zerstörte welche Karriere? Und wer wurde zu Unrecht beschuldigt? Diese Übersicht klärte schon im Oktober 2012 auf. http://www.zeit.de/studium/2012-10/Plagiatoren-Ranking-Schavan
Ob die Genannten so viel ihrer Lebenszeit in unsere politische Zukunft investiert haben, dass sie für die Weiterentwicklung der Wissenschaft die Zeitökonomie übertreiben mussten, kann ich nicht sagen. *end of irony*
Erinnern möchte ich an einen Gedanken, den ich schon vor einem Jahr hier entwickelte: Von Guttenberg zu Gio Hahn – Plagiate: Wer ist hier der Täter?http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=35010
Kernthese war hier die Inflationierung der Wissenschaft: Ist es überhaupt möglich all die geforderten wissenschaftlichen Arbeiten (von der geforderten Akademisierung der Kindergärtnerinnen über die vorwissenschaftlichen Maturaarbeit, bis zu Dissertation und Habilitation) in der erforderlichen Qualität zu erliefern?
Wenn da manche (Professoren) Dutzende Hausarbeiten, Dissertationen und Habilitationen gleichzeitig betreuen, dann kann einem schon mal was durch die Lappen gehen, jedoch stellt das auch dieses System an den Pranger. Kann man für die Honorare, die für eine bereute Disseration gezahlt werden eigentlich verlangen, dass das sorgfältig geprüft wird? Ist der Druck zur Akademisierung nicht so groß, dass da niemand so genau nachschauen möchte, wie deren Produktion in der Praxis abläuft?
Dass wissenschaftliches Arbeiten, jedenfalls in den Naturwissenschaften inzwischen auch enorme Geldmittel verschlingt, die der Einzelne ohnehin nicht aufstellen kann, sei hier nur kurz angerissen.
In die gleiche Kerbe schlägt die offensichtlich nun (rechtzeitig vor den Landtagswahlen) gefällte Entscheidung unseres Bundeskanzlers, dass auch Linz eine Medizinuni benötigt.
Auch darüber haben wir uns hier schon vor Monaten Gedanken gemacht, als das alles noch Theorie schien:
Inflation der Medizinerunis: Neue Spielwiese der Provinzpolitiker? http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=70488
Auf der einen Seite zahlt man den Trägern der akademischen Einrichtungen immer weniger: Was ist uns ein Universitätsprofessor wert? (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=53526)
auf der anderen Seite will sich jeder gerne mit einem Titel schmücken …
Letztlich läuft all dies – m.E. mit voller gesellschaftspolitischer Absicht – auf eine Inflationierung des akademischen Lebens hinaus, die den Menschen, die weder im Gotha (http://de.wikipedia.org/wiki/Genealogisches_Handbuch_des_Adels) stehen noch Teil politischer, ökonomischer oder krimineller Seilschaften sind die einzige gesellschaftliche Aufstiegshilfe.
Wer trotz akademischer Würden unter dem Generalverdacht steht, dass “das ohnehin nichts heißt”, dem bleiben für den Aufstieg auf der sozialen Leiter nur mehr politische und außerpolitische Seilschaften. Wohin das führt zeigt schon ein kurzer Blick auf die heute einflußreichen Eliten unserer Gesellschaft.
Links: Plagiatsgutachten, wenn Sie ein Problem haben http://plagiatsgutachten.de/person.html
Die Abkassierer der 24-Betreuung sind unter uns
Ist ist schon einige Zeit her, als wir uns hier mit dem Phänomen auseinandergesetzt, dass die Anzahl der Menschen die in Österreich „in Pflege stehen“ mehr als doppelt so hoch ist, wie im Durchschnitt der OECD Länder: „Pflegehelferinnen aus dem Osten“ http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=33704 . Langsam, spätestens als öffentlich wurde, dass in der Familie des damalige Bundeskanzlers Wolfgang Schüssel unangemeldet eine Pflegerin beschäftigt wurde, begannen hektische Bemühungen das, was bereits flächendeckend statt fand „Der Arbeitsstrich der 24 Pflege“ (http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=63115) zu legalisieren.
Während wohl jedem klar war, dass es heute nahezu unmöglich war eine aufwendige Betreuung „der Alten“ zu gewährleisten, seit diese weder an die „Hausfrau und Mutter“ des „alleinverdienenden Haushaltsvorstandes“ zu delegieren ist, weil diese ebenfalls im Berufsleben steht und die frühere Akzeptanz, die Alten entweder am Land in die Ausnahm oder in der Stadt in die Versorgung zu stecken, kollidierte dies mit den Berufsinteressen der diplomierten Pflegeberufe, die sich gesetzlich eine Art Alleinanspruch auf „die Pflege“ gesichert haben. Mühevoll bastelte man an entsprechenden Gesetzen, die das, was die 24h Betreuung zu leisten hat (Putzen, Kochen, Helfen, Waschen, Füttern, ….) von der medizinischen Pflege mehr schlecht aber zu Recht differenzieren.
So war der Weg frei, sich des Arbeitsproletariats arbeitsloser Frauen aus (zuerst vorzugsweise) der Slowakei, (inzwischen auch) aus Polen, Rumänien, der Ukraine und immer weiter aus dem Osten Europas zu bedienen. Dass die Überalterung in diesen Gebieten inzwischen ein ähnliches Ausmaß erreicht hat, wie bei uns, es aber dort die soziale Absicherung viel schlechter bestellt ist, als bei uns, d.h. sich die Frage stellt, wer denn dort die Alten pflegt, soll hier einmal nicht weiter diskutiert werden.
Im heutigen Beitrag geht es um all die Einheimischen, die den ohnehin relativ niedrigen Lohn der meist als Ich-AGs arbeitenden Frauen weiter schmälern.
Eine kurze Anfrage an „Prof. Google“ zeigt die Fülle an Agenturen, die sich im Vermittlungsgeschäft etabliert haben. Der Konsument hat zuletzt 77 getestet und unter denen sind diejenigen, die vom Entlassungsmanagement zweier Wiener Großspitäler empfohlen werden, gar nicht dabei!
Verstehen Sie mich richtig, natürlich ist eine sorgfältige Personalselektion und -vermittlung eine Leistung, die auch honoriert werden muss. Wie wir aber gleich sehen werden, ist die Qualität der Vermittlung sehr zu hinterfragen, insbesondere da keinerlei Garantieleistung damit verbunden ist und die betreffenden Einzelpersonen oder Firmen sich durch die kontinuierliche Beteiligung an den laufenden Geldflüssen nach abgeschlossener Vermittlung ein IMHO nicht zu rechtfertigendes Dauereinkommen sichern.
Players in the field:
a) Diplomierte Krankenschwester hängt den Beruf an den Nagel und macht sich selbstständig: Die meisten Anbieter scheinen mir von ehemaligen diplomierten Krankenschwestern mit persönlichen und sprachlichen Verbindungen in den ehemaligen Ostblock gründet worden zu sein.
b) Gemeinnützige Vereine und Einrichtungen Verschiedene privaten und öffentliche Gruppierungen (Caritas, Hilfswerk, FSW, ..) vermitteln ebenfalls in- und ausländische BetreuerInnen, wobei man sich hier ebenfalls häufig Dritter bedient, die die Personen dann aussuchen.
Was leisten die Vermittler?
Glaubt man den Internettauftritten und den persönlichen Gesprächen, werden Bewerberinnen „auf Herz und Nieren geprüft“, ehe sie einem vorgeschlagen werden. Eigene Erfahrungen lassen hier große Zweifel aufkommen. Eine (nach eigener Aussage) studierte Kernphysikerin und ehemalig beim Slowakischen Rundfunk in leitender Position angestellte, nun zur Pflegerin konvertierte Person entpuppt sich als psychiatrisch schwerst auffällig und offenkundig alkoholabhängig. Nachträglich ist da der Agentur (einer diplomierten Krankenschwester) schon einiges komisch vorgekommen … In einer gemeinnützigen Organisation, die auf ihrer Homepage verkündet, dass sie sich bei der Personalrekrutierung eines professionellen Personaldienstleisters bedient, erfährt man, dass es schon einmal vorkommen kann, dass sich die am Telefon als sehr gut befundenen Deutschkenntnisse dann vor Ort nicht nachvollziehen lassen, weil vielleicht jemand ganz anderer als die nun vermittelte Betreuerin abgehoben hat. Ganz kann man ja nie ausschließen, dass es in dem Dorf eben einen gibt der gut Deutsch kann und die Telefonate für alle abwickelt … Aber für all das gibt es keine Garantieleistung des Vermittlers, schließlich schließt man ja nicht mit dem Vermittler sondern mit der selbstständig agierenden Betreuerin einen Arbeitsvertrag. Die in dem unten verlinkten Konsumentartikel angeführten Leistungen der Vermittler (behördliche Anmeldung, Einführung in den Haushalt, Behördenwege, Erhebung des Pflegebedarfs …) existieren meiner Erfahrung nach mitunter nur auf dem Papier. Die Erhebung des Pflegebedarfs = Einstufung in die Pflegestufe wird beim Förderantrag ohnehin von „offizieller Seite“ vorgenommen.
Woran verdienen die Vermittler?
Klar, zuerst einmal für ihre Vermittlungsleistung. Diese wird entweder als Einzelzahlung pro Vermittlung, oder pro Vermittlung von zwei Pflegerinnen innerhalb von 1-3 Monaten oder als Jahresmitgliedsbeitrag, oder als Mischung aus all den Formen eingehoben. Kosten von bis zu 1.240 € für die Erstvermittlung und Jahresgebühren von 1.500 € sind mit bekannt! Dazu kommen oft noch versteckte Kosten (siehe unten). Dass die Agentur auch von den Betreuerinnen eine Vermittlungsprämie abkassiert, erfährt man meist erst später, wenn man sich über mangeldne Jobzufriedenheit wundert.
Damit ist aber noch nicht Schluss:
Viele Agenturen (auch die gemeinnützigen Vereine !) kassieren auch pro geleistetem Betreuungstag mit. Nochmals sei in Erinnerung gerufen, dass die meisten Betreuerinnen als selbstständige Einzelunternehmer handeln und die Vermittler keine Leistungen für sie erbringen, die dieses Mitkassieren rechtfertigen.
Qualitätssicherung als nettes finanzielles Zubrot Aus der oben angeführten Problematik, dass die diplomierten Pflegeberufe sich aus diesem Geschäft nicht gänzlich hinausdrängen lassen wollten und – völlig nachvollziehbar – die öffentliche Hand, die diese Betreuungsverhältnisse auch finanziell unterstützt, eine gewisse Sicherheit braucht, dass eine qualifizierte Betreuung erfolgt, hat sich eine laufende Qualitätssicherung etabliert, für die je nach Geschäftsmodell natürlich oft extra bezahlt werden muss. Für den 10 minütigen Besuch einer diplomierten Krankenschwester, die „nach dem Rechten sieht“, fallen dann schon mal extra 75 € pro Monat an. Wenn Sie draufkommen, dass Besuche in rechnung gestellt werden, die nie stattgefundne haben, dann haben Sie ein Problem. Selbst wenn Sie nicht per Mitgliedsgebühr an den Vermittler gebunden sind ist der wechsel nicht so einfach, weil evtl. die Betreuerinnen an ihn vertraglicg gebunden sind, was Sie spätestens zu diesem Zeitpunkt realisieren! Eine Gewährleistung der Qualität bekommt man aber nicht. Zumindest von einer bestimmten Agentur kann ich beweisen, dass unter dem Titel der Qualitätssicherung nun verpflichtende Kurse angeboten werden, die die Betreuerinnen zusätzlich zu zahlen haben. Wohlgemerkt, als Betreuerin kann legal ohne hin nur jemand arbeiten, der eine entsprechende Ausbildung (meist im Heimatland) nachweisen und sie in Östterreich anerkennen kann. Selbst einfache medizinische Tätigkeiten, diejeder Patient selbst an sich durchführt, dürfen von den Betreuerinnen ohnehin nicht vorgenommen werden, da sie gesetzlich diplomierten Gesundheits- und Krankenpflegepersonen sowie PflegehelferInnen auf ärztliche Anordnung vorbehalten sind. Es kann ihnen also passieren, dass sie für die tägliche Heparinspritze trotz 24 Betreuung noch eine mobile Krankenschwester anheuern müssen!
Da mach ich doch auf Taxiunternehmen
Natürlich müssen die Betreuerinnen, die sich i.d.R. alle 14 Tage abwechseln, auch wieder „in den Osten“. Wer keine guten öffentlichen Verbindungen hat, ist hier auf die in den Herkunftsländern boomenden Taxi- und Busunternehmer angewiesen. Diese Kosten fallen meist zusätzlich zum vereinbarten Taggeld an und variieren zwischen 50 und 150€ alle 14 Tage. Aber auch hier haben die in Österreich ansässigen Vermittler Lunte gerochen und einige steigen auch in diese Geschäft ein, in dem sie „ihre“ Betreuerinnen vertraglich verpflichten ausschließlich „ihr“ Transportunternehmen zu benutzen. Kein schlechtes Geschäft, da es ja für jede Hin-fahrt auch mind. einen Passagier für die Rückfahrt gibt. Begründet wurde das im Einzelfall damit, dass man so eine größere Sicherheit für die Betreuerinnen bieten würde, dass sie auch pünktlich an ihren Einsatzort kämen.
Wenn Sie also auf Internetangebote stoßen
24Stundenpflege zu Hause – Österreichweit bereits ab 35 €
Legal und verantwortungsbewusst,
dann denken Sie sich Ihren Teil.
Und wenn Ihnen dann Gedanken wie
Abzocke
Ausbeutung
Arbeitsstrich und
Neokolonialismus
in den Sinn kommen, dann geht es Ihnen wie mir!
Eine gute Übersicht über die Kosten einiger Anbieter finden Sie hier in einer (eigentlich kostenpflichtigen ) Ausgabe des Konsument, die uns freundlicherweise das Land Salzburg ins Netzt gestellt hat … http://www.salzburg.gv.at/24-stunden-betreuung_konsument_2.pdf
Links:
Generationenvertrag http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=31468
Generationenvertrag II oder das Sandwich http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=31563
Generationenvertrag III http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=32059
Generationenvertrag IV: Im nächsten Leben werde ich ein Gemüse oder ein Metall http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=32622
Hilfreiche Informationen:
http://www.bmask.gv.at/site/Soziales/Pflege_und_Betreuung/24_Stunden_Betreuung/ http://www.pflegedaheim.at/cms/pflege/attachments/2/8/6/CH1848/CMS1237213583778/24stdbetreuung[1]1.pdf
Ärztemangel und Dr. Frankenstein
Jenseits unserer Landesgrenzen ist der Mangel an ausgebildeten Ärzten schon längst Realität.
Bei uns in Österreich wird noch polemisiert und je nach politischer Absicht eine sehr unterschiedliche Sicht der Realität kolportiert:
LIMBO: So sparen im Gesundheitssystem
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=33516
Ärzteschwemme – Ärztemangel, aber geh … alles eine Tochter der Zeit
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=33160
Medizin: Jetzt, aber jetzt wird alles anders
http://sprechstunde.meinblog.at/?blogId=51616
Ein von den Medien als Dr. Frankenstein bezeichneter Problembär unter unseren Kollegen, hat offenbar (Unschuldsvermutung, eh klar) eine überzufällige Spur an Fehldiagnosen und -therapien hinter sich gelassen:
«Dr. Frankenstein»-Arztskandal zieht weite Kreise
http://www.suedkurier.de/nachrichten/politik/schwerpunkte/brennpunkte/-Dr-Frankenstein-Arztskandal-zieht-weite-Kreise;art407,5846583
Besonderes Augenmerk verdient die tatsache, dass der Arzt in den Niederlanden bereits ein Berufsverbot hatte und trotzdem in Deutschland approbiert wurde:
Wie „Dr. Frankenstein“ es nach Deutschland schaffte
http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/niederlaendischer-skandalarzt-wie-dr-frankenstein-es-nach-deutschland-schaffte/7602834.html
Ein angeklagter niederländischer Arzt arbeitete unbehelligt an deutschen Krankenhäusern. Ein Protokoll des Versagens.
http://www.sz-online.de/nachrichten/der-unglaubliche-fall-des-dr-frankenstein-2479812.html
Vor Pfuschern wie „Dr. Frankenstein“ sind Patienten ohne Schutz
http://www.focus.de/gesundheit/arzt-klinik/patientenrecht/tid-28896/skandalarzt-praktizierte-lange-unbehelligt-vor-pfuschern-wie-dr-frankenstein-sind-patienten-ohne-schutz_aid_894054.html
Die betroffene Klinik, die den Arzt angestellt hat, betreibt nun hektische Schadensbegrenzung (http://www.slk-kliniken.de/News.4093.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=274&cHash=251afe0ad4a0cef732cae99adaf44c5b) aber schon werden Stimmen laut, die den Ärztemangel in vielen europäischen Ländern als eine der möglichen Ursachen für den Skandal ansprechen:
Ein Grund für den Einsatz des Arztes war nach Meinung des Vorstands der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Ärztemangel. Deshalb stellten Träger ziemlich wahllos Bewerber ein, sagte er. Brysch sieht die Politik in der Verantwortung. «Die Bundesbildungsministerin und auch die Länder müssen sich absprechen, wie man dem Ärztemangel in Deutschland entgegentreten kann.»
Ähnlich argumentiert in Österreich auch Die Presse:
http://diepresse.com/home/panorama/welt/1330507/Dr-FrankensteinSkandal-erreicht-Deutschland?_vl_backlink=/home/panorama/welt/index.do








